Wertpapierdepot für Kleinanleger – DIE Checkliste

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Momentan gibt es rund 10 Millionen Aktionäre in Deutschland, viele davon sind Kleinanleger mit Portfolio-Größen im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich. Die folgenden Ratschläge gelten in besonderem Maße für „echte" Kleinanleger mit einem Depotvolumen unterhalb von 10.000 Euro, aber solange Sie mit Ihrem Depot nicht in eine Größenordnung zwischen 60.000 bis 70.000 Euro vorgestoßen sind, können Sie viele dieser Checklisten-Punkte weiter in Ihre Investment-Planungen einbeziehen. Die Redaktion von Depotvergleich.com hat für Sie 5 wichtige Depotkonto-Eigenschaften herausgearbeitet, an der Sie ein gutes Wertpapierdepot für Kleinanleger erkennen.

Inhaltsverzeichnis

  • Wertpapierdepot für Kleinanleger – Das Wichtigste für Sie auf einen Blick
  • Depotkonto für Kleinanleger: Diese fünf Eigenschaften muss es mitbringen
  • Wertpapierdepot für Kleinanleger – Unser Fazit: Checkliste für einen seriösen Kleinanleger-Broker

Wertpapierdepot für Kleinanleger – Das Wichtigste für Sie auf einen Blick

1) Ein Wertpapierdepot für Kleinanleger muss sehr kosteneffizient sein, damit ein gesundes Verhältnis zwischen Rendite und Transaktionskosten herrscht.

Wir empfehlen: Sich bei der Depotauswahl auf Discount-Broker konzentrieren und ein kostenloses Wertpapierdepot zu wählen

2) Die Investition in Einzeltitel erfordert durch intensivere Marktbeobachtung einen höheren Zeitaufwand als viele Kleinanleger bereit sind zu investieren.

Wir empfehlen: ein oder mehrere Fondssparpläne mit laufenden Einzahlungen in Investmentfonds sind eine solide Basis für Kleinanleger-Depots

3) Für Kleinanleger empfehlenswerte Depotkonten sollten nur bei deutschen Online-Brokern eingerichtet werden, nicht bei ausländischen Anbietern.

Wir empfehlen: Oftmals sind spezialisierte Brokerhäuser in der Lage bessere Konditionen als Direktbanken oder Filialbanken anzubieten

4) Für sehr Rendite-trächtige und damit sehr riskante Finanzprodukte wie Differenzkontrakte (CFDs) und Devisentermingeschäfte (Forex) sind die meisten Kleinanleger nicht gerüstet.

Wir empfehlen: Konzentrieren Sie sich auf einen kontinuierlichen Kapitalaufbau mit dem Zielkorridor einer Jahresrendite zwischen 6 und 9 Prozent (nach Abzug von Transaktionskosten und aktueller Inflationsrate), dies ist auch ohne Finanzderivate machbar

5) Ein im Depot zur Verfügung gestelltes Angebot außerbörslicher Handelspartner kann zur weiteren Kostendämpfung und zur Gewinn-Optimierung beitragen.

Wir empfehlen: Erkundigen sich vor der Depoteinrichtung nach dem Vorhandensein von außerbörslichen Handelspartnern und deren Konditionen

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Depotkonto für Kleinanleger: Diese fünf Eigenschaften muss es mitbringen

Steuer1) Keine Kosten für die laufende Wertpapierdepot-Führung und möglichst niedrige Transaktionskosten: Diese beiden Eigenschaften sind ein Muss für Sie als Kleinanleger. Sie sorgen dafür, dass Ihre Gewinne und die dadurch verursachten Orderkosten in einem gesunden Verhältnis stehen und Sie nicht für eine abwartende Strategie vom Broker „bestraft" werden.

2) Mehr passive als aktive Investments: Jeden Einzelwert, in den Sie als Kleinanleger investieren, müssen Sie vor dem Wertpapierkauf genau analysiert und gegebenenfalls auch eine Weile beobachtet haben. Dieses aktive Investieren ist also mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden. Eine wichtige Säule in Ihrem Wertpapierdepot sollten deswegen Fondssparpläne sein, mit deren Hilfe Sie einen festen monatlichen Betrag in eine Palette von diversifizierten Investmentfonds investieren.

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3) Kein Anbieter außerhalb von Deutschland. Ein wichtiger Grund für die Beschränkung auf deutsche Online-Broker ist der Faktor Abgeltungssteuer. Wenn diese nicht automatisch nach erfolgreichen Trades vom Depotanbieter direkt abgezogen wird, kann es passieren, dass man diesen wichtigen Kostenpunkt aus den Augen verliert und am Ende draufzahlt. Der zweite Grund für einen deutschen Anbieter hat ebenfalls mit dem Staat zu tun: Die deutsche Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin hat einen exzellenten Ruf, auch weltweit, und sorgt sehr zuverlässig dafür, dass deutsche Anbieter rundum seriös sind – und zieht andere „Kandidaten" im Zweifelsfall schnell aus dem Kapitalverkehr. Der dritte Grund betrifft die Kommunikation und mögliche Streitigkeiten: Einem Broker, dem die Verbraucherschutzverbände auf die Finger schauen und dessen Gerichtsstand in Deutschland ist, kommen Sie im Fall der Fälle besser bei als einem Anbieter aus dem „Regulierungsparadies" Zypern.

4) Keine zu riskanten Finanzprodukte im Angebot. In den Randgebieten des Finanzmarktes gibt es aktuell starke Trends zu hoch-riskanten und sehr Rendite-trächtigen Produkten. Leider werden diese Finanzprodukte, vor allem in der Internet-Werbung, als sehr einfach, „schnell zu lernen" und gewinnträchtig vermarktet. Viele Kleinanleger ziehen aktuell daraus einen unglücklichen Schluss: Durch die, Zielgruppezugegebenermaßen, geschickte Werbung wird der Fokus auf mögliche Gewinne gerückt. Einige Anbieter, insbesondere anyoption, scheuen aktuell sogar vor Werbung nach dem Motto „Werde schnell reich im Internet" nicht zurück. Devisen-CFDs mit extrem hohen Hebelwirkungen bei Verlust und Gewinn und Binäre Optionen mit dem „Anlage-Prinzip" hopp oder topp sind keine geeigneten Finanzinstrumente für Kleinanleger, auch nicht für solche mit einiger Trading-Erfahrung. Setzen Sie lieber, bis Sie ein größeres Depotvolumen erreicht haben, auf einen Mix aus Aktien, Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Investmentfonds. Sie wollen mehr über den Kauf von Wertpapieren lernen? Wir empfehlen Ihnen unseren ausführlichen Ratgeber „Aktien kaufen für Anfänger" sowie unseren Wertpapierdepot Rechner.

5) Nicht nur auf den XETRA-Handel und die Regionalbörsen beschränken: Eine interessante Alternative zum börslichen Handel können außerbörsliche Handelspartner sein, denn oft fallen die Transaktionskosten durch den Wegfall der Börsengebühr etwas niedriger aus. Uns Sie erhalten ein weiteres preisliches Angebot, das in der Praxis ab und an leicht über oder unter den aktuellen Börsenkursen liegt.

Wertpapierdepot für Kleinanleger – Unser Fazit: Checkliste für einen seriösen Kleinanleger-Broker

ChecklisteAnhand folgender Kriterien können Sie einen für Kleinanleger empfehlenswerten Broker ganz eindeutig identifizieren:

  • Es werden keine überhöhten Kosten vom Broker verursacht
  • Es werden Fondssparpläne angeboten
  • Der Anbieter hat seinen Hauptsitz in Deutschland, wird hier reguliert und kümmert sich um die Abgeltungssteuer
  • Die Produktpalette des Online-Brokers ist breit und interessant, es wird allerdings auf sehr riskante Finanzprodukte verzichtet
  • Es kann auch außerbörslich gehandelt werden

 

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