BASF: Gewinnwarnung und enttäuschende Quartalszahlen!

Das war bisher keine gute Woche für BASF: Das Unternehmen vermeldete seine Quartalszahlen für das dritte Quartal, und diese fielen recht enttäuschend aus. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr kassiert, nun ist das Management deutlich zurückhaltender als zuvor. Kein Wunder, dass der Aktienkurs daraufhin erst einmal unter Druck geriet. Nachdem der Kurs der BASF-Aktie zu Wochenbeginn noch im Bereich 77 Euro notierte, waren es zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags am Mittwoch nur noch rund 73,00 Euro. Hier der Blick auf die Details:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Prognose für 2015: Leichter Rückgang des Ebit vor Sondereinflüssen wahrscheinlich
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Zunächst einmal zu den Quartalszahlen. Da vermeldete BASF diese Woche diese Eckdaten:

  • Der Umsatz im dritten Quartal 2015 lag bei 17,4 Mrd. Euro. Das ist gegenüber dem Vorjahresquartal ein Rückgang von 5%
  • Das Ebit vor Sondereinflüssen lag bei 1,6 Mrd. Euro. Das ist ein noch stärkerer Rückgang, von rund 10%. Ebit steht für „earnings before interest and taxes“, zu Deutsch „Gewinn vor Zinsen und Steuern“, mithin eine Kennzahl zur Beurteilung des operativen Geschäfts der BASF. Und da ist ein Minus von 10% natürlich alles andere als berauschend.
  • Laut Unternehmensangaben gab es in den Segmenten „Chemicals und Functional Materials & Solution“ eine Ergebnissteigerung – doch in allen anderen Segmenten blieb das Ergebnis unter dem des Vorjahresquartals.
  • Das Ebit nach Sondereinflüssen legte hingegen um 8% zu, auf 1,9 Mrd. Euro.

Quelle:
BASF: Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen in schwierigem Umfeld leicht rückläufig

Umsatzrückgang und Rückgang beim Ebit vor Sondereinflüssen – das ist schlecht. Positiv hingegen fand ich, dass der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 3,6 Mrd. Euro stieg, auf satte 8,5 Mrd. Euro.

Das ist sozusagen die Vergangenheit – und die Zukunft? Auch dazu äußerte sich das BASF-Management im Rahmen des Bekanntgebens der Quartalszahlen. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2015 wurde gesenkt.

Bisher hatte es geheißen, dass die BASF-Gruppe im Jahr 2015 voraussichtlich ein „leichtes Umsatzwachstum“ verzeichnen könne. Das hat sich nun geändert: Laut der neuen Prognose wird es ein „leichter Rückgang“ des Umsatzes. Grund dafür soll „maßgeblich“ sein, dass das Gashandels – und Gasspeichergeschäft im dritten Quartal von der BASF verkauft worden ist. Zudem belaste der niedrigere Ölpreis. Generell betonte BASF, den Absatz weiter steigern zu wollen, wenn die Verkäufe und auch Akquisitionen herausgerechnet werden.

Prognose für 2015: Leichter Rückgang des Ebit vor Sondereinflüssen wahrscheinlich

Zum Thema Ebit vor Sondereinflüssen heiß es, dass es nun nicht mehr wahrscheinlich sei, dass das Niveau des Vorjahres erreicht wird. Das Ebit vor Sondereinflüssen werde 2015 voraussichtlich „leicht sinken“.

Diese Zahlen sind natürlich alles andere als eine Katastrophe, und insbesondere der hohe Cash Flow zeigt, dass BASF weiterhin ordentlich Geld verdienen kann. Doch angesichts der Zurücknahme der Prognose für 2015 war es nur natürlich, dass auch der Kurs ein wenig zurückgekommen ist, so wie wir es auch diese Woche gesehen haben.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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