Bitcoin Blase platzt 2019: Jetzt noch schnell reich werden!

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Verblüffend – anders war die Kursentwicklung des Bitcoin 2017 eigentlich nicht zu erklären. Innerhalb nur weniger Monate schoss dessen Kurs förmlich durch die Decke. Und genauso schnell ging es mit den Kursen der Kryptowährungen wieder nach unten. Von seinem historischen Höchststand bei über 20.000 USD brauchte der Bitcoin gerade einmal anderthalb Monat, um auf unter 8.000 USD abzurutschen. Und es sollte noch weiter abwärts gehen. War die Bitcoin Blase geplatzt? Ende 2018 erreichte der Bitcoin weniger als 3.500 USD. Für ein Asset, das keinen intrinsischer Wert hat, immer noch beeindruckend.

Angesichts der Kursentwicklung schien es skeptischen Analysten nur eine Frage der Zeit, dass sich die Kurse korrigieren. Strittig war nicht, dass die Kurse ins Minus drehen, sondern wann platzt die Bitcoin Blase. Zum Jahreswechsel 2018/2019 durchschritt der Markt eine Talsohle. Und scheint inzwischen wieder zu einem neuen Höhenflug anzusetzen. Entwickelt sich hier wieder eine neue Bitcoin Blase?

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Bitcoin – wann platzt die Blase: Wichtige Fakten im Überblick

  • 2017 lief der Bitcoin-Markt heiß
  • Historischer Höchststand bei 20.089 USD
  • Halving treibt Kurs an
  • Risiko der Preismanipulation

Bitcoin Blase platzt

Wie entstand die Bitcoin Blase?

Spekulationsblasen (im englischen Sprachraum auch als economic bubble bezeichnet) sind bestimmte Marktsituationen, in denen Marktpreise und innerer Wert eines Assets nicht mehr deckungsgleich sind. Als Asset kommen:

  • Wertpapiere wie Aktien
  • Rohstoffe
  • Währungen
  • Vermögensgegenstände wie Immobilien

in Frage. Historisch betrachtet sind Spekulationsblasen keine moderne Erfindung. Die erste bekannte Blase ist die Tulpenkrise im 17. Jahrhundert. In den Niederlanden wurden astronomische Preise für Tulpenzwiebeln gezahlt. 1637 brach der Markt schließlich zusammen und ruinierte viele Haushalte.

Die Dotcom-Blase und das Zusammenbrachen des US-Immobilienmarkts sind zwei Beispiele für moderne Spekulationsblasen. Die Gesetzmäßigkeiten sind fast immer ähnlich. Zuerst bewegen sich die Kurse für viele Anleger kaum spürbar nach oben – sie fliegen anfangs unter dem Radar. Sobald eine „kritische Masse“ erreicht ist, springen immer mehr Trader auf den Zug auf und der Trend beschleunigt sich. Sichtbar wird diese Entwicklung am plötzlichen Knick im Chart, der Anstieg wird deutlich steiler. An einem bestimmten Punkt drehen die Kurse dann ins Minus – und stürzen gefühlt ins Bodenlose.

Auslöser einer Trendumkehr können verschiedene Ursachen sein. Wie kommt es zu solchen Spekulationsblasen? Markttheoretische Erklärungsversuche sehen in Blasen vor allem eines – irrationale Entscheidungen. Entscheidungen werden von Anlegern nicht allein unter rationalen Gesichtspunkten getroffen. Andernfalls würde es nicht zu einer so starken Überbewertung der Assets kommen.

Ein bekanntes Modell ist die Greater Fool Hypothese. Hier wird davon ausgegangen, dass es immer eine Person geben wird, welche bereit ist, höhere Preise zu bezahlen. Entsprechend der Theorie werden sich die Preise korrigieren, wenn niemand mehr die höheren Preise bereit ist zu bezahlen. Grundsätzlich lassen sich zwei gegensätzliche Mechanismen erkennen:

  • Preisanstieg > zunehmend mehr Trader folgen Trend
  • Preiskorrektur > Panikverkäufe der Trader.

Die Bitcoin Blase 2017/2018 lässt genau diese Mechanismen erkennen.

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Verlauf der Bitcoin Blase 2017

Im Januar 2016 notierte der Bitcoin bei rund 430 USD. Ein Jahr später lag der Preis für einen Bitcoin bei 1.000 USD – der Wert hatte sich bereits verdoppelt. Allerdings verlief der Anstieg – im Vergleich zu den kommenden Monaten – relativ flach.

Bis Mitte 2017 deutete sich ein Anziehen der Kurse an. Im Sommer wurden zunehmend mehr Medien auf die Kryptowährung aufmerksam. Die Kurse begannen förmlich durch die Decke zu schießen. Jeder Trader wollte sich ein Stück vom Kuchen abschneiden. Anfang November 2017 erreichte der Bitcoin bereits mehr als 7.000 USD. Anfang Dezember sprang die Kryptowährung über die Marke von 10.000 USD – und schien nicht mehr zu bremsen.

Am 17. Dezember erreichte die Bitcoin Blase ihren Zenit: Die Kryptowährung schaffte den Sprung über 20.000 USD. Allerdings konnte der Aufwärtstrend nicht mehr fortgesetzt werden im Gegenteil: Die Kurse brachen massiv ein.

Als Auslöser wird eine Mischung verschiedener Ursachen angesehen. Das Zusammenbrechen der Kurse fiel unter anderem mit Untersuchungen bei einigen großen Krypto-Exchanges zusammen. Da Kryptowährungen wie der Bitcoin keine offiziell anerkannte Währung sind, lassen sie sich nicht über etablierte Devisenbörsen handeln. Nur spezialisierte Kryptobörsen bieten den Währungstausch an. Im Rahmen der Zulassung von Bitcoin-basierten Finanzprodukten wurde Gerüchten über Kursmanipulationen nachgegangen.

Parallel stieg die Verunsicherung der Trader durch Medienberichte über Hacks bei Kryptobörsen und dem Bemühen, die Coins/die Kryptomärkte stärker zu regulieren. Den wahrscheinlich größten Ausschlag hatten aber wahrscheinlich Mitnahmeeffekte. Bereits 2017 hielten einige wenige tausend Konten ein hohes Volumen der verfügbaren Coins. Mit dem Glattstellen der Positionen gab es plötzlich deutlich mehr Bitcoins als nachgefragt waren. Die Kurse gingen deutlich zurück. Händler, die spät auf den Zug aufgesprungen waren, fürchteten Verluste – und warfen ihre Coins ebenfalls auf den Markt. Die weitere Entwicklung ist am Ende bekannt.

Bitcoin Blase geplatzt

Entwickelt sich eine neue Kryptoblase?

Ende 2017 ist die erste Bitcoin Blase geplatzt. 2018 und im ersten Quartal 2019 hofften Händler, dass es bald wieder bergauf gehen würde. Das beim Bitcoin keine Blase Nummer 2 in diesem Zeitraum entstanden ist, dürfte unter anderem den regulatorischen Bestrebungen geschuldet sein.

Hintergrund: China und Brunei haben den Handel inzwischen verboten. In Indien gibt es ernsthafte Überlegungen in diese Richtung. Und auch die G20-Staaten wollen den Markt stärker kontrollieren – sprich die Zügel fester in die Hand nehmen. In der Folge hat der Bitcoin sich massiv verbilligt.

Im April/Mai 2019 dann die Überraschung: Der Kurs für den Kryptocoin zog wieder spürbar an. Zwischenzeitlich konnte der Kurs sogar wieder 13.000 USD erreichen. Mittlerweile hat sich der Trend allerdings wieder etwas abgekühlt. Ein Bitcoin kostet Mitte September 2019 etwa 10.000 USD. Wird es also in Zukunft keine Bitcoin Blase mehr geben?

Aktuell sehen die Anzeichen zumindest nicht danach aus. Dass die Kurse im April so stark anstiegen, hat verschiedene Hintergründe. Auf der einen Seite berichtete die Fachpresse, dass just in diesem Zeitraum eine Order in dreistelliger Millionenhöhe den Kurs antrieb. Auf der anderen Seite haben Analysten Bodenbildung beim Bitcoin festgestellt. Es war – ausgehend von der technischen Analyse – durchaus ein Anziehen der Preise zu erwarten.

Und es gibt einen weiteren Grund, welcher die Preise antrieben könnte: Für das Jahr 2020 wird mit einem Halving gerechnet. Und genau hierin könnte der Grund liegen, warum in nächster Zeit der Bitcoin Kurs wieder deutlicher an Boden gewinnt.

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Bitcoin Halving treibt die Preise an

Halving ist eine besondere Eigenschaft verschiedener Kryptowährungen. Es geht um eine künstliche Verknappung der Coins. Wie funktioniert Halving in der Praxis? Blockchain-basierte Coins sind auf einer Datenbank aufgebaut, die Blöcke miteinander verknüpft (daher der Begriff Blockchain). Jeder dieser Blöcke wird mittels einer kryptografischen Funktion errechnet – indem Mining-Rigs die Funktion so lange berechnen, bis ein bestimmter Hashwert ermittelt ist.

Und jeder Block enthält eine bestimmte Menge (Bit)Coins. Zum Startzeitpunkt (t0) der Blockchain belief sich die Menge Coins je Block auf X0. Beim Halving wird diese Menge halbiert – es gibt danach (beim Zeitpunkt t1) also nur noch X0/2 Coins pro Block. Und genau ein solches Halving steht 2020 beim Bitcoin an.

Überblick Halving Bitcoin:

  • Bitcoin je Block 2009 > 50 Bitcoin
  • Bitcoin je Block 2012 > 25 Bitcoin
  • Bitcoin je Block 2016 > 12,5 Bitcoin
  • Bitcoin je Block 2020? > 6,25 Bitcoin

Der genaue Zeitpunkt für das Halving steht noch nicht fest, da es aller 210.000 zu diesem Ereignis kommt. In der Vergangenheit war es aller vier Jahre soweit.

Welchen Effekt das Halving hat, werden sich Anleger denken können. Die künstliche Verknappung/Verringerung der Rewards fürs Bitcoin Mining hält den Preis auf einem hohen Niveau.

Die Frage ist jetzt, ob es vor dem Halving zu einem neuen, signifikanten Nachfragehoch kommt. Viele Händler werden die Ansicht vertreten, dass nach dem Halving der Preis weiter anzieht – und sich damit beim Bitcoin wieder ein lohnendes Geschäft machen lässt. Am Ende kann sich wieder eine Gemengelage wie 2017 entwickeln: Statt sich von rationalen Marktfaktoren leiten zu lassen, übernehmen Emotionen das Ruder.

Getreu dem Motto Gier frisst Hirn treibt die Aussicht auf Spekulationsgewinne den Preis nach oben. Jeder Händler will ein Stück vom Kuchen abschneiden – und geht vor dem Halving auf Einkaufstour.

wann platzt die Bitcoin Blase

Was spricht gegen das Platzen einer Bitcoin Blase?

Angesichts der geschilderten Entwicklung scheint der Rote Teppich für die nächste Bitcoin Blase ausgerollt und die Partyband bestellt. Dass es am Ende wirklich so kommt, ist nicht in Stein gemeißelt.

Gibt es vom Standpunkt eines Traders Optionen, um auch beim Platzen einer Bitcoin Blase mit Bitcoin Geld zu verdienen? Zu den Unsicherheitsfaktoren gehört das Thema Marktregulierung. Bisher hat der Handel ohne jegliche Beschränkung stattgefunden. Angesichts der Nachrichten zurückliegender G20 Gipfel und über Verbote ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Trading und Krypto-Börsen an „die kurze Leine“ genommen werden.

Sofern sich Staaten mittelfristig zu diesem Schritt entscheiden, würde sich der Wachstumstrend wahrscheinlich abflachen. Außerdem zielt die Definition der Spekulationsblase auf eine Überbewertung des Assets ab. Bitcoin haben indirekt einen Gegenwert – die Stromkosten fürs Mining. Je schwieriger dieser Prozess wird, um so mehr ist ein BTC wert.

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CFDs traden: Bitcoin long und short handeln

Welchen Hype der Bitcoin ausgelöst hat, ist nicht nur Anlegern aufgefallen. Auch Broker haben sehr feine Antennen, wenn es um das Erkennen neuer Trends geht. Und Kryptowährungen haben ordentlich am Käfig gerüttelt. Zertifikate und Futures sind die ersten Derivate gewesen, welche auf Bitcoins als Basiswert gesetzt haben.

Inzwischen sind es vor allem CFDs, die hier ihren Fuß „in der Tür“ haben. Hierbei handelt es sich um Kontrakte, mit denen Trader auf Kursdifferenzen eines Basiswerts handeln. Das Underlying ist in diesem Fall der Bitcoin. Zwei Aspekte machen CFDs (contract for difference) so interessant.

  1. Leverage: CFDs sind Hebelprodukte. Trader müssen nur einen Bruchteil jener Summe aufbringen, die am Markt bewegt wird – die Margin. Der Rest des Kapitals wird vom Broker zur Verfügung gestellt. Bei einem Hebel 10:1 braucht es für eine Positionsgröße von 10.000 EUR nur 1.000 EUR. Anleger müssen eine Initial Margin und die Maintenance Margin zur Verfügung stellen.
  2. Long & short traden: Differenzkontrakte lassen sich sowohl in Bullen- als auch Bärenmärkten traden. Anlegern bietet sich damit die Gelegenheit, auf steigende oder fallende Kurse zu setzen.

Beide Eigenschaften haben zur starken Nachfrage bei den CFDs geführt. Aber: Beide Aspekte führen auch zu der Frage, wie sich Differenzkontrakte Verhalten, wenn die Bitcoin Blase platzt? Grundsätzlich gilt, dass der Hebel nie nur Gewinne hebelt. Händlern muss klar sein, dass die gleiche Wirkung auch auf Verluste zutrifft.

Auf der anderen Seite lässt sich das Risiko begrenzen. 2018 traten neue Regelungen der ESMA in Kraft. Seitdem dürfen CFD Broker mit Sitz in der EU Privatanlegern keine Kontrakte mehr auf Kryptowährungen mit einem Hebel von mehr als 2:1 anbieten. Und es gibt einen Negativsaldoschutz. Letzterer schließt aus, dass ein Handelskonto – etwa, wenn die Kurse auf den Bitcoin am Ende der Bubble „abschmieren“ – ins Minus rutscht und Broker Geld aus der Nachschusspflicht einfordern können.

Infobox Nachschusspflicht: Hierbei handelt es sich um das Recht des Brokers, Zahlungen auf das Handelskonto zu verlangen, wenn der Saldo für das Handelskonto negativ wird. In der Vergangenheit ist es im Zusammenhang mit Hebelprodukten zu dramatischen Situationen gekommen – etwa durch die Aufwertung des Schweizer Franken 2015. Aufgrund der Risiken erließen zuerst BaFin und später die ESMA neue Regeln für CFDs und die Nachschusspflicht.

Bitcoin keine Blase

Fazit: Es droht wieder eine Kryptoblase

Depot TestIn Märkten, die allein auf rationalen Entscheidungen beruhen und den Effizienzhypothesen folgen, gibt es keine Spekulationsblasen. Leider gibt es dieses Idealmodell nicht. Trader entscheiden nicht nur mit dem Kopf. Oft genug ist das Bauchgefühl ausschlaggebend. Und damit werden Assets zu Preisen gehandelt, die einfach überbewertet sind. Der Bitcoin zeigte 2017, wozu er in der Lage ist – sowohl bei der Rendite als auch im Hinblick als Kapitalvernichter. Als die Bitcoin Blase geplatzt war, hatten einige Händler massive Verluste in ihren Depots liegen.

Die Gefahr einer solchen Blase, bei welcher die Hoffnung auf noch höhere Gewinne den Geist „vernebelt“, ist nicht gebannt. Entscheidend werden verschiedene Faktoren sein. Als kritische Marke werden immer wieder 10.000 USD genannt. Hält sich der Bitcoin dauerhaft oberhalb dieses Kursziels, so sehen einige Analysten das Potenzial eines neuen FOMO-Markts. Die Abkürzung steht für Fear Of Missing Out. In den letzten Wochen hat sich die Kryptowährung zwar auf diesem Niveau gehalten. Zu einem massiven Ausbruch nach oben ist es allerdings nicht gekommen.

Bilderquelle:

  • www.shutterstock.com

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