Britische Notenbank lässt Leitzinsen unverändert

Die britische Notenbank – die „Bank of England“ (BoE) – steht meist etwas im Schatten der US-Notenbank. Und auch die japanische Zentralbank ist manchmal stärker in den Medien. Interessanterweise haben sich alle drei genannten Zentralbanken in den letzten Jahren durch eine „Politik des leichten Geldes“ bemerkbar gemacht. Ich formuliere bewusst neutral, denn ich sehe eine solche laxe Geldpolitik durchaus skeptisch. Und das gibt es Neues von der Bank of England:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Zinserhöhungen? Ja, aber nicht so schnell!
  • Bank of England und wechselnde Spielregeln
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Die Bank of England blieb zuletzt ihrer „Politik des leichten Geldes“ treu. Es sieht so aus, als ob von den genannten drei großen Zentralbanken (Fed, Bank of Japan und Bank of England) die Fed als erstes die Leitzinsen wieder anheben wird.

Zinserhöhungen? Ja, aber nicht so schnell!

In Großbritannien mehren sich immerhin auch Stimmen, die auf „Zinserhöhungskurs“ einschwenken möchten. Und zwar Stimmen innerhalb des Komitees für Geldpolitik der britischen Notenbank. Anlass dafür: Die Löhne in Großbritannien sind zuletzt wieder ordentlich gestiegen. Das ist nicht nur für die betroffenen Arbeiter(innen) erfreulich – sondern es ist auch ein Zeichen dafür, dass es der britischen Wirtschaft so schlecht ja nicht gehen kann.

Und das wiederum bedeutet, dass die eigentlich für „Notfälle“ vorbehaltenen Niedrigstzinsen sich nun wieder etwas normalisieren könnten. Bedeutet: Erhöhung der Leitzinsen!

Diese Stimmen, die dies fordern, sind aber offensichtlich innerhalb des Komitees für Geldpolitik der Bank of England noch nicht mehrheitsfähig. Es gilt deshalb bei Marktbeobachtern als unwahrscheinlich, dass die Bank of England bereits in den nächsten Monaten einen ersten Zinserhöhungsschritt durchführen wird. Es könnte wohl eher auf Richtung Ende des Jahres hinauslaufen.

Immerhin: Das Thema „Zinserhöhungen“ ist nun in den Karten, und mithin wird es als nur noch eine Frage der Zeit betrachtet, bis die britischen Leitzinsen angehoben werden.

Bank of England und wechselnde Spielregeln

Die Bank of England ist für mich kein Beispiel für Glaubwürdigkeit. Ich erinnere mich noch daran, dass es hieß, die laxe Geldpolitik solle beendet werden, sobald die Arbeitslosenquote unter 7,0% fällt.

Als die Arbeitslosenquote tatsächlich gefallen war und die Marke von 7,1% erreicht hatte, also kurz vor Erreichen des Ziels, heiß es dann auf einmal: Nun solle eine bessere Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten der Maßstab sein, und nicht mehr die Arbeitslosenquote alleine. Das sei nicht sinnvoll. So eine kurzfristige Änderung der Spielregeln (wie gesagt, 7,1% betrug da die offizielle Höhe der Arbeitslosenquote) finde ich nicht besonders vertrauenserweckend.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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