China und Osteuropa: 16 plus 1!

Im „Wirtschaftsblatt“ fand ich eine sehr interessante Analyse des chinesischen Engagements in Osteuropa. Demzufolge ist China in der Region durchaus aktiv – so hat die Pekinger Regierung der Region Zusagen in Höhe von insgesamt rund 10 Milliarden US-Dollar gemacht.

Quelle: Chinesische Investitionen in Osteuropa

Im Jahr 2012 wurde auf einer Konferenz in Warschau die Plattform 16 plus 1 gegründet: 16 mittel- und osteuropäische Staaten und eben China. Seitdem gab es weitere Treffen, wie im Jahr 2014 in Belgrad, als bereits der erste Projektabschluss vermeldet werden konnte.

Die „16“ sind Staaten, welche einen durchgehenden Korridor von der Ostsee bis zum Mittelmeer und zum Schwarzen Meer bilden:

Inhaltsverzeichnis

  • 16+1: Die 16 osteuropäischen Staaten (ca. von Nord nach Süd)
  • China und Osteuropa: Jährliches Handelswachstum von bis zu 30%!
    • Seit dem Jahr 2000 hingegen boomt der Außenhandel zwischen den „16“ und China:
  • Osteuropa: Staatliche chinesische Kredite für chinesische Unternehmen
    • Klarstellung
    • Michael Vaupel

16+1: Die 16 osteuropäischen Staaten (ca. von Nord nach Süd)

  1. Estland
  2. Lettland
  3. Litauen
  4. Polen
  5. Tschechien
  6. Slowakei
  7. Ungarn
  8. Slowenien
  9. Kroatien
  10. Bosnien-Herzegowina
  11. Bulgarien
  12. Rumänien
  13. Mazedonien
  14. Serbien
  15. Kosovo
  16. Albanien

China und Osteuropa: Jährliches Handelswachstum von bis zu 30%!

Wenn man über das Tagesgeschäft hinausblickt und sozusagen einen Schritt zurücktritt, um das große Bild zu sehen, ist diese Entwicklung durchaus beachtlich: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es bis 1989 nahezu gar keinen nennenswerten Außenhandel zwischen den genannten Staaten (bzw. deren Vorgängerstaaten) und China.

Seit dem Jahr 2000 hingegen boomt der Außenhandel zwischen den „16“ und China:

Um bis zu 30% steigen Importe und Exporte pro Jahr seitdem, und laut Wirtschaftsblatt beträgt das Handelsvolumen insgesamt rund 60 Mrd. Euro pro Jahr. Das ist natürlich deutlich geringer als das Handelsvolumen der 16 mit dem (Rest der) Europäischen Union. Die Wachstumsraten sind aber durchaus beachtlich.

Osteuropa: Staatliche chinesische Kredite für chinesische Unternehmen

Übrigens: Aus der genannten Kreditlinie von 10 Mrd. Euro sollen chinesische Unternehmen unterstützt werden, wenn sie Projekte in den genannten Staaten durchführen wollen. Die Mittel soll eine staatliche chinesische Förderbank bereitstellen. Diese Maßnahme ist natürlich für chinesische Investitionen in den „16 Staaten“ sehr förderlich.

Natürlich haben auch die Chinesen nichts zu verschenken und verfolgen mit ihrer Kreditlinie ihre eigenen Ziele. Das ist natürlich legitim und es ist eine interessante Entwicklung – und wenn sie zum wirtschaftlichen Vorteil aller Beteiligten ist, mit durchaus positiven Folgen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Michael Vaupel

Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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