CSR – Unternehmensbewertung nach sozialen Kriterien

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 28.12.2019


Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit gewinnen immer mehr an Bedeutung. Es gilt, die Umwelt und das Klima zu schützen, um sie für die kommenden Generationen zu erhalten. In diesem Zusammenhang spielt CSR – Corporate Social Responsibility Rating – eine wichtige Rolle. Dieser Begriff bedeutet Bewertung von Unternehmen nach sozialer Verantwortung. Verschiedene Agenturen wie die deutsche Oekom Research AG, aber auch einige Banken nehmen ein Rating vor. Die Bewertung erfolgt nach verschiedenen Kriterien, beispielsweise dem Verzicht auf Kinderarbeit, nach fairer Entlohnung und nach menschenwürdigen Arbeitsbedingungen. Auch der Schutz der Umwelt spielt eine Rolle. Inzwischen gibt es verschiedene Anlagemöglichkeiten mit Blick auf Nachhaltigkeit.
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Was ist Corporate Social Responsibility Rating?

Corporate Social Responsibility Rating ist ein Ansatz für die Bewertung von Unternehmen nach ihrem Handeln nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien. Es geht nicht nur darum, eine solide finanzielle Basis zu schaffen und hohe Gewinne zu erzielen, was das ökonomische Handeln bedeutet. Bei der Bewertung spielen auch ökologische Gesichtspunkte wie der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen und soziale Kriterien wie faire Arbeitsbedingungen eine Rolle. Beim Corporate Social Responsibility Rating handelt es sich um die Bewertung der unternehmerischen Sozialverantwortung. Die Übernahme von Sozialverantwortung ist für die Unternehmen freiwillig. Die Unternehmen entscheiden selbst, ob sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen wollen, die über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Corporate Social Responsibility beschreibt das verantwortliche unternehmerische Handeln auf freiwilliger Basis der Geschäftstätigkeit. Auch die Wechselbeziehungen mit Interessengruppen und Anspruchsberechtigten sind wichtige Kriterien für Corporate Social Responsibility. Basis der Corporate Social Responsibility sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit:

  • sozial
  • ökologisch
  • ökonomisch.

Das Prinzip des sozial verantwortlichen und nachhaltigen Handelns von Unternehmen verfolgt die Umsetzung gesellschaftlicher Ziele. Solch ein Ziel kann der Verzicht auf Kinderarbeit sein. Das betrifft nicht nur die Bewertung des entsprechenden Unternehmens, sondern auch die Wertschöpfungskette. Ein Unternehmen, das sozial verantwortlich handelt, achtet auch bei der Auswahl seiner Zulieferer darauf, dass sie auf Kinderarbeit verzichten und Wert auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen legen. Ein weiteres Beispiel ist der Verzicht auf Pestizide und andere schädliche Stoffe bei der Produktion von Obst und Gemüse. Auch die Nutzung von erneuerbaren Energien und der Verzicht auf Atomkraft gehören zum sozial verantwortlichen Handeln.

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Warum ist CSR für Unternehmen wichtig?

Das sozial verantwortungsbewusste Handeln von Unternehmen bekommt einen immer höheren Stellenwert. Für einen dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg kommt es nicht nur darauf an, Gewinn zu erwirtschaften und eine solide finanzielle Basis zu schaffen. Auch das Image des Unternehmens spielt eine wichtige Rolle. Unternehmen, die nachhaltig und sozial verantwortlich handeln, verbessern ihr Image. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass die Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung auch den wirtschaftlichen Erfolg verbessert. Konsumenten achten häufiger auf Kleidung oder Nahrungsmittel, die unter sozial oder ökologisch vertretbaren Bedingungen hergestellt werden. Solche Produkte sind an verschiedenen Gütesiegeln zu erkennen.
Soziale und ökologische Verantwortung bedeutet nicht nur faire Entlohnung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, die Verringerung der Schadstoffemission oder eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen, sondern auch Spenden oder Sponsoring von gemeinnützigen Projekten. Mit Beiträgen zu einer sozialen, vitalen Gesellschaft wird ein Umfeld für erfolgreiches Wirtschaften regeneriert. Viele Unternehmen nutzen ihre unternehmerische Sozialverantwortung für Werbezwecke, indem sie beispielsweise beschreiben, dass ein Teil der Erlöse für ihre Produkte in gemeinnützige Projekte fließt. Unternehmen können in der Werbung ihre Ziele vorab ankündigen und damit Vertrauen bei Partnern, Kunden und Verbrauchern schaffen.
Durch bewusstes Kaufverhalten tragen Verbraucher zur Stärkung nachhaltiger Unternehmen bei und verbessern deren wirtschaftliche Situation. Das gilt nicht nur für den Kauf der entsprechenden Produkte, sondern auch für Geldanlagen. Anleger können sich bewusst für Aktien von Unternehmen entscheiden, die sozial verantwortungsbewusst handeln. Die Rendite solcher Geldanlagen ist inzwischen mit der Rendite anderer Geldanlagen zu vergleichen, bei denen Nachhaltigkeit nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Nationale und internationale Normen und Regelungen für sozial verantwortliches Handeln

Für das soziale und nachhaltige Handeln von Unternehmen gelten verschiedene nationale und internationale Normen und Richtlinien. Die nicht zertifizierungsfähige ISO-Norm 26000 „Guidance on Social Responsibility wurde im September 2010 eingeführt. Sie soll das Bewusstsein für soziale und ökologische Verantwortung prägen. Sie enthält Ansätze für die Übernahme ökologischer und sozialer Verantwortung. Das Prinzip des Besten in der Klasse oder Best Practice für vorbildliches soziales Handeln sind Inhalte dieser Norm. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat im September 2010 zusammen mit dieser Norm die nationale Corporate Social Responsibility Initiative eingeführt, bei der es um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen geht. Es geht darum, auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Gleichzeitig gilt die Sicherung und Steigerung der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Rahmen. Diese Bundesinitiative umfasst verschiedene Handlungsfelder. Eines davon ist gute Arbeit, bei der es auf

  • fairen Umgang mit den Mitarbeitern
  • vielfältige Arbeitnehmerschaft mit allen Altersgruppen
  • Unterstützung der Kombination von Beruf und Familie

ankommt. Beispiele dafür können flexible Arbeitszeiten, unternehmenseigene Kindertagesstätten oder Elternteilzeit sein. Ein weiteres Handlungsfeld sind Verbraucherinformationen. Hier kommt es auf Transparenz an. Unternehmen sollen Informationen über die Wertschöpfungskette und über die Produktionsbedingungen öffentlich zugänglich machen. Mit der Einführung von Gütesiegeln werben Unternehmen für ihre Produkte und für sich selbst.
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Internationale Ratings und Indizes

Investoren, die in nachhaltige Geldanlagen investieren möchten, müssen die Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen kennen. Sie nehmen dazu die Leistungen von Ratingagenturen in Anspruch. Die Ratingagenturen bewerten die CSR von börsennotierten Unternehmen auf der Basis von Informationen, die von diesen Unternehmen veröffentlicht werden. Auch Methodiken, die sich an internationalen Standards orientieren, gehören dazu. Investoren wenden mehrere Entscheidungsstrategien an, darunter das Best-in-class-Prinzip. Es gilt, unter vergleichbaren Unternehmen die besten Werte bezüglich Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung zu erzielen. Auch verschiedene Indizes bilden diese Entscheidungsstrategie ab, beispielsweise FTSE4Good, DJSI oder MSCI ESG.
Unternehmen benötigen eine gute Bewertung durch die Rating-Agenturen, damit sie in die Indizes aufgenommen werden können. Diese Indizes funktionieren genau wie jeder andere Börsenindex, beispielsweise der DAX, doch hängt die Zusammenstellung eines Indexes von Nachhaltigkeitsleistungen der Unternehmen ab. Die Bewertungen können auch über Fragebögen erfolgen, mit denen die verschiedenen Kriterien für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung abgefragt werden. Ein solches Kriterium kann die Lieferantenkette sein, die auch als Supply Chain bezeichnet wird.
Um in einen Index aufgenommen zu werden, kann ein Unternehmen seine Supply Chain Methodik überarbeiten, indem es nur bei Lieferanten einkauft, die sozial verantwortlich handeln. Unternehmen können Informationen über ihre Zulieferer veröffentlichen, um für mehr Transparenz zu sorgen. Um die Kriterien für eine Aufnahme in einen Index zu erfüllen oder zu verbessern, haben Unternehmen verschiedene Möglichkeiten.

Wie Unternehmen ihre Bewertung verbessern können

Zur Verbesserung der Bewertung können Unternehmen direkt den Fragebogen beantworten, beispielsweise beim DJSI-Index. Unternehmen müssen Fragen zu ihren Beiträgen für Nachhaltigkeit und soziales Handeln beantworten. Unternehmen können auch ihre Nachhaltigkeits-Leistungen verbessern und Informationen darüber öffentlich zur Verfügung stellen, um eine bessere Bewertung zu erhalten. Ein Beispiel dafür sind Strategiepapiere, in denen Unternehmen ihre langfristig geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz, der Arbeitsbedingungen oder der Auswahl der Lieferanten festlegen. In einem Nachhaltigkeitsbericht können Unternehmen ihre bereits getroffenen Maßnahmen dokumentieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Für solche Nachhaltigkeitsberichte können verschiedene Standards wie GRI oder UNGC herangezogen werden.
Für eine Bewertung können Ratingagenturen zusätzliche Informationen abfragen. Bereits vorhandene Informationen können um weitere Informationen über umweltbewusstes und sozial verantwortliches Handeln ergänzt werden. Im Zuge der zunehmenden Globalisierung gelten internationale Richtlinien, Normen und Standards für das sozial verantwortliche, nachhaltige Handeln. Für multinationale Unternehmen hat die OECD ihre Grundlagen und Leitsätze festgeschrieben. Auf Basis dieser Grundsätze können Unternehmen ihre international ausgerichteten Ansätze zur Verbesserung von Corporate Social Responsibility darlegen und ausführlich darüber berichten.
Im Rahmen der Globalisierung kommt es auf den fairen Handel an, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern zu verbessern. Hier ist die Rede von Fair Trade, für das es verschiedene Gütesiegel gibt. Weitere internationale Verhaltensrichtlinien, nach denen Unternehmen sozial verantwortlich handeln können, sind die dreigliedrige Grundsatzerklärung der Internationalen Arbeitsorganisation für multinationale Unternehmen und Sozialpolitik sowie Global Compact der Vereinten Nationen. Auch verschiedene ISO-Normen können als Leitlinien herangezogen werden.

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Kritik an Corporate Social Responsibility Rating

Am Corporate Social Responsibility Rating, für das die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten ein wichtiger Faktor ist, wird auch Kritik geübt. Nachhaltigkeitsberichte und Strategien sind ein wichtiger Schritt für soziale und ökologische Veränderungen in einem Unternehmen. Für Interessengruppen und Anleger, die sozial verantwortlich investieren wollen, stellen sie eine gute Entscheidungshilfe dar. Ein Kritikpunkt für CSR ist die Freiwilligkeit. Die Übernahme von ökologischer und sozialer Verantwortung über die gesetzlichen Forderungen hinaus erfolgt auf freiwilliger Basis. Der Verzicht auf Kinderarbeit im eigenen Unternehmen und bei den Lieferanten ist keine Pflicht, sondern freiwillig. Die Veröffentlichung von Bewertungen über Corporate Social Responsibility Ratings kann nur mit Zustimmung des Unternehmens erfolgen.
Fällt eine Bewertung für ein Unternehmen ungünstig aus, erfährt die Öffentlichkeit nichts davon, wenn das Unternehmen gegen die Veröffentlichung ist. So erfährt die Öffentlichkeit nur von Bewertungen, wenn Bestnoten vergeben wurden. In Kritiker-Kreisen ist bei den Veröffentlichungen über Corporate Social Responsibility von einem neuen Marketing-Trend die Rede. Kritiker sprechen die Steigerung der Macht der Konzerne an. Im negativen Fall kann es zu Manipulationen durch Unternehmen kommen, um von Missständen abzulenken.
Anleger, die in Aktien von nachhaltig handelnden Unternehmen oder in Fonds mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit investieren wollen, sollten solche Nachhaltigkeitsberichte kritisch hinterfragen und genügend Informationen über das Unternehmen oder die Fondsgesellschaft einholen. Es gibt verschiedene Nachhaltigkeits-Rating-Agenturen, beispielsweise Oekom, die seit mehreren Jahren einen Corporate Social Responsibility Review veröffentlicht. Dieser Review bietet nützliche Informationen als Entscheidungshilfe für eine Geldanlage.
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Bewertungsansätze für Corporate Social Responsibility

Für die Corporate Social Responsibility gelten verschiedene Bewertungsansätze. Zu den bekanntesten Bewertungsansätzen gehört das Best in Class Prinzip, das in den 1990er Jahren von der Sarasin Bank AG entwickelt wurde und auch heute noch von verschiedenen Banken genutzt wird, um die Nachhaltigkeit in den Unternehmen zu vergleichen. In jeder Branche wird ein Unternehmen herausgefiltert, das führend bei der Umsetzung von Kriterien für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung ist.
ESG, Environmental and Social Governance, ist ein weiterer Bewertungsansatz. Der englische Begriff steht für Umwelt und gesellschaftliche Unternehmensführung. Es handelt sich um die Evaluierung der unternehmerischen Sozialverantwortung und einen freiwilligen Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
Ein Bewertungsansatz ist auch SROI, Social Return on Investment. In Deutschland wird dieser Ansatz auch als Sozialrendite bezeichnet. Mit diesem Ansatz wird die Generierung von gesellschaftlichem Mehrwert bewertet. Für diesen Bewertungsansatz wird eine Kennzahl ermittelt, die Auskunft über generierte Umwelt- und Sozialwerte im Verhältnis zu den Investitionen gewährt. Diese Kennzahl gehört nicht pflichtmäßig zum Rechnungswesen. Sie kann von allen Organisationsformen für die Bemessung unternehmerischer Auswirkungen auf Interessengruppen und Anspruchsberechtigte genutzt werden. Unternehmen können Rückschlüsse ziehen, wie sie ihre Leistung und Effizienz des Investments verbessern können. Die Kennzahl für SROI sollte nicht als reine Kennzahl herangezogen werden, sondern sollte Unternehmen die Möglichkeit gewähren, bei ihren Investments noch mehr soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen.

Möglichkeiten für Geldanlagen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Anleger, die ökologisch und sozial verantwortungsbewusst investieren möchten, können verschiedene Geldanlagen wählen. Eine klassische Anlageform sind Aktien von Unternehmen, die sozial verantwortlich und umweltbewusst handeln. Öko-Aktien können von Unternehmen gekauft werden, die in einem entsprechenden Index gelistet sind. Ein Abbild eines solchen Indexes sind ETFs als börsengehandelte Fonds. Diese ETFs enthalten alle in einem Index gelisteten Wertpapiere und bieten daher eine gute Risikostreuung. Auf dem freien Kapitalmarkt werden direkte Beteiligungen an Unternehmen gehandelt. Anleger erwerben einen Anteil an einem Unternehmen oder Projekt und werden damit zum Miteigentümer. Solche Beteiligungen werden bei den sogenannten grünen Banken gehandelt.
Umweltfonds oder Themenfonds sind eine weitere Möglichkeit für sozial verantwortliche Geldanlagen. Solche Fonds werden von einer Fondsgesellschaft gehandelt und verwaltet, um Geld für ein bestimmtes Projekt zu sammeln. Ein solcher Fonds ist der Erneuerbare Energien Fonds. Eine Möglichkeit für sozial verantwortliches Investment sind Mikrokreditfonds. Die Anleger erwerben einen Fondsanteil. Das Geld wird nicht für Aktien oder Investments verwendet, sondern als Kleinkredite ausgezahlt. In Deutschland können Existenzgründer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus in die Selbstständigkeit starten, einen solchen Kleinkredit erhalten. Auch die Vergabe von Kleinkrediten an Menschen in Entwicklungsländern ist möglich. Die Investition kann auch in Sparkonten oder Förderkonten erfolgen, bei denen das Geld verschiedenen sozialen Projekten zugutekommt. Die Rendite ist bei diesen Sparkonten jedoch niedriger als bei Aktien oder Fonds.

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Fazit: Corporate Social Responsibility Rating – Bewertung der sozialen Verantwortung von Unternehmen

Die Bewertung von Unternehmen bezüglich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung wird als Corporate Social Responsibility Rating – CSR – bezeichnet. Es handelt sich um freiwillige Übernahme von sozialer und umweltbewusster Verantwortung, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. In den Unternehmen werden verschiedene Lösungsansätze erarbeitet, beispielsweise der Verzicht auf Kinderarbeit, die faire Entlohnung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen oder die Reduzierung der Schadstoffemissionen für eine bessere Umweltbilanz. Unternehmen können mit diesen Maßnahmen ihr Image verbessern und langfristig wirtschaftlich erfolgreicher werden, da immer mehr Verbraucher und Unternehmen Wert auf Nachhaltigkeit legen.
Unternehmen können ihre Strategien und Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen, um ihre Maßnahmen für mehr soziale und ökologische Verantwortung vorzustellen. Dabei kommt es auf ökonomische Tätigkeit an, um einen Gewinn zu erwirtschaften, doch weitere wichtige Größen sind die ökologische und soziale Verantwortung. Um Corporate Social Responsibility zu bewerten, können verschiedene Ansätze wie Standards und Normen herangezogen werden. Unternehmen, die verantwortlich handeln, können in verschiedenen Indizes gelistet werden. Um in einen Index aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen verschiedene Kriterien erfüllen.