DAX gewinnt am Handelstag vor Weihnachten

Sehen wir einen „Window Dressing“-Effekt zum Ende des Börsenjahres? Ein interessantes Börsenjahr nähert sich dem Ende. Während sich die meisten Kollegen schon in die Feiertage aufgemacht haben, habe ich mir einen Kaffee gemacht und schaue noch etwas gemütlich zurück auf das Börsenjahr 2015. Üblicherweise zeigt sich zum Jahresende der sogenannte „Window Dressing“-Effekt. Was es damit auf sich hat – hier der Blick auf die Details:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • „Window-Dressing“-Effekt: Depot-Kosmetik!
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
Michael Vaupel

Letzte Artikel von Michael Vaupel (Alle anzeigen)

Eine sinngemäße Übersetzung von „Window Dressing“ lautet in etwa „Fenster dekorieren“. Was das mit der Börse zu tun hat? Das: Es geht darum, dass das eigene Depot verschönert werden soll. Und zwar rein optisch. So handeln jedenfalls „traditionell“ Fondsmanager gerne. Denn für deren Fonds gibt es meist stichtagsbezogene Auflistungen der Positionen im Depot. Und ein „31.12.“ ist natürlich so ein Stichtag. Für solche Termine haben solche Fondsmanager dann lieber Aktien in der Auflistung, die nach „Gewinner-Aktien“ aussehen. Also lieber Nestlé statt RWE zum Beispiel (in diesem Jahr). Auch, wenn die Position erst kurz vor dem Stichtag gekauft wurde, und also das Depot kaum bzw. gar nicht von der im Jahresverlauf schönen Performance der Aktie profitiert hat. Egal.

„Window-Dressing“-Effekt: Depot-Kosmetik!

Es geht darum, dass es „schön aussieht“ – sprich, im übertragenen Sinne soll das Schaufenster dekoriert werden: „Window Dressing“ eben. Aus diesem Grund steigen an den letzten Handelstagen des Jahres tendenziell die Aktien, die bereits im Jahresverlauf eine gute Performance vorweisen konnten. Und die „Underperformer“ des Jahres können da üblicherweise nicht mithalten. Gestern legte der DAX auch auf Xetra-Basis rund 2,3% zu, so als ob er diese Theorie bestätigen wollte. In den Handelstagen „zwischen den Jahren“ könnte sich dieser Effekt fortsetzen. Und dann beginnt bekanntlich der Januar, welcher auf Ebene des DAX saisonal gesehen ein eher freundlicher Monat ist. Untersuchungen zufolge („Das Börsenbuch“) liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Monat Januar mit positiver DAX-Performance bei 65%.

Es ist spät geworden, ich mache dann auch mal Feierabend und fasse mich deshalb heute etwas kürzer. Und vom Profanen zum Erhabenen: Am heutigen Heiligabend wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie Frohe Weihnachten und ein paar erholsame Tage „zwischen den Jahren“.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.