CopyFunds, ETFs oder klassischer Investmentfonds – was ist besser?

eToro CopyFunds, ETFs oder klassischer InvestmentfondseToro CopyFunds sind neuartige Finanzinstrumente, die klassischen Investmentfonds oder ETFs nachempfunden sind. Dabei setzt eToro allerdings nicht auf den Kauf von Anleihen oder Aktien, sondern die Eröffnung von CFD-Positionen. Welche Unterschiede sich hieraus für Anleger ergeben und welches Finanzprodukt letztlich im Test besser abschneidet, zeigt der folgende Ratgeber.

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Inhaltsverzeichnis

  • 1.) Grundkonzept: Keine großen Unterschiede
  • 2.) Rendite: CopyFunds mit zweistelliger Renditeerwartung
  • 3.) Kosten: Investmentfonds verhältnismäßig teuer
  • 4.) Risiko: Moderates bis hohes Risiko bei allen Fondsvarianten
  • 5.) Auswahl: Viel Flexibilität bei Investmentfonds und ETFs
  • 6.) Liquidität: Investments auf mittlere bis lange Sicht
    • Weitere eToro Ratgeber:
  • 7.) Sicherheit: Jederzeit gewährleistet
  • 8.) Fazit: CopyFunds und ETFs mit Vorteilen gegenüber Investmentfonds

1.) Grundkonzept: Keine großen Unterschiede

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass sowohl ETFs und Investmentfonds als auch die CopyFunds auf ein einfaches wie wirkungsvolles Prinzip setzen: Diversifikation. Das Kapital der Anleger, die nur eine einzige Investition durchführen müssen, wird breit auf eine Reihe von Basiswerten gestreut. Dabei setzen die drei Produkte aber durchaus unterschiedliche Schwerpunkte und Strategien:

  • Investmentfonds: Ein Investmentfonds versucht stets, diejenigen Wertpapiere ins Portfolio aufzunehmen, die in den kommenden Wochen oder Monaten voraussichtlich am meisten Gewinne erwirtschaften werden.
  • ETF: Der ETF bildet hingegen die Wertentwicklung eines bereits bestehenden Indizes wie etwa DAX oder Dow Jones möglichst genau ab.
  • CopyFunds: Der CopyFunds investiert das Kapital hingegen in Top Trader oder CFD-Positionen, um möglichst hohe Renditen zu erwirtschaften.

Für Anleger ergeben sich hierdurch gewichtige Unterschiede, die im Folgenden anhand wichtiger Kategorien wie Rendite oder Risiko näher erläutert werden sollen.

Alle drei Finanzinstrumente zielen darauf ab, das Kapital von Anlegern möglichst breit auf die Märkte zu streuen. So soll nachhaltig für einen sicheren, konstanten Wertzuwachs gesorgt werden. Dabei werden Investmentfonds aktiv verwaltet, ETFs bilden hingegen nur einen Vergleichsindex ab. Hingegen eröffnen die CopyFunds entweder direkt oder über Top Trader CFD-Positionen, die für die Gewinne sorgen sollen.
eToro CopyFunds

CopyFunds ist ein Produkt des Social Trading Brokers eToro

2.) Rendite: CopyFunds mit zweistelliger Renditeerwartung

Um die Rendite der Finanzinstrumente beurteilen zu können, muss kurz auf das Risiko des Investments eingegangen werden. Aus Vergleichszwecken sei an dieser Stelle davon ausgegangen, dass die Investmentfonds und ETFs das Kapital komplett in Aktien anlegen. Weil der CopyFunds das Vermögen immer in CFD-Positionen investiert, gilt er als durchaus risikoreich. Nur mit Aktienfonds lässt sich somit eine direkte Vergleichbarkeit bezüglich der Renditeerwartungen herstellen, sicherheitsorientierte Anleihefonds zielen auf eine andere Gruppe von Anlegern ab.

Grundsätzlich möchte eToro mit seinen CopyFunds Renditen im zweistelligen Bereich erwirtschaften. Auch auf der Homepage des Brokers findet sich diese doch recht klare Aussage, die kaum Interpretationen zulässt. Aber: Ob dieses Ziel auch erreicht werden kann, lässt sich an dieser Stelle noch nicht abschätzen. Zu jung ist das Finanzinstrument, als dass schon verlässliche Vergangenheitswerte herangezogen werden könnten. Es sprechen aber durchaus einige Punkte für die Strategien und Ziele der neuartigen Fonds:

  • Das Kapital der Anleger wird breit auf eine Vielzahl von Positionen gestreut.
  • Für die Zusammenstellung der Fonds sorgt ein komplexer Algorithmus, so dass menschliche Fehler bei der Konzeption ausgeschlossen werden können.
  • Indizes wie etwa der DAX oder der Dow Jones schaffen es ebenfalls, im Schnitt um 8 bis 12 Prozent pro Jahr zu wachsen.

Interessant ist an dieser Stelle ein Vergleich mit den Investmentfonds und ETFs. So bilden ETFs immer einen Index wie beispielsweise DAX oder Dow Jones ab – auch mit derlei Investitionen lassen sich also Renditen im zweistelligen Bereich realisieren. Hingegen möchten Investmentfonds genau diesen Markt schlagen, was in der Praxis aber nur äußerst selten gelingt. Viele empirische und theoretische Untersuchungen zeigen, dass kein Marktteilnehmer auf Dauer höhere Renditen erwirtschaften kann als der Markt.

Mit allen drei Finanzinstrumenten ist es möglich, recht hohe Renditen zu erwirtschaften. Dabei sollten Anleger jedoch nie das Risiko eines Investments außer Acht lassen, dass sowohl bei CopyFunds als auch bei Investmentfonds und ETFs vorhanden ist.
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3.) Kosten: Investmentfonds verhältnismäßig teuer

Es gilt, die Rendite eines Investmentobjekts immer als Nettowert zu sehen. Somit müssen die Kosten für eine Investition berücksichtigt werden, um den tatsächlichen Gewinn zu ermitteln, der letztlich beim Trader verbleibt. Insbesondere Investmentfonds gelten als vergleichsweise teuer, bieten für ihre hohen Gebühren aber keinen wirklichen Mehrwert in Bezug auf Rendite oder Risiko. Fällig werden bei einem Kauf etwa:

  • Abschlussgebühr von 1 bis 5 Prozent
  • Laufende Provision von bis zu 3 Prozent
  • Optionale Erfolgsbeteiligung
  • Kosten für den Broker

Auch bei ETFs gibt es diese Kostenpunkte, wobei sie deutlich geringer ausfallen. Meist verzichten Broker bzw. Emissionsgesellschaften auf die Abschlussgebühr, so dass nur eine laufende Provision entrichtet werden muss. Sie liegt bei vielen Fonds bei Werten zwischen 0,05 und 0,5 Prozent.

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eToro legt einen großen Wert auf Sicherheit

Hingegen sieht das Kostenmodell der CopyFunds deutlich anders aus. Trader zahlen hierbei weder eine Abschlussgebühr noch eine fixe, laufende Provision. Abgerechnet wird über den sogenannten Spread, die Differenz aus An- und Verkaufskurs einer Position. Ein Beispiel:

  • Der Trader investiert Geld in den Fonds, hierfür müssen keine Kosten einkalkuliert werden.
  • Anschließend eröffnet der Fonds eine CFD-Position, wobei der DAX als Basiswert diene.
  • Für die Call-Position bietet der Broker derzeit einen Kaufkurs von 10.020 Punkten. Im selben Moment könnte der Fonds diese Position für 10.000 Punkte verkaufen, so dass der Spread bei 20 Pips liegt.

Somit zahlt der Anleger bei eToro immer nur dann eine Gebühr, wenn auch wirklich aktiv Positionen eröffnet werden. Ob die Kosten hierdurch letztlich höher oder niedriger ausfallen als bei ETFs, ist stark von der Anzahl der eröffneten Positionen und den verwendeten Basiswerten abhängig. Vor dem Hintergrund der hohen Kosten von Investmentfonds erscheint es aber logisch, dass die CopyFunds zumindest diesen Produkten gegenüber Vorteile beim Gebührenmodell aufweisen.

Investmentfonds gelten als äußerst teure Finanzinstrumente, die für ihre Kosten kaum einen Mehrwert bieten. Deutlich sinnvoller ist es aus Kostensicht daher, in ETFs oder die CopyFunds zu investieren. Wie teuer das von eToro entwickelte Finanzinstrument letztlich ist, hängt immer von der Zahl der Positionseröffnungen und den hierfür genutzten Basiswerten ab. Es gibt aber keine pauschale Grundgebühr oder eine fixe, laufende Provision.
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4.) Risiko: Moderates bis hohes Risiko bei allen Fondsvarianten

An der Börse gilt die Weisheit: „Keine Rendite ohne Risiko!“ Wer sein Kapital in Investmentfonds, ETFs oder CopyFunds investiert, der kann dieses unter Umständen auch komplett verlieren. Allerdings nutzen alle drei Finanzinstrumente das Prinzip der Diversifikation, um für eine gewisse Sicherheit zu sorgen. Hierbei wird das Kapital nicht nur auf einen, sondern auf mehrere Basiswerte gestreut. Ein Beispiel:

  • Ein Anleger ist sich absolut sicher, dass die VW-Aktie in den kommenden Wochen an Wert gewinnen wird. Folglich investiert er sein ganzes Kapital in dieses Wertpapier.
  • Auch der Fonds geht davon aus, dass die VW-Aktie steigen wird. Allerdings kann es an der Börse immer zu nicht vorhersehbaren Ereignissen kommen, weshalb der Fonds zusätzlich in 10 weitere Wertpapiere investiert.
  • Es kommt zum VW-Abgasskandal, der zu keinem Zeitpunkt für Anleger ersichtlich war. Dadurch bricht der Kurs der Aktie rasant ein.
  • Der einzelne Anleger verliert fast sein komplettes Kapital, weil der dieses komplett auf VW gesetzt hatte.
  • Hingegen macht der Fonds nur geringe Verluste, schließlich kann er sie durch die anderen Wertpapiere ausgleichen.

Zu beachten gilt es, dass die CopyFunds immer CFD-Positionen eröffnen. Dieses Finanzderivat gilt insbesondere aufgrund seiner Hebelwirkung als vergleichsweise risikoreich, so dass das Risiko unter Umständen etwas höher ausfällt als bei klassischen Investmentfonds und ETFs.

Alle Fondsvarianten setzen darauf, das Kapital von Anlegern möglichst breit zu streuen. So soll verhindert werden, dass einzelne Wertpapiere bzw. Positionen für hohe Kapitalverluste sorgen können. CopyFunds können als etwas riskanter als ETFs und Investmentfonds eingestuft werden, weil sie das Kapital in CFD-Positionen investieren und diese Finanzinstrumente mit einem gewissen Hebelfaktor versehen sind.
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5.) Auswahl: Viel Flexibilität bei Investmentfonds und ETFs

Deutliche Vorteile gegenüber CopyFunds können die beiden klassischen Fondsarten im Hinblick auf die Auswahl erzielen. Schließlich werden die Produkte schon seit Jahren bzw. Jahrzehnten am Markt gehandelt, hingegen sind die von eToro entwickelten Produkte noch vergleichsweise jung. Besonders im Bereich der Investmentfonds bieten sich unterschiedlichste Möglichkeiten:

  • Emerging Markets: Einige Fonds fokussieren sich darauf, das Geld der Anleger bewusst in Schwellenländern zu investieren. Diese weisen hohe Wachstumsraten auf, sind aber auch von gewisser Instabilität gekennzeichnet. Es sind daher attraktive Renditen möglich, das Verlustrisiko ist aber ebenfalls nicht unerheblich.
  • Rohstoffe: Viele Anleger wünschen sich, Rohstoffe mit ins eigene Portfolio aufzunehmen. Weil der physische Kauf von Gold, Öl und Co. aber nur kaum möglich ist, wird das Kapital in Fonds investiert.
  • Anleihen: Deutlich sicherer als Investitionen in Rohstoffe und Emerging Markets sind hingegen Anleihen. Dabei kann es sich sowohl um Staatsanleihen als auch um die Wertpapiere großer, stabiler Konzerne handeln. Sie erwirtschaften feste Zinserträge, von denen der Anleger dann konstant profitiert.

Auch viele ETFs bilden die Wertentwicklung großer Anleiheindizes ab. Mit beiden Finanzinstrumenten lassen sich also auch konservativere Anlagestrategien verfolgen, das ist mit CopyFunds bisher nicht möglich. Dennoch hat es eToro schon geschafft, für eine gewisse Auswahl zu sorgen und unter anderem zwei verschiedene Kategorien der Fonds zu entwickeln:

  1. Sogenannte Market Funds investieren das Kapital in bestimmte Marktbereiche wie etwa Big Tech oder Finanzdienstleister.
  2. Die Top Trader Funds bestehen hingegen aus Signalgebern, die über die Handelsplattform von eToro mit dem CFD-Trading hohe Gewinne erwirtschaften.
Weil mit Investmentfonds und ETFs bereits seit Jahrzehnten an den Märkten gehandelt wird, ist die Auswahl bei den Produkten deutlich größer als im Falle der CopyFunds. Nichtsdestotrotz bieten sich Tradern auch hier schon unterschiedliche Möglichkeiten für Investments. So kann beispielsweise zwischen Top Trader Funds und Market Funds unterschieden werden, die jeweils unterschiedliche Strategien nutzen, um Rendite zu erwirtschaften.
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6.) Liquidität: Investments auf mittlere bis lange Sicht

Ein wichtiger Faktor für viele Anleger ist, wie schnell sie ihr Investment wieder in Bargeld bzw. Einlagen auf Girokonten umwandeln können. Grundsätzlich gilt, dass sowohl ETFs als auch Investmentfonds und CopyFunds jederzeit verkauft werden können. Allerdings liegt die Betonung klar auf dem Wort können. Denn aus Anlagesicht ist es nicht sinnvoll, ein solches Investment nur auf kurze Sicht zu planen.

Alle drei Finanzinstrumente zielen darauf ab, die angestrebte Rendite über einen mittleren bis langen Zeitraum hinweg zu erwirtschaften. Im Fachjargon meint dies Zeitspannen zwischen 5 und 15 Jahren, wobei nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind. Der Grund: Es kann zwischenzeitlich zu starken Wertschwankungen kommen. Muss der Anleger seine Fondsanteile genau in einem solchen Zeitraum verkaufen, macht er Verluste. Nach einiger Zeit – meist 2 bis 4 Jahren – ist das Tief aber überwunden, mit etwas Wartezeit kann der Verkauf dann also mit dem geplanten Gewinn abgeschlossen werden.

Insbesondere bei ETFs gilt, dass sie auch für den Vermögensaufbau bzw. die Altersvorsorge verwendet werden können. Aufgrund der geringen Kosten und der reinen Abbildung eines möglichst großen Vergleichsindizes wie des MSCI World empfiehlt auch die Stiftung Warentest, zum Zwecke der Vorsorge ETFs zu nutzen. Mit Investmentfonds ist dies aufgrund der hohen Kosten wenig sinnvoll, CopyFunds dürften etwas zu spekulativ sein.

Liquidität zielt bei Investments auf zwei verschiedene Faktoren ab: Möglichkeit zum und Sinnhaftigkeit des Verkaufs. Bei allen drei Finanzinstrumenten gilt, dass sie börsentäglich handelbar sind und schnell wieder in Bargeld bzw. Guthaben auf Girokonten umgewandelt werden können. Sinnvoll ist dies aber aufgrund kurzfristiger Wertschwankungen nicht. Vielmehr empfiehlt es sich, die Produkte über mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte zu halten.
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7.) Sicherheit: Jederzeit gewährleistet

Mit dem Begriff „Sicherheit“ ist hier nicht das bereits vorgestellte Risiko der Investments gemeint. Vielmehr zielt die Sicherheit darauf ab, wie die Fondsgesellschaft bzw. der Broker mit dem Kapital umgehen. Grundsätzlich gilt, dass alle Fondsgesellschaften das Geld von Kunden nur in deren Auftrag verwahren. Sie dürfen Unternehmens- und Fondsvermögen unter keinen Umständen mischen, wofür unter anderem die zuständigen Regulierungsbehörden sorgen.

So muss sich der Broker eToro einer strikten Kontrolle durch die zypriotische CySEC unterziehen, durch die verhindert werden soll, dass es zu Unstimmigkeiten bei der Verwahrung der Kundengelder kommt. In der Tat kam es bisher noch zu keinerlei Zwischenfällen. Auch die großen Fondsgesellschaften wie beispielsweise iShares werden allesamt strikt von nationalen Behörden überwacht, so dass die Sicherheit für Kunden gewährleistet ist.

Sowohl CopyFunds als auch ETFs und Investmentfonds werden staatlich reguliert. Genauer gesagt müssen sich die jeweiligen Fondsgesellschaften bzw. der Broker eToro einer staatlichen Kontrolle unterziehen. So kann verhindert werden, dass es zu Unstimmigkeiten bei der Verwahrung der Gelder kommt, die zu einem Nachteil der Anleger führen würden.

8.) Fazit: CopyFunds und ETFs mit Vorteilen gegenüber Investmentfonds

In welches der drei Finanzinstrumente Anleger ihr Geld am besten investieren, kann immer nur im Einzelfall entschieden werden. Fakt ist, dass CopyFunds vergleichsweise risikoreich sind und die Auswahl an Produkten etwas eingeschränkt ist. Mit ETFs und Investmentfonds lassen sich beispielsweise auch sicherere Investitionen in Anleihen vollziehen. Dafür können CopyFunds – und auch ETFs – Kostenvorteile gegenüber den grundsätzlich sehr teuren Investmentfonds erzielen. Auch die Renditeerwartung von über 10 Prozent pro Jahr ist sicherlich positiv einzuschätzen – eine Bewertung der Performance ist jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.

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Unsere Bewertung
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eToro CopyFunds vs. ETF vs. Investmentfonds
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