Fresenius mit guten Zahlen

Wer die Fresenius-Aktie bereits länger im Depot hat, kann sich durchaus freuen. Auch wenn es seit Mitte August um ein paar Prozentpunkte nach unten ging – mittel- und längerfristig sieht es weiterhin klasse aus. Die 12-Monats-Performance liegt bei aktuell rund +65%. Die Fresenius-Aktie hat damit den DAX (die Aktie ist auch im DAX enthalten) outperformt. Die fundamentalen Daten haben diese klasse Performance auch unterstützt. Hier der Blick auf die Details:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Fresenius: Prognose für 2015 erhöht
  • Fresenius: Übernahme von 43 Kliniken und 15 MVZ
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Beginnen wir mit einer Prognose-Anhebung durch das Management von Fresenius. Während bei anderen Firmen (wie Bilfinger) Gewinnwarnungen an der Tagesordnung waren, sah es hier bei Fresenius genau anders aus. Das Geschäft werde sich voraussichtlich besser entwickeln als zuvor prognostiziert, hieß es von Seiten des Fresenius-Managements. Konkret:

Fresenius: Prognose für 2015 erhöht

Bisher ging das Management öffentlich davon aus, dass bei Fresenius der Gewinn im laufenden Geschäftsjahr um 13 bis 16% steigen wird. Solche zweistelligen Zuwachsraten sind bei einem Konzern der Größenordnung von Fresenius – es ist ja auch ein DAX-Titel – sehr beachtlich. Ich erinnere mich daran, dass bei den jüngsten Quartalszahlen ein anderer DAX-Titel, Henkel, ohne Zukäufe nur ein klitzekleines Plus beim Umsatz schaffte, in einigen Regionen gab es sogar Umsatzrückgänge, und beim Gewinn sah es nicht entscheidend anders aus.

Anders wie gesagt Fresenius: 13 bis 16% Zuwachs beim Gewinn. Und dann das: Das Management hob diese Prognose an – es werde voraussichtlich noch besser werden. Letzter Stand ist nun, dass das Fresenius-Management von einem Ergebnisanstieg im laufenden Geschäftsjahr von 18 bis 21% ausgeht.

Fresenius ist eben im Gesundheitssektor tätig, und der ist naturgemäß nun einmal nicht so stark abhängig vom Zustand der Weltkonjunktur. In Sektoren, in denen Fresenius eine starke Marktstellung erreicht hat – wie Dialyse, auf die sich Fresenius Medical Care spezialisiert hat – spielt es für die Patienten schließlich so gut wie keine Rolle, ob in Shanghai nun die Kurse fallen oder nicht.

Fresenius: Übernahme von 43 Kliniken und 15 MVZ

Wachstum ergab und ergibt sich auch daraus, dass Fresenius mit der Rhön-Klinikum AG einen Vertrag über die Übernahme von 43 Kliniken und 15 Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) geschlossen hat. Auch dank dieser Expansion ist der Umsatz im letzten Quartal kräftig angesprungen, und zwar auf rund 6,9 Mrd. Euro. Währungsbereinigt war das ein Plus von rund 13%. Der Gewinn stieg überproportional, und zwar um 35% auf rund 350 Mio. Euro.

Angesichts dieser Zuwächse insbesondere beim Gewinn sieht es durchaus realistisch aus, dass für das Gesamtjahr beim Gewinn ein Plus von 18 bis 21% erreicht werden kann. Und sonst hätte sich das Management wohl auch kaum damit aus dem Fenster gelehnt.

Und noch ein Aspekt: Inzwischen ist entschieden, dass die Fresenius-Aktie ab dem 21. September im Euro Stoxx 50 Index enthalten sein wird. Hier noch ein bisschen Hintergrundwissen zum Thema „Stoxx“: Der Indexbetreiber „STOXX“ wurde vor kurzem von der Deutsche Börse AG vollständig übernommen, diese war bereits zuvor an STOXX beteiligt und zahlte dann den bisherigen Schweizer Miteigentümer aus. Insofern kontrolliert die Deutsche Börse AG nun „Stoxx“ und kann sich insbesondere über schöne Lizenzgebühren freuen.

Klarstellung

Ich weise darauf hin, dass ich in Aktien von SMA Solar investiert habe. Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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