Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan werden „gegrillt“

Die Vertreter von drei großen US-Investmentbanken wurden bzw. werden regelrecht gegrillt: Sie müssen sich vor dem US-Senat rechtfertigen. Es geht um Vorwürfe, dass die drei Investmentbanken sich bei unfairen Handelspraktiken in Bezug auf diverse Rohstoffe engagiert haben sollen.

Inhaltsverzeichnis

  • Es geht um diese drei Investmentbanken:
  • Gefährdeten die Aktionen der Investmentbanken das US-Finanzsystem?
  • „Harte Hunde" gegen Lippenbekenntnisse
    • Klarstellung
    • Michael Vaupel

Es geht um diese drei Investmentbanken:

  1. Goldman Sachs
  2. Morgan Stanley
  3. JP Morgan Chase

Ein umfassender Bericht fand heraus, dass diese drei Banken große Lager an physischen Rohstoffen wie Aluminium und Kupfer aufgebaut haben. Dadurch waren sie in der Lage, die Preise zu beeinflussen und dadurch Vorteile zu erlangen.

Die Banken verneinten – wie überraschend -, dass sie aus dem Halten dieser Bestände physischer Rohstoffe Handelsvorteile gezogen hätten.

Aber der Bericht sagte, dass der Umfang der entsprechenden Aktivitäten das gesamte Finanzsystem der USA in Gefahr gebracht habe.

Gefährdeten die Aktionen der Investmentbanken das US-Finanzsystem?

Die Banken, welche im Bericht genannt werden, haben mitgeteilt, dass sie ihre Bestände an den entsprechenden physischen Rohstoffen nun reduziert haben. Es seien nun auch angemessene Maßnahmen in Kraft, um die Risiken besser zu managen.

Gestern (Donnerstag) mussten zu diesem Thema hochrangige Vertreter der drei Banken vor dem US-Senat Rede und Antwort stehen. Am heutigen Freitag ist der zweite Teil dieser Anhörung. Heute soll auch Daniel Tarullo, Mitglied der US-Notenbank, Fragen beantworten. Im Mittelpunkt dieser Fragen dürfte stehen, ob die Fed im Hinblick auf die genannten Rohstoff-Geschäfte genug Regulierungen geliefert hatte.

Ein US-Senator von Michigan sagte sinngemäß: Wenn es einem gefallen würde, was die Wall Street für den Immobilienmarkt getan hat, dann müsse man lieben, was die Wall Street für Rohstoffe tue.

Die Anhörung soll auch das Thema behandeln, ob die Risikovorsorge auch die potenziellen Kosten berücksichtigt, welche einer Bank durch eine Katastrophe entstehen. Zum Beispiel was wäre, wenn eine Erdgas-Raffinerie, welche von einer Bank gekauft worden ist, in die Luft fliegen würde.

„Harte Hunde" gegen Lippenbekenntnisse

Einige US-Senatoren sind dafür bekannt, als „harte Hunde“ zu gelten und sich nicht mit Lippenbekenntnissen abspeisen zu lassen. Es könnte deshalb heute spannend werden für Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, bei den genannten Investmentbanken zu handeln . Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Michael Vaupel

Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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