Hintergründe zu „Industrie 4.0“!

Das Schlagwort „Industrie 4.0“ macht inzwischen auch in Börsenkreisen die Runde. Was ist mit dem Begriff eigentlich genau gemeint? Und inwiefern lässt sich auch via Aktien von diesem Trend profitieren? Hier einige Hintergründe zu diesem Thema:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Die Erste Industrielle Revolution
  • Die Zweite Industrielle Revolution
  • Die Dritte Industrielle Revolution
  • Die Vierte Industrielle Revolution
  • Industrie 4.0: Deutsche Industrie investiert Milliarden
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
Michael Vaupel

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Der Begriff „Industrie 4.0“ ist noch gar nicht so alt. Er wurde erst im Jahr 2011 von einem deutschen Physikprofessor namens Henning Kagermann geprägt. Für eine Definition von „Industrie 4.0“ habe ich erst einmal – wie man das so macht – bei Wikipedia nachgeschaut. Dort steht:

„Industrie 4.0 (auch Intelligente Produktion und Vierte industrielle Revolution) bezeichnet die Informatisierung der Fertigungstechnik und der Logistik bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation.“
Quelle: Wikipedia-Eintrag zu „Industrie 4.0“

Aha – das Entscheidende bei „Industrie 4.0“ ist demnach die „Informatisierung“ industrieller Prozesse. Die Maschinen an sich gibt es, die deutsche Industrie und insbesondere die deutschen Maschinenbauer sind bekanntlich Weltspitze. Nun geht es darum, diese Maschinen zu vernetzen und intelligente Steuerungslösungen zu finden. Was waren denn die vorigen „Industriellen Revolutionen“? Dazu ein Überblick:

Die Erste Industrielle Revolution

Seit im Jahr 1712 in Großbritannien die erste industriell nutzbare Dampfmaschine entwickelt wurde, ist einiges passiert.

  • 1760: In England werden rund 1.000 Tonnen Baumwolle verarbeitet
  • 1860: In England werden rund 160.000 Tonnen Baumwolle verarbeitet

Diese gewaltige Produktionssteigerung war durch den Einsatz mechanischer Webstühle möglich geworden.
(Quelle: Magazin „mehrwert“ März/April 2016)

Die Zweite Industrielle Revolution

Hier ging es in erster Linie um die Fließbandfertigung. Männer wie der US-Amerikaner waren hier Vordenker und Vorreiter, entsprechend liefen insbesondere ab den 1920ern in den USA die Fließbänder.

Die Dritte Industrielle Revolution

Damit ist die Erfindung und der Einsatz von Computern auch bei der Industriellen Fertigung gemeint. Das hat sich inzwischen in Europa bekanntlich durchgesetzt

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Die Vierte Industrielle Revolution

Und das ist eben nun die Entwicklung, die wir seit einigen Jahren sehen. „Intelligente“ Lösungen, Vernetzungen, Einsatz von Robotern, Auto-Korrekturen etc. pp. Ein Anspruch von „Industrie 4.0“ ist es unter anderem, dass die Fabriken „smart“ werden in dem Sinne, dass die physische Produktion „in Echtzeit“ auf Schwankungen der Nachfrage reagieren kann. Angebot, Lieferungen und auch Nachfrage nach Inputs können so laufend angepasst und laut Plan optimiert werden. Vordenker Kagermann meint dazu, dass man sich von der zentralen Steuerung schrittweise verabschieden bzw. distanzieren werde, um zu einer dezentraleren Steuerung zu gelangen. Wirtschaftlich profitieren sollen davon neben den eigentlichen Unternehmen der Industrie dann natürlich auch die „Möglichmacher“, sprich die Anbieter entsprechender Technologien.

Industrie 4.0: Deutsche Industrie investiert Milliarden

Schätzungen zufolge wird die Deutsche Industrie bis 2020 rund 40 Mrd. Euro in den Bereich „Industrie 4.0“ investieren – und das pro Jahr. Ein Beispiel: Die Automobilindustrie wird einer Prognose zufolge bis dahin rund 2,9% ihres Jahresumsatzes in den Bereich Industrie 4.0 investieren. Wer an der Weltspitze mitspielt, muss eben auch investieren, um oben bleiben zu können! Inzwischen gibt es erste Indices, die Unternehmen zusammenfassen, welche von dieser Entwicklung profitieren sollen. Hier wie generell gilt natürlich: Es kommt darauf an, und zwar auf die genaue Ausgestaltung solcher Indices und die für den Anleger/die Anlegerin anfallenden Kosten/Gebühren.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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