Jungheinrich mit soliden Quartalszahlen

Das sah doch ganz gut aus: Die Zahlen zum dritten Quartal bzw. die 9-Monats-Zahlen der Jungheinrich AG konnten sich sehen lassen. Der Maschinenbauer (u.a. Gabelstapler) hatte erneut ein starkes Geschäft insbesondere in der Europäischen Union. Hier der Blick auf die Details der jüngsten Zahlen des Unternehmens:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Eckdaten Jungheinrich 9-Monats-Zahlen
  • Jungheinrich: Management bestätigt Prognose für 2015
  • 3.3.2016: Jungheinrich Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2015
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Hier zunächst der Blick auf die Eckdaten, die zuletzt veröffentlicht worden sind. Ich nehme dazu die 9-Monats-Zahlen und vergleiche diese mit den 9-Monats-Zahlen des entsprechenden Vorjahreszeitraums:

Eckdaten Jungheinrich 9-Monats-Zahlen

  • Der Umsatz lag bei 1,965 Mrd. Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 1,792 Mrd. Euro, mithin errechnet sich ein Anstieg um 9,7%
  • Vom Umsatz wurde ungefähr ein Viertel (497 Mio. Euro) in Deutschland erzielt, und rund drei Viertel (1.468 Mio. Euro) im Ausland
  • Das Ebit erreichte 151,4 Mio. Euro, nach zuvor 133,4 Mio. Euro. Damit errechnet sich ein überproportionaler Anstieg (verglichen mit dem Umsatzzuwachs) von 13,5%. Ebit steht für „earnings before interest and taxes“ = Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
  • Der Gewinn pro Aktie erreichte 2,93 Euro, nach 2,59 Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Quelle: Jungheinrich Zwischenbericht zum 30. September 2015

Ebenfalls positiv: Der Auftragseingang wuchs kräftig, lag bei 2,089 Mrd. Euro in den ersten 9 Monaten 2015, nach 1,874 Mrd. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das ist ein Anstieg von 11,5%. Und die jetzigen Auftragseingänge sind üblicherweise die Umsätze von morgen! Das sieht nach einem guten Start fürs kommende Jahr bzw. für das laufende Quartal aus. Deshalb kam die Bestätigung der Prognose auch nicht überraschend:

Jungheinrich: Management bestätigt Prognose für 2015

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich und auch keineswegs „weit aus dem Fenster gelehnt“, dass das Management der Jungheinrich AG die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt hat. Demnach sollen sowohl Auftragseingang als auch Umsatz jeweils bei 2,7 bis 2,8 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2015 liegen. Angesichts der jüngsten Zahlen könnte das eher noch zu tief gestapelt sein – sprich, die tatsächlichen Ergebnisse könnten noch besser ausfallen. Da ist also sozusagen Raum für eine positive Überraschung.

Da bin ich aber offensichtlich nicht der Einzige, der das so sieht. Denn der Aktienkurs der Jungheinrich-Vorzugsaktien ist in den letzten Monaten kräftig gestiegen. Erst letzte Woche wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die 1-Monats-Performance der Aktie liegt bei rund 10% Plus, und auf Sicht der letzten 12 Monate beträgt der Zuwachs sogar mehr als 50%. Den Gesamtmarkt hat die Aktie damit deutlich geschlagen. Die Fundamentaldaten unterstützten den Kursanstieg natürlich auch. Die Frage ist natürlich, wie viel weiteres Potenzial der Aktienkurs nun für 2016 hat – denn im Kurs ist bereits viel „drin“, und die Erwartungen einiger Marktteilnehmer(innen) sind offensichtlich hoch. Und wenn die Erwartungen hoch sind, dann bedeutet das im Umkehrschluss allerdings auch, dass bei einem auch nur kleinen Enttäuschen der Erwartungen gewisses Rückschlagrisiko besteht.

3.3.2016: Jungheinrich Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2015

Es wird aber naturgemäß noch etwas dauern, bis die Jungheinrich AG die Zahlen für das vierte Quartal bzw. das Gesamtjahr 2015 veröffentlichen wird. Laut Finanzkalender des Unternehmens stehen die „Vorabzahlen für das Geschäftsjahr 2015“ für den 3. März 2016 an.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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