K+S: Übernahmespekulation geht weiter

Übernahmeangebot für K+S von Potash – Ablehnung des Angebots, Ablehnung eines erhöhten Angebots, Rücknahme des Übernahmeangebots. Hausdurchsuchung bei K+S Manager, Rückendeckung von Seiten der Politik für die Unabhängigkeit von K+S, erneute Übernahmespekulation. Man kann nicht sagen, dass es in den letzten Wochen für die K+S Aktionäre langweilig gewesen wäre! Gestern dann war der Aktienkurs um rund 5% eingebrochen. Hier ein Überblick über die aktuelle Entwicklung:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Hausdurchsuchung auch beim Vorstandsvorsitzenden zu Hause
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Während ich diese Zeilen am frühen Mittwoch schreibe, startet die K+S Aktie mit leichtem Plus in den Handelstag. Gestern hatte es einen „Durchsacker“ gegeben, mit rund 5% Minus bei der K+S Aktie. Teilweise noch größere Minuszahlen gab es nur bei den im DAX vertretenen Energiekonzernen EON und RWE, die zwischenzeitlich zweistellig verloren. Das zeigt auch, wie hoch derzeit die Volatilität ist, wenn gleich drei DAX-Titel an einem Tag ohne allgemeinen Crash 5% oder mehr abgeben…

Doch konkret zu K+S. Sie haben es wahrscheinlich mitbekommen: Das kanadische Unternehmen Potash Corp. hatte für K+S ein Übernahmeangebot abgegeben und auch eine Erhöhung war in den Karten. Das K+S Management lehnte jedoch ab, das Angebot sei zu niedrig. Der Aktienkurs von K+S, der im Zuge der Übernahmephantasie auf bis zu ca. 39 Euro gestiegen war, kam daraufhin wieder zurück. Gestern dann der besagte Nackenschlag und Kurs unter 33 Euro. Am Ende des Xetra-Handels stand am gestrigen Dienstag ein Minus von rund 5,2% auf 33,63 Euro. Aktuell dann wieder über 34 Euro. Kein gutes Zeichen war, dass das Ende Juli markierte Tief von rund 35 Euro nach unten durchbrochen worden war.

Immerhin steht der Kurs noch deutlich über dem 200-Tage-Gleitenden-Durchschnitt (GD) – aktuell verläuft dieser bei ca. 30,44 Euro. In Zeiten, in denen eine Übernahme im Raum steht, ist für den Aktienkurs aber oft „Sondersituation“ angesagt. Denn nicht zu vergessen: Es standen 41 Euro pro K+S Aktie im Raum, die Potash Corp. bieten möchte!

Doch nicht nur das K+S Management, auch einige Politiker sind gegen diese Übernahmepläne. So zitiert das Manager-Magazin den thüringischen Ministerpräsidenten mit diesen Worten zu K+S: „Wir wollen, dass das Unternehmen ein in Deutschland ansässiges und von Deutschland aus geführtes Unternehmen bleibt",

Quelle: Manager-Magazin, Artikel „Fünf Bundesländer wollen K+S als deutsches Unternehmen erhalten

Hausdurchsuchung auch beim Vorstandsvorsitzenden zu Hause

Unabhängig vom Übernahmeplan gab es bei K+S diesen Monat einige Hausdurchsuchungen. Es ging um den „unerlaubten Umgang mit Abfällen“. Es wurde dazu die K+S Zentrale in Kassel durchsucht, sowie weitere regionale Büros. Zudem: Die Privathäuser des Vorstandsvorsitzenden und des Aufsichtsratsvorsitzenden sollen ebenfalls wegen dieses Vorwurfs durchsucht worden sein. Sollten diese in kriminelle Machenschaften verstrickt gewesen sein, wäre das ein starkes Stück. Es laufe ein umfangreiches Verfahren – Ende aber noch nicht in Sicht.

Es gibt also derzeit einige Faktoren, die für Kurssprünge bei K+S sorgen könnten – sowohl nach unten als auch nach oben. Eine Aktie für „kaufen und liegenlassen“ sieht anders aus.

Klarstellung

Ich weise darauf hin, dass ich in Aktien von SMA Solar investiert habe. Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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