Mehr als eine Million Jobs durch Corona verlorengegangen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 28.04.2021


Durch die Corona-Pandemie sind wohl allein in Deutschland mehr als eine Million Jobs verloren gegangen. Die Folgen der Krise waren daher auch auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Dabei hatte sich die Regierung bemüht, die Folgen abzufedern, beispielsweise über das Kurzarbeitergeld. Allein für diese Maßnahmen wurden Milliarden ausgegeben. Nachrichten vom Arbeitsmarkt können auch Folgen für den Aktienhandel, der auch, laut unseren XTB Erfahrungen, bei XTB möglich ist, haben.

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Minijobs verloren gegangen

Depotvergleich.com Icon VerbrauchertippsDiese Angaben gehen auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei zurück. Die Bundesregierung beruft sich dabei auf Daten der Bundesagentur für Arbeit. Viele Menschen, die im letzten Jahr ihre Arbeit verloren haben, waren Minijobber. Nach den vorliegenden Zahlen haben wohl rund 526.000 geringfügig Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren. Zudem verloren 477.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ihren Job.

Für die Erhebung wurden die Arbeitsmarktzahlen seit dem Start der Corona-Pandemie im letzten März mit den Zahlen aus 2019 verglichen. Konkret wurde ein Vergleich der Daten von März bis September 2019 und der Daten von März bis September 2020 aufgestellt. Für die Zeit von Oktober bis Dezember 2020 bezieht sich die Bundesagentur für Arbeit auf Schätzungen.

Der Jobverlust fiel im Gastgewerbe besonders dramatisch aus, vor allem in der Gastronomie und der Hotellerie. Rund 398.000 Angestellte und Minijobber verloren ihren Arbeitsplatz. Im verarbeitetenden Gewerbe, insbesondere in der Metall- und Elektoindustrie, verloren 128.000 Menschen ihren Arbeitsplatz. Die Branche war aber laut der Stellungnahme der Bundesregierung schon vor der Pandemie von strukturellen Schwierigkeiten gezeichnet. Dazu kamen rund 78.000 Minijobs, die in der Kunst-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche weggefallen sind.

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Kurzarbeitergeld wichtige Unterstützung

Vor allem das Kurzarbeitergeld war eine Maßnahme, mit der die Bundesregierung Arbeitsplätze erhalten und den wirtschaftlichen Schaden minimieren wollte. Laut eigenen Angabe der Bundesagentur für Arbeit wurden im letzten Jahr gut 22 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld gezahlt. Ein Jahr zuvor waren es nur 157 Millionen Euro und sogar während der Finanzkrise, die von 2008 bis 2012 Folgen für den Arbeitsmarkt hatte, nur 8,5 Milliarden Euro.

In Spitzenzeiten waren im ganzen Land rund sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit. Aktuell sind es deutlich weniger. Das ifo-Institut geht davon aus, dass im März 2,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit waren. Dies sind acht Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Diese Quote lag noch im Februar bei 8,7 Prozent.

Vor allem Menschen, die im Gastgewerbe arbeiten, mussten in den letzten Monaten in Kurzarbeit, da viele Restaurants und Hotels seit Monaten lockdownbedingt geschlossen sind. Noch im letzten Monat betrug der Anteil der im Gastgewerbe Beschäftigten 50,8 Prozent aller Kurzarbeiter. Viel Minijobber haben allerdings keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I.

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Erste Erholung am Arbeitsmarkt

Depotvergleich.com Icon AnfängerSchon Anfang April sprach die Bundesagentur für Arbeit von einer deutlichen Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt. Im März waren zwar noch immer über 2,8 Millionen Menschen arbeitslos, dies waren aber rund 77.000 weniger als im Februar. Im März 2019 waren dagegen 492.000 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag laut der Bundesagentur für Arbeit im März bei 6,2 Prozent.

Die Erhebung der Bundesagentur für Arbeit geht bis zu 12. März. Die Verantwortlichen bei der Agentur für Arbeit zeigten sich durchaus zufrieden, da trotz steigende Infektionszahlen in den letzten Wochen die Arbeitsmarktzahlen stabiler ausfielen. Zudem gelten für viele Bereiche der Wirtschaft weiter Beschränkungen.

Die Zahl der Kurzarbeiter war aber auch noch im März hoch. Vom ersten bis 25. März zeigten nochmals fast 200.000 Unternehmen Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter an. Ob die Mitarbeiter aber dennoch in Kurzarbeit gehen mussten, kann bisher noch nicht gesagt werden. Genauere Zahlen gibt es hier nur mit einiger Verzögerung. Die derzeit genauesten stammen aus dem Januar.

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Kurzarbeitergeld für 2,85 Millionen Menschen im Januar

Damals wurde Kurzarbeitergeld für 2,85 Millionen Menschen gezahlt. Von April bis November 2020 ging die Zahl der Kurzarbeit deutlich zurück. Wie sich der Lockdown seit November bzw. Dezember ausgewirkt hat, kann noch nicht endgültig gesagt werden. Seit November sind aber wohl wieder mehr Menschen aus Branchen wie dem Gastgewerbe, dem Handel und der Touristik in Kurzarbeit.

Das ifo-Institut geht nach eigenen Schätzungen davon aus, dass im März 200.000 weniger Menschen in Kurzarbeit waren. Die Zahl der Kurzarbeiter ist dabei wohl in allen Wirtschaftszweigen zurückgegangen, besonders aber in der Industrie. Im März waren in der Industrie wohl 436.000 Menschen in Kurzarbeit, was einen Anteil von 6,3 Prozent bedeutet. Im Februar waren es nach Berechnungen des ifo-Instituts noch 494.000 Menschen und damit mehr als sieben Prozent.

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Gute Zahlen aus der Industrie

Depotvergleich.com Icon Vorlage und MusterDie Zahlen gehen in der Industrie seit letztem April immer weiter zurück und liegen unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Hintergrund ist die gute Erholung der Industrie, die von der besser laufenden Weltwirtschaft und der Erholung in China und den USA profitiert. Noch immer sieht es im Gastgewerbe aber ganz anders aus. Hier ging zwar im März die Zahl der Kurzarbeiter von 572.886 auf 539.277 zurück, aber mit über 50 Prozent ist der Anteil der Kurzarbeiter weiter seh hoch.

Nach der Gastronomie und der Hotellerie ist der Handel besonders stark betroffen. Der Anteil der Menschen in Kurzarbeit lag im März bei 15,8 Prozent. Gegenüber dem Februar ist dies ein leichter Rückgang um rund zwei Prozent. Der Einzelhandel und der Kfz-Handel nutzen im März mit 20,2 bzw. 11,7 Prozent die Kurzarbeit besonders stark. Im Großhandel waren nur zehn Prozent der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kurzarbeit.

Jobs durch Corona verlorengegangen

Jedes dritte Unternehmen mit Kurzarbeit

Anfang des Jahres nutzte laut dem ifo-Institut wohl jede dritte Firma das Mittel der Kurzarbeit. Im Januar haben wohl 31 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Zuschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Gegenüber dem Dezember stieg die Anzahl der Kurzarbeiter daher im Januar nochmals an. Zu Jahresbeginn waren nicht nur im Einzelhandel, sondern auch in der Autoindustrie viele Menschen in Kurzarbeit. Im Maschinenbau oder bei Metallerzeugern war die Situation allerdings entspannter.

Darüber hinaus hat der Anstieg der Kurzarbeit während der Pandemie wohl auch zur Folge, dass die Löhne sinken. Dies geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Demnach gingen die Löhne 2020 erstmals seit Beginn der Datenerhebung 2007 nach unten. Der nominale Verdienst sank demnach im Jahresschnitt um 0,6 Prozent im Vergleich zu 2019. Im gleichen Atemzug stiegen 2020 die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Dies hat reale Verdiensteinbußen von etwa einem Prozent zur Folge. Der Nominalindex zeigt die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen.

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Kurzarbeit wirkt sich negativ auf Einkommen aus

Depotvergleich.com Icon ChecklisteLaut des Statistischen Bundesamts wirkt sich das Kurzarbeitergeld negativ auf die Einkommen der Menschen in Deutschland aus. Bei den Nominallöhnen wird Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) geht allerdings davon aus, dass dies nur eine vorübergehende Entwicklung sein wird. Ein Teil des Lohnminus sei durch das Kurzarbeitergeld bereits wieder ausgeglichen worden. Sobald Lockdown-Beschränkungen aufgehoben werden und derzeit geschlossene Unternehmen wieder ihrer Arbeit nachgehen dürfen, wird sich nach Ansicht des IMK auch das Lohnniveau wieder erholen

Mit dem Mittel der Kurzarbeit sollen Entlassungen in wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeiten verhindert werden. Im vierten Quartal 2020 ging die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 21.000 Menschen an. Dies geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Allerdings waren dies 1,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Statistikamt geht bei dieser Erhebung davon aus, dass Kurzarbeitende zu den Erwerbstätigen gehören.

Millionen Jobs verlorengegangen

Einfluss auf das Arbeitsvolumen

Allerdings hat Kurzarbeit auch Einfluss auf das Arbeitsvolumen. Die Zahl der im Schnitt absolvierten Arbeitsstunden pro erwerbstätiger Person ging nach ersten Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent zurück und lag bei 337,3 Stunden.

Die gesamte Situation rund um die wirtschaftliche Lage, den Lockdown und die Pandemie selbst könnten für die Innenstädte weitreichende Folgen haben. Das Ifo-Institut geht davon aus, dass sich vieler Verbraucherinnen und Verbraucher an das Einkaufen im Internet gewöhnt haben. Dies könnte langfristig zu Verschiebungen führen. Die Krise könnte dann das Sterben der Innenstädte vorantreiben.

Allerdings hätten viele Menschen genug Geld, dass sie ausgeben könnten, wenn die Pandemie vorbei ist. Die Ersparnisse vieler Menschen in Deutschland sind im letzten Jahr deutlich angestiegen. Ob sie dieses Geld aber auch wirklich im stationären Einzelhandel in den Innenstädten ausgeben oder doch lieber online, wird sich zeigen. Unter Umständen müssen die Geschäfte in den Innenstädten kreativ werden, um die Menschen zurück in ihre Geschäfte zu holen.

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Fazit: Arbeitsmarkt leidet unter Corona-Krise

Depotvergleich.com Icon FazitIm letzten Jahr sind wohl in Deutschland über eine Million Jobs durch die Corona-Pandemie verloren gegangen. Zudem waren teilweise bis zu sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen. Im Januar stieg die Zahl der Kurzarbeiter nochmals leicht an. Allerdings wurde zuletzt eine Entspannung am Arbeitsmarkt deutlich.

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