Münze Österreich berichtet von stark steigenden Verkäufen

Die „Münze Österreich“ sieht sich diversen Medienberichten zufolge mit einem massiven Anstieg der Nachfrage nach Goldmünzen konfrontiert. Die Zuwachsraten liegen im dreistelligen Prozentbereich und sind damit durchaus auffällig. Hier die Details.

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Was ist mit den Goldreserven der Bank of Greece?
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Während rund 60.000 Feinunzen Gold in „normalen Monaten“ (Zitat Wirtschaftsblatt) verkauft werden, sollen es im Juni satte 161.000 Feinunzen Gold gewesen sein. Ein Anstieg um massive 168%. Dieser Trend soll sich zuletzt sogar beschleunigt haben: In den ersten fünf Tagen des Monats Juli wurden demzufolge 68.000 Feinunzen Gold verkauft. Diese Menge, die in fünf Tagen verkauft wurde, wird in manchen Monaten innerhalb von 30 Tagen verkauft. Hier haben wir es also wirklich mit einem auffälligen Trend zu sein: Privatanleger haben massiv Goldmünzen gekauft.

Münze Österreich
Die Münze Österreich ist eine Aktiengesellschaft, welche seit 1988 ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Oesterreichischen Nationalbank ist. Produktion und Verwaltung befinden sich am Wiener Heumarkt und damit im Zentrum der österreichischen Hauptstadt. Die Münze Österreich leistete bereits vor Hunderten von Jahren Dienste für Kaiser und Reich – ihre Gründung soll auf die Lösegeldzahlung für Richard Löwenherz zurückgehen. Urkundlich erwähnt wurde die Münze Österreich jedoch erst später, im Jahr 1397.

Mehr Informationen zur Münze Österreich finden Sie unter diesem Link

Münze Österreich – Über uns

Beim weltweiten Goldpreis hat sich dieser massive Anstieg nach Goldmünzen der „Münze Österreich“ allerdings (noch?) nicht wiedergespiegelt: Vor einem Monat stand dieser bei rund 1.180 Dollar je Feinunze. Der aktuelle Preis liegt – während ich diese Zeilen schreibe – rund 18 Dollar unter diesem Wert.

Am Markt machen einige Gerüchte die Runde. Natürlich – das ist meistens der Fall. Wenn man nur wüsste, was davon stimmt. Derzeit im Gerede: Griechenland verkauft seine Goldreserven. Der Hintergrund ist dieser: Nicht die griechische Regierung, sondern die griechische Zentralbank („Bank of Greece“) besitzt durchaus ansehnliche Goldbestände. Diese wurden im Zweiten Weltkrieg nach Ägypten in Sicherheit gebracht und danach wieder nach Griechenland zurückgebracht. Inzwischen soll die Höhe der Goldvorräte der griechischen Zentralbank auf gut 112 Tonnen angewachsen sein. Der Gegenwert läge dann (je nach exakter Menge und nach Tagespreis) im Bereich 5 Milliarden Euro.

Was ist mit den Goldreserven der Bank of Greece?

Damit ließe sich schon einiges anfangen – sprich, einige Zahlungstermine könnten problemlos stattfinden. Andererseits: Es handelt sich hier sozusagen um das „Tafelsilber“ Griechenlands. Das kann man nur einmal verkaufen – und dann ist es weg. Und für eine dauerhafte Lösung der Schuldenkrise ist es dann doch zu wenig. Es könnte aber der Puffer sein, der Zeit erkauft und im Rahmen einer befriedigenden Gesamtlösung der griechischen Schuldenkrise ein Element sein könnte.
Da wir dazu keine „Insider-Informationen“ haben, können auch wir nur spekulieren, was mit den griechischen Goldreserven geschieht. Eins ist meiner Ansicht nach sicher: Wenn die tatsächlich verkauft werden sollen (bzw. der Verkauf schon erfolgt ist oder ein Teilverkauf), dann würde es wenig Sinn machen, das VORHER anzukündigen. Denn das würde den Goldpreis wahrscheinlich umgehend etwas fallen lassen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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