Telekom Austria mit guten Quartalszahlen!

Wer Aktien der Telekom Austria im Depot hat, der hat es nicht immer leicht. Auf Sicht von 4 Wochen rund 11% Plus, auf Sicht von 3 Monaten knapp 8% Minus, und auf 12-Monats-Sicht fast unverändert. Ein klarer Trend sieht anders aus. Und das Interessante daran: Das ist schon ein Fortschritt, denn zuvor ging es mit dem Aktienkurs bei Telekom Austria jahrelang hauptsächlich bergab. Die jüngsten Quartalszahlen sahen immerhin recht gut aus. Hier der Blick auf die Details:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Quartalszahlen Telekom Austria: Gewinn steigt um 7,3%…
  • …der Umsatz hingegen sank um 3,5%!
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Zunächst noch eine Anmerkung zum oben beschriebenen jahrelangen Abwärtstrend. Auf Sicht von 5 Jahren hat die Aktie gut 45% verloren, auf Sicht von 10 Jahren sind es über 60%. Langjährige Aktionäre hatten es also nicht leicht. Ganz im Unterschied übrigens zur Deutschen Telekom. Da gab es zwar früher auch einmal harte Zeiten für die Aktionäre, wer erinnert sich nicht mehr daran, doch auch auf 10-Jahres-Sicht ist die Performance inzwischen im grünen Bereich (ca. +15%). Und die 3-Jahres-Performance kann sich mit mehr als 90% Plus richtig sehen lassen. Doch zurück zur Telekom Austria. Denn die gute Performance der letzten Tage und Wochen ist fundamentalen Nachrichten zu verdanken.

Quartalszahlen Telekom Austria: Gewinn steigt um 7,3%…

Denn im dritten Quartal hat die Telekom Austria 137,1 Mio. Euro verdient. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2014 hatte der Gewinn bei 127,8 Mio. Euro gelegen. Das ist ein Zuwachs von 7,3%. Noch besser sieht es aus, wenn man sich die 9-Monats-Zahlen anschaut: Da lag der Gewinn bei 308,4 Mio. Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Verlust in Höhe von 136,5 Mio. Euro gegeben. Das sieht nach einem schönen Turnaround aus.

…der Umsatz hingegen sank um 3,5%!

Einen Schönheitsfehler gibt es dabei allerdings durchaus: Denn der Umsatz ist nicht gestiegen, sondern sogar gefallen. Im dritten Quartal sank der Umsatz um 3,5% auf 1,01 Mrd. Euro. Auf 9-Monats-Sicht sah es besser aus: -1,2% auf rund 2,95 Mrd. Euro. Ohne dass ich mich detailliert in die Zahlen eingearbeitet habe, spricht es meiner Ansicht nach für die Qualität des Unternehmens, dass trotz geringerer Umsätze höhere Gewinne erzielt werden konnten. Interessant auch der Ausblick: Der bleibt unverändert zum Stand bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen. Da der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau liegen soll, besteht nun ein gewisser Erwartungsdruck im Hinblick auf die Zahlen zum vierten Quartal. Was die Dividende betrifft, da wird es wohl keine Überraschung geben. Das Management möchte für 2015 wie im Vorjahr wieder 5 Cents je Aktie vorschlagen.

Wenn es bei der Telekom Austria nicht zuletzt negative Nachrichten – Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung laufen – gegeben hätte, dann hätte der Kurs vielleicht noch etwas mehr zulegen können. Denn es sieht so aus, als ob operativ der Turnaround geschafft ist. Ein richtiges Schnäppchen ist die Aktie in Bezug auf klassische Kennzahlen wie KGV indes auch nicht mehr. Sie sehen: Es bietet sich derzeit ein durchaus eher „durchwachsenes“ Bild bei dieser Aktie – finde ich!

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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