Under Armour mit guten Quartalszahlen

Das sieht doch nach einem aufstrebenden Unternehmen aus: Der Sportbekleidungs-Anbieter „Under Armour“ hat in den vergangenen Jahren ordentliches Wachstum vorweisen können. Mir persönlich war die Marke bis vor kurzem überhaupt nicht bekannt – aber dabei hat Under Armour inzwischen „Puma“ verdrängt und ist weltweit auf Platz 3 der großen Sportbekleidungs-Hersteller aufgestiegen (nach Nike und adidas natürlich). Aber umso besser, wenn so ein Unternehmen gar nicht im Rampenlicht der Investoren steht – denn dann ist es vielleicht noch günstig bewertet? Hier ein Blick auf einige weitere Details zu diesem Sportbekleidungs-Anbieter:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Under Armour: Gewinne mit Sportartikeln
    • Under Amour: Eckdaten 1. Quartal
  • Under Armour: Gewinnwachstum von 23-24% prognostiziert
  • Gute Geschäftsentwicklung – doch hohe Bewertung der Aktie!
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Under Armour: Gewinne mit Sportartikeln

Under Armour hat als Anbieter von Kampfsportbekleidung begonnen, und auch Schutzzubehör für z.B. America Football angeboten. Schritt für Schritt wurde das Sortiment erweitert – und das erfolgreich, die Umsätze und auch Gewinne stiegen auf diese Weise. Schauen wir doch einmal auf die konkreten Zahlen – und da die aktuellsten, sprich die Zahlen für das erste Quartal 2016:

Under Amour: Eckdaten 1. Quartal

  • Im ersten Quartal konnte Under Armour seine Umsätze um 30% auf 1,05 Mrd. Dollar erhöhen
  • Der operative Gewinn stieg um 26% auf 35 Mio. Dollar
  • Das Ergebnis pro Aktie (verwässert) stieg sogar um 62%, auf den allerdings absolut gesehen nicht besonders hohen Betrag von 4 US-Cents je Aktie.

Quelle: Under Armour Quartalszahlen, online abrufbar unter diesem Link

Zusammen mit der Bekanntgabe der Quartalszahlen gab das Management von Under Armour auch direkt einen konkreten Ausblick für das gesamte laufende Geschäftsjahr ab. Und dieser Ausblick kann sich sehen lassen: Das Umsatzziel für 2016 wurde auf 5,0 Mrd. Dollar erhöht. Das wäre ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 26%. Der operative Gewinn soll im Bereich 503 bis 507 Mio. Dollar liegen. Das wäre ein Anstieg von 23 bis 24% gegenüber dem vorigen Geschäftsjahr.

Under Armour: Gewinnwachstum von 23-24% prognostiziert

Rechnen wir doch einmal nach: Wenn 35 Mio. Dollar operativer Gewinn einem Gewinn pro Aktie von 4 Cents entsprechen, dann wären 503 Mio. Dollar laut einfachem Dreisatz rund 57,5 Cents. Dies wäre dann also überschlagsmäßig der Gewinn pro Under Armour Aktie, der im laufenden Geschäftsjahr anfallen würde.

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Gute Geschäftsentwicklung – doch hohe Bewertung der Aktie!

Der Blick auf den Kurs der Aktie zeigt, dass diese im New Yorker Handel bei rund 37 Dollar steht. Damit errechnet sich auf Basis meiner Überschlagsrechnung für den Gewinn pro Aktie im laufenden Geschäftsjahr ein Kurs-Gewinn-Verhältnis 2016 von über 60. Autsch. Das ist alles andere als günstig. Vielleicht ist das der Grund, warum auch die Analysten von CitiResearch letztens die Aktie von Nike aussichtsreicher als die von Under Armour hielten bzw. dies so mitteilten (das kann ja ein kleiner, aber feiner Unterschied sein). Offensichtlich haben doch mehrere Investoren als ich zunächst dachte Under Armour im Visier. Denn von einem Schnäppchenpreis einer unterbewerteten Nischenaktie lässt sich hier wohl kaum sprechen. Nun, vielleicht ist die Aktie auch in ihrem Heimatmarkt USA (Firmensitz ist Baltimore) erheblich mehr bekannt als in Europa. Immerhin hat Under Armour schon 2008 einen Super-Bowl-Werbespot ausgestrahlt, was wohl für einen höheren Bekanntheitsgrad in den USA gesorgt haben dürfte. Schön für Under Armour – aber bei solchen Bewertungen finde ich die Aktie derzeit nicht besonders interessant.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Bildquelle: pixabay.com

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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