Wirtschaft wuchs stärker als erwartet

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 15.06.2021


Trotz des Lockdowns fiel das Wirtschaftswachstum stärker aus, als erwartet worden war. Im Schlussquartal stieg das Bruttoinlandsprodukt leicht. Die Exportwirtschaft und die Baubranche konnten Rückgänge der Produktion in anderen Branchen gut auffangen. Deutschland ist damit etwas besser durch das erste Jahr der Pandemie gekommen als zuerst gedacht. Aktien vieler Branchen sowie zahlreiche CFDs sind auch bei XTB handelbar.

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BIP stieg im vierten Quartal etwas stärker

Depotvergleich.com Icon ChecklisteIm vierten Quartal 2020 stieg das Bruttoinlandsprodukt laut dem Statistischen Bundesamt um 0,3 Prozent. Zunächst war man von einem Plus von lediglich 0,1 Prozent ausgegangen. Im gesamten Jahr schrumpfte die Wirtschaft nur um 4,9 Prozent. Zuvor gingen die Statistiker von fünf Prozent aus. Aufgrund dieser positiveren Zahlen wurde auch der Staatshaushalt weniger stark belastet als zunächst gedacht. Dies ist dennoch der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise.

Auch die staatlichen Ausgaben stiegen, allerdings nicht so stark wie befürchtet. Bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen überstiegen die Ausgaben die Einnahmen um 139,6 Milliarden Euro. Zuvor ging das Statistische Bundesamt von 158,2 Milliarden aus. Mit Blick auf die Gesamtwirtschaftsleistung betrug das Haushaltsdefizit im letzten Jahr damit 4,2 Prozent. Dies war das zweithöchste Minus seit der Wiedervereinigung. Lediglich im Jahr 1995 war das Minus höher, als die Schulden der Treuhand in den Staatshaushalt übernommen wurden. Zuletzt gab es 2011 ein Haushaltsdefizit. Der Fehlbetrag im Staatshaushalt entspricht 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Wirtschaft wuchs stärker als erwartet

Milliarden für Hilfspakete

Insgesamt wurden im letzten Jahr Milliarden für Hilfspakete ausgegeben. Die Einnahmen sanken dagegen. Das Steueraufkommen ging deutlich zurück, auch aufgrund der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung. Der Bund erlitt ein Minus von 86,6 Milliarden Euro. Bei den Sozialversicherungen betrug das Minus 33,7 Milliarden Euro und bei den Bundesländern 18 Milliarden Euro. Bei den Gemeinden lag das Minus nur bei 1,3 Milliarden Euro, da sie höhere Zahlungen von Bund und Ländern erhielten.

Ein Strafverfahren seitens der EU-Kommisson droht nicht. Die EU-Staaten setzten zum ersten Mal die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts aus. Dies gilt auch für das laufende Jahr. Die Vorgaben sehen eigentlich vor, dass das Haushaltsdefizit nicht mehr als drei Prozent betragen darf. Zudem darf die Gesamtverschuldung 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht übersteigen.

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Exporte stützen die Wirtschaft

Depotvergleich.com Icon UmzugExporte und das Baugewerbe stützten die bessere wirtschaftliche Entwicklung im vierten Quartal. Die Konsumausgaben sanken jedoch um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im Frühjahr 2020 erlitt die deutsche Wirtschaft einen historischen Einbruch, erholte sich jedoch im Sommer wieder. Die verschärften Lockdown-Regeln bremsten dann die Erholung aber wieder. Zum Jahresende hin ging das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres zurück.

Ökonomen und die Bundesregierung gehen davon aus, dass sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres wieder erholen wird. Für das erste Quartal ist jedoch von einem Einbruch auszugehen. Die aktuellen Lockdown-Regelungen gelten noch bis zum 7. März. Die Bundesregierung geht derzeit für das gesamte Jahr von einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent aus. Noch im Herbst hoffte man auf 4,4 Prozent.

Deutsche Wirtschaft wuchs stärker als erwartet

Risiko durch dritte Pandemie-Welle

Ein großes Risiko stellt aber eine denkbare dritte Corona-Welle dar. Auch Lars Feld, der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, sagte kürzlich, dass man viele Pläne aufstellen könne, die aber hinfällig sind, wenn die dritte Welle kommt. Bis zum Vorkrisenniveau ist es ohnehin noch ein weiter Weg. Die Zahlen aus 2019 werden wohl erst 2022 wieder erreicht. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent in diesem Jahr dürfte aber auch den Fehlbetrag im Staatshaushalt wieder senken.

Dennoch hoffen Experten darauf, dass eine steigende Immunisierung zum Frühling hin zu Lockerungen führt, auch in der Gastronomie. Dann könnten die Dienstleistungen im zweiten Quartal wieder einen Beitrag zur Konjunktur leisten. Werden spätestens im dritten Quartal alle größeren Einschränkungen aufgehoben, könnte dies einen enormen Schub für die Wirtschaft bedeuten.

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Industrie optimistischer

Depotvergleich.com Icon Daumen hochDie Industrie zeigt sich ebenfalls optimistisch. Laut einer Sonderauswertung der letzten Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) gehen 37 Prozent der befragten Unternehmen für die nächsten zwölf Monaten von Zuwächsen beim Umsatz aus. 23 Prozent bereiten sich auf Umsatzrückgänge vor. Im letzten Jahr erlitt die Industrie einen Produktionseinbruch von elf Prozent. In der DIHK-Umfrage bewerten 31 Prozent der Firmen ihre Geschäftslage gut. Im Herbst waren dies nur 23 Prozent. An der Umfrage Anfang 2021 nahmen fast 8.000 Industrieunternehmen teil.

Rund um den ersten März stehen bereits erste Lockerungen an. Friseure dürfen wieder öffnen und auch die Gartencenter von Baumärkten sind bald wieder für Privatkunden offen. In einigen Bundesländern gibt es sogar im Handel Lockerungen. Geschäfte dürfen nach vorheriger Terminvergabe für einzelnen Kunden öffnen („Click & Meet“).

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Unternehmen fordern Lockerungen

Sicher wird auch bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer der Einzelhandel wieder Thema sein. Ab dem 8. März könnten in Regionen mit einer 7TageInzidenz von weniger als 35 wieder einige Läden öffnen.

Der Druck auf die Verantwortlichen wächst. Einige Unternehmen sind bereits vor Gericht gezogen, um ein Ende der Schließungen zu erwirken. MediaMarktSaturn stellte beispielsweise beim Oberverwaltungsgericht Münster einen Eilantrag, um die Schließungen in Nordrhein-Westfalen aufzuheben, und will auch in anderen Bundesländern vor Gericht gehen.

Andere Handelsketten, Modeunternehmen und Betreiber von Einkaufszentren fordern eine Öffnungsperspektive für den Einzelhandel. Heinrich Deichmann, der Chef des bekannten Schuhhändlers, sieht Einzelhändler mehr und mehr in einer gefährlichen Situation und befürchtet, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.

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Bald Start für „Click & Meet“?

Depotvergleich.com Icon AnfängerRheinland-Pfalz will nun ab dem 1. März mit „Click & Meet“ starten. Dies ist letztendlich eine Erweiterung des „Click & Collect“-Prinzips, dass viele Geschäfte in den letzten Monaten umgesetzt hatten. Mit Maske und Kontakterfassung darf in Rheinland-Pfalz bald wohl ein Hausstand beispielsweise in einem Bekleidungsgeschäft einkaufen. Auch in anderen Bundesländern denkt man über diesen Vorschlag nach. Die Details – beispielsweise, wie viele Menschen letztendlich ins Geschäft dürfen – sind jedoch noch unklar.

„Click & Meet“ oder auch Einkaufsgutscheine könnten ein Lichtblick für den Einzelhandel sein. Thomas Scherer, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands (HDE) Rheinland-Pfalz, sagte, dass dies schon länger als Übergangslösung gefordert wurde. Scherer sieht in diesem Konzept eine Chance für kleinere Läden.

Bei größeren Geschäften ist bisher unklar, ob das Konzept wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Händler müssen Personal, Strom und andere Kosten decken. Auf der anderen Seite ist der Erfolg nur schwer messbar. Dazu kommt, dass die Maßnahme zunächst nur für zwei Wochen vorgesehen ist. Daher stellt sich die Frage, ob sich „Click & Meet“ wirklich für alle Einzelhändler lohnt.

Wirtschaft wuchs stärker

Einheitliches Vorgehen gefordert

Denkbar ist auch, dass Kunden lediglich zur Beratung ins Geschäft kommen, aber am Ende nichts kaufen. Bisher gibt es noch keine bundesweit einheitlichen Regelungen. Das Konzept „Click & Meet“ wird aber weiter diskutiert. HDE-Bundesgeschäftsführer Stefan Genth warnte zuletzt vor einem Chaos bei Geschäftsöffnungen und forderte ein einheitliches und transparentes Konzept.

Zudem ist unklar, für welche Geschäfte diese Regelungen gelten könnten. Als Beispiel werden Brautmoden-Geschäfte genannt. Unter anderem forderte aber Carsten Linnemann, der stellvertretende Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dass die Regel auch für andere Einzelhändler gelten sollte, wenn Abstände eingehalten werden können und eine Nachverfolgung möglich ist.

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Fazit: Wirtschaft kam besser durch die Krise als gedacht

Depotvergleich.com Icon FazitLaut dem Statistischen Bundesamt fielen die Zahlen für 2020 etwas besser aus als zunächst gedacht. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Schlussquartal um 0,3 Prozent und auf das Gesamtjahr bezogen stand nur ein Minus von 4,9 Prozent unter dem Strich. Auch wenn das erste Quartal wohl noch schwach ausfällt, könnte sich die Konjunktur im Jahresverlauf wieder erholen.

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