„Zertifikate Awards 2014“: Die Publikums-Sieger!

Die „Zertifikate Awards 2014“ sind vor wenigen Tagen vergeben worden – natürlich hat mich interessiert, in welcher Kategorie die Jury welchen Emittenten den Spitzenplatz einräumte. In insgesamt 10 Kategorien wurden die Sieger von der Jury bestimmt. Wer welche Kategorie gewonnen hat, finden Sie in meinem Beitrag

Gewinner der Zertifikate Awards 2014 stehen fest

Im Rahmen der „Zertifikate Awards 2014“ gab es aber auch ein sogenanntes Publikums-Votum – und das möchte ich hiermit genauer beleuchten.

Naturgemäß haben die Emittenten selber und die Privatanleger einen anderen Fokus. Was interessiert mich als Privatanleger die Höhe des emittierten Volumens bei einem bestimmten Schein, solang der Emittent regelmäßig saubere Quotes stellt?

Da bei den „Zertifikate Awards 2014“ laut Angaben des Veranstalters knapp 6.000 Leser abgestimmt haben sowie insgesamt rund 15.500 Voten gaben, habe ich mir die Ergebnisse mit Interesse angeschaut.

Zertifikate AwardsQuelle: Veranstalter

Inhaltsverzeichnis

  • Zunächst die Kernfrage – wer ist das Zertifikatehaus des Jahres?
    • Ein Zertifikat ist letztlich eine Schuldverschreibung des Emittenten. Zahlungen hängen deshalb von dessen Kreditwürdigkeit ab.
    • Klarstellung
    • Michael Vaupel

Zunächst die Kernfrage – wer ist das Zertifikatehaus des Jahres?

Auf den ersten drei Plätzen landeten:

  • Platz 1: DZ Bank (32,8%)
  • Platz 2: Commerzbank (28,6%)
  • Platz 3: Deutsche Bank (27,3%)

Quelle: Zertifikate Awards 2014

Interessant fand ich, dass die Leser auch ein konkretes Zertifikat auswählen und als „Zertifikat des Jahres“ bestimmen konnten. Das lässt natürlich Rückschlüsse über die Risikopräferenzen der Leser zu – und da diese breit gestreut waren, dürften sie durchaus eine Einschätzung breiter Anlegerschichten ermöglichen. Konkret:

  • Platz 1: Die „Aktienanleihen Chance“ der Commerzbank waren am beliebtesten (41,4%)
  • Platz 2: Ein Teilschutz-Zertifikat (90%) auf die Münchner Rück von HSBC Trinkaus landete auf Platz 2 (27,0%)
  • Platz 3: Eine Aktienmarktanleihe mit 75% Kapitalschutz der NORDLB gewann Platz 3.

Das sieht mir doch alles recht konservativ aus – interessant zur Einschätzung der aktuellen Stimmungslage der Privatanleger, welche abgestimmt haben. Ich würde beim Thema „Kapitalschutz“ aber auch das Emittenten-Risiko im Auge behalten. Denn was nützt eine Kapitalgarantie des Emittenten, wenn dieser selbst zahlungsunfähig wird? Bitte vergessen Sie nicht:

Ein Zertifikat ist letztlich eine Schuldverschreibung des Emittenten. Zahlungen hängen deshalb von dessen Kreditwürdigkeit ab.

Dann schaute ich noch mit Interesse auf die Wertung „Bester Online-Broker“. Bei Tausenden Lesern kann sich so gewissermaßen „Schwarm-Intelligenz“ zeigen. Kleinere Fehler von Emittenten können sich so wiederspiegeln. Die Ergebnisse:

Mein Fazit: Keine großen Überraschungen, aber durchaus lesenswert – die Ergebnisse des „Publikums-Votums“ beim Zertifikate Award 2014!

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit Zertifikaten zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Michael Vaupel

Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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