Wirecard Aktie: Die Wirecard AG

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.05.2020


Die Wirecard AG wurde im Jahr 1999 als börsenorientierte Zahlungsdienstleistungsfirma unter dem Namen InfoGenie AG gegründet. Die Umfirmierung der Gesellschaft erfolgte im März 2005. Das Unternehmen hat mit mehr als 5.000 Mitarbeitern seinen Sitz in Aschheim bei München.

Wirecard gilt als international führender Innovationstreiber für digitale Finanztechnologie, bietet die Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten sowie elektronische Payment-Lösungen. Zu den Tochterunternehmen der Wirecard AG zählen zum Beispiel die Contigua GmbH und die CLICK2PAY GmbH. Die Wirecard Aktie wird seit dem 24. September 2018 am DAX gehandelt.

Eckdaten zu Wirecard

  • Unternehmen: Wirecard AG
  • Gründung: Jahr 1999
  • Branche: Zahlungsdienstleistungen
  • Sitz: Aschheim bei München
  • CEO: Markus Braun (von 2002 bis heute)
  • Umsatz: 2,8 Milliarden Euro (Stand: 2020)
  • Mitarbeiter: mehr als 5.300 weltweit

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Wirecard AG: Wer steht hinter dem ePayment-Anbieter?

Digitale Zahlungssysteme erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Menschen nutzen ihr Smartphone, um im Internet oder Handel Services und Waren zu bezahlen. Dies wird unter anderem durch die Produkte und Hilfe der Wirecard AG möglich. Das bei München ansässige Unternehmen gilt als Spezialist für Outsourcing Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Dementsprechend profitiert Wirecard vom aktuellen ePayment-Trend.

Die Wirecard AG, die bis März 2005 noch als InfoGenie AG tätig war, wurde im Jahr 1999 in Bayern gegründet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Aschheim und bietet innovative Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Zu den Services des Unternehmens zählen ferner die Akzeptanz und Herausgabe von Kreditkarten. Bei der Wirecard Bank AG handelt es sich um ein Tochterunternehmen, das darüber hinaus über eine deutsche Bank-Lizenz verfügt.

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Die Geschichte der Wirecard AG

Die InfoGenie AG, das Vorgänger-Unternehmen der Wirecard AG, deren Headquarter in Berlin war, wurde im Jahr 2000 beim Börsengang im Bereich „Neuer Markt“ gelistet. Das Unternehmen bot Telefon-Hotlines im Ratgeberbereich an. Die Aktien der InfoGenie AG wurde nach starken Kursverlusten zu einem sogenannten Pennystock. Aus diesem Grund wollte die Deutsche Börse das Papier im zuvor gelisteten Börsensegment „Neuer Markt“ ausschließen. Dies konnte jedoch mittels Gerichtsbeschluss im Jahr 2002 abgewendet werden.

Zum 1. Januar 2005 wurde schließlich durch Kapitalerhöhung die Wirecard in die InfoGenie AG eingebracht und anschließend umbenannt. Durch die Namensänderung in der Firmenstruktur wurde Wirecard durch ein Reverse IPO eine im „Prime Standard“ gelistete AG.

Wirecard Übernahmen

Das Unternehmen Wirecard schloss mehrere Übernahmen, um seine globale Präsenz zu erweitern. Nachfolgend finden Sie einen kurzen Überblick einiger Übernahmen:

Citi Prepaid Card Service: Am 3. September 2017 wurde die Übernahme erfolgreich abgeschlossen. Die Wirecard AG erweiterte damit ihre globale Präsenz in den nordamerikanischen Markt.

Moip: Am 22. Februar 2016 vollzog die Wirecard AG die Übernahme des brasilianischen Zahlungsdienstleisters Moip, um somit die Expansion nach Südamerika umzusetzen.

Great Indian (GI) Retail Group: Am 27. Oktober 2015 wurde die Übernahme bekanntgegeben. Diese ermöglichte einen Einstieg in den südostasiatischen und indischen Markt.

Provus Group: Die Wirecard Gruppe übernahm Anteile an der Provus Group. Rumänien weist nach Angaben des Unternehmens die höchste Wachstumsrate für Kartenzahlungen auf und kann sich in diesem Markt durch die Übernahme erweitern.

PT Prima Vista: Bei dem PT Prima Vista Solusi Unternehmen handelte es sich um einen der führenden Anbieter der innovativen Lösungen für Technologien, den Netzbetrieb und Zahlungsverkehr in Indonesien. Die Wirecard Gruppe vereinbarte am 16. August 2012 den Erwerb an dem Unternehmen für rund 39,7 Millionen Euro.

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Services und Dienstleistungen der Wirecard AG im Überblick

Die Wirecard AG bietet seit dem Jahr 2000 im Sektor der bargeldlosen Zahlungsdienstleistung, insbesondere in der Zahlungsabwicklung, neueste Technologien an. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen auch bei der Entwicklung und Durchsetzung internationaler Payment-Strategien für unterschiedliche Vertriebskanäle.

Folgende Serviceleistungen zählen zum Leistungsportfolio der Wirecard AG:

  • eCommerce
  • Mobiles Bezahlen
  • Finanztechnologie
  • Digitalisierung im Einzelhandel

Die einzelnen Geschäftsbereiche des unabhängigen Anbieters von ePayment-Lösungen genauer erklärt:

1. eCommerce

Wirecard unterstützt im Bereich Online-Shopping Händler und trägt Sorge für die Zahlungsgarantie. In diesem Zusammenhang überprüft Wirecard die Bonität der Kunden und versichert deren Zahlung nach erfolgter Kreditwürdigkeitsprüfung auch bei tatsächlichem Zahlungsausfall. Wirecard behält sich für die damit verbundenen Risiken von den Händlern höchstens 2 Prozent der Zahlungssumme als Sicherheit ein. Der Haupttätigkeitsbereich ist der Tourismus- und Reisesektor.

Die Wirecard AG übernimmt seit 2007 zum Beispiel die Abwicklung von Onlinezahlungen und die Bonitätsprüfung in Echtzeit für den Reiseanbieter TUI sowie seit 2014 auch für die KLM Royal Dutch Airlines.

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Die Vorteile des Wirecard Online Banking sind:

  • Profitabel: Höhere Kundenzufriedenheit aufgrund schneller und sicherer Bezahlmethode
  • Sicher: Minimiertes Ausfallrisiko durch sofortige Zahlungsbestätigung bzw. Bonitätsprüfung
  • Schnell: Autorisierung der Zahlung in Echtzeit
  • International: Globale Reichweite

Übersicht der Bezahlverfahren der Wirecard AG:

Die Bezahlverfahren für Sofort- und Onlineüberweisungen umfassen die Kontinente Australien, Asien, Südamerika, Europa sowie Ozeanien. Dazu zählen:

  • Giropay (Deutschland)
  • eps (Österreich)
  • iDEAL (Niederlande)
  • Bancontact, Mister Cash (Belgien)
  • Débito Bradesco (Brasilien)
  • eKonto (Tschechien)
  • Trustly (Schweden, Finnland, Estland, Polen)
  • com (Singapur, Philippinen, Malaysia)
  • CIMB Clicks (Singapur, Philippinen, Malaysia)

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2. Mobiles Bezahlen

Inzwischen zählt das mobile Bezahlen zum Kerngeschäft der Wirecard AG. Bereits seit 2015 bietet das Unternehmen für bargeldlose Zahlungsvorgänge die App boon. an, die auf einer virtuellen Kreditkarte basiert. Sie ist in den Ländern Deutschland, Österreich, Spanien, Belgien, Irland, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien, China, und den Niederlanden verfügbar.

Was kann die mobile Anwendung boon. von Wirecard? Die App ermöglicht den Nutzern das bargeldlose Bezahlen per NFC-Technologie. Um dies zu ermöglichen, werden die Bluetooth-Low-Energy-Technik (BLE) und die Host-Card-Emulation-Technik (HCE) genutzt. Möglich ist darüber hinaus eine Zahlungsabwicklung mittels QR-Code. Die Applikation enthält seit 2018 auch eine Funktion, die Direktüberweisungen zwischen zwei Nutzern ermöglicht.

3. Finanztechnologie

Eines der neueren Geschäftsfelder der Wirecard AG ist der Bereich der Finanztechnologie. Geschäftskunden der Mizuho Financial Group können seit dem ersten Quartal 2018 Kartenausgabedienste im asiatischen Raum nutzen. Im zweiten Quartal 2018 kam es zu einer Kooperation mit der französischen Großbank CAPS (Unit Crédit Agricole Payment Services) bei Projekten im elektronischen Payment Bereich. Seit dem zweiten Quartal 2019 werden die Zahlungsvorgänge der japanischen Fluggesellschaft ANA digitalisiert.

4. Digitalisierung im Einzelhandel

Wirecard ist jedoch nicht nur online, sondern auch im stationären Handel aktiv. So unterstützt die Gesellschaft die Händler bei der Integration von digitalen Zahlungsmethoden im stationären Einzelhandel. Ein aktuelles Projekt von Wirecard ist das Connected Store Projekt, bei welchem die erhobene Datenmenge von KI, Kameras, Wagen und Sensoren vereint werden und auf diese Weise eine Zahlung ohne Kassa möglich machen sollen. Diese quasi unsichtbare Bezahlung soll biometrische Kundendaten nutzen und beim Verlassen des Geschäfts geschehen. Die Serviceleistungen für Einzel- und Onlinehändler machen rund 50 Prozent des Unternehmensumsatzes aus.

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Die Wirecard Bank AG

Die Wirecard Bank AG ist seit dem Jahr 2006 Teil der Wirecard AG und verfügt über eine deutsche Vollbanklizenz. Als Tochterunternehmen der Wirecard AG greift sie auf umfassendes Know-how im Bereich eCommerce sowie innovative technische Lösungen zurück. Die Aktiengesellschaft zählt zu den weltweit führenden unabhängigen Anbietern von White-Label- und Outsourcing-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr und hilft Unternehmen, elektronische Zahlungen aus sämtlichen Vertriebskanälen anzunehmen.

Die Wirecard Bank bietet maßgeschneiderte Leistungen und Lösungen für Geschäfts- und Privatkunden. Das Serviceangebot richtet sich dabei sowohl an Käufer und Kunden als auch an Betreiber von Onlineshops und Unternehmen, die am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen wollen.

Dabei bietet die Wirecard Bank alles aus einer Hand: Karten, Kontoführung, Bezahlsysteme, Private und Corporate Banking und vieles mehr. Die Wirecard Gruppe stellt für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von mobilen Zahlungslösungen oder Karten den Unternehmen die vollständige Infrastruktur einschließlich der nötigen Lizenzen für Konto- und Kartenprodukte zur Verfügung. Die Kunden können sich dabei bei ihren Bankgeschäften weltweit oder national auf die Sicherheitsstandards einer deutschen Vollbank verlassen.

Ferner ist die Wirecard Bank ein Mitglied von JCB International, MasterCard und Visa und besitzt darüber hinaus die Lizenz, Karten auszugeben (Issuing) und Kreditkarten-Akzeptanz-Verträge abzuschließen (Acquiring). Zudem vertreibt die Bank auch eigene Karten wie die mywirecard Kartenfamilie und das Prepaid Trio für Privatkunden.

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Details zur Wirecard Bank

KlassifizierungDirektbank
Land der EinlagensicherungDeutschland
Höhe der Einlagensicherung6.024.000 Euro
EinlagensicherungssystemEinlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken
Beschreibung der EinlagensicherungKundeneinlagen sind bis zu 15 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der ausgebenden Bank abgesichert.

Wirecard Aktienkurs: Die Wirecard AG an der Börse

Die 1999 gegründete Wirecard AG ging bereits im Jahr 2000 an die Börse. Rund sechs Jahre später wurde die Wirecard Bank in die Unternehmensgruppe eingebunden. Einige Monate darauf startete man mit dem Prepaid Bezahldienst mywirecard. Im Jahr 2010 führte das Unternehmen schließlich eine eigene Kreditkarte mit der Bezeichnung mywirecard 2Go ein.

Die Wirecard Aktie zählt zu den 100 sichersten und langfristig erfolgreichsten Aktien der Welt. Das Wertpapier hat seit der Erstempfehlung im Jahr 2002 rund 226 Prozent gewonnen.

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Die wichtigsten Börsengeschehen im Überblick

Der Fall der Wirecard Aktie ist genauso spannend wie ihre bisherige Entwicklung. Die Aktie kletterte innerhalb von zehn Jahren von anfänglich 4 Euro auf etwa 200 Euro. Ab September 2018 verhielt sie sich jedoch wie kaum ein anderer in den Deutschen Aktienindex aufgestiegener Aktientitel eines findigen Unternehmens. Die Performance erinnert vielmehr an einen unruhigen Pennystock-Kandidaten. Zunächst fiel der Wirecard Kurs bis Jahresende auf 127 Euro, erholte sich und sank dann innerhalb kurzer Zeit wiederum auf 86,28 Euro ab, was einem Verlust von insgesamt 120 Prozent entspricht.

Auch Hedgefonds wetterten zuletzt noch in großem Ausmaß gegen die Wirecard Aktie. Das Unternehmen sieht sich von mehreren Seiten unter Beschuss: Massive Vorwürfe wegen vermeintlich finanzieller Tricksereien, verschreckte Anleger und Leerverkäufer. Indes geben die Unternehmenszahlen Anlass zum Optimismus. Das erste Quartal 2020 deutet auf einen neuen Rekord hin. Der Umsatz kletterte um 38 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet das Unternehmen weiterhin einen Betriebsgewinn von rund 1 Milliarde Euro.

 

November 2019Im November 2019 verbündete sich die Wirecard AG mit dem chinesischem Zahlungsdienstleister YeePay. Für das deutsche Unternehmen bedeutete dies ein potenzielles Transaktionsvolumen von über 17 Milliarden Euro. Nach Ankündigung der neuen Kooperation verzeichnete die Wirecard Aktie ein Plus von 0,95 Prozent und stieg damit wieder auf über 121 Euro.
Oktober 2019Im Oktober 2019 startete Wirecard ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro. Der Wirecard Aktienkurs fiel damit von 142 Euro auf unter 112 Euro.
Januar, Februar 2019In diesem Zeitraum fiel die Aktie von Wirecard von 167 Euro auf unter 86 Euro. Der Grund hierfür war ein Bericht in der Financial Times, in dem über angeblich unlautere Geschäftsgebaren von Mitarbeitern in Singapur berichtet wurde. Das Unternehmen klagte anschließend und erwirkte eine Unterlassung der Berichterstattung sowie Entschädigungszahlungen.
Februar 2017Im Februar berichtete das Manager Magazin über eine intransparente Bilanzierung bei der Wirecard AG. Daraufhin fiel das Wertpapier um ganze 8 Prozent. Die Vorwürfe wurden als unbegründet zurückgewiesen.
Februar 2016Der Kurs der Wirecard Aktie sank nach der Veröffentlichung eines Berichts des Analysezentrums Zatarra Research & Investigation stark ab. Wirecard warf dem Unternehmen versuchte Kursmanipulation sowie illegale Praktiken vor.
April 2010Um mehr als 30 Prozent fiel die Aktie im April 2010 nach einer Falschmeldung des Nachrichtenportals Goldman, Morgenstern & Partners. Das durch die BaFin sofort eingeleitete Verfahren wurde aufgrund mangelnder Beweise wieder eingestellt.
Sommer 2008Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) warf dem Unternehmen eine falsche Bilanzierung vor. Später wurde bekannt, dass Mitglieder der SdK vor Bekanntmachung der Bilanzdefizite über Differenzkontrakte auf fallende Kurse spekuliert hatten. In Folge dessen fiel die Wirecard Aktie um fast 70 Prozent.

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Darum profitiert die Wirecard AG vom Boom bei Kryptowährungen

Für die bei München ansässige Wirecard AG bedeutet die wachsende Popularität von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum ein interessanter Zukunftsmarkt. Somit dürfte es mit der TenX-Karte nicht bei der einzigen Krypto-Karte bleiben.

Zur Erklärung: Durch die Kooperation von Wirecard mit TenX erschließt das Unternehmen einen neuen Geschäftszweig. Mit Hilfe der TenX-Karte können Nutzer die digitale Währung Bitcoin und bald auch andere Kryptowährungen wie zum Beispiel Dash oder Ripple im Handel ausgeben. Dies ist überall dort möglich, wo auch Visa akzeptiert wird. Weltweit sind das derzeit mehr als 36 Millionen Akzeptanzstellen.

Für die nächsten Monate und Jahre erwarten Marktbeobachter Nachahmer, die vermutlich ähnliche Karten auf den Markt bringen werden, um das Bezahlen mit Kryptowährungen im klassischen Handel zu erleichtern. Von diesem Trend könnte auch Wirecard profitieren, da die Kartenausgabe schließlich zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehört. Indes profitieren auch Zahlungsspezialisten wie Square und PayPal vom langfristigen Zukunftstrend „Bargeldloses Bezahlen“. Anlegern ist es daher zu empfehlen, alle drei Anbieter im Auge zu behalten.

Derzeit will die Wirecard AG zusammen mit TenX den internationalen Markt erobern. Zwar arbeitet TenX an einer eigenen Bank Lizenz. Doch bis diese vorliegt, ist das junge Unternehmen noch auf die Hilfe der Wirecard AG angewiesen.

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Kooperation mit dem chinesischen Payment-Unternehmen YeePay

Im November 2019 ging die Wirecard AG mit dem chinesischen Unternehmen YeePay, einem auf den Reisebereich spezialisierten Finanzdienstleister, eine Kooperation ein. Bisher arbeitete YeePay mit sämtlichen kommerziellen Reisebüros und Fluggesellschaften in China zusammen. Mit der Partnerschaft wollen sowohl YeePay als auch Wirecard auch in Zukunft fortgeschrittene Bezahlprozesse global anbieten. Vorwiegend unterstützt Wirecard vor allem YeePay Kunden der Reisebranche dabei, ihr Geschäft auch außerhalb Chinas zu internationalisieren.

Bei Wirecard handelt es sich bereits um einen der führenden Acquirer für internationale Fluggesellschaften außerhalb Chinas. Das Unternehmen arbeitet mit mehr als 100 anderen Fluggesellschaften zusammen. Das zusätzliche potenzielle Transaktionsvolumen für Wirecard beträgt aus der Zusammenarbeit mit YeePay über 17 Milliarden Euro pro Jahr. Anleger scheinen davon begeistert zu sein. Nach Ankündigung der Kooperation kletterte die Wirecard Aktie am DAX um 0,95 Prozent auf über 121 Euro. Trotz des turbulenten Aktienjahres 2019, wächst die Wirecard Aktie bis dato stetig weiter.

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Wirecard Aktie: Darum könnte das dreistellige Kursniveau erst der Anfang sein

Im April 2020 hat die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) im freundlichen Gesamtmarkt einen großen Meilenstein erreicht – sie hat die Dreistelligkeit zurückerlangt. Aktuell notieren die Anteilsscheine des Zahlungsdienstleisters bei 111,00 Euro (8.04.2020). Dabei handelt es sich um ein Kursniveau, von dem man innerhalb des Crashs weit entfernt gewesen ist.

Dabei erscheint kurzfristig vieles möglich und auch ein gewisses Abwärtspotenzial ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Höhere Kursniveaus sind nach Meinungen von Experten langfristig jedoch durchaus wahrscheinlich. Dafür sprechen einige relevante Aspekte.

1. Der Geschäftsbericht der Wirtschaftsprüfer von KPMG

Ein erster Grund, warum es mit der Wirecard Aktie weiterhin aufwärts gehen könnte, ist die Beseitigung der kurzweiligen Unsicherheiten. Der Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfer von KPMG soll Licht ins Dunkel bringen. Dabei handelt es sich um einen Bericht, der das Wertpapier des Unternehmens stark beeinflussen könnte.

Mit dem Bericht wird das Unternehmen sein Zahlenwerk für das kritische Jahr 2017 erneut testiert haben. Es soll mehr Fokus auf den operativen Alltag ermöglichen und Kritiker zum Schweigen bringen. Bereits im Vorfeld gab es erste Meldungen, die gezeigt haben, dass das Unternehmen in Bezug auf diese Ergebnisse wohl wenig zu befürchten hat. Die Prüfungen sind zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht fertig gewesen, bis heute musste das Unternehmen aber noch keine Ad-hoc-Meldung herausgegeben. Ein positives Indiz, dass Anleger hier nicht doch noch negativ überrascht werden.

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2. Die Zahlen bestätigen die Prognose

Ein weiterer Grund, der für einen weiteren Anstieg der Kurse sorgen dürfte, hängt zudem mit den aktuellen Quartalszahlen zusammen. In diesem Jahr hat die Wirecard AG erneut bestätigt, dass die Voraussage für das laufende Geschäftsjahr nicht revidiert werden muss. Der DAX-Konzern rechnet demnach noch immer mit einem operativen Ergebnis von rund 1 Milliarde Euro, was wiederum einem zweistelligen Wachstum entsprechen würde.

Neue Quartalszahlen, die das Erreichen dieser Größe wahrscheinlich werden lassen, können dem Unternehmen auch einen Kurssprung einbringen. Zumal das Erreichen dieser Zielmarke und eine solche Prognose die Bewertung wiederum preiswert erscheinen lassen würde. Das Unternehmen wird im Augenblick schließlich mit einer Marktkapitalisierung von ungefähr 14 Milliarden Euro bewertet. Die Bewertung in 2020 belief sich trotz zweistelliger Wachstumsraten somit nur auf das ungefähr 14-Fache des operativen Ergebnisses, was noch immer sehr preiswert wäre.

3. Die Macht der Überraschungen

Zu guter Letzt könnte es bei Wirecard auch Überraschungen geben. Es wäre nicht das erste Mal. Ganz gleich, ob es sich um ein neues Produkt handelt oder eine große strategische Partnerschaft.

Auch die entsprechenden Prognosen unterliegen für viele Anleger immer einem gewissen Vorbehalt. Das Management konnte in vielen Jahren die eigenen Zielvorgaben sogar noch übertrumpfen. Natürlich sollte man sich in Zeiten des Coronavirus und in dieser Handelsperiode nicht zwingend darauf verlassen. Mittelfristig sollte allerdings auch weiterhin die Möglichkeit bestehen, dass zumindest die Prognose des Ende 2025 zu vorsichtig erscheint. Die Wirecard AG bleibt nach wie vor eine dynamische Wachstumsgeschichte und Überraschungspotenzial, das für Kursausschläge sorgt, ist ausreichend vorhanden.

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Die Vor- und Nachteile einer Investition in Wirecard

Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin führte 2019 ein Verbot der Short-Positionen auf die Wirecard Aktien ein. Am 18. April 2019, nach zwei Monaten, wurde dieses wieder aufgehoben. Es galt lediglich für die Leerverkäufe (Shortselling) in den Aktien selbst und nicht für Derivate wie beispielsweise Hebelzertifikate, Optionsscheine und CFDs.

Die Wirecard AG wurde schon mehrfach Kursmanipulationen ausgesetzt, erholte sich aber immer wieder, insbesondere durch neue Partnerschaften und Übernahmen und die Erweiterung seiner globalen Präsenz. Über Monate und Jahre schafften die Wirecard Aktien einen guten Aufwärtstrend. Grund dafür seien die grünen Zahlen bei den Geschäftsberichten, Online-Handel Wachstum und die mehrfachen Übernahmen.

Wirecard bleibt eine spannende Aktie

Die Aktie des Unternehmens Wirecard wird somit auch in Zukunft eine spannende Angelegenheit sein. Sofern sich das Wachstum wie vorgesehen fortsetzt, ist für höhere Kursniveaus bereits ein wichtiger Grundstein gelegt. Mittelfristig können Überraschungen möglich sein. Ob es weitere im laufenden Geschäftsjahr 2020 geben wird, bleibt abzuwarten.

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Wirecard: Weltweit führender Komplettanbieter

Bei Wirecard handelt es sich um einen der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von White-Label- und Outsourcing-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Die Wirecard Gruppe bietet verschiedene Dienstleistungen und Produkte rund um den digitalen Zahlungsverkehr, mit dem Ziel, international Konsumenten und Unternehmen die reibungslose und sichere Abwicklung elektronischer Zahlungen zu ermöglichen.

Das Serviceangebot der Wirecard AG umfasst mehr als 85 Zahlungs- und Risikomanagement-Lösungen. Das Unternehmen unterstützt weltweit mehr als 25.000 Bestandskunden aus diversen Branchen bei der Automatisierung der Zahlungsprozesse. Die zentrale Wirecard Plattform ermöglicht so das Outsourcing vieler Finanzprozesse, angefangen bei der Abwicklung elektronischer Zahlungen über die Kunden- und Transaktionsprüfung bis hin zu Supportleistungen im Bereich E-Mail- und Callcenter-Management.

Die Wirecard AG bietet darüber hinaus ein umfassendes und breites Spektrum an professionellen Fraud-Protection-Tools. Die Wirecard Lösungen erkennen, voll integriert in den Bezahlprozess, Risiken und Gefahren schon bei der Zahlungseinrichtung.

Die Serviceleistungen des Tochterunternehmens Wirecard Bank AG ergänzen das Angebotsportfolio für Geschäftskunden um innovative Prepaid-Kartenprodukte, Bankdienstleistungen sowie Kreditkartenakzeptanz-Verträge. Die Wirecard AG ist an der Wertpapierbörse Frankfurt notiert (ISIN DE0007472060, TecDAX).

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