Signifikante Abflüsse bei Anleihen ETFs!

Nachdem ich mich letztens mit den Trends am ETF Markt beschäftigt hatte – siehe mein Beitrag:

Aktuelle Entwicklungen am ETF-Markt

habe ich mir die allerneuesten Zahlen, welche Lyxor ETF zu den Kapitalflüssen vermeldet hat, mit Interesse angeschaut. Es geht da um die Zu- und Abflüsse in ETFs – Monat Mai. Dies ist mir dabei aufgefallen:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • ETFs auf deutsche Anleihen: Netto-Abflüsse von 83 Mio. Euro im Mai
    • Fazit: Durch die Bank Netto-Abflüsse für Anleihen-ETFs im Mai
  • ETFs: Der Blick auf die Gebühren kann sich lohnen
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
Michael Vaupel

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Zuletzt hatte ich noch berichtet, dass es bei ETFs auf deutsche Staatsanleihen im April Netto-Zuflüsse von immerhin 128 Mio. Euro gegeben hatte. Da es im März Netto-Abflüsse gegeben hatte, schrieb ich: „Damit waren deutsche Staatsanleihen trotz historisch niedrigem Zinsniveau im April offensichtlich wieder deutlich beliebter bei den Anlegern.“

ETFs auf deutsche Anleihen: Netto-Abflüsse von 83 Mio. Euro im Mai

Das kann ich direkt wieder revidieren. Denn nach den Netto-Zuflüssen von 128 Mio. Euro im April wurden für Mai Netto-Abflüsse in ETFs auf deutsche Anleihen von 83 Mio. Euro vermeldet. (Quelle der Zahlen dieses Beitrags: Lyxor ETF, Bloomberg.) Das sind für einen großen Markt wie den ETF-Markt keine gewaltigen Summen – aber ich denke, die Tendenz ist doch interessant. Die Differenz beträgt auch immerhin rund 211 Mio. Euro: Von +128 Mio. Euro im April auf -83 Mio. Euro im Mai.

Zu-/Abflüsse ETFs
Bei ETFs errechnen sich die Netto-Zuflüsse/Netto-Abflüsse errechnen, indem von den Zuflüssen die Abflüsse abgezogen werden. Um aktuelle Trends auf diesem Markt einschätzen zu können, kann sich der Blick auf diese Zahlen lohnen. Sofern unter dem Strich ein positiver Wert verbleibt, wird von einem Netto-Zufluss gesprochen. Falls als Saldo hingegen ein Minus bleibt, gab es einen Netto-Abfluss. Es sind nicht nur die absoluten Zahlen, sondern auch die Veränderungen im Zeitablauf, aus denen sich manchmal interessante Rückschlüsse ziehen lassen.

ETFs auf deutsche Anleihen waren nicht die einzigen, welche Netto-Abflüsse verzeichneten. Die ETFs auf deutsche Papiere hielten sich sogar vergleichsweise relativ gut. Zum Vergleich die ETFs auf US-Staatsanleihen: Waren im April noch über 500 Mio. Euro an Netto-Zuflüssen erfolgt, so wurden im Mai Netto-Abflüsse von 138 Mio. Euro verzeichnet. Bitte beachten Sie, dass es sich hier um den europäischen ETF Markt handelt – sprich, Zu- und Abflüsse bezogen auf die europäischen Anleger.

Und wie sah es bei den „Emerging Markets“, d.h. den Schwellenländern aus? Im April hatten ETFs auf Anleihen aus diesen Ländern Netto-Zuflüsse von 268 Mio. Euro verzeichnet. Im Mai dann ebenfalls Netto-Abflüsse, und zwar in Höhe von 225 Mio. Euro. Von +268 Mio. Euro auf -225 Mio. Euro, das ist schon ein Batzen. Zudem waren die Netto-Abflüsse von 225 Mio. Euro der höchste Netto-Abfluss der letzten 12 Monate bei ETFs auf Staatsanleihen der Emerging Markets.

Fazit: Durch die Bank Netto-Abflüsse für Anleihen-ETFs im Mai

Fazit: Im Mai waren ETFs auf Anleihen eher Ladenhüter. Es kam zu Netto-Abflüssen, und dies auch bei den unterschiedlichen abgedeckten Regionen (deutsche Anleihen, US-Anleihen, Emerging Markets-Anleihen).

ETFs: Der Blick auf die Gebühren kann sich lohnen

Noch ein Wort zu den Gebühren: Schauen Sie sich am besten genau an, wie hoch die Gebühren pro Jahr sind, wenn Sie einen Fonds kaufen möchten. Denn gerade in Zeiten niedriger Zinsen schlagen die Gebühren relativ stark zu Buche. Denn in Zeiten höherer Zinsen fressen die Gebühren einen relativ geringeren Anteil der jährlichen Rendite – doch wir leben derzeit trotz des jüngsten Zinsanstiegs immer noch in Zeiten relativ niedriger Zinsen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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