Tether Coin: Das steckt hinter TRX

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 13.01.2020


Tether, abgekürzt USDT, ist eine sogenannte Stablecoin – das heißt, der Kurs der Coin liegt fest, und ist an den US Dollar gekoppelt. Mit einem Marktvolumen von 3.706.005.396 Euro ist Tether Coin definitiv unter den Top 20 Kryptowährungen. Tether ist nicht die einzige Stablecoin, aber die populärste, und seit 2015 in Umlauf. Das Konzept hinter Tether Coin: Eben nicht volatil zu sein, sondern die Darstellung von Fiatwährungen auf der Blockchain möglich zu machen. Der Tether Coin Kurs entspricht daher immer mehr oder weniger 1 US Dollar, und schon der Name „Tether“, englisch für „anbinden“, ist Programm.

  • 1 Tether Coin = 1 US Dollar
  • Unter den Top 20 Kryptowährungen
  • Hohe Übertragungsgeschwindigkeit
  • Deckung der Coins durch angeblich die entsprechende Summe in US Dollar

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Was ist Tether Coin? Geschichte und Besonderheiten der Stablecoin

Tether Coin hieß bei seiner Entstehung in 2014 zunächst Realcoin, wurde allerdings noch im selben Jahr umbenannt. Die Entwickler Brock Piece und Reeve Collins wollten allzu enge Assoziationen mit anderen Altcoins vermeiden, denn Tether sollte zwar die Blockchain nutzen, zugleich aber ein stabiles Zahlungsmittel ohne die Volatilität anderer Kryptowährungen sein. Letztere ist ein Problem bei langfristiger Planung, etwa zur Vermögensbildung, aber auch bei der Abwicklung von Zahlungen. Die Stabilität von Tether wurde durch die Kopplung (englisch „tethering“) an den Kurs des US Dollar erreicht. Die Coins sind angeblich auch durch Dollar-Bestände gedeckt, dementsprechend gibt es keine Obergrenze möglicher USDT und auch kein Mining.
Tether vereinfacht Transaktionen zwischen Kryptobörsen, aber auch andere Zahlungen, dank seiner Stabilität gegen den US Dollar. Für Nutzer bedeutet die Coin eine Möglichkeit, schnell und kostengünstig Transfers vorzunehmen und auf die konventionellen Zahlungsmethoden verzichten zu können. Was den Euro angeht, fällt die Stabilität weniger überzeugend aus.

Tether Coin: Emittiert von Tether Limited

Hinter der Coin steht als Emittent das Unternehmen Tether Limited. Wie die Geschäftsführung angibt, sind die Coins vollständig durch US Dollar gesichert, eine Behauptung, die bisweilen angezweifelt wird – immerhin sind inzwischen 4.207.771.504 USDT in Umlauf, vier Mal so viel wie noch zu Anfang 2019. Offensichtlich zahlt sich das Prinzip, den Tether Coin Kurs an den US Dollar zu koppeln, aus, denn das Token, zunächst nicht sehr beachtet, hat im vergangenen Jahr bei der Marktkapitalisierung und dem Umlauf deutlich zugelegt. Dies trotz wiederholter Schwierigkeiten: So ermittelte die Staatsanwaltschaft von New York Anfang 2019 gegen die Börse Bitfinex, einen Partner der Tether Ltd. Zu den Vorwürfen gehörte mangelnde Transparenz bei den Angaben zur Liquidität. Für Bewegung im Kryptomarkt sorgte auch, dass Tether im September 2019 400 Mio. USDT verbrannte und damit Kursstürze bei anderen Kryptowährungen auslöste. Kritiker von Tether sehen in der Partnerschaft des Unternehmens mit Bitfinex ein Risiko für Marktmanipulationen.
Tether Coin

Der Tether Coin Hack von 2017

Jede Tether Coin Erklärung muss natürlich die Probleme der Coin berücksichtigen. Dazu gehört vor allem der Hack von 2017, in dessen Verlauf Tether Coin im Wert von 31 Mio. US Dollar gestohlen wurden. Während des Angriffs gelang Hackern der Zugriff auf ungesicherte Wallets und das Abgreifen von Tether Coin. Die Token wurden an eine bekannte Adresse gesendet – man weiß wo sie sind, kann sie allerdings nicht zurückholen. Tether entschloss sich aufgrund des Hacks zu einem Fork, um so zu verhindern, dass die gestohlenen Millionen genutzt werden konnten. Außerdem wurde die Omni Core Software verbessert und vor allem um Sicherheitsmechanismen bereichert. Tether ist längst nicht die einzige Coin, die von Hacker-Attacken betroffen ist. Blockchain-Projekte und Kryptobörsen werden immer wieder Ziel derartiger Angriffe, die mitunter erfolgreich sind. Dennoch waren die Erschütterungen auf dem Kryptomarkt infolge des Tether Hacks erheblich.

Insgesamt positive Prognose für Tether Coin

Mehr als zwei Jahre nach dem großen Hack hat sich die Stablecoin insgesamt gut positioniert. Denn dank der Koppelung an den US Dollar kommt Tether bei bestimmten Nutzersegmenten ausgesprochen gut an. Denn die stabile Kryptowährung stellt einen idealen Ersatz für Kreditkartenzahlungen dar und wird deshalb von Onlineshop-Betreibern gern genommen. Schwankungen im Tether Coin Kurs wie bei anderen Kryptowährungen und mögliche resultierende Wertverluste und Unsicherheiten müssen Anbieter und Kunden nicht fürchten. Dies wiederum führt dazu, dass immer mehr Käufer mit Tether zahlen. Das Handelsvolumen von Tether hat stark zugelegt
Besonders gut ist die Akzeptanz und der Einsatz von Tether Coin in der Gaming Szene, und zwar sowohl bei Spiele-Pages als auch im Glücksspiel-Sektor. Letzterer profitiert von der hohen Transaktionsgeschwindigkeit und Anonymität der Übermittlung, die nicht wenigen Spielern zupass kommt. Zwar werden auch andere Kryptowährungen im Glücksspiel gern eingesetzt, Tether hat sich hier jedoch mit einem Überraschungserfolg etablieren können. Da die Gaming Szene noch immer ein Wachstumssegment mit viel Potenzial ist, birgt das gute Zukunftsaussichten für die Stablecoin.

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Tether Coin Mining gibt es nicht

Aber wie kommen Anleger an die Coin? Bei den meisten Kryptowährungen ist das sogenannte Mining möglich. Wer Transaktionsdatenblöcke auf der Blockchain verifiziert und dafür Rechenleistung aufbringt, erzeugt neue Coins oder Tokens und wird zugleich mit Coins entsprechend der Rechenleistung belohnt. Für Anwender eine gute Möglichkeit, an die Kryptowährung zu kommen, allerdings ist der technische Aufwand bei manchen Coins inzwischen so hoch und kostspielig, dass sich das Mining für private Anwender nicht mehr lohnt. Bitcoin wird fast nur noch auf Serverfarmen oder in Pools geschürft. Bei weniger bekannten und kostspieligen Kryptowährungen ist das Mining noch möglich, mitunter auch lediglich mit einer sehr guten Grafikkarte. Es geht immer darum, die Blöcke aufzufinden, in denen die Daten der letzten Transaktionen niedergelegt sind. Diese müssen verifiziert, durch das „Hashing“ komprimiert und dann an die bestehende Blockchain angehängt werden – die wiederum wird auf allen Rechnern im Netzwerk kontinuierlich auf dem neuesten Stand gehalten. Genau dies sichert ja die dezentrale, anonyme und nutzerverwaltete Technologie der Blockchain.

Keine dezentrale, nutzergesteuerte Verwaltung bei Tether Coin

Bei Tether ist dies nicht der Fall, denn Tether Coin wurde ausdrücklich dafür entwickelt, einen stabilen Kurs gegen Fiatgeld halten zu können und so eine Schnittstelle zwischen Krypto- und Fiatwährungen zu bilden. Daher die Koppelung an den US Dollar, der durch Tether Coin 1:1 abgebildet wird. Eine Volatilität wie bei anderen Coins gibt es nicht, und ein Mining ist seitens des emittierenden Unternehmens Tether Ltd. auch nicht vorgesehen. Statt dessen muss die Firma als Emittent lediglich US Dollar Bestände halten, die die entsprechende Menge USDT decken. Sollen mehr Tether Coin in Umlauf gebracht werden, muss das Unternehmen mehr US Dollar vorhalten. Wie man sieht, ist USDT also nicht dezentral wie andere Kryptowährungen, im Gegenteil, das Konzept macht eine zentrale Institution sogar notwendig. Daher können Krypto-Anleger nicht durch Tether Coin Mining an die Stablecoin kommen – sie wird ganz normal auf Kryptobörsen gekauft.
Tether Coin Mining

Tether Coin Erklärung: So funktioniert die Coin

Tether Coin können auf Kryptobörsen gekauft und von Wallet zu Wallet versendet werden. Dabei kommt natürlich die Blockchain-Technologie zum Einsatz, hier unterscheidet sich Tether nicht von anderen Kryptowährungen. Der einzige wirkliche Unterschied ist die Wertstabilität der Coin, deren Kurs – abgesehen von minimalen Schwankungen – immer bei 1 US Dollar liegt. Aber auch gegen andere Währungen wie Euro können Nutzer auf einer Exchange das Token erwerben, und natürlich im Austausch gegen Kryptowährungen wie Bitcoin, dann aber zum Tageskurs. Danach lässt sich Tether vorhalten oder für Zahlungen nutzen. Kosten fallen seitens des Emittenten nicht an. Lediglich Die betreffende Kryptobörse kann eine Transaktions- oder Handelsplatzgebühr oder beides erheben. Als zuverlässige Stablecoin gehört USDT bei vielen bekannten Krypto-Exchanges inzwischen zum Handelsangebot. Die Verfügbarkeit und Liquidität liegt in den Händen der Tether Limited. Bei starker Nachfrage hat das Unternehmen theoretisch die Möglichkeit, die in Umlauf befindliche Menge an USDT unbegrenzt zu erhöhen. Da die Stablecoin jedoch durch US Dollar Bestände gedeckt sein muss, ist dies in der Praxis nur begrenzt möglich.

Tether Coin kaufen und handeln über Kryptobörsen

Um Tether Coin zu kaufen, müssen Nutzer den Weg über eine Kryptobörse nehmen, wo der Kauf der Tokens rasch erledigt ist. Bei der Auswahl der geeigneten Exchange kommt es darauf an, dass diese USDT in ihrem Handelsangebot führt. Kryptobörsen wie Bitfinex, die mit Tether Ltd. kooperieren, können dies gewährleisten, aber da Tether Coin unter den Top 20 Kryptowährungen gelistet ist, dürfte auch die Entscheidung für eine andere Exchange kein Problem sein.
Um über eine Kryptoexchange handeln zu können, müssen sich Nutzer natürlich registrieren und – ebenso wie bei einem Online-Broker – in der Regel auch verifizieren. Nicht selten sind auch bei Kryptobörsen Mindesteinzahlungssummen, wie man sie von Brokern ebenfalls kennt, und Transaktionslimits. Auch eine elektronische Geldbörse, ein sogenanntes Wallet, muss vorhanden sein, ob bei der Exchange oder anderswo, ist dem Nutzer überlassen.

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Zahlung und Gebühren an der Krypto-Exchange

Bei einer Börse haben Nutzer die Möglichkeit, den gewünschten Betrag in Coins und den idealen Kurs für das Token einzugeben. Sind die Parameter definiert, sucht die Börse nach passenden Angeboten und führt die Transaktion aus, sobald die vorgegebenen Bedingungen eintreten. Der künftige Tether-Besitzer muss also nicht die ganze Zeit vor dem Computer sitzen – im Fall von Tether Coin ohnehin nicht, da es keine Volatilität gibt. Der Kauf kann deshalb umstandslos sofort ausgeführt werden. Wie die Bezahlung gehandhabt wird, ist unterschiedlich. Es gibt Kryptobörsen, die im Interesse der Anonymität ausschließlich mit digitaler Währung arbeiten oder eine Kryptowährung im Austausch gegen USDT akzeptieren. In diesem Fall muss man zunächst Bitcoin, Ether oder eine andere akzeptierte Kryptowährung erwerben und mit dieser zahlen. Geläufiger ist allerdings die Zahlung per Kreditkarte möglich oder eine Kapitalisierung des Nutzerkontos per Banküberweisung, da Tether eine Stablecoin mit Kursanbindung an den US Dollar ist. Neben den Kosten für den Erwerb der Token fallen beim Kauf über eine Exchange auch Transaktionsgebühren an, die von der Börse bei der Ausführung gleich einbehalten werden.

USDT direkt bei Tether

Die Coin ist allerdings nicht nur über Exchanges erhältlich, sondern auch direkt bei der Tether Ltd. Dazu können Nutzer die Website von Tether aufrufen, und den Zugang zur Omni-Plattform beantragen. Mittlerweile ist über Tether die digitale Vermögensverwaltung nicht nur von Dollar-Beständen, sondern auch für Euro und Yen möglich. Anleger sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass zum einen ein aufwändiger Registrierungsprozess notwendig ist und auch eine Verifizierung gemäß dem Know-Your-Customer Prinzip.
Anfallende Gebühren sind bei der Nutzung der Plattform eine Verifizierungs-Gebühr in Höhe von 150 US Dollar in USDT. Für eine Abhebung von Fiatgeld, die die Summe von 1.000 US Dollar überschreitet, wird eine Gebühr von 0.1 % erhoben, gleiches gilt für die Einzahlung beliebiger Fiatgeld-Beträge. Transaktionen in Tether Coin hingegen sind gebührenfrei.
Was ist Tether Coin

Tether Coin mit dem passenden Wallet verwalten

Um die gekauften Tether Coins in Empfang nehmen zu können, ist außerdem ein sogenanntes Wallet nötig. Die digitale Geldbörse ist eher ein Schlüsselbund, denn sie enthält keine Coins – statt dessen werden in ihr die Informationen aufbewahrt, mit denen das Krypto-Konto identifiziert und verwaltet wird. Im Wallet befinden sich der öffentliche Schlüssel, gewissermaßen die sichtbare Kontonummer. Dieser Schlüssel ist auch für andere Nutzer auf der Blockchain einsehbar, sie können überdies auch genau sehen, wie viel Guthaben mit dieser „Kontonummer“ verknüpft ist. Um über die USDT verfügen zu können, braucht es allerdings den privaten Schlüssel, dessen Eingabe Transaktionen autorisiert wie PIN und TAN im Online-Banking. Wer Zugriff auf den privaten Schlüssel hat, hat auch Zugriff auf das Guthaben. Kein Wunder also, dass die Sicherheit des Wallets eines der wichtigsten Kriterien ist.

Welches Wallet ist das sicherste?

Die Verwundbarkeit der digitalen Geldbörse steht und fällt mit der Verbindung zum Internet. Praktisch und von jedem Endegerät aus zugänglich sind Cloud-Wallets, wie sie auch die Kryptobörsen anbieten. Nur: Auch Hackern fällt der Zugriff hier leichter als bei anderen Wallet-Lösungen. Cloud- und Mobil-Wallets sollten deshalb eher digitales Kleingeld enthalten.
Sicherer ist stationäre Software, die auf dem eigenen Computer installiert wird – vor allem dann, wenn das Gerät ausschließlich für den Krypto-Handel genutzt wird. Antivirus- und Malware-Schutz verstehen sich von selbst. Auch Software von Drittanbietern oder Online-Entertainment, vor allem Spiele, sollten von diesem Gerät rigoros verbannt werden. Werden keine Transaktionen ausgeführt, ist es sicherer, die Internetverbindung zu kappen.
Die sicherste Lösung ist ein „Cold“ Wallet, also ein Medium, das offline ist. Cold Wallets sind spezielle Hardware-Lösungen, bei denen die Walletsoftware auf einem USB-Stick genutzt wird. Ist der Stick vom Computer abgezogen, ist das Guthaben sicher. Mindestens ebenso effektiv sind Paper Wallets – wie der Name sagt, Ausdrucke oder Niederschriften auf einem Stück Papier. Das Cold Wallet, in welcher Form auch immer, muss natürlich sorgfältig aufbewahrt, vor Beschädigung, Verschmutzung und Verlust geschützt werden.

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Tether Coin Erfahrungen: Kursverlauf und Technologie

Seit dem ICO von USDT liegt der Kurs der Coin mit minimalen Schwankungen bei 1 US Dollar, Abweichungen nach oben oder unten betragen selten mehr als einen Cent. Tether Coin eignet sich also ausdrücklich nicht für den Handel mit dem Ziel der Spekulation auf die Kursentwicklung. Im Gegenteil, mit der Anbindung an den US Dollar wird die Coin ihrem Ziel, Vermögensverwahrung zu erleichtern, sehr gut gerecht. Die Open-Source-Software hinter Tether wird als Omni-Protokoll bezeichnet und ist ursprünglich der Bitcoin-Blockchain entlehnt. In 2017 kam es zu tiefgreifenden Umgestaltungen, unter anderem mit dem Ziel, die Transaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen und die Sicherheit zu verbessern. Seitdem arbeitet Omni mit der Technologie von Litecoin. Auf der dem USDT zugrundeliegenden Plattform ist nach Angaben der Tether Ltd. jede Coin mit einem US Dollar gedeckt. Neue Coins wurden bis Januar 2019 in zeitlich begrenzten Schüben emittiert, im Frühling 2019 gab die Tether Ltd. dann 300 Mio. neue USDT heraus. Inzwischen beträgt die Umlaufversorgung 4.108.044.456 USDT, bei einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 19.936.194.708 Euro und einer Marktkapitalisierung von 3.706.005.396 Euro. Derzeit (Januar 2020) belegt Tether im Ranking der wichtigsten Kryptowährungen den 4. Platz nach Bitcoin, Ethereum und Ripple, noch vor Bitcoin Cash und Litecoin!

Entwicklung und Prognosen für USDT

Die Gesamtversorgung mit Tether Coin, auch das Handelsvolumen und die Marktkapitalisierung der Coin haben stark zugelegt. Die Beliebtheit von Tether erklärt sich aus der praktischen Anwendbarkeit. Denn Krypto-Anleger und Trader stehen bei vielen digitalen Währungen vor dem Problem der Volatilität. Das macht Kryptowährungen ideal für die Spekulation, stellt Nutzer aber bei der Vermögensverwaltung vor hohe Hürden. Dem Zweck der Anlageverwaltung wird Tether sehr gut gerecht. Mehr kann und soll das Token nicht leisten. Eine weitergehende Entwicklung ist deshalb eher unwahrscheinlich, die Tether Limited wird sich lediglich in und wieder mit Sicherheitsfragen herumschlagen müssen, wie sie alle Blockchains gelegentlich betreffen.
Eine Nutzung im analogen Handel wird sich vermutlich außerhalb der Gaming Szene nicht konkretisieren. Als Schnittstelle Fiat-Krypto-Währungen hat Ripple bereits jetzt erfolgreich die Finanzindustrie im Auge. Bei diesem Segment dürfte Tether Coin Schwierigkeiten haben, sich als glaubwürdig zu etablieren, denn die schlagartige Herausgabe von 300 Mio. USDT im Frühjahr 2019 lässt die Versicherung, jedes Token sei durch US Dollar gedeckt, zweifelhaft erscheinen. Kann die Tether Ltd. tatsächlich Einlagen in dieser Höhe vorweisen? Die Dollar-Bestände des Unternehmens werden nicht offengelegt. Überdies berichten Trader von gelegentlichen Schwierigkeiten, eigene Tether Coins gegen US Dollar zu verkaufen.
Tether Coin Kurs

Tether Coin über Derivate traden?

Angesichts der möglichen Einwände und Bedenken wollen vielleicht nicht alle Kryptotrader USDT im Direkthandel kaufen oder traden. Neben den genannten Kritikpunkten speziell an der Tether Coin kommt hinzu, dass die Blockchain eine noch junge Technologie ist. Das sehr reale Risiko immer neuer Sicherheitslücken lässt sich nicht ausschließen. Hinzu kommt bei den meisten Kryptowährungen, dass der „physische“ Besitz dieselben Unwägbarkeiten mit sich bringt wie die Spekulation mit Fiatgeld: Ein Kursverlust ist zugleich ein Wertverlust der Anlage, mitunter ein sehr hoher.
In den meisten Fällen können Anleger, die eine digitale Währung nicht besitzen wollen, statt dessen von Derivaten profitieren. Die Finanzinstrumente bilden exakt den Kursverlauf ab und lassen sich für die Spekulation auf dessen Entwicklung nutzen. So kommen interessierte Anleger darum herum, sich mit der Blockchain und der Funktion von Kryptobörsen und Wallets beschäftigen zu müssen.
Im Fall von Tether läuft das Konzept der Coin jedoch ihrer Eignung für Derivate zuwider. Produkte wie CFDs und Zertifikate erzielen Renditen gerade aufgrund der starken Kursschwankungen der ihnen zugrunde liegenden Kryptowährungen. Daher lohnt es sich in diesem Fall, andere interessante Kryptowährungen ins Auge zu fassen.

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Derivate auf digitale Währungen handeln

Wer Kryptowährungen nicht im Direkthandel kaufen will, kann unter verschiedenen Finanzprodukten wählen, beispielsweise Zertifikate, Futures Contracts und Differenzkontrakte. Sie alle werden auf eine Fülle von Basiswerten angeboten, unter denen sich auch die besonders liquiden Kryptowährungen befinden. Besonders beliebt bei Tradern sind Krypto-CFDs. Differenzkontrakte wurden von britischen Börsenmaklern entwickelt, um mithilfe des Konstrukts die Stempelsteuer auf Aktienkäufe und -verkäufe zu vermeiden. Heutzutage sind CFDs, kurz für contract for difference, auf Basiswerte aus allen Anlageklassen handelbar, also neben Aktien auch auf Indizes, Anleihen, Rohstoffe und Metalle, aber auch auf Währungspaare. Dazu gehören neben den klassischen Forexpaaren auch die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen gegen den US Dollar oder Euro, gelegentlich auch gegen GBP oder CHF.

Außerbörslicher Handel mit Krypto-CFDs

Differenzkontrakte werden, anders als ihre Basiswerte, nicht an der Börse gehandelt, sondern außerbörslich. Mit dem CFD kauft der Trader nicht den Basiswert, sondern hat teil an dessen Kursentwicklung. Der Gewinn entsteht aus der Differenz im Kursverlauf zwischen dem Eröffnen und Schließen einer Position. Das Trading erfolgt eher kurzfristig im sogenannten Daytrading, und zwar über für den CFD-Handel lizenzierte Broker. Eingesetztes Kapital liegt beim CFD-Trading nicht lange fest, das Daytrading eignet sich also für Anleger, die keine langfristige Vermögensbildungsstrategie verfolgen und ihr Kapital nicht binden wollen. Hinzu kommt, dass mit den flexiblen CFDs auf steigende, aber auch auf fallende Kurse spekuliert werden kann. Gerade bei den volatilen Kryptowährungen mit gelegentlich heftigen Kurskorrekturen kann dies eine gute Rendite erzielen.

Krypto-Trading mit Hebelprodukten

Differenzkontrakte haben weitere Vorzüge. So müssen Trader nicht das gesamte umgesetzte Kapital tatsächlich hinterlegen, denn CFDs sind Hebelprodukte. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Kunde beim Broker eine Sicherheitsleistung hinterlegt, die als Margin bezeichnet wird. Bewegt wird mehr – der Hebel oder das Vielfache der Margin ist ein Darlehen des Brokers. Schön, wenn eine Order erfolgreich platziert wurde, denn in diesem Fall sorgt der Hebel dafür, dass sich die Rendite multipliziert – bei Forex-Hauptwerten um das maximal Dreißigfache. Im Fall des Verlustes greift der Hebel allerdings auch. In der Vergangenheit führte dies dazu, dass sich Trader beim Broker erheblich verschulden konnten. Seit 2018 sind Broker mit Sitz in der EU jedoch gehalten, Positionen zu schließen, wenn der Stand des Handelskontos ins Minus zu gleiten droht. Die Hebel für private Anleger sind zum Schutz der Kunden ebenfalls limitiert. Sie betragen nun maximal 1:30, für Aktien-CFDs lediglich 1:5 und für Krypto-CFDs nur 1:2.
Tether Coin Erklärung

Mit dem richtigen Broker durchstarten

Dank der neuen Schutzmaßnahmen können Trader also nun nur höchstens ihr Guthaben auf dem Handelskonto verlieren. Risiken bestehen beim CFD-Handel also noch immer, und seriöse Broker weisen ihre Kunden nachdrücklich darauf hin. Viele Anbieter gehen noch weiter und geben Tradern jede Menge Gelegenheit, sich vor dem Einstieg in den Handel umfassend vorzubereiten. Dazu gehören Schulungsangebote, die von Blogs und Marktnachrichten bis zu Online-Kursen, Webinaren und Experten-Analysen reichen. Auch Video-Einführungen in die Handhabung der Handelssoftware werden vielfach geboten, und Broker bitten die Nutzer, von dem Angebot Gebrauch zu machen. Für das risikolose Einüben des Gelernten steht oft ein Demokonto zur Verfügung, das kostenlos und meist sogar zeitlich unbefristet ist. Gehandelt wird in einer echten Handelsumgebung, mit Kursen, die nur leicht zeitverzögert sind – aber mit virtuellem Kapital. So können Einsteiger ihre Kenntnisse praktisch erweitern, auch das eigene Risikoprofil abschätzen und natürlich die Software und den Service eines Brokers testen.
Neben derartigen Angeboten sollte eine vertrauenswürdige Regulierung vorliegen, im Idealfall durch bekannte Finanzaufsichtsbehörden wie die BaFin, die FCA oder die CySEC. So ist gewährleistet, dass die Einlagen der Kunden korrekt verwahrt werden, im Konfliktfall gibt es mit der Behörde einen Ansprechpartner. Eine zuverlässige, leistungsstarke Handelsplattform und ein umfassendes Portfolio sind ebenfalls wünschenswert.

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Fazit: Tether Coin direkt kaufen oder Krypto-CFDs handeln

Depot TestTether Coin oder USDT hat zweifellos als Stablecoin seine Vorzüge. Angesichts von Negativzinsen bietet sich die Vermögensverwahrung über Tether möglicherweise an. Auch als Zahlungsmittel hat sich die Coin in manchen Segmenten, wie der Gaming-Industrie, gut etablieren können. Wer die Token erwerben möchte, kann aufgrund der besonderen Struktur von Tether kein Mining nutzen und muss die Coin über eine Kryptobörse oder Tether Limited direkt erwerben. Aufbewahrt werden USDT, wie andere Kryptowährungen auch, in einem kompatiblen Wallet, dessen Sicherheit wichtig ist.
Da der Kurs von Tether stabil ist, eignet sich dieses Token nicht für den Derivatehandel, andere Kryptowährungen können jedoch durchaus über CFDs oder Zertifikate gehandelt werden. Eigens dafür lizenzierte CFD-Broker bieten nicht selten CFDs auf den Kursverlauf von drei bis zehn liquiden Kryptowährungen gegen den US Dollar oder Euro an, so dass Trader von der Entwicklung der Kurse profitieren können, ohne die Coins kaufen zu müssen. Die Renditen im CFD-Handel können durchaus gut ausfallen, da das eingesetzte Kapital gehebelt wird und auch auf fallende Kurse spekuliert werden kann. Vor der Aufnahme des Handels sollte allerdings eine eingehende Vorbereitung stehen. Bildungsressourcen erleichtern bei vielen Brokern die Aneignung entsprechender Kenntnisse, und mit einem kostenfreien Demokonto kann das erlernte ohne jedes Risiko geübt werden. Dass seriöse Broker zusätzlich eine vertrauenswürdige Regulierung und sichere Verwahrung der Kundengelder vorweisen können, wurde bereits erwähnt. Ein Brokervergleich erleichtert die Auswahl, und mit einem Demokonto können sich interessierte Trader nicht nur einen Eindruck vom Krypto-CFD-Handel verschaffen, sondern auch die Leistungen des Brokers testen.
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