Ayondo mit „Sicherheitsoffensive“ für seine Kunden

Das liest man als Trader doch gerne: „Nein, bei ayondo gibt es keine Nachschusspflicht“, so der CEO der Ayondo Gruppe in einer Pressemitteilung. Was damit gemeint ist und was die genannte Sicherheitsoffensive sonst noch beinhaltet – dazu mehr in diesem Beitrag.

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

  • Michael Vaupel
  • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Erinnern Sie sich noch? Am 15. Januar 2015 hatte die SNB (Schweizerische Nationalbank) völlig überraschend bekanntgegeben, dass sie den bis dahin geltenden Mindestkurs des Schweizer Franken zum Euro von 1,20 nicht mehr verteidigen würde. Es kam zu dramatischen Kursbewegungen: Innerhalb kurzer Zeit brach der Kurs des Euros gegenüber dem Schweizer Franken ein. Von 1,20 (Franken je Euro) aus hieß es zeitweise 30% Minus. Wie in so einem Fall durchaus zu erwarten führte das via Intermarket-Handel zu Turbulenzen, und daraufhin verlor der Schweizer Aktienmarkt am 15. Januar zeitweise bis zu 14%.

CFD-Trader, die auf die falsche Entwicklung gesetzt hatten, wurden sehr hart getroffen. Üblicherweise müssen die Kunden in solchen Fällen ihr Minus selbst ausgleichen – Stichwort Nachschusspflicht. Und da konnte auf einmal eine gewaltige Nachschusspflicht entstehen!

Ich erinnere mich, dass der Spiegel von einem dieser Fälle berichtete: Dem Beitrag zufolge hatte ein 26jähriger Ingenieur mit CFDs getradet, auf eine Abschwächung des Franken gegenüber dem Euro. Sein Einsatz: Dem Artikel zufolge rund 2.800 Euro. Der sah sich aber mit einer Nachschusspflicht von satten 280.000 Euro konfrontiert
Quelle: Spiegel

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Dieser Trader hatte wahrscheinlich mit einem Hebel von 1:400 getradet – so bewegte er mit 2.800 Euro über 1,1 Mio. Euro. So konnte die Kursveränderung von mehr als 25% in die falsche Richtung die genannte Nachschusspflicht generieren. Autsch!

Nun der Bogen zu ayondo. Denn die Aussage von Robert Lempka, CEO der ayondo Gruppe, lautet: „Nein, bei ayondo gibt es keine Nachschusspflicht!“

Das finde ich sehr kundenfreundlich. Damit keine Missverständnisse aufkommen, möchte ich dazu die Mitteilung von Ayondo im Original-Wortlaut zitieren:

„Das bedeutet, dass negative Kontensalden der Kunden nicht von ayondo eingefordert werden. ayondo-Kunden haben daher die Möglichkeit, bei einer Marktentwicklung entgegen ihrer Erwartungen, den Maximalverlust bereits im Voraus kalkulieren zu können. „

Ein Freifahrtschein für riskante Positionen ohne Money Management ist das natürlich nicht, denn:

„In jedem Fall müssen die Kunden selbstverständlich darauf achten, über ausreichend Gelder auf dem Konto zu verfügen, um genügend Sicherheitsleistungen auf dem Konto zu stellen, damit Positionen eingegangen und gehalten werden können.“

Quelle: Pressemitteilung ayondo weitet Sicherheitsoffensive aus

Was hat es nun mit der erweiterten „Sicherheitsoffensive“ von ayondo auf sich? Ayando hat den eigenen Angaben zufolge die Kundengelder nun über die vom Financial Services Compensation Scheme (FSCS) garantierte Kapitalschwelle hinaus abgesichert.

Laut eigenen Angaben wurde eine Zusatzversicherung für Kundengelder abgeschlossen, welche bis zu einem Volumen von GBP 500.000 greift und damit den Großteil der Kundendepots abdecken sollte.

Auch hier zitiere ich: „Die Versicherungspolice ist von QBE Underwriting Limited und anderen teilnehmenden Syndikaten von Lloyd’s of London gezeichnet und steht kostenfrei für ayondo-Kunden zur Verfügung.“

Das ist echter Mehrwert für die Kunden von ayondo und deshalb finde ich das begrüßenswert. Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass ich trotz so einer Versicherungspolice darauf achten würde, ob der Broker grundsätzlich solvent ist. Denn selbst wenn eine Zusatzversicherung greift (was ist, wenn diese selber zahlungsunfähig wird?) – die Kundengelder könnten dann monatelang eingefroren sein.

Jedenfalls ist eine solche Versicherung durchaus ein beruhigendes Signal und wenn sonst alles stimmt sicher eine feine Sache.

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Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, zu diesem Broker zu wechseln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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