Was sind CFDs? Das sollten Trader 2024 wissen: Chancen, Risiken & Funktionsweise im Überblick!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 10.08.2022


Schon seit einigen Jahren können nicht mehr nur große Banken und institutionelle Anleger mit Finanzderivaten traden. Auch private Kleinanleger haben die Möglichkeit, unter anderem CFDs zu nutzen. Der Vorteil: Mit relativ geringem Kapitaleinsatz können dank einem Hebelfaktor hohe Gewinne erwirtschaftet werden. Zudem ist es mit CFDs möglich, auch von Kursverlusten von Basiswerten zu profitieren. Doch wie funktionieren die Derivate eigentlich? Und welche Chancen bzw. Risiken bieten sie? Wir klären auf.
Jetzt zum Testsieger XTB!CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Funktionsweise von CFDs

Schon in der Einleitung dieses Ratgebers wurde erwähnt, dass CFDs sogenannte Finanzderivate sind. Das bedeutet – vereinfacht gesprochen – dass sie keinen eigenen Wert besitzen, sondern den eines Basiswerts abbilden.
Ein Beispiel:

  • Basiswert: DAX
  • Art: Call

Mit einer solchen Call-Position profitiert der CFD-Trader vom Anstieg des DAX. Sollte der DAX hingegen Verluste erleiden, sinkt auch der Wert der CFD-Position. So weit gleichen sich beispielsweise ein DAX-ETF und CFD-Position noch. Aber: Der Inhaber des CFDs investiert nicht wirklich physisch in alle DAX-Aktien, wie es bei vielen Indexfonds der Fall ist. Zudem verwendet der Trader einen sogenannten Hebel, wodurch er sein eingesetztes Kapital um einen bestimmten Faktor erhöht. Um im Beispiel zu bleiben:

  • Einsatz (Margin): 100 Euro
  • Hebel: 1:10

Effektiv bewegt der Trader 1.000 Euro an den Märkten, obwohl er bei seinem CFD Broker nur eine Sicherheitsleistung (Margin) von 100 Euro hinterlegt hat. Im Prinzip werden jetzt sowohl die Gewinne als auch die Verluste mit dem Faktor 10 auf das eigene Handelskapital übertragen.
Darüber hinaus weisen Derivate wie CFDs eine weitere Besonderheit gegenüber klassischen Finanzinstrumenten auf: Mit ihnen kann auch auf Verluste des Basiswerts spekuliert werden. Geht der Trader etwa von einem Fall des DAX aus, eröffnet er ganz einfach eine sogenannte Put-Position. Dann steigt der Wert der CFD-Position, wenn der DAX einbricht.
Fazit: CFDs sind keine herkömmlichen Finanzinstrumente, sondern sogenannte Finanzderivate. Ihr Wert bemisst sich immer an dem Kurs eines Basiswerts, bei dem es sich beispielsweise um den DAX, eine Währung, generell Indizes, Aktien oder Rohstoffe handeln kann. Vorteilhaft an CFDs ist vor allem der Hebelfaktor, der für Positionseröffnungen eingesetzt werden kann. Auch die Möglichkeit, auf fallende Kurse eines Basiswerts zu setzen, wird von vielen Tradern positiv bewertet.

Vorteile von CFDs gegenüber anderen Finanzinstrumenten

Einige der Vorteile von CFDs bzw. Finanzderivaten im Allgemeinen sind bereits angeklungen.
Der Vollständigkeit halber sollen sie aber alle in der folgenden Tabelle zusammengefasst werden:

Vorteil Erklärung
Kapitaleinsatz Wer mit CFDs handelt, der muss nur einen Bruchteil des Kapitals selbst aufbringen, das letztlich an den Märkten bewegt wird. Trader können so mit wenig Kapital viele Positionen eröffnen und ihr Vermögen breit streuen. Zudem bieten sich hierdurch attraktive Renditechancen, denen aber auch nicht unerhebliche Verlustrisiken gegenüberstehen.
Basiswerte Für CFDs gibt es bei den meisten Broker sehr viele Basiswerte. Mehrere tausend Underlyings bieten die Marktführer an, so dass die Auswahl beim Trading enorm ist. Insbesondere Währungen lassen sich ohne Derivate wie CFDs auf anderem Wege kaum traden.
Laufzeit Anders als beispielsweise viele Zertifikate oder auch binäre Optionen, verfügen CFDs über keine feste Laufzeit. Der Trader kann frei entscheiden, wann er eine bestehende Position schließt und ist dadurch sehr flexibel.
Handelskosten Allgemein gelten die Handelskosten bei CFD-Brokern als vergleichsweise gering. Insbesondere beim Trading mit Rohstoffen macht sich die Kostendifferenz stark bemerkbar, denn der tatsächliche, physische Handel verschlingt einen Großteil der Rendite. Aber auch beim Trading mit Aktien oder Indizes sind CFD-Trader aus Kostensicht oft besser aufgestellt.
Hedging Bereits angesprochen worden ist, dass Trader mit CFDs auch auf fallende Kurse von Basiswerten setzen können. So lassen sich allerdings nicht nur Renditen in Bären-Märkten erzielen, auch bestehende Aktienpositionen können mittels CFD abgesichert werden. Fachleuchte sprechen dann auch vom sogenannten Hedging.

Fazit: Das Trading mit CFDs weist durchaus einige Vorteile gegenüber klassischen Finanzinstrumenten, aber auch anderen Finanzderivaten auf. So sind CFDs nicht mit einer festen Laufzeit ausgestattet und die Handelskosten fallen vergleichsweise gering aus. Zudem ist die Auswahl an handelbaren Basiswerten groß, was, gepaart mit der Möglichkeit des Hedgings, die Konzeption sehr diversifizierte Handelsstrategien zulässt.

Was sind CFDs: Chancen und Risiken des Finanzprodukts

Bisher ist insbesondere auf die Vorteile des CFD-Tradings eingegangen. Doch an den Finanzmärkten gilt der Grundsatz: „Ohne Risiko keine Rendite!“ Und das trifft auch auf die Finanzderivate zu. Durch den Hebelfaktor besteht immer die Gefahr eines recht hohen Kapitalverlusts, der sogar über die hinterlegte Sicherheitsleistung (Margin) hinausgehen kann.
Ist das der Fall, so muss der Trader zusätzliches Kapital aus seinem Handelskonto zuschießen, um die Position weiter halten zu können. Sollte dies nicht geschehen, so schließt der Broker die Position eigenmächtig. Denn der Anleger würde den möglichen Verlust aus der Position nicht decken können. Schließt der Broker die Position hingegen nicht, kann bei einigen Anbietern eine sogenannte Nachschusspflicht auftreten:

  1. Anleger hebeln eine Position mit einem hohen Hebelfaktor.
  2. Das so gehebelte Kapital übersteigt nicht nur die Margin, sondern das gesamte Handelskapital um ein Vielfaches.
  3. Unvorhergesehene Marktereignisse beeinflussen die Kurse plötzlich stark, die Position des Traders verliert rapide an Wert.
  4. Erst, als es bereits zu spät ist, schließt der Trader die Position, die sich allerdings weit im Minus befindet.
  5. Der Trader kann den Verlust weder aus der Margin noch dem gesamten Handelskapital decken.
  6. Jetzt hat der Broker ein Anrecht darauf, dass der Trader für den Verlust aufkommt – mit seinem Privatvermögen.

Dieses Szenario ist sicherlich der extremste Fall, in der Vergangenheit aber durchaus vorgekommen. Allerdings verzichten mittlerweile viele Broker auf diese Nachschusspflicht und begrenzen Verluste auf das Kapital, das sich aktuell auf dem Handelskapital befindet. Doch auch so können schon unangenehme Verluste zu Buche stehen.
Auf der anderen Seite erwirtschaften erfolgreiche CFD-Trader enorm hohe Renditen. Sie haben allerdings auch über Jahre hinweg viel Erfahrung und Fachwissen aufgebaut, ihre CFD Strategie optimiert und sicherlich zu Beginn Lehrgeld bezahlt. Dennoch kann festgehalten werden, dass CFDs risikoreiche Finanzinstrumente sind, die aber ebenfalls attraktive Renditechancen bieten.
Fazit: Wer mit CFDs tradet, der geht ein nicht unerhebliches Risiko ein. Die Verluste, die aufgrund des Einsatzes des Hebels entstehen können, sind alles andere als gering. Allerdings lässt sich eben dieses Risiko durch geeignete Maßnahmen – dem sogenannten Risikomanagement – durchaus reduzieren. Zudem sind auch die Chancen beim Trading groß, erfahrene CFD-Trader erwirtschaften attraktive Renditen mit dem Finanzderivat.
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Beispiel für das Trading mit CFDs

Wie genau das CFD-Trading in der Praxis abläuft, soll ein Beispiel zeigen. Aus Vereinfachungsgründen verzichten wird allerdings darauf, die Kosten für die Positionseröffnungen einzubeziehen. Der Trader möchte folgende Position eingehen:

  • Basiswert: Gold
  • Art: Call
  • Aktueller Kurs:000 Euro
  • Einsatz: 100 Euro

Weil der Anleger eine Call-Position eröffnet, geht er also von einem Anstieg des Goldpreises aus. Aktuell liege der Kurs bei 1.000 Euro, wobei sich eine Veränderung des Kurses jetzt nicht 1:1 auf den Wert der CFD-Position auswirkt. Denn der Anleger verwendet einen Hebel von 1:20, bewegt an den Finanzmärkten effektiv 2.000 Euro. Folgende Szenarien sind denkbar:

  1. Kurssteigerung: Angenommen, der Goldpreis entwickelt sich in den kommenden Stunden tatsächlich positiv. Bei einem Stand von 1.050 Euro verkauft der Anleger seine Position. Allerdings macht er nicht nur 5 Euro (bezogen auf den Kapitaleinsatz des Traders) bzw. 5 Prozent Gewinn, schließlich hat er die Position gehebelt. Vielmehr steht eine Rendite von 2.000 Euro * 0,05 = 100 Euro zu Buche. Damit beträgt der Gewinn letztlich 100 Prozent, denn der eigentliche Kapitaleinsatz des Traders lag nur bei 100 Euro.
  2. Kursverlust: Es kann natürlich vorkommen, dass sich der Anleger verkalkuliert. Auch hier sei wieder von einem Verlust von 5 Prozent ausgegangen, bevor die Position geschlossen wird. In diesem Fall müsste der Anleger entsprechend ein Minus von 100 Euro und damit – wieder bezogen auf die Margin – einen Totalverlust hinnehmen.

Fazit: Wie das praxisnahe Beispiel zeigt, halten sich Chancen und Risiken beim Trading mit CFDs in etwa die Waage. Der beispielhafte Trader hätte bei einem Kursanstieg 100 Prozent Rendite erwirtschaftet, bei einem Verlust hingegen 100 Euro verloren. Selbstverständlich ist das Beispiel stark vereinfacht, es zeigt aber grundsätzlich, wie sich CFD-Positionen entwickeln können.


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Wie kann ich mit CFDs handeln?

Stellt sich an dieser Stelle noch die Frage: „Und wo handle ich jetzt mit CFDs?“ Genau wie Aktien, Fonds oder andere Finanzprodukte auch, werden die Derivate über Broker erworben. Allerdings ist das nur bei wenigen, klassischen Banken möglich. Vielmehr haben sich Online-Broker rein auf diesen Bereich spezialisiert, entsprechend müssen Trader hier ein Konto eröffnen, um mit CFDs traden zu können.
Gerade für Einsteiger kann der Markt allerdings recht unübersichtlich sein. Zwischen 15 und 25 seriöse Broker sind derzeit schon im CFD-Bereich tätig, die Tendenz ist weiter steigend. Mit der comdirect ist schon ein klassischer Aktien-Broker bzw. Bank in diesem Sektor aktiv. Heißt für den Anleger: Ein Brokervergleich ist vor der Eröffnung eines Kontos unabdingbar, um wirklich gute Broker zu finden und ein möglichst kostengünstiges Depot zu eröffnen. Qualitätsmerkmale von Anbietern sind unter anderem:

  • Kosten: Abgerechnet wird beim CFD-Trading meist über den sogenannten Spread, die Differenz aus An- und Verkaufskurs einer Position. Transparente Broker geben die CFD Kosten, zumindest aber den minimalen Spread für viele Basiswerte, schon direkt auf ihrer Website an.
  • Produktangebot: Auch die Größe des Produktangebots spricht für einen Anbieter. So schaffen es die Marktführer derzeit schon, mehr als 8.000 bis 9.000 Basiswerte für den Handel bereitzustellen. Insbesondere auf den Aktienmärkten ist die Auswahl groß, aber auch immer mehr „weiche“ Rohstoffe (Agrarprodukte), Kryptowährungen und andere Instrumente werden von den Brokern ins Produktangebot aufgenommen.
  • Regulierung: Aus Sicht von Tradern ist es unerlässlich, dass der eigene Broker reguliert und überwacht wird. Nur so kann die Sicherheit der Kundengelder in letzter Konsequenz sichergestellt und überwacht werden. Empfehlenswert ist es dabei aber auch, dass der Broker seinen Sitz innerhalb der EU hat. So muss sich das jeweilige Unternehmen dann an die mittlerweile fast einheitlichen Gesetze der Staatengemeinschaft halten.

Selbstverständlich können – und sollten – Anleger weitere Faktoren wie etwa die Servicequalität, die Verfügbarkeit eines Demokontos oder das Schulungsangebot bei der Bewertung berücksichtigen – die genannten Aspekte sind aber zweifelsfrei die wichtigsten.
Fazit: Gehandelt werden CFDs über spezialisierte Online-Broker, wobei auch bereits einige bekannte Aktien-Broker und erste Banken im Markt aktiv sind. Wichtig ist dabei, vor der ersten Kontoeröffnung einen umfassenden Vergleich durchzuführen. Nur so kann letztlich beurteilt werden, welcher Broker günstig ist und die eigenen Anforderungen an Produktangebot, Service und Co. erfüllt.

Tipp für Einsteiger: CFDs zunächst im Demokonto testen

Bereits angesprochen worden ist, dass das Risiko beim Trading mit CFDs alles andere als unerheblich ist. Insbesondere Einsteiger sind hier gefährdet, weil sie die Wirkungsweise des Hebelfaktors nur aus der Theorie, nicht aber der Praxis kennen. Zudem zielen die Finanzderivate trotz ihrer unbegrenzten Laufzeit auf eine eher kurze Zeitspanne ab, so dass vor Positionseröffnungen vor allem technischen Analysen durchgeführt werden müssen.
Um diesen hohen Anforderungen gerecht werden zu können, brauchen Trader vor allem eines: Erfahrung. Eben diese Sammlung von Erfahrungen ist aber meist nur möglich, wenn aktiv Positionen eröffnet werden – und genau dabei kommt es zu Kapitalverlusten, wenn der Anleger noch neu im Markt ist. Abhilfe können hier nur sogenannte Demokonten schaffen. Mit einem kostenlosen CFD Demokonto haben Trader vollen Zugriff auf alle Basiswerte eines Brokers und Funktionen der Handelsplattform, setzen aber nur virtuelle Euro ein. Verlustreiche Positionen wirken sich somit nicht direkt auf das reale Vermögen des Anlegers aus. Darüber hinaus gibt es zahlreiche nützliche CFD Trading Tipps und Tricks, die sich Trader für den Start in den CFD-Handel zunutze machen können.
Fazit: Viele große CFD-Broker bieten ihren Kunden mittlerweile ein kostenloses Demokonto an. Hierin können Trader alle Funktionen der „richtigen“ Handelsplattform nutzen, setzen für Positionseröffnungen aber nur virtuelles Kapital ein. Somit wirkt sich ein Verlust von Geld nicht auf das eigentliche Vermögen des Anlegers aus.
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Fazit: CFDs sind risikoreiche Finanzderivate

Zweifelsfrei handelt es sich bei CFDs um Finanzprodukte, die zur Klasse der sehr aggressiven und risikoreichen Produkte gezählt werden können. Schließlich kommt bei Positionseröffnungen grundsätzlich ein Hebel zum Einsatz, der sowohl Verluste als auch Gewinne um einen festgelegten Faktor erhöht. Darüber hinaus können Trader mit CFDs aber sehr unterschiedliche Handelsstrategien verfolgen, weil mit sogenannten Put-Positionen auch auf Verluste von Basiswerten gesetzt werden kann. Der Handel selbst erfolgt dann über spezialisierte Broker, von denen es mittlerweile zahlreiche und sehr renommierte auf dem Markt gibt. Wer noch neu beim CFD-Handel ist, tut aber gut daran, zunächst ein kostenfreies Demokonto zu eröffnen.