Social Trading Kosten 2017: Welche Gebühren sollten Trader kennen?

Social Trading Plattform Vergleich

Auch beim Social Trading entstehen Kosten. Doch die meisten Einsteiger dürften überrascht sein, wie gering die Gebühren bei den meisten Brokern ausfallen. Denn für das reine Folgen verlangen die Social Trading Plattformen noch kein Entgelt, erst wenn aktiv vom System Positionen kopiert werden, fällt ein Spread an. Zusätzlich können Kosten in Zusammenhang mit Ein- und Auszahlungen in Rechnung gestellt werden, was aber nicht bei allen Brokern der Fall ist.

Inhaltsverzeichnis

  • Social Trading Kosten: das Wichtigste in Kürze
  • Keine Depotgebühr beim Social Trading
  • Auch Folgen von Tradern kostet keine Gebühr
  • Handelsgebühren beim Social Trading
    • Spread als Hauptkostenpunkt
    • Kommission kann bei Aktien-CFDs anfallen
  • Ein- und Auszahlungen unter Umständen mit Social Trading Kosten verbunden
  • Beispiel für die Social Trading Kosten
  • Blick in das Preis-Leistungsverzeichnis hilft
    • Weitere Social Trading Ratgeber:
  • Social Trading Kosten für den Vergleich essenziell
  • Demokonto bei allen Brokern kostenfrei
  • Fazit: Social Trading Kosten fast ausschließlich Spread oder Kommission

Social Trading Kosten: das Wichtigste in Kürze

  • Auf eine Depotgebühr verzichten fast alle Social Trading Plattformen
  • Auch für das reine Folgen an sich fallen keine Kosten an
  • Abgerechnet wird in der Regel nur über den Spread
  • Top Trader und Follower zahlen dabei den gleichen Spread
  • Unter Umständen können Ein- und Auszahlungen Geld kosten

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Keine Depotgebühr beim Social Trading

Wie beispielsweise auch beim CFD-Trading üblich, erheben Social Trading Plattformen in aller Regel keine fixe Gebühr für die reine Depoteröffnung. Alle Serviceleistungen wie beispielsweise die Nutzung der Handelsplattform, der Kontakt mit dem Support oder auch die Teilnahme an Webinaren sind in der kostenfreien Kontoeröffnung inbegriffen.

Gegenüber herkömmlichen Brokern und Banken lassen sich schon an dieser Stelle einige hundert Euro sparen. Denn mit Ausnahme einiger Direktbanken gehören diese pauschalen Grundgebühren bei vielen Anbietern leider immer noch zum Standard.

Fazit: Wer ein Konto bei einer Social Trading Plattform eröffnet, zahlt in der Regel keine Grundgebühr. Sowohl das Depot an sich als auch grundlegende Serviceleistungen wie beispielsweise der Kontakt des Supports oder die Teilnahme an Webinaren sind hierin inbegriffen.

Auch Folgen von Tradern kostet keine Gebühr

Überraschend ist oft, dass bei den Brokern selbst dann noch kein Entgelt bezahlt werden muss, wenn anderen Tradern gefolgt wird. Theoretisch möglich wäre hier etwa eine einmalige Gebühr, die zu Kopieren berechtigt – doch Fehlanzeige. Auch wenn Anleger kein Demokonto, sondern ein reales Depot eröffnet haben, müssen sie beim Klick auf „Kopieren“ zunächst keine Kosten befürchten.

Fazit: Bei den meisten Social Trading Plattformen ist der reine Kopiervorgang ohne Gebühr möglich.

Der Social Trading Anbieter eToro gilt als Marktführer

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Handelsgebühren beim Social Trading

Spread als Hauptkostenpunkt

Obwohl Kontoführung und das Folgen an sich gebührenfrei sind, entstehen beim Social Trading Kosten. Schließlich möchten die Broker für die Bereitstellung von Handelsplattform, Support und Infrastruktur entsprechend entlohnt werden. Genau wie beim herkömmlichen CFD-Trading auch, wird dabei in aller Regel über den sogenannten Spread abgerechnet. Es handelt sich um die Differenz aus An- und Verkaufskurs einer Position, die wiederum in sogenannten Pips gemessen wird. Ein Beispiel:

  • DAX: Der Kaufpreis für ein DAX-CFD liege bei 10.100 Punkten, der Verkaufspreis notiere in derselben Sekunde hingegen bei 10.099 Punkten. Somit liegt der Spread bei einem Pip.
  • Gold: Der Trader kann bei seinem Broker Gold für 1.100,59 US-Dollar kaufen, als Verkaufspreis werden 1.100,58 US-Dollar angeboten. Auch hier liegt der Spread bei einem Pip.
  • EUR/USD: Währungskurse werden hingegen mit vier Nachkommastellen publiziert. Entsprechend bezieht sich ein Pip dann auf die vierte Nachkommastelle.

Wie hoch der Spread ausfällt, hängt stark vom gehandelten Basiswert ab. Auch die Handelszeit spielt eine Rolle, auf die der Follower allerdings keinen Einfluss hat. Schließlich kopiert er nur die Positionen der Signalgeber, sorgt aber nicht selbst für dieses „operative“ Geschäft.

Zu beachten gilt es, dass sich der Spread zwischen Top Trader und Follower grundsätzlich nicht voneinander entscheidet. Beide Parteien tragen dieselben Handelskosten, weil andernfalls Trading-Entscheidungen verzerrt würden. Nur durch die Zeitverzögerung zwischen den beiden Positionseröffnungen, die bei eToro nur wenige Zehntelsekunden beträgt, kann es zu kleineren Abweichungen kommen.

Fazit: Beim Social Trading entstehen selbstverständlich Kosten, die allerdings meist ausschließlich durch den sogenannten Spread abgerechnet werden. Gemessen wird dieser Spread immer in Pips, der kleinsten, angezeigten Stelle eines Basiswerts. Zu beachten ist, dass sowohl der Top Trader als auch der Follower denselben Spread bezahlen, damit es nicht zu verzerrten Investmententscheidungen kommt.

Kommission kann bei Aktien-CFDs anfallen

So gut wie alle Basiswerte werden mittlerweile über den Spread abgerechnet. Nur in Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass der CFD-Broker stattdessen eine sogenannte Provision bzw. Kommission erhebt. Gängig ist dieses Kostenmodell etwa bei Aktien-CFDs oder wenn mit ETFs gehandelt wird. Ein Beispiel:

  • Die Kommission bei einem Broker betrage 0,1 Prozent.
  • Jetzt eröffnet der Trader eine Position auf die Daimler-Aktie und setze hierfür 100 Euro ein.
  • Zusätzlich werde ein Hebelfaktor von 1:10 verwendet.

Die genannte Kommission bezieht sich immer auf das gehebelte Kapital, in diesem Fall also 1.000 Euro. Somit betragen die Handelskosten genau 1 Euro und liegen damit immer noch weit unter denen, die bei herkömmlichen Brokern anfallen.

Ob das Kostenmodell „Spread“ oder die Kommission grundsätzlich günstiger ist, kann nicht pauschal entschieden werden. Vielmehr muss der Anleger im Einzelfall beurteilen, welcher Broker die besten Konditionen bietet.

Fazit: In einigen Fällen kann es vorkommen, dass Broker nicht über den Spread, sondern die sogenannte Kommission abrechnen. Hierbei handelt es sich um eine Provision, die prozentual am gehebelten Kapital bemessen wird.

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Ein- und Auszahlungen unter Umständen mit Social Trading Kosten verbunden

Ein bisher nicht genannter Zusatzkostenpunkt kann Einzahlungen und Auszahlungen vom Konto betreffen. Insbesondere Branchenführer eToro zeigt hier, dass diese Kosten in Rechnung gestellt werden können. Abhängig sind sie grundsätzlich von folgenden Faktoren:

  • Pauschale: Einige Broker – wie eben auch eToro – stellen eine pauschale Gebühr für Transaktionen in Rechnung. Fällig werden dann meist zwischen 5 und 25 Euro.
  • Währung: Wer sein Konto beispielsweise in US-Dollar führt, Kapital aber in Euro transferiert, muss für die Umrechnung der beiden Devisen Geld bezahlen. Abgerechnet wird hier meist ebenfalls über eine in Pips gemessene Pauschale. Durch aktuell schlechte Wechselkurse können darüber hinaus aber weitere Kosten entstehen.
  • Zahlungsmittel: Komplett unabhängig vom Broker sind hingegen Gebühren, die der Anbieter des Zahlungsmittels erhebt. Gängig ist eine solcher Kostenpunkt beispielsweise bei der Verwendung von Kreditkarten. Banken rechnen dann zwischen 0,5 und 2 Prozent der Überweisungssumme als Kostenpunkt ab.

Darüber hinaus entstehen allerdings beim Social Trading keine Extrakosten. Nur in seltenen Fällen zahlen Trader Geld, wenn sie beispielsweise an besonderen Schulungsmaßnahmen teilnehmen wollen oder exklusive Erweiterungen der Handelsplattform nutzen.

Fazit: Unter Umständen kann es vorkommen, dass der eigene Broker für Ein- und Auszahlungen von Kapital eine Gebühr verlangt. Zwischen 5 und 20 Euro betragen diese Pauschalen meist, können sich aber noch weiter erhöhen. Das ist meist dann der Fall, wenn Trader Kapital in Euro auf ihr Depot einzahlen, dieses Depot allerdings in einer anderen Währung geführt wird. Darüber hinaus entstehen Gebühren nur, sofern Anleger die Kreditkarte als Zahlungsmittel verwenden und die zuständige Bank für die Nutzung ein Entgelt in Rechnung stellt.

Beispiel für die Social Trading Kosten

Um zu verdeutlichen, wann welche Social Trading Kosten anfallen, sei ein kurzes Beispiel aus der Praxis detaillierter vorgestellt.

Der beispielhafte Follower folgt derzeit nur einem Top Trader, weil er sein Konto gerade erst eröffnet hat.

Dieser Signalgeber eröffne jetzt wiederum folgende Position:

  • Basiswert: DAX
  • Aktueller Kurs:000 Punkte

Würde der Trader diese Position – unabhängig vom Kapitaleinsatz und der Margin – direkt wieder schließen, so würde ihm der Broker einen Kurs von nur 12.998 Punkten bieten. Somit liegt der Spread bei 2 Pips. Mit diesem Wissen im Hinterkopf entscheidet sich der Signalgeber für die Positionseröffnung, die jetzt auch im Konto des Followers erfolgt.

Aufgrund der hohen Ordergeschwindigkeit entstehen zwischen den Kursen des Top Traders und denen des Followers keine Unterschiede. Auch der Follower muss daher einen Spread von 2 Pips für die eröffnete Position zahlen.

Fazit: Das Praxisbeispiel veranschaulicht noch einmal, dass Top Trader und Follower grundsätzlich den gleichen Spread zahlen müssen. Allerdings kann nur der Signalgeber entscheiden, wann und damit auch zu welchem Spread eine Position eröffnet wird.

Sicherheit wird bei eToro großgeschrieben

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Blick in das Preis-Leistungsverzeichnis hilft

Wer sich an dieser Stelle unsicher über die Handelskosten ist, die bei einer Social Trading Plattform anfallen, sollte die Websites der Broker aufrufen. Fast alle seriösen Unternehmen listen hier in einer Art Preis-Leistungsverzeichnis oder bestimmten Unterseiten auf, wie hoch beispielsweise der Spread ausfällt. Aber:

  • Fix oder variabel: Trader müssen sich genau informieren, ob der für die Positionseröffnungen erhobene Spread fix oder variabel ist. Handelt es sich um einen variablen Spread, so können sich die Social Trading Kosten abhängig von der Handelszeit stark verändern. Dann zahlen Trader tagsüber deutlich mehr Gebühren als in der Nacht. Der fixe Spread liegt hingegen immer etwas über dem geringsten, variablen Spread, kann dafür aber vom Broker nur in Nuancen angepasst werden.
  • Durchschnittlich oder minimal: Darüber hinaus ist bei den Angaben Vorsicht in Hinblick auf die Angabe des Spreads als Minimum- oder Durchschnittswert geboten. Oftmals versuchen Anbieter, mit sehr günstigen Spreads auf der Startseite ihrer Website zu werben. Meistens handelt es sich dann aber um Minimalwerte, die nur zu bestimmten Handelszeiten erreicht werden.

Neben dem Spread finden Trader im Preis-Leistungsverzeichnis aber auch alle weiteren Kostenpunkte, die beim Trading mit CFDs potenziell anfallen können. Es ist wichtig, sich vor der Kontoeröffnung genau über eben diese Gebühren zu informieren, sonst drohen im Nachhinein unangenehme Überraschungen.

Fazit: Bevor Anleger ein Konto bei einem Broker eröffnen, sollten sie einen Blick in das Preis-Leistungsverzeichnis des Unternehmens werfen. Schließlich finden sich hier übersichtlich alle Kostenpunkte, die beim Handel oder Transaktionen anfallen können. Nur auf Basis dieser Informationen lässt sich letztlich beurteilen, ob der Broker grundsätzlich als günstig oder teuer zu bewerten ist.

Social Trading Kosten für den Vergleich essenziell

Relevant sind die Social Trading Kosten nicht nur, wenn der Trader aktiv handelt. Insbesondere im Vorfeld der ersten Positionseröffnungen, also bei der Suche des Brokers, sollten diese Gebühren unbedingt berücksichtigt werden. Schließlich stellen die Kosten grundsätzlich das wichtigste Bewertungskriterium dar.

Doch sich allein auf die Gebühren bei einem Broker zu fokussieren, würde dem komplexen Thema des Tradings nicht gerecht:

  • Handelsmöglichkeiten: Viele Social Trader möchten nicht nur anderen Anlegern folgen, sondern auch selbst Positionen eröffnen oder gar zum Top Trader werden. Ist dies erwünscht, so sollte eine Plattform gewählt werden, die auch beim eigenständigen Handel überzeugen kann.
  • Produktangebot: Auch die verfügbaren Basiswerte sind von Interesse, obwohl der Anleger nicht selbst Positionen eröffnet. Doch die Top Trader profitieren wiederum davon, wenn ihnen eine recht breite Palette an handelbaren Underlyings geboten werden. Schließlich können sie so deutlich diversifiziertere Handelsstrategien erstellen.
  • Sicherheit: Auch das Thema Sicherheit ist beim Social Trading von zentraler Bedeutung. Wird der Broker in der EU reguliert? Hat er Mechanismen zum Schutz der Kundengelder eingerichtet? Wie ist es um die Datensicherheit bestellt. All diese Fragen beantworten seriöse Unternehmen schon direkt auf ihrer Website.

Fazit: Die Social Trading Kosten sind das wichtigste Vergleichskriterium von Brokern. Trader sollten bei einem Vergleich aber zusätzlich weitere Aspekte wie etwa das Produktangebot oder die Sicherheit einbeziehen, um wirklich den besten Anbieter finden zu können.

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Demokonto bei allen Brokern kostenfrei

Keine Social Trading Kosten entstehen hingegen, wenn der Anleger in einem Demokonto tradet. Hier stellen die Broker virtuelles Kapital zur Verfügung, mit dem alle Facetten der Handelsplattform ausgiebig getestet werden können. Insbesondere Einsteiger profitieren von diesem risikolosen Einstieg, wirken sich Verluste doch in keiner Weise auf das reale Handelskapital auf.

Darüber hinaus gleichen sich Live- und Testversion aber. Trader haben Zugriff auf alle Basiswerte und jedes Feature der Handelsplattform, das auch im späteren Echtgeldkonto genutzt werden kann. Zudem ist die Registrierung denkbar einfach: Bei den meisten Anbietern müssen Trader nur eine gültige E-Mail-Adresse hinterlegen, um mit dem Handel beginnen zu können.

Fazit: Wer bisher noch keine oder nur kaum Erfahrungen im Umgang mit dem Social Trading gemacht hat, der kann bei vielen Brokern ein sogenanntes Demokonto nutzen. In dieser Testversion steht ausschließlich virtuelles Kapital zur Verfügung, dessen Verlust sich nicht negativ auf das eigene Vermögen auswirkt.

Fazit: Social Trading Kosten fast ausschließlich Spread oder Kommission

Auch beim Social Trading kommen Anleger nicht umher, einige Gebühren zu zahlen. Überraschenderweise unterscheiden sich die Kostenpunkte aber nicht von denen, die auch beim herkömmlichen Trading mit CFDs entstehen. So zahlen Trader grundsätzlich keine Depotgebühr und auch das reine Kopieren der Signalgeber ist noch nicht mit Kosten verbunden. Abgerechnet wird erst, wenn der Top Trader tatsächlich Positionen erstellt und der Follower diese aktiv kopiert. Fällig wird bei fast allen Brokern entweder ein Spread oder eine Provision. Dabei unterscheiden sich die Kosten des Top Traders und die des Followers allerdings nicht voneinander, so dass Anlageentscheidungen nicht verzerrt werden können.

Social Trading Plattform Vergleich

Author: ChristianHabeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfrisitig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden.

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