ETF des Monats Mai: Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D

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Der Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D gehört zu unseren ETFs des Monats Mai. Er deckt nicht nur den TecDAX ab, sondern enthält darüber hinaus auch Werte aus dem SDAX und MDAX. Damit verspricht der ETF Anleger die Möglichkeit, von der Stabilität und den Wachstumschancen des deutschen Mittelstands profitieren zu können.
Allerdings weist gerade dieser ETF einige Schwäche auf und ist nicht nur deswegen nicht für jeden Anleger geeignet. Wir informieren Sie über die wichtigsten Daten und Eigenschaften des ETFs.

Fondsgesellschaft und -VerwalterXtrackers
DepotbankState Street Custodial Services (Ireland) Limited
ISINIE00B9MRJJ36
WKNA1T795
AnlagekategorieAktien Deutschland, MidCaps
WährungEuro
FondsdomizilIrland
Auflagedatum09.01.2014
Zugelassen inDeutschland, Österreich,
ErtragsverwendungAusschüttend, vierteljährlicher Turnus
AbbildungsartVollständig replizierend
TER*0,40 %
Fondsvolumen88 Mio. EUR
Morningstar Rating***

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Welcher Index liegt dem ETF zugrunde?

Der Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1 D versucht, den Solactive Mittelstand & Midcap Deutschland Index möglichst genau abzubilden. Solactive ist ein deutscher Index-Anbieter, der sich beispielsweise auch für die FAZ-Indizes verantwortlich zeigt und insgesamt mehr als 3.000 Indizes berechnet.

Der Solactive Mittelstand & Midcap Deutschland Index setzt sich aus 70 mittelständischen Unternehmen zusammen, die an der Xetra gelistet sein und einen hohen Streubesitz aufweisen müssen. Die Unternehmen werden nämlich hinsichtlich der Streubesitz-Marktkapitalisierung geordnet und der Index widmet sich dann den Unternehmen, die hinsichtlich dieses Wertes auf den Plätzen 31 bis 100 zu finden sind. Allerdings gibt es die Sonderregelung, dass die Gewichtung erhöht wird, wenn mehr als 5 % der Aktien von Gründern oder dem aktuellen Management gehalten wird. Dies beruht auf der Idee, dass die Geschäftsführung bei starker finanziellen Involviertheit besonders engagiert ist und sich mit der Aktiengesellschaft besonders identifiziert.

Oberflächlich betrachtet enthält der Index vor allem Aktiengesellschaften, die auch in den folgenden Indizes enthalten sind:

  • TecDAX
  • MDAX
  • SDAX

Dementsprechend gilt der Index auch als Index, der die wichtigsten Werte unterhalb des DAX abbildet. Prinzipiell wäre es natürlich auch möglich, dass nach den oben genannten Kriterien ein DAX-Mitglied Teil des Index wird, das stark an Marktkapitalisierung verloren hat und noch nicht durch ein neues Mitglied ersetzt wurde.

So setzt sich der Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany zusammen

Der Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS bildet 70 mittelständische Unternehmen Deutschlands ab und setzt sich dementsprechend ausschließlich aus deutschen Aktiengesellschaften zusammen. Da es sich bei dem ETF um einen physisch replizierenden ETF handelt, werden die Aktien auch tatsächlich erworben und der Index auf diese Weise möglichst genau abgebildet.

Grundsätzlich handelt es sich bei dem Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS um einen sehr ausgewogenen ETF, was das Investment in einzelne Unternehmen angeht. Derzeit ist keine Aktie mit mehr als vier Prozent vertreten. Zu den Unternehmen, die derzeit am häufigsten gelistet sind, zählen:

  • Brenntag AG mit 3,97 %
  • LEG Immobilen AG mit 3,87 %
  • Sartorius AG mit 3,34 %
  • Siemens Healthineers AG mit 3,14 %

Alle anderen AGs sind mit unter drei Prozent vertreten.

ETF des Monats Mai

Die enthaltenen Branchen sind natürlich sehr divers und bilden einige der wichtigsten Wirtschaftszweige ab. Die Industrie ist mit 24,06 % die wichtigste Branche, gefolgt von zyklischen Konsumgütern (15,20 %), Telekommunikationsdienstleistern (15,11 %), Gesundheit und Healthcare (12,94 %) und Grundstoffe (11,16 %). Auch Immobilien, nicht-zyklische Konsumgüter und Versorger sind enthalten.

Die enthaltenen Unternehmen entstammen hinsichtlich der Größe natürlich vor allem dem Mittelstand, wobei der zugrundeliegende Index diesen Begriff jedoch nicht ausreichend definiert, sondern sich natürlich vor allem an den größten Indizes Deutschland orientiert, ohne dabei eine absolute Grenze zu ziehen. Auch wenn der Index sich namentlich nur auf Midcaps bezieht, sind auch Small Caps enthalten. Banken und Versicherungsunternehmen sind ausgeschlossen.

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Anlagestrategie und Zielgruppe des Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D

Der Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D möchte die Wertentwicklung des Solactive Mittelstand & MidCap Deutschland Index so genau wie möglich abbilden und nutzt dazu eine physische und vollständige Replikation. Der ETF ist grundsätzlich ausschüttend, allerdings konnte der ETF nicht immer Erträge erwirtschaften, sodass er teilweise unter der Ertragsverwendung als „Mischform“ geführt wird. Der Ausschüttungstermin ist im April 2019, grundsätzlich können allerdings bis zu vier jährliche Ausschüttungen vorgenommen werden.

Der ETF richtet sich an Privatkunden mit Basiskenntnissen und Erfahrungen mit Finanzprodukten wie ETFs. Der ETF eignet sich nach Angaben der Emittentin zur allgemeinen Vermögensbildung und Vermögensoptimierung. Anlegern wird grundsätzlich empfohlen, einen mittelfristigen (3 – 5 Jahre) bis langfristigen (länger als 5 Jahre) Anlagehorizont anzustreben. Der ETF ist im direkten Kauf auf Kunden aus Deutschland und Österreich beschränkt. Anleger müssen natürlich grundsätzlich in der Lage sein, im Ernstfall auch einen komplett Verlust ihres Kapitals zu verkraften.

Der ETF richtet sich ohne Frage an risikobewusste Anleger und wird sowohl als Risikoindikator als auch beim Risiko-/Renditeprofil in die Kategorie 4 eingeordnet, sodass Anleger durchaus Mut zum Risiko mitbringen müssen.

Der ETF ist zudem auch sparplanfähig. Dementsprechend eignet er sich auch für den Vermögensaufbau, auch wenn dieser Zweck nicht explizit durch die Fondsgesellschaft definiert wurde. Anlagen sind zudem auch VL-zulagenberechtigt.

Die Kosten des Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D

Ob sich ein Investment in den Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany lohnt, wird natürlich nicht unwesentlich durch die regelmäßigen Kosten bestimmt, die für die Verwaltung des ETFs anfallen. Die TER mit 0,40 % bewegt sich dabei in einem fairen Rahmen, gerade gemessen daran, dass es sich um einen recht unbekannten Index und einen kleinen ETF handelt, der den Index zudem physisch repliziert.

Allerdings gibt es abgesehen davon recht wenig Gründe, warum der ETF teurer sein soll. So kann und muss der ETF beispielsweise keine Währungsrisiken absichern und tut dies natürlich auch nicht. Außerdem darf er Wertpapierleihgeschäfte zur Kostenreduzierung durchführen und so die Gesamtkosten deutlich senken.

Dennoch ist es der Fondsgesellschaft in der Vergangenheit nicht immer gelungen, die Kostenobergrenze einzuhalten. So betrugen die laufenden Fondskosten zuletzt 0,46 %.

Interessant ist natürlich auch immer, wie teuer es ist, den ETF anzuschaffen. Hierbei verlangt die Fondsgesellschaft für Direkteinkäufer den üblichen Satz von 0,20 % bei Kauf und Verkauf. Beim Börsenkauf fallen hingegen die Kosten an, die vom Broker üblicherweise erhoben werden. Auch bei Sparplänen bestimmten die Gebühren des Brokers die jeweiligen Kosten. Aktionen, in denen dieser ETF kostenfrei oder reduziert erworben werden kann, sind eher selten.

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Weitere wichtige Kennzahlen des ETFs

Der Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D zählt zu den kleineren ETFs, die auf dem Markt sind. Unter 88 Millionen Euro haben Anleger bislang in diesen passiven Indexfonds investiert. Damit liegt der ETF deutlich unter dem Fondsvolumen, das von vielen Anlageberatern als ausreichend angesehen wird. Der ETF wurde am 09.01.2014 aufgelegt und weist somit ein Alter auf, indem Finanzberater als zuverlässig ansehen. Fonds mit diesem Alter können die bisherigen Kennzahlen in der Regel bestätigen.

Im letzten Jahr konnte der ETF die folgenden Werter vorweisen:

  • Volatilität 19,03 %
  • Tracking Error: 7,42
  • Information Ratio: -0,09
  • Sharpe-Ratio: – 0,37

ETF des Monats Mai

An diesen Kennzahlen zeigt sich auch, dass Anleger teilweise ein recht hohes Risiko eingehen. Eine Volatilität von 19,03 % ist natürlich nicht unbedingt für sicherheitsbewusste Anleger geeignet. Dies bestätigt sich auch durch den Maximum Drawdown, der für den zugrundliegenden Index bei -26,3 % liegt. VaR 95 ist für das letzte Jahr -29.9 %, seit Veröffentlichung sogar -34,3 %.

Die Performance hat im letzten Jahr kaum einen Anleger zufrieden stellen können. Im letzten Jahr hat der Index 15,5 % verloren. Dennoch kann die Benchmark eine durchschnittliche Rendite von 7,9 % vorweisen.

Grundsätzlich müssen Anleger also damit rechnen, mit dem Index ein recht hohes Risiko einzugehen, ohne dass dieses derzeit durch die Performance eindeutig gerechtfertigt wäre.

Profil der Fondsgesellschaft Xtrackers

Produkte der Fondsgesellschaft waren bis 2018 auch unter dem Namen db X-Trackers bekannt. Hieran erkannten auch uninformierte Interessenten deutlich schneller, wer letztlich hinter dem Angebot steckt, nämlich die Deutsche Bank. Um genau zu sein zeigt sich allerdings die DWS Group für das Angebot Xtrackers verantwortlich. Der Vermögensverwalter der Deutsche Bank kann dabei durchaus beeindruckende Statistiken vorweisen:

  • 662 Milliarden verwaltete Vermögenswerte
  • 60 Jahre Expertise bei Investments
  • 157 Morningstar mit 4 oder 5 Sternen prämierte Fonds
  • 3.600 Mitarbeiter weltweit

Damit kann der Vermögensverwalter natürlich auf reichlich Knowhow zurückgreifen und hat auch die Möglichkeiten, Strategien effizient umzusetzen.

Xtrackers ist auf dem ETF-Markt dennoch ein eher kleinerer Anbieter, nachdem zahlreiche Konsolidierungswellen dazu geführt hat, dass viele ETF-Anbieter von größeren übernommen wurden. Xtrackers setzt bei seinen ETFs deswegen vor allem auf zwei unterschiedliche Strategien: Zum einen bietet die Fondsgesellschaft günstige Core-ETFs mit geringen Pauschalgebühren auf sehr bekannte Indizes.

Zum anderen legt das Unternehmen jedoch auch einige innovative oder zumindest ungewöhnliche ETFs auf, die jedoch durchaus auch für eine breite Masse an Anlegern interessant sein kann. Ein Beispiel hierfür wäre beispielsweise ein ETF auf Tagesgeld. Auch in den Emerging Markets ist die Fondsgesellschaft aktiv und bietet dort einige interessante Exoten.

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Für wen eignet sich der ETF auf den Mittelstand & MidCap Germany?

Der Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ermöglicht es im Optimalfall, von sogenannten Hidden Champions zu profitieren, also in AGs zu investieren, die tatsächlich zu den eher unbekannteren Unternehmen gehören, jedoch stabile Renditen erwirtschaften können oder sogar besonders große Wachstumschancen nutzen können. Sie sind oft nicht so stark durch Konkurrenz beeinträchtig und können deswegen von vergleichsweise hohen Margen profitieren. Grundsätzlich ist natürlich der Plan hinter dem Index, dass Anleger zum einen die Sicherheit und Stabilität der größeren Unternehmen nutzen können, breit und mit geringem Klumpenrisiko diversifizieren und zugleich Wachstumschancen durch die kleineren oder moderneren Unternehmen nutzen können.

Anleger sollten deswegen eine relativ hohe Risikofreude aufweisen. Grundsätzlich ist dieser Index riskanter als der DAX, aber auch als der MDAX. Zugleich weist er jedoch auch bessere Wachstumschancen auf und kann zudem mit einer guten Dividendenrendite punkten, die zuletzt immerhin über zwei Prozent lag.

ETF des Monats Mai

Im Vergleich zu einem reinen Investment in den TecDAX können Nutzer ihr Portfolio mit diesem ETF also deutlich breiter diversifizieren. Was jedoch natürlich bleibt ist ein sehr starker Fokus auf dem deutschen Markt, sodass Anleger hier einen klaren Schwerpunkt setzen wollen sollten. Dies geschieht jedoch in der Regel nicht aus rationalen Beweggründen, sondern weil viele deutsche bevorzugt in den eigenen Markt investieren, ohne die Kennzahlen zu beachten. Wer sich damit wohler fühlt, kann dies natürlich tun, er sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es möglicherweise bessere Alternativen gibt.

Alternativen zum Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS

Unser ETF des Monats Mai ist eigentlich der TecDAX, deswegen müssen wir natürlich auch auf den iShares TecDAX UCITS ETF und den ComStage 1 TecDAX UCITS ETF verweisen. Bei beiden handelt es sich um physisch replizierende ETFs auf den TecDAX. Sie haben natürlich im Zweifel den Nachteil noch deutlich weniger zu diversifizieren und nicht nur ausschließlich Deutschland als Investmentregion zu nutzen, sondern darüber hinaus auch die Technologie-Branche als Schwerpunkt zu setzen. Wer von den Wachstumschancen des TecDAX im Besonderen profitieren möchte, findet hier jedoch spezialisierte Investmentmöglichkeit, die sich möglicherweise besser eignen.

So ist es beispielsweise möglich, Technologie-Indizes zu finden, die alle Industrienationen abdecken. Ein Beispiel hierfür wäre der Dow Jones Technology 500. Der Vorteil dabei ist nicht nur die Internationalität, sondern auch, dass Anleger hier direkt in 500 Unternehmen investieren können und nicht nur in 30. Eine Alternative für alle, die vor allem auf den europäischen Raum setzen und auch kleinere Aktiengesellschaften dadurch ins Portfolio erhalten möchten, ist der EuroStoxx 600 Technology-Index.

Für alle Anleger, die vor allem deswegen in den Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS investieren möchten, weil sie an mittelständischen Unternehmen interessiert sind, könnten die folgenden Indizes noch besser geeignet sein:

  • S&P MidCap 400
  • MCSI Europe Mid Cap
  • MSCI World Small Cap
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Fazit: Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany ETF mit Vor- und Nachteilen

Depot TestDer Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D ist fraglos nicht unbedingt ein ETF, der sich für jeden Anleger eignet. Um in einem durchschnittlichen, gut diversifizierten ETF einen Platz zu finden, ist das regionale Risiko durch den Fokus auf Deutschland zu groß.

Dabei klingt es natürlich vielversprechend, in den deutschen Mittelstand zu investieren. Er gilt als stabil bei gleichzeitig großen Wachstumschancen und deckt einige der wichtigsten deutschen Indizes ab.

Etwas kritisch ist allerdings zu sehen, dass die Kennzahlen des ETFs nicht unbedingt optimal sind. Eine negative Sharpe Ratio lässt vermuten, dass es für Anleger auch in Zukunft möglicherweise bessere Investments gibt. Auch bei den Fondsratings schneidet der ETF dementsprechend nicht ganz optimal ab.

Anleger, die sich für den Index und den ETF interessieren, sollten deswegen ihre Alternativen prüfen, bevor sie sich für eine Investition in den Xtrackers Mittelstand & MidCap Germany UCITS ETF 1D entscheiden.

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