Aktien kaufen für Anfänger – Die Grundlagen

Mit dem aktiven Kauf und Verkauf von Aktien – das sind Anteile eines Unternehmens, die in Form eines Wertpapiers vorliegen – können Sie Ihr finanzielles Schicksal in die eigenen Hände nehmen! Wenn Sie in den Aktienhandel einsteigen wollen, brauchen Sie ein Wertpapierdepot. Und eine solide Informationsgrundlage, auf der Sie Ihre Trading-Entscheidungen treffen. Die Redaktion von Depotvergleich.com hat für Sie die Grundlagen für den Aktienkauf als Anfänger zusammengestellt.


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Inhaltsverzeichnis

  • Das Wichtigste für Sie auf einen Blick
  • Aktien kaufen für Anfänger – Ein „Crash-Kurs" mit den wichtigsten Grundlagen
    • 1. Was ist eine Aktie?
    • 2. Aktien kaufen, wie geht das?
    • 3. Kosten beim Aktienkauf- und Verkauf
  • Aktienkauf für Anfänger: Informationen sind meist kostenfrei erhältlich
    • Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen folgende Maßnahmen:
    • Die wichtigsten Kennzahlen der Fundamentalanalyse sind:
  • Aktienkauf für Anfänger: Ist ein Aktiendepot für mich sinnvoll?
    • Ein Wertpapierdepot ist für eine große Zielgruppe geeignet:
  • Unser Fazit: Aktiendepot eröffnen, Aktien kaufen, Aktien verkaufen – Gewinne versteuern

Das Wichtigste für Sie auf einen Blick

Aktien kaufen für Anfänger: Wir klären für Sie wichtige Fragen wie

  • „Was ist eine Aktie?"
  • „Wie viele Börsenplätze gibt es in Deutschland?"
  • „Aktien kaufen wie geht das?"
  • „Ist der Kauf und Verkauf von Aktien mit Kosten verbunden?"
  • „Woher bekomme ich valide Informationen über Unternehmen und deren Aktien?"

Viele Aktienkauf-Anfänger sind gleichzeitig auch Kleinanleger mit einem Startkapital zwischen 5.000 und 10.000 Euro und brauchen deswegen ein Wertpapierdepot für Kleinanleger: Nicht jeder Broker bietet ein Aktiendepot, dass auf die Anforderungen von Kleinanlegern zugeschnitten ist. Und längst nicht jeder Anbieter passt auch zu Ihrem ganz individuellen Profil als Anleger. Nutzen Sie unsere Checkliste, anhand derer Sie einen seriösen Broker für Kleinanleger eindeutig identifizieren können. Die Auswahl des perfekt passenden Brokers ist nämlich keine langweilige Pflichtübung, sondern schon Ihre erste aktive Investitionsentscheidung als Anleger!

Gewinne aus dem Verkauf von Aktien sind in Deutschland steuerpflichtig, die fällige Steuer trägt den Namen Abgeltungssteuer. Sie setzt sich aus der Abgeltungssteuer, dem Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls einem Kirchensteuer-Anteil zusammen. Unter folgendem Link erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Abgeltungssteuer.

Depotumzug: Falls Sie bereits ein eigenes Wertpapierdepot besitzen, aber mit dem aktuellen Anbieter nicht zufrieden sind, kann ein Depotwechsel eine gute Lösung sein. Es gibt in der Praxis eine Menge guter Gründe mit dem Depot umzuziehen: Zu hohe Gebühren für die Depotführung, zu hohe Kosten pro Order, unerfreulich hohe Orderprovisionen und zu niedrige Zinsen auf dem Verrechnungskonto. Ihr mutiger Entschluss für einen Depotumzug soll natürlich belohnt werden.

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Aktien kaufen für Anfänger – Ein „Crash-Kurs" mit den wichtigsten Grundlagen

gebuehren1. Was ist eine Aktie?

Eine Aktie steht für einen Teil eines Unternehmens. Wenn Sie ein solches Wertpapier kaufen, werden Sie Anteilseigner dieses Unternehmens. Der Kurs einer inländischen Aktie wird in Euro notiert. Aktien können sowohl an einer Börse als auch außerbörslich gehandelt werden. Der größte Teil des Aktienhandels-Volumens in Deutschland wird über das vollelektronische XETRA-System der Deutsche Börse AG abgewickelt. Der Kurs einer Aktie wird aber nicht nur dort notiert, sondern auch an weiteren Börsenplätzen, den sogenannten Regionalbörsen. Diese befinden sich in Berlin, Düsseldorf Hamburg-Hannover, München und Stuttgart.

Die Bedeutung der Regionalbörsen hat in den vergangenen Jahren durch die immer stärkere Dominanz des Frankfurter XETRA-Handels stark abgenommen. Als Aktien-Inhaber können Sie berechtigt sein eine Dividende zu erhalten, das ist ein Anteil an der Gewinnausschüttung des Unternehmens an seine Anteilseigner. Ob eine Dividende ausgeschüttet wird und in welcher Höhe wird auf der alljährlichen Aktionärs-Hauptversammlung eines Unternehmens entschieden. Um Dividenden-berechtigt zu sein, müssen Sie allerdings spätestens 6 Wochen VOR dem Termin der Hauptversammlung Besitzer der Aktien werden. Bei Unternehmen, die kontinuierlich hohe Dividenden ausschütten, kann es sogar sinnvoll sein, Aktien nur wegen der Dividendenausschüttung zu kaufen.

erfahrungen_schreibenJeder Aktie ist eine Kennziffer zur eindeutigen Identifizierung zugeordnet. im Jahre 2003 wurde das bis dahin geltende deutsche System der Wertpapierkennnummer (kurz: WKN) durch das internationale System der International Securities Identification Number (kurz: ISIN) ersetzt. Mit Hilfe der zwölfstelligen ISIN-Kennziffer lässt sich jede Aktie weltweit unzweifelhaft identifizieren, eine entscheidende Grundvoraussetzung für den fehlerfreien Handel.

Ein konkretes Beispiel anhand der Aktie des Versicherungskonzerns Allianz:

WKN (alt, aber noch in Gebrauch): 840400

ISIN (neuer Standard, wir empfehlen die konsequente Nutzung der ISIN): DE0008404005

Die alte Wertpapierkennnummer ist also auch heute noch integraler Bestandteil der neuen international einheitlichen Kennung. So setzt sich eine International Securities Identification Number zusammen:

Beispiel 1) Allianz SE

Ländercode                       Nationale Kennnummer (NSIN)                                                              Eine Prüfziffer

DE                                          000840400                                                                                                        5

(für Deutschland)           (3 führende Nullen + alte WKN)

 

Beispiel 2) Microsoft Corporation

Ländercode                       Kennnummer für USA und Kanada (CUSIP)                       Eine Prüfziffer

US                                         594918104                                                                                                        5

(für die USA)                     (CUSIP)

Hier erhalten Sie interessante weiterführende Informationen zum ISIN-Standard und zur Berechnung der Prüfziffer.

2. Aktien kaufen, wie geht das?

Anhand der ISIN kann eine Aktie eindeutig identifiziert werden. Der Kauf an sich erfolgt dann ganz einfach per Mausklick über den Online-Broker. Jeder Broker bietet eine etwas andere Handelsumgebung, die in der Regel aber intuitiv und einfach zu handhaben ist. Einige Broker bieten auch ein kostenloses Demokonto oder Musterdepot, um potenziellen Kunden vor der Kontoeröffnung die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild zu machen. Sofort nachdem das Handelskonto kapitalisiert wurde, also die erste Einzahlung des Kunden erfolgt ist, kann gehandelt werden.

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3. Kosten beim Aktienkauf- und Verkauf

Der Kauf und Verkauf von Aktien und anderen klassischen Wertpapieren ist mit Kosten verbunden. In den meisten Fällen setzt sich die sogenannte Ordergebühr aus einem Grundentgelt und einer Orderprovision zusammen. Die Orderprovision ist ein sehr kleiner prozentualer Anteil von Ihrem Ordervolumen. Je mehr Aktien Sie auf einen Schlag kaufen oder verkaufen, desto höher fällt die Provision für den Depot-Anbieter aus. Um auch Kunden mit hohen Handelsumsätzen anzulocken wird die Orderprovision bei so gut wie allen Anbietern bei einem Maximalwert gedeckelt.

Aktienkauf für Anfänger: Informationen sind meist kostenfrei erhältlich

Die entscheidende Grundlage für einen erfolgreichen Handel mit Aktien sind INFORMATIONEN! Sie können viele der benötigten Informationen im Internet abrufen, allerdings nicht immer kostenfrei.

  • Pressemeldungen des Unternehmens selbst
  • Branchennachrichten von Verbänden
  • Informationen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung vom Statistischen Bundesamt
  • Wichtige Nachrichtenagenturen wie Agence France-Presse, Associated Press, Bloomberg News, Deutsche Presse-Agentur, Dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten, ITAR-TASS, Reuters, etc.
  • Die Wirtschafts- und Börsenberichterstattung im der TV-Sender Phoenix, n-tv und ARD

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen folgende Maßnahmen:

  • Austausch mit Anlegern aus Ihrem Freundes- oder Kollegenkreis
  • Den regelmäßigen Besuch von Social-Trading-Plattformen wie Wikifolio, Sharewise oder TradingView
  • Das gelegentliche Gespräch mit dem Bankberater Ihrer Hausbank
  • Wenn sich die Möglichkeit ergibt: Gespräche mit Menschen, die selbst in börsennotierten Unternehmen arbeiten

anfaengerEs geht dabei weniger um konkrete Tipps für eine bestimmte Aktie, sondern um möglichst viel Input für ein schlüssiges Stimmungsbild. Denn die Aktienmärkte haben enorm viel mit Psychologie, vor allem Massenpsychologie, zu tun.

Hier können Sie von der Webseite der Universität Würzburg eine interessante PowerPoint-Präsentation zu diesem Thema herunterladen.

Auf Basis der so gesammelten Informationen steigen Sie in die Fundamentalanalyse von interessanten Unternehmen ein. Beschränken Sie sich dabei zu Anfang auf maximal zwei Branchen und erstellen Sie eine Liste aller relevanten Unternehmen. Von jedem Unternehmen brauchen Sie aktuelle Daten zum Aktienkurs, dem Unternehmensgewinn, dem Buchwert des Unternehmens und dem Umsatz des Unternehmens. Dazu kommen Daten zum Cashflow, zur Gesamtkapitalrendite und der Eigenkapitalquote. Diese Informationen sind auf zahlreichen Online-Plattformen kostenfrei abrufbar, im Zweifelsfall hilft auch ein Blick in den jüngsten Geschäftsbericht eines Unternehmens. Diese finden Sie in aller Regel als PDF-Download auf der Unternehmenswebseite.

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Die wichtigsten Kennzahlen der Fundamentalanalyse sind:

  • a) Kurs-Gewinn-Verhältnis (Abkürzung: KGV)
  • b) Kurs-Buchwert-Verhältnis (Abkürzung: KBV)
  • c) Kurs-Umsatz-Verhältnis (Abkürzung: KUV)
  • d) Kurs-Cashflow-Verhältnis (Abkürzung: KCV)
  • e) Gesamtkapitalrendite
  • f) Eigenkapitalquote

VerbrauchertippsAnhand dieser Zahlen können Sie mit etwas Aufwand aktuell unterbewertete Aktien finden, deren Aktienkurse nicht ganz den aktuellen Wert des Unternehmens widerspiegeln. Dies können Unternehmen sein, bei denen sich eine Investition lohnt. Ein niedriger Kurs kann aber auch andere Ursachen als eine Unterbewertung haben, zum Beispiel wenn sich ein Unternehmen – oder eine ganze Branche – in der Krise befindet.

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Aktienkauf für Anfänger: Ist ein Aktiendepot für mich sinnvoll?

  1. Ein eigenes Aktiendepot ist sinnvoll, wenn Sie künftig Ihre Renditechancen selbst in die Hand nehmen wollen.
  2. Eine aktive Geldanlage ist empfehlenswert, wenn Sie nicht zusehen wollen, wie die Inflation Ihre Zinsen auffrisst.
  3. Ein Aktiendepot ist für Sie sinnvoll, wenn Sie höhere Renditen erzielen wollen als mit Sparbüchern, Festgeldkonten und Tagesgeldkonten möglich sind.
  4. Ein Depot ist etwas für aktive Anleger. Aktiv bedeutet natürlich nicht, jeden Tag mit Wertpapieren handeln zu müssen, auch eine langfristig angelegte Anlagestrategie mit einem Zeithorizont von Monaten oder Jahre kann sehr lukrativ sein.

Ein Wertpapierdepot ist für eine große Zielgruppe geeignet:

  • Als BWL-Student/in haben Sie bereits eine Menge Wissen über die Funktionsweise von Unternehmen und Märkten
  • Ab der ersten Berufstätigkeit können Sie das notwendige Startkapital schnell ansparen und als Trader aktiv werden
  • Als junger Familienvater sind die Einnahmen aus dem Aktienhandel eine willkommene Ergänzung zum normalen Einkommen
  • Eine kleine Erbschaft oder Schenkung aus der Verwandtschaft ist die perfekte Grundlage für die Investition in Wertpapiere
  • Als erfolgreiche Selbständige sollten Sie einen Teil Ihrer Rücklagen gewinnbringend auf einem Aktiendepot investieren
  • Als Teil der Generation 50+ können Sie mit einem aktiv geführten Wertpapier-Depot Ihre Altersvorsorge optimieren

Unser Fazit: Aktiendepot eröffnen, Aktien kaufen, Aktien verkaufen – Gewinne versteuern

fazitEin Wertpapierdepot ist schnell eröffnet, auch wenn Sie „nur" Kleinanleger sind. Bestes Depot für Kleinanleger und Aktien-Anfänger ist unserer Einschätzung nach Depot-Angebot von DEGIRO. Das Aktiendepot eröffnen an sich ist nicht das Problem und nach einer Eingewöhnungsphase, in der Sie lediglich aufmerksam den deutschen Aktienmarkt beobachten, können Sie Ihre ersten Aktien kaufen. Wenn Sie im Vorfeld saubere Recherche-Arbeit geleistet haben, stehen Ihre Chancen nicht schlecht, dass Sie bald eine Aktien-Position mit Gewinn verkaufen. Um die Versteuerung der Gewinne brauchen Sie sich bei einem einheimischen Depotanbieter nicht zu kümmern, dieser übernimmt den Abzug von Abgeltungssteuer, Soli-Zuschlag und Kirchensteuer direkt in Ihrem Depot und lässt Ihnen zusätzlich am Jahresende eine Steuerbescheinigung zukommen.

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1. Devisenhandel lernen – die Grundlagen für Anfänger
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