Wie Anfänger erfolgreich Aktien handeln können

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Inhaltsverzeichnis

  • Eine einfache Strategie für Börsenstarter
  • So können Sie an der Börse erfolgreich sein, obwohl Sie ein absoluter Anfänger sind
    • Eine einfache Aktien-Strategie für Neulinge:
    • Handelsanweisung zum MACD:
    • Backtest-Ergebnis mit den 30 Aktien des TecDAX, nur Long-Trades:
  • Börse ist einfach und schwer zugleich

Eine einfache Strategie für Börsenstarter

Sie sind Anfänger und haben von Aktien keinen blassen Schimmer? Dann können Sie sich das Leben auch einfach machen und Ihr Anlagekapital in fremde Hände geben. So genannte Experten werden die Aktienauswahl vornehmen und Ihnen einmal jährlich einen Kontoauszug zusenden.

Mit dieser Lösung würden Sie nicht nur die Verantwortung für Ihr Kapital abgeben, sondern erwiesen sich auch als faul und feige. Habe ich Sie jetzt beleidigt? Sorry wegen der harten Worte, aber es geht hier um die richtige Einstellung zur Börse — und zum eigenverantwortlichen Handeln. Wenn Sie ein guter Trader werden wollen, dann müssen Sie Ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Wichtige Entscheidungen müssen Sie immer selbst treffen.

So können Sie an der Börse erfolgreich sein, obwohl Sie ein absoluter Anfänger sind

Um langfristig erfolgreich an der Börse zu spekulieren, benötigen Sie Wissen und Erfahrung. Um aber an der Börse zu starten, ist dieses profunde Börsenwissen nicht zwingend notwendig. Alles, was Sie benötigen, ist ein geschickter Handelsansatz. Wie Sie Ihren ersten Börsenerfolg starten können, steht in der folgenden Anleitung.

Eine einfache Aktien-Strategie für Neulinge:

1. Das Wichtigste ist die Aktienauswahl

Da Sie keine Vorkenntnisse besitzen, ist der einfachste Weg, eines der großen Börsenmagazine zu kaufen. Ein Börsenmagazin funktioniert wie eine Promotion-Tour für eine Aktie. Meist werden im Börsenmagazin mehrere Aktien empfohlen. Es wird Sie überraschen, aber es ist nicht wichtig, welche dieser Aktien Sie auswählen (Ausnahme siehe Punkt 3).

Nur die Auflage dieser Zeitung ist wichtig. Denn der Handelsansatz funktioniert am besten, wenn das Magazin eine große Leserschaft hat.

2. Die Aktie muss im Muster-Depot des Magazins sein

Vermutlich können Sie die Aktie weder ständig beobachten noch fundamental durchleuchten. Es ist deshalb von großem Vorteil, wenn die Aktie zum Muster-Depot des Magazins gehört. Dort wird die Aktie vom Magazin ständig beobachtet und bewertet. Sie erfahren es auch zeitnah, sobald es Neuigkeiten oder Besonderheiten über diese Aktie zu berichten gibt.

3. Vorsicht vor kleinen Unternehmen mit kleiner Marktkapitalisierung

Oft erfährt eine Aktie schon deshalb kurzfristigen Auftrieb, weil sie in das Muster-Depot des Magazins aufgenommen wurde.

Achtung! In der Vergangenheit wurden Chefredakteure rechtskräftig verurteilt, weil sie auf diese Weise den Kurs von Aktien manipuliert hatten. In den jeweiligen Fällen waren kleine Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung empfohlen worden.

Der Betrug bestand darin, dass vor Erscheinen des Magazins durch Mittelsmänner ein Einstieg in die empfohlene Aktie erfolgte. Die Geschädigten waren die Leser des Magazins, die nach der Empfehlung den Einstieg wagten und dadurch dem Aktienkurs beträchtlich Auftrieb gaben, aber damit auch zu teuer kauften. Aus diesem Grund sollten Sie sich bei der Auswahl für Aktien entscheiden, die in einem bekannten Index gelistet sind (zum Beispiel DAX, TecDAX oder Nasdaq100).

4. Der Ein- und Ausstieg aus der Aktie

Damit Sie nicht zu teuer kaufen, empfiehlt es sich, den Einstieg fundiert zu planen. Grundsätzlich ist ein Aufwärtstrend der Aktie von Vorteil.

Den Zeitpunkt des Einstiegs können Sie zum Beispiel mit einem technischen Indikator sehr gut bestimmen. Ich empfehle Ihnen dazu den MACD (Moving-Average-Convergence-Divergence). Diesen einfachen Indikator finden Sie in jedem Börsen-Chartprogramm. Auch im Internet gibt es viele Möglichkeiten, den Indikator zu studieren. Der MACD ist in erster Linie ein Trendindikator und ermöglicht Ihnen das Timing von Ein- und Ausstieg. (konkrete Handelsanweisung siehe unten)

5. Riskieren Sie nicht zu viel

Falls Sie eine Fehlentscheidung treffen, ist das nicht dramatisch, wenn Sie Ihr Verlustrisiko klein halten. Ein potenzieller Verlustbetrag sollte so klein sein, dass er im normalen Rahmen der Möglichkeiten wieder aufgeholt werden kann. Gut kalkuliert ist es, wenn Sie im Falle eines Verlustes nur zwischen 0,5 und 3% Ihres Kapitals verlieren. Wenn Sie also 10.000 Euro an Kapital haben, dann sollten im schlimmsten Fall bei einem Trade 300 Euro Verlust anfallen.

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Tages-Chart des TecDAX für 2014 mit einem langfristigen MACD-Indikator

 

Handelsanweisung zum MACD:

  • Wählen Sie eine Aktie aus dem Depot eines Börsenmagazins aus.
  • Suchen Sie sich ein Chartprogramm (zum Beispiel tradesignalonline.com oder prorealtime.com). Stellen Sie den MACD-Indikator auf einen langen Beobachtungszeitraum (13-89-8) ein. Damit erreichen Sie, dass Sie lange in einer Trendbewegung bleiben können.
  • Beobachten Sie die Aktie, bis der MACD ein Long-Signal gibt. Im oben abgebildeten Chart kreuzt die dicke schwarze Linie die schmale rote von unten nach oben. Die Nulllinie unterscheidet den Aufwärts- vom Abwärtstrend. Gehen Sie Long, wenn der MACD über der Nulllinie liegt (= Aufwärtstrend). In der Praxis ist auch ein leichtes Unterschreiten des MACD tolerierbar.
  • Verkaufen Sie Ihre Position, wenn die Signallinie des MACD (rot) von oben nach unten gekreuzt wird.

Backtest-Ergebnis mit den 30 Aktien des TecDAX, nur Long-Trades:

Wenn Sie jede dieser Aktien mit dem MACD (13-89-8) gekauft hätten, dann hätten Sie folgendes Handelsergebnis erzielt:

Anzahl der Trades vom 01.01.2013 bis 04.11.2014238
Trefferquote42,44%
Durchschnittl. Gewinn/Verlust-Relation2,91
Profitfaktor2,15
maximaler Drawdown-7,86%
Durchschnittsverlust bei Fehltrades3,05%
Kapitalrendite aus 20.000 Euro Startkapital und 2.500 Euro je Position+ 56,50%
Kapitalendstand31.300 Euro

Bemerkungen: Ein Handelssystem ist profitabel, wenn der Profitfaktor größer als 1 ist.
Profitfaktor = Summe der Gewinne / Summe der Verluste
Drawdown = max. prozentualer Verlust einer Verlustserie

Dieser Backtest zeigt, wie der MACD-Indikator funktioniert. Es kommt nicht auf die Trefferquote an, sondern auf den hohen Durchschnittsgewinn. Bei diesem System verliert der Trader öfter kleine Beträge, doch er kann bei einem Gewinn-Trade die Summe der kleinen Verluste deutlich übertreffen.

Bedenken Sie: Die Zahlen des Backtests enthalten nicht die positive Wirkung der Selektion durch das Börsenmagazin. Somit sollte die Propaganda des Magazins nochmals die Trefferquote erhöhen.

Börse ist einfach und schwer zugleich

Diese simple Handelsstrategie eignet sich sehr gut für Börsenanfänger. Sie müssen jedoch Disziplin zeigen. Gewinne werden sich einstellen, wenn Sie die Strategie mindestens über ein ganzes Jahr durchhalten. Einen enormen Gewinnschub gibt es, wenn die Aktienmärkte in einem Bullish-Modus sind. Vorsichtig müssen Sie nur in Bärenmärkten sein. Manchmal fallen die besten Aktien, wenn Angst und Panik regieren. Halten Sie sich am MACD fest. Sobald ein Abwärtstrend entsteht, wird der Indikator Sie vor großen Verlusten schützen.

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