Solarworld mit starken vorläufigen Geschäftszahlen!

Die vorläufigen Geschäftszahlen der Solarworld AG für das erste Halbjahr 2015 können sich sehen lassen. Es sieht in der Tat so aus, als ob der Bonner Konzern, der vor einigen Jahren noch knapp vor der Insolvenz stand, den Turnaround geschafft hat. Hier der Blick auf die Details:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Eckdaten vorläufige Quartalszahlen Solarworld
  • Solarworld: Gewaltiger Boom im US-Geschäft
  • Solarworld: 141 Mio. Euro „auf der hohen Kante"
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Laut dem Finanzkalender der Solarworld AG stehen die Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts für das 1. Halbjahr 2015 sowie eine Analysten-Telefonkonferenz für den 14. August an. Die vorläufigen Geschäftszahlen wurden jedoch bereits heute veröffentlicht. Wie in der Vergangenheit dürften diese vorläufigen Zahlen keine große Abweichung von den endgültigen Zahlen bringen – sonst wäre es schließlich „merkwürdig“ vom Unternehmen, so kurz vor den endgültigen Zahlen irreführende Angaben zu veröffentlichen. Und was sagen die vorläufigen Geschäftszahlen? Hier die Angaben:

Eckdaten vorläufige Quartalszahlen Solarworld

  • Der Umsatz der Solarworld AG stieg im ersten Halbjahr 2015 auf 320 Mio. Euro. Im entsprechenden Vorjahres-Halbjahr waren es 228 Mio. Euro gewesen. Dies entspricht einem Wachstum von 40%.
  • Die Absatzmenge an Modulen und Bausätzen stieg auf ein Volumen von 440 MW. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 333 MW gewesen – hier liegt das Wachstum also bei 32%.
  • Das EBITDA erreichte +10 Mio. Euro
  • Die liquiden Mittel lagen Ende Juni 2015 bei 141 Mio. Euro

Quelle: Ad-hoch-Mitteilung „SolarWorld AG steigert Absatzmenge im 1. Halbjahr 2015 um ein Drittel

Bei diesen Zahlen ist mir aufgefallen, dass wir es offensichtlich mit einem Ende des Preisverfalls bei den Photovoltaik-Modulen zu tun haben. Denn die Umsätze sind stärker gestiegen als die Absatzmenge – das spricht tendenziell für Preissteigerungen.

Solarworld: Gewaltiger Boom im US-Geschäft

Dann: Bei Solarworld boomte insbesondere das Geschäft in den USA, den Zahlen zufolge. Dort konnte die Solarworld AG ihre Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr verdoppeln. Das ist doch eine klare Ansage. Wenig überraschend hat sich dadurch der Auslandsanteil am Absatz von Modulen und Bausätzen von 80% im ersten Halbjahr 2014 auf 87% im ersten Halbjahr 2015 erhöht. Ein Plus von 7 Prozentpunkten.

Damit relativiert sich die Aussage, dass Solarworld ein „vom Heimatmarkt“ abhängiger Anbieter sei. Das war sicherlich einmal so – inzwischen macht der Heimatmarkt Deutschland aber „nur“ noch 13% aus. Das ist nicht zu verachten – aber es ist für die Entwicklung des gesamten Konzerns nicht mehr wie in früheren Zeiten entscheidend.

Solarworld: 141 Mio. Euro „auf der hohen Kante"

Dann zu den liquiden Mitteln – denn „Cash lügt nicht“. Per 30.6.2015 hatte die Solarworld AG den vorläufigen Zahlen zufolge liquide Mittel in Höhe von 141 Mio. Euro. Der Vergleich in diesem Fall zum Vorquartal, d.h. zum 31. März 2015, zeigt: Da dann die liquiden Mittel bei ca. 148 Mio. Euro gelegen hatten, entspricht dies einem Minus von rund 7 Mio. Euro auf Quartalssicht. Das ist aber nicht auf ein negatives EBITDA zurückzuführen (denn das lag bei +7 Mio. Euro), sondern auf Zinszahlungen für die Anleihen und auf die Erweiterung von Produktionskapazitäten. Und Letzteres ist doch durchaus ein positives Zeichen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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