Starbucks: Performance weiter positiv?

Die Starbucks-Aktie hat denjenigen, die sie in den letzten drei Jahren durchgehend im Depot haben, durchaus Freude gemacht. In Euro gerechnet liegt die 3-Jahres-Performance der Aktie bei rund +319%. Auch auf Jahressicht kann sich die Kursentwicklung sehen lassen: Rund +28% heißt es da. Natürlich, in den letzten Wochen ging es mit den Aktienmärkten weltweit abwärts, dem konnte sich auch die Starbucks-Aktie nicht entziehen, wie es so schön heißt. Aber auch da gilt: Die Performance war mit Sicht auf einen Monat (rund -3,0%) bzw. drei Monaten (-9,3%) verglichen mit dem Gesamtmarkt durchaus in Ordnung in dem Sinne, dass sich der Titel noch vergleichsweise gut hielt. Hier nun einige weitere Details zur Starbucks Aktie:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Quartalszahlen Starbucks: Steigende Umsätze – sinkender Gewinn
  • Starbucks-Konzept soll weiteres Wachstum bringen
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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„Eigentlich“ läuft es bei Starbucks traditionell „rund“ im operativen Geschäft. Eigentlich. In einigen Regionen der Welt ist der Starbucks-Boom aber offensichtlich an seine Grenzen geraten bzw. ist abgeflaut. Das zeigen die jüngsten Umsatzzahlen: Denn da gab es in einigen Regionen (Europa/Afrika/Mittlerer Osten) laut den Starbucks Zahlen einen Umsatzrückgang um 6%. Allerdings gilt es hier, die Relationen zu sehen. In den USA macht Starbucks immer noch ein Vielfaches der Umsätze in den genannten Regionen. Und in den USA kann Starbucks seine Umsätze weiter kräftig steigern:

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Quartalszahlen Starbucks: Steigende Umsätze – sinkender Gewinn

Insgesamt konnte Starbucks so seinen Umsatz im letzten Quartal um knapp 12% auf rund 5,37 Mrd. Dollar steigern. Negativ hingegen fiel die Entwicklung beim Gewinn aus: Dieser ging um ca. 30% zurück, auf immer noch 688 Mio. Dollar. Das zusammen mit einer Prognose für das laufende Quartal, die einige Marktteilnehmer(innen) offensichtlich enttäuschte, führte zu der Kursdelle der letzten Wochen, siehe Einleitung oben. Und natürlich der schwächelnde Gesamtmarkt. Wie ist nun die Perspektive für das Unternehmen bzw. die Aktie? Immer neue Starbucks-Läden, und damit höhere Umsätze und Gewinne – klappt das? In einigen Gegenden der Welt stößt diese Strategie laut den letzten Quartalszahlen offensichtlich an Grenzen, oder besteht da Optimierungsbedarf bei der Form der Starbucks-Filialen? Hier der Blick auf die offizielle Strategie von Starbucks:

Starbucks-Konzept soll weiteres Wachstum bringen

Das zukünftige Wachstum des Unternehmens soll laut Aussagen von Starbucks nicht mehr hauptsächlich über die Eröffnung neuer Filialen und Übernahmen erfolgen („nicht mehr hauptsächlich“ heißt aber natürlich auch, dass dieser Weg durchaus weiterhin beschritten werden soll – wir werden sehen, inwiefern uns Starbucks diesbezüglich überraschen wird) – sondern durch neue Ansätze. So soll die Produktpalette erweitert werden. Ab dem späten Nachmittag (wenn tendenziell weniger Kaffee und Tee getrunken wird) soll in den Filialen auch Bier und/oder Wein angeboten werden. Auch kleine Gerichte sollen verstärkt auf den Speisekarten stehen, um neue Zielgruppen zu erschließen. Laut Starbucks laufen derzeit in einigen Dutzend Filialen entsprechende Pilotprojekte. Bei positiven Ergebnissen könnte diese Vorgehensweise auf zahlreiche weitere Filialen ausgeweitet werden. Und zwar sprechen wir hier von Tausenden Filialen, die Starbucks hat. Nicht vergessen sollten Anleger(innen) allerdings, dass die Starbucks-Aktie mit einem aktuellen KGV von rund 30 vergleichsweise hoch bewertet ist.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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