Umsatzrendite: Wer sind die weltweiten Gewinner?

Es gibt einige Aufstellungen dazu, welche Unternehmen „die Größten“ sind, sei es in Bezug auf Umsatz oder auf den Gewinn. Zur Abwechslung mal recht interessant finde ich es, sozusagen auf die „Qualität“ als auf die Quantität zu schauen. Sprich: Wer erwirtschaftet die höchsten Umsatzrenditen? Das können naturgemäß auch kleinere Unternehmen sein. Natürlich, ein „kleines Schnellboot“ kann eben auch wendiger reagieren auf Marktentwicklungen als ein „schwerer Tanker“. Hier weitere Details dazu.

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Starker Wettbewerb drückt tendenziell die Umsatzrenditen
    • Die höchste Umsatzrendite (2014) im Bereich Nahrungsmittel/Genuss
    • Die höchste Umsatzrendite (2014) im Bereich Maschinenbau
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Umsatzrendite: Dieser Wert gibt an, ein wie großer Teil des Umsatzes unter dem Strich als Gewinn bei dem Unternehmen hängen bleibt. Ein einfaches Beispiel: Wenn ein Unternehmen einen Umsatz von einer Million Euro erzielt und einen Gewinn von 50.000 Euro hat, dann entspricht dies einer Umsatzrendite von 5%. Denn 5% von einer Million Euro sind besagte 50.000 Euro.

Starker Wettbewerb drückt tendenziell die Umsatzrenditen

Generell gilt: In wettbewerbsintensiven Branchen sind die Umsatzrenditen meist geringer, als wenn weniger Wettbewerb herrscht. Beispiel Lebensmittelbranche in Deutschland. Da gibt es große Discounter, welche die Preise unten halten und versuchen, sich gegenseitig Marktanteile abzuluchsen. Das Ergebnis davon ist, dass die Umsatzrenditen in dieser Branche niedrig sind. Es gibt aber auch Unternehmen aus der Nahrungsmittel-/Genuss-Branche in Europa, die durchaus hohe Umsatzrenditen vorweisen können. Hier sind spezielle Nischen gefragt, die nicht jedem gefallen mögen. Das Handelsblatt nennt dazu diese Aktiengesellschaften aus besagtem Sektor:

Die höchste Umsatzrendite (2014) im Bereich Nahrungsmittel/Genuss

  1. British American Tobacco (BAT) mit einer Umsatzrendite von satten 22,6%
  2. Diagao mit einer Umsatzrendite von 21,9%
  3. SAB Miller mit einer Umsatzrendite von 20,2%

Quelle: Handelsblatt

Das sind – Sie haben es wahrscheinlich schon bemerkt – die Branchen, die manche kritisch sehen. Zigaretten und Tabakwaren (BAT), Schnaps (Diageo) und Bier (SAB Miller). Und alle drei Unternehmen arbeiten sehr profitabel, mit Umsatzrenditen von mindestens 20%. Die genannten Werte beziehen sich übrigens auf das Geschäftsjahr 2014, aber auch in diesem Jahr dürfte sich dabei keine wesentliche Verschlechterung ergeben haben.

Und interessanterweise sind diese drei Unternehmen mit der höchsten Umsatzrendite im Bereich Nahrungsmittel-/Genuss Firmen mit Sitz in Großbritannien. Schauen wir auf eine andere Branche – den Maschinenbau. Wer erzielt da die höchsten Umsastzrenditen? Wie gesagt: Absolut gesehen muss der Gewinn nicht hoch sein. Auch ein kleineres Unternehmen kann bei dieser Kennziffer punkten.

Die höchste Umsatzrendite (2014) im Bereich Maschinenbau

  1. Royal Boskalis Westminster mit einer Umsatzrendite von 15,2%
  2. Atlas Copco mit einer Umsatzrendite von 13,0%
  3. Rockwell Automation mit einer Umsatzrendite von 12,5%

Quelle: Handelsblatt

Wie Sie sehen, finden sich dabei keine „großen Namen“ aus der Liste, sondern eher den breiten Anlegermassen unbekannte Aktien. „Royal Boskalis Westminister“ sind übrigens ein niederländisches Unternehmen, Atlas Copco ein schwedisches und Rockwell Automation eine US-amerikanische Gesellschaft. Ich nehme mir diese Aufstellung gerade als Anlass, um mich ein wenig näher damit zu beschäftigen. Gerade schaue ich nach, was Royal Boskalis Westminister für eine Bewertung haben.

Klarstellung

Ich weise darauf hin, dass ich in Aktien von SMA Solar investiert habe. Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, mit diesem Basiswert zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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