Fliegt die Lufthansa-Aktie aus dem DAX?

Am 30. August werden die Daten festgelegt, die am 3. September als Grundlage für die neue DAX-Zusammensetzung dienen. Und bei dieser Entscheidung könnte ein DAX-Unternehmen der ersten Stunde aus dem DAX Fliegen: die Lufthansa AG. Hier finden Sie dazu einige Details.

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Lufthansa: 1-Jahres-Performance unterdurchschnittlich
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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„Lufthansa zittert um DAX-Verbleib“, so die Überschrift in einer Handelsblatt-Ausgabe der letzten Tage. Und in der Tat: Am 3. September entscheidet die Deutsche Börse AG, ob es beim DAX Veränderungen geben wird. Wie Sie wissen, umfasst der deutsche Leitindex genau 30 Aktien. Entscheidungskriterium für den Verbleib oder Aufstieg in den DAX ist zum Beispiel der Börsenwert. Dies ist die Zahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurs.

Lufthansa: 1-Jahres-Performance unterdurchschnittlich

Und gemäß diesem Kriterium ist es deshalb für ein Unternehmen tendenziell von Nachteil, wenn der Aktienkurs sinkt. Denn damit sinkt eben auch der Börsenwert des Unternehmens. Die Lufthansa-Aktie ist so ein Kandidat, mit enttäuschender Aktien-Performance. Auf 1-Jahres-Sicht hat die Aktie rund 3,5% verloren, während der DAX im selben Zeitraum per saldo zugelegt hat. Damit ist die Lufthansa-Aktien ein klarer Underperformer gewesen.

Ich hatte mich mit diesem Thema „Lufthansa“ bereits vor einigen Monaten beschäftigt und war damals zu dem Schluss gekommen, dass diese Aktie nicht besonders attraktiv war. Damals war mir aufgefallen, dass be der Lufthansa internationale Hedgefonds netto durchaus stark short positioniert waren. Im Klartext bedeutete das: Diese Hedgefonds hatten Aktien der Lufthansa leer verkauft. Und zwar nicht zu knapp: Es ging da laut den damals veröffentlichten Zahlen um insgesamt rund 4,25% der gesamten Lufthansa-Aktien.

Ich verwies auch darauf, dass Goldman Sachs am 16.4. vermeldet hatte, dass sie ihr Kursziel für die Lufthansa Aktie von 15 auf 13 Euro senkten. Die Einschätzung selbst ließen die „Goldmänner“ auf „neutral“. Der Lufthansa Kurs entwickelte sich seitdem auch recht enttäuschend. Anfang Juli war mit rund 11,33 Euro ein Tief erreicht. Inzwischen steht der Titel mit rund 12,13 Euro zwar über diesem Tief, doch überzeugend ist das nicht.

Leerverkäufe
Wenn ein Hedgefonds (oder anderer Marktteilnehmer) eine Aktie leer verkauft, dann werden Aktien verkauft, die dieser Hedgefonds/Marktteilnehmer gar nicht besitzt. Bereits durch diese Verkäufe kann der Kurs dann schwächeln. „Shortie“ ist im Börsenjargon der Begriff für einen solchen Leerverkäufer. Dieser kann sich die betreffenden Aktien bei einem Broker leihen, und dann diese geliehenen Aktien verkaufen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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