Chinas Wirtschaft wächst trotz Pandemie

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.02.2021


China gab trotz der Corona-Pandemie ein Wirtschaftsplus bekannt. Im letzten Jahr ist die dortige Industrie laut Angaben der Regierung in Peking um 2,3 Prozent gewachsen. Ausgerechnet das Land, in dem die Pandemie ihren Anfang nahm, hat sich damit bisher sehr gut von der Krise erholt. Viel internationale Marktinformation erhalten Trader auch bei XTB.

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Guter Wert im internationalen Vergleich

Depotvergleich.com Icon ErfahrungenNoch vor einem Jahr wäre ein Wachstum von zwei Prozent eine sehr pessimistische Prognos für die chinesische Wirtschaft gewesen. Doch heute, rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie, ist ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent ein sehr guter Wert. Analysten schätzen, dass das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone im letzten Jahr um 7,5 Prozent gesunken ist und der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland liegt bei etwa fünf Prozent. Damit kann China im internationalen Vergleich gute Zahlen vorweisen. 2019 lag das Wachstum des chinesischeb Bruttoinlandsprodukts im Übrigen bei 6,1 Prozent und auch in den Vorjahren wuchs das BIP regelmäßig um mehr als sechs Prozent.

Vor allem im letzten Quartal 2020 entwickelte sich die chinesische Wirtschaft sehr gut. Von Oktober bis Dezember betrug das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorquartal satte 6,5 Prozent, wie ein Sprecher der chinesischen Statistikbehörde Ning Jizhe in Peking mitteilte. Im dritten Quartal betrug das Wirtschaftswachstum bereits fast fünf Prozent, nachdem es im ersten Quartal zu einem Einbruch des BIP um 6,8 Prozent gekommen war.

Chinas Wirtschaft wächst trotz Pandemie

Regierung in Peking stützt die Wirtschaft

Der Sprecher sagte aber auch, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Folger der Pandemie schwierig seien. Allerdings hätten sich alle Landesteile und Abteilungen der Staatsführung an die Richtlinien der Wirtschaftsentwicklung gehalten, die vom Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping vorgeben worden seien.

Die Parteiführung nahm in den letzten Monaten in großem Umfang neue Schulden auf, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Das Geld wurde insbesondere in Infrastrukturprojekte investiert. Daher entstehen derzeit in China viele neue Straßen, U-Bahnen, Brücken und sogar Flughäfen. Allerdings werden die Probleme der chinesischen Wirtschaft mit einem zweiten Blick auf die Zahlen deutlich. Der Binnenkonsum hat sich vergleichsweise schwach entwickelt und auch die Schuldenlast staatlicher Unternehmen bereitet Sorgen. Allerdings hat China die Verbreitung des Coronavirus schon seit dem Sommer sehr gut im Griff. So konnten sich auch die wirtschaftlichen Aktivitäten schnell wieder normalisieren.

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Exporte aus China nehmen wieder zu

Depotvergleich.com Icon AnfängerZuletzt nahmen auch die Exporte aus China deutlich zu. Im November lagen die Zahlen über den Erwartungen von Experten und die Steigerungsrate bei Exporten war so hoch wie seit Februar 2018 nicht mehr. Im Vergleich zum November 2019 stiegen die Exporte um rund 21 Prozent. Aktuell ist China sogar der größte Handelspartner der EU. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg von zwölf Prozent gerechnet. Im Oktober 2020 stiegen die Exporte um 11,4 Prozent. Auch Waren, die hierzulande stark nachgefragt sind, stammen oft aus China. Dabei profitieren die Unternehmen in China auch davon, dass in anderen Ländern die Produktion aufgrund von Lockdowns noch immer unterbrochen ist oder stark heruntergefahren wurde.

Die Importe nach China lagen allerdings zuletzt unter den Erwartungen und steigen nur um 4,5 Prozent. Dies war etwas weniger als im Oktober. Der Handelsbilanzüberschuss Chinas steig im November um fast 103 Prozent auf 75 Milliarden Dollar. Die Zahlen aus dem Herbst deuten auf eine Sonderkonjunktur in China hin.

Chinas Wirtschaft wächst trotz Pandemie

Wirtschaftliche Stimmung in China hellt sich auf

Zum Jahresende zeigten auch die Stimmungsindikatoren für die chinesische Wirtschaft nach oben. Die Stimmung im herstellenden Gewerbe war im November so gut wie lange nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins Caixin stieg im November vom 53,6 auf 54,6 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit zehn Jahren. Das Konjunkturbarometer stieg den siebten Monat in Folge und auch die Beschäftigungszahlen stiegen so deutlich wie seit dem Frühjahr 2011 nicht mehr.

Auch die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Industrie, profitiert von der Erholung der chinesischen Wirtschaft. Die Exporte nach China nehmen wieder deutlich zu, da beispielsweise die Nachfrage nach Autos aus Deutschland oder die Produkte von Maschinenbauern steigt. Allerdings ist es für die Industrie noch ein weiter Weg, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird.

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Deutsche Exporte noch immer vergleichsweise niedrig

Depotvergleich.com Icon UmzugDie Exporte lagen in den letzten Monaten noch immer 4,7 Prozent unter dem Wert aus dem Februar 2020, also kurz bevor die ersten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus begannen. Der Branchenverband BGA rechnet mit Blick auf das gesamte Jahr 2020 sogar mit einem Rückgang der Exporte in Höhe von zwölf Prozent. 2019 exportierte die deutsche Wirtschaft noch Waren im Wert von über 1,3 Billionen Euro.

Dennoch zeigt sich eine erste Erholung für die deutsche Industrie, denn im November stiegen die Exporte im sieben Monat in Folge. Das Plus im Vergleich zum Oktober lag bei 2,2 Prozent, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Diese guten Zahlen hatten Experten nicht unbedingt erwartet.

Für das vierte Quartal hofft die Wirtschaft in Deutschland auf eine weitere Erholung. Hoffnung geben dabei insbesondere die Produktionszahlen aus der Industrie. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium stieg die gesamte Produktion mit Industrie, Bau und Energieversorgung zuletzt um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Chinesische Wirtschaft wächst um über zwei Prozent

Weitere Entwicklung abwarten

Auch mit Blick auf die Industriekonjunktur bleibt aber abzuwarten, wie sich der aktuelle Lockdown weiter auswirken und wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickeln wird. Dennoch scheinen sich Auftragslage und die Stimmung in Unternehmen wieder aufzuhellen. Zuletzt gingen die Produktionserwartungen für die Industrie allerdings wieder leicht zurück.

Das Konjunkturbarometer des Ifo-Instituts sank im Dezember von 5,6 auf 4,5 Prozent. Allerdings sind die Erwartungen für die nächsten Monate je nach Branche sehr unterschiedlich. Der Indikator für die Pharmaindustrie des ifo-Instituts ging zuletzt stark zurück. Auch die Autoindustrie hat weiter zu kämpfen. Dagegen kommen aus der Textilwirtschaft und von Möbelhersteller gute Werte, die auf eine Erholung hindeuten könnten.

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Andere Branchen in Schwierigkeiten

Alpari UK-KundenSchaut man nur auf die Zahlen zur Industrie und zum Außenhandel, könnte man meinen, die deutsche Wirtschaft stecke nicht in einer Krise. Allerdings haben viele Branchen, insbesondere Hotels, Gaststätten und der Freizeitsektor stark zu kämpfen und leiden sehr unter den Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Im Gastgewerbe gab es im letzten Jahr einen massiven Umsatzeinbruch, was allerdings nach dem schwierigen Jahr 2020 keine Überraschung ist. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts ging der Umsatz im letzten Jahr um real 38 Prozent zurück. Werden Preisveränderungen nicht mit einbezogen, ging der Umsatz um 36 Prozent zurück.

Das Statistische Bundesamt bezog in seine Schätzung Daten der Monate Januar bis November ein. Die Auswirkungen des Lockdowns im Dezember konnten nur geschätzt werden. Im November, als es bereits den „Lockdown light“ gab, waren die Umsätze im Gastgewerbe nominal etwa 66 Prozent geringer als im November 2019. Hotels traf die Situation mit einem Rückgang von fast 82 Prozent besonders hart.

Chinesische Wirtschaft wächst

Gastronomen fürchten um Existenz

Mehr und mehr Hoteliers und Gastronomen sehen ihre Existenz in Gefahr. Als im Frühjahr die ersten Einschränkungen kamen, konnten viele Restaurants nur noch Lieferservices anbieten. Im Sommer entspannte sich die Situation wieder leicht, doch seit November dürfen erneut keine Gäste mehr in Restaurants. Hotels und Pensionen dürfen ihre Türen lediglich für Geschäftsreisende öffnen. Allerdings ging auch die Zahl der Dienstreisen in vielen Unternehmen im letzten Jahr deutlich zurück.

Drei von vier Gastronomen und Hoteliers fürchten laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) um ihre Existenz. Der Verband beklagt zudem, dass die vom Bund versprochenen Hilfen zu spät oder nicht in voller Höhe bei den Hoteliers und Gastronomen ankommen würden.

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Fazit: Chinesische Wirtschaft zeigt sich stark

Depotvergleich.com Icon FazitDie chinesische Wirtschaft überzeugte im Gegensatz zu zahlreichen anderen Ländern zuletzt mit guten Wirtschaftsdaten, denn die chinesische Industrie wuchs 2020 um 2,3 Prozent. Auch die Exporte legten zum Jahresende deutlich zu. Dies hatte auch positive Auswirkungen auf die deutsche Industrie. Während sich die Industrie in Deutschland zunehmend erholt, ist die Stimmung im Gastgewerbe weiter pessimistisch.

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