Deutsche Bank denkt über mögliche Fusion nach

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 09.10.2020


In der europäischen Bankenbranche wird derzeit diskutiert, ob es bald zu einer Übernahmewelle kommen könnte. Auch Deutschen Bank-Chef Christian Sewing hält eine Fusion seines Instituts mit einer anderen Bank für möglich. Im Vordergrund steht bei der Deutschen Bank allerdings weiter der geplante Konzernumbau. Dennoch denkt auch die Deutschen Bank über eine Fusion nach.

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2020 für Konzernumbau bei der Deutschen Bank wichtig

Der Großteil des Konzernumbaus soll in den kommenden drei Monaten beendet sein. Sewing sagte bei Bloomberg, dass der Vorstand immer betont hat, dass 2019 und 2020 für den Konzernumbau für die Sanierung entscheiden seien. 2019 beschloss die Deutschen Bank den Konzernumbau, der bis 2022 abgeschlossen sein soll.

Allerdings sei für eine Fusion oder Übernahme laut Sewing wichtig, dass sowohl die Rentabilität der Bank wie auch der Aktienkurs steigen. So würde sich die Position der Deutschen Bank verbessern, denn die Bank will bei einer möglichen Fusion weder Übernahmeziel noch Juniorpartner sein.

Mit Blick auf den Geschäftsverlauf im Handelsgeschäft zeigte sich Sewing optimistisch und mit der Entwicklung im dritten Quartal durchaus zufrieden. Zwar sei der Schwung nach dem ersten Halbjahr etwas zurückgegangen, aber die Normalisierung wird wohl auch im vierten Quartal weitergehen. Vor allem die Quartalszahlen für die Sparte Investmentbank werden wohl positiv ausfallen.

Deutsche Bank denkt über mögliche Fusion nach

Deutsche Bank-Aktie steigt

Sewings Aussagen hatten zur Folge, dass die Aktie der Deutschen Bank anstieg. Der Kurs stieg zwischenzeitlich über die Marke von 7,55 Euro, wo auch die 200-Tage-Linie verläuft. An dieser Stelle beginnt auch eine Kurslücke, die sich bei 7,70 Euro wieder schließt. Weiter unten liegt im Bereich zwischen 6,90 Euro und sieben Euro eine Unterstützungszone. Allerdings hat die Deutsche Bank-Aktie in den letzten Monaten stark verloren, allein in den letzten drei Monaten rund 15 Prozent.

Ende September wurde über Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Geldwäsche berichtet. Danach fiel die Aktie auf den tiefsten Wert seit Mai. In der letzten Wochen war die Aktie 7,47 Euro wert. Dies ist rund ein Viertel weniger, als noch vor der Corona-Krise. Die Deutschen Bank wird an der Börse zurzeit mit rund 15 Milliarden Euro bewertet. Allerdings ist die Bewertung einiger Konkurrenten deutlich höher. Beispielsweise kommt die Schweizer Bank USB auf einen Börsenwert von rund 345 Milliarden Euro. Bloomberg berichtete, dass USB ein möglicher Fusionspartner für die Deutschen Bank wäre.

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Weitere Filialschließungen drohen

Allerdings bestimmt die Debatten bei der Deutschen Bank weiter Filialschließungen und Arbeitsplatzabbau. Kürzlich wechselte der bislang für das Privatkundengeschäft bei der Deutschen Bank verantwortliche Manfred Knof zur Commerzbank, wo er Vorstandsvorsitzender wird. Sein Nachfolger bei der Deutschen Bank im Privatkundengeschäft wird der bisherige Konzernvize Karl von Rohr. Knof war bei der Deutschen Bank seit Mitte 2019 für das Privatkundengeschäft zuständig, was eine Ebene unter dem Verantwortlichkeitsbereich des Vorstands angesiedelt ist.

Zudem könnte die Deutschen Bank ähnlich wie auch die Commerzbank ihr Filialnetz weiter verkleinern. Bis zu 100 Filialen könnten bald wegfallen. Die Zielgröße sind 400 Filialen. Dieser Wert soll im kommenden Jahr erreicht werden. Ende 2019 hatte die Deutschen Bank 511 Filialen, derzeit sind es noch etwa 500. Kunden können aber einfache Bankgeschäfte wie Überweisungen auch in den 800 Filialen der Postbank durchführen. Die Filialschließungen haben aber wohl auch einen Personalabbau zur Folge. Allerdings sollen aber weiter etwa gleich viele Berater für die Bank arbeiten. Die wegfallenden Stellen gehören zu den ohnehin im Rahmen des Konzernumbaus geplanten Streichungen von 18.000 Stellen.

Deutsche Bank Fusion

Anforderungen an Banken verändern sich

Laut der Deutschen Bank haben sich die Anforderungen an die Beratung der Kunden und an das Filialgeschäft durch die Corona-Pandemie erneut geändert. Immer mehr Kunden nutzen das Online-Banking für einfache Bankgeschäfte. Auch Kunden, die sich zuvor nicht ans Online-Banking gewagt haben, nutzen nun vermehrt diese Option.

Auch komplexere Beratungen, beispielsweise zu Themen wie dem Wertpapierhandel, finden immer mehr am Telefon oder per Video statt. Ein weiterer Faktor ist, dass seit dem Beginn der Corona-Pandemie weniger Bargeld am Automaten oder am Schalter abgehoben wurde. Viele Verbraucher zahlen an der Kasse per Giro- oder Kreditkarte. Zahlungswege über das Smartphone sind ebenfalls immer weiter verbreitet.

Laut der Deutschen Bank sei die Nachfrage der Kunden nach Beratung in der Pandemie erheblich gestiegen. Allerdings müssen Kunden für eine Beratung nicht mehr notwendigerweise in eine Filiale kommen. In Zukunft soll es zudem neue DB Anlagezentren geben, in denen Kunden nach Terminabsprache von ihren Berater in einer Art Bankbüro beraten werden. Hier will die Bank auf die sonst übliche Infrastruktur mit SB-Zone oder Schalterraum verzichten.

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Seit Jahren Schwierigkeiten für Banken

Weiterhin werden die Banken in Europa zudem durch die andauernde Nullzinspolitik der EZB belastet. Ausbleibende Kunden und weitere Risiken, die infolge der Pandemie entstanden sind, sind weitere Probleme für Banken. Immer mehr Banken sehen sich daher gezwungen, ihr Filialnetz weiter zu reduzieren. Auch die Commerzbank arbeitet an einer neuen Strategie, die wohl die Schließungen der Hälfte aller Filialen beinhalten soll.

Die gesamte Branche versucht seit Jahren, einen Ausgleich zwischen dem teuren Filialnetz und digitalen Angeboten zu finden. Der Kostendruck wirkt sich auch auf die öffentlich-rechtlichen Sparkassen und die genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken aus. Darüber hinaus verändern sich die Gewohnheiten der Kunden. Diese Entwicklungen haben zur Folge, dass es in Deutschland immer weniger Bankfilialen gibt.

Deutsche Bank denkt über mögliche Fusion nach

Deutsche Bank optimistischer

Die Deutsche Bank zeigt sich insgesamt optimistischer als noch im Frühjahr. Beispielsweise bestätigt Finanzchef James von Moltke die Jahresprognose der Bank mit Blick auf die Risikovorsorge, die im dritten Quartal 300 Millionen Euro betragen soll. Eine Erhöhung ist damit nicht notwendig und auch für das Gesamtjahr ist der Ausblick weiter gut.

Die Situation der Deutschen Bank scheint sich zu verbessern. Dennoch bereitet sich die Bank auch auf eine Konsolidierungswelle in der Branche vor. Diese wird wohl auch mit Fusionen verbunden sein. Bereits vor einigen Wochen sagte Finanzchef Moltke bei einer Analystenkonferenz, dass man eine Gelegenheit zur Übernahme nutzen werde. Auch der Chef der Credit Suisse, Thomas Gottstein, zeigte sich offen gegenüber einer Fusion. Die Deutsche Bank will sich dennoch zunächst weiter auf ihre eigene Strategie fokussieren. Damit will sich die Bank auf eine mögliche Fusion vorbereiten und eine Gelegenheit nutzen.

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Hürden bei Fusionen

Die Deutschen Bank bereitet sich schon seit einer Weile auf eine Fusionswelle vor. Die Konsolidierungswelle unter den europäischen Banken wird wohl fortgesetzt, allerdings sind Übernahmen weiter eher schwierig. Beispielsweise gab es im letzten Jahr Gespräche zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank, die aber schon nach wenigen Wochen scheiterten.

Bei internationalen Fusionen sind die Hürden aber ebenfalls hoch. Gottstein sieht internationale Zusammenschlüsse schwierig, da viele Aufsichtsbehörden Vorbehalte gegenüber zu großen Banken in den jeweiligen Ländern hätten. Auf der anderen Seite steigt aber der Druck, insbesondere durch die weiter niedrigen Zinsen. Dies wirkt sich auch auf die Einnahmen nachteilig aus. Damit steigt der Fusionsdruck. Zusammenschlüsse werden für immer mehr Banken wohl ein sinnvoller Weg.

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Fazit: Auch bei der Deutschen Bank Fusion denkbar

In der nächsten Zeit könnten einige Fusionen bei europäischen Banken anstehen. Dies ist auch bei der Deutschen Bank eine Option. Schon lange leiden Banken in ganz Europa unter den niedrigen Zinsen. Dazu sind zuletzt Schwierigkeiten infolge der Corona-Krise hinzugekommen, die auch das Kundenverhalten verändert hat. Bei der Deutschen Bank steht aber weiter vor allem der Konzernumbau, der auch mit Filialschließungen und Stellenabbau verbunden sein wird, im Fokus.

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