Unterbewertete Aktien finden: So gelingt die Investition in Aktien mit Potenzial

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 01.12.2020


Bei der Investition ebenso wie beim Handel mit Aktien lassen sich Gewinne nur dann realisieren, wenn man so günstig wie möglich kauft, um zum höchstmöglichen Kurs wieder zu verkaufen. Je größer die Differenz, umso höher die Rendite. Dass es deshalb wichtig ist, Aktien sehr günstig kaufen zu können, liegt auf der Hand. Investoren sind immer auf der Suche nach unterbewerteten Aktien, also solchen, deren wahren Wert die Finanzwelt (noch) unterschätzt.

Gelingt es, massiv unterbewertete Aktien zu finden und aufzuschnappen, bevor die Mehrheit der Anleger darauf aufmerksam wird und die Kurse steigen, hat man einen guten Gewinn in der Tasche. Aber die Identifizierung unterbewerteter Aktien ist die wahre Kunst beim Wertpapierhandel. Worauf Anleger achten können, um Aktien mit Potenzial zu ermitteln, soll im Folgenden näher erläutert werden.

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Krisen als Gelegenheit, zuzugreifen?

Depotvergleich.com Icon VerbrauchertippsDie Frage nach unterbewerteten Aktien ist besonders aufgrund der Corona-Krise wieder aktuell. Denn die Kurseinbrüche im März haben zahlreiche Aktien mit Potenzial erschwinglich gemacht. Außerdem rücken neue Industrien in den Fokus, bei denen ebenfalls einige Werte als noch unterbewertet gelten können. Zugleich ist allerdings abzusehen, dass eine globale Marktbereinigung fast unvermeidlich ist. Zwangsläufig werden dabei Unternehmen auf der Strecke bleiben.

Welche unterbewerteten Aktien das Rennen machen werden, ist dabei längst nicht immer klar. Geopolitische Einflüsse und noch mehr Großereignisse wie die Corona-Pandemie lassen sich eben nicht oder nur bedingt voraussehen oder gar abfangen. Fallen die Kurse weltweit, hilft auch die vielbeschworene Streuung der Anlege nicht mehr. Doch wer sich die Zeit nimmt, über die eigene Strategie bei der Aktienauswahl nachzudenken und diese abzustimmen auf die wirtschaftliche Großwetterlage, kann durchaus unterbewertete Aktien finden und erfolgreich investieren.

Unterbewertete Aktien

Die Anlageziele helfen dabei, unterbewertete Aktien zu finden

Grundsätzlich sind für die meisten Anleger Aktien eine Investition auf längere Zeit. Denn nur bei einer Haltedauer über mehrere Jahre lassen sich kurzfristige Schwankungen der Kurse ausgleichen und echte Wertsteigerungen beobachten. Ob man eine unterbewertete Aktie günstig gekauft hat, entscheidet sich also erst nach einige Jahren. Eine Bewertung ist auf der Grundlage der Marktkapitalisierung, der Unternehmensstrategien und des Peer Group Vergleichs möglich. Wer zu einer guten Einschätzung kommt, kann einen Wert kaufen, sollte ihn dann für die kommenden fünf bis zehn Jahre allerdings nur gelegentlich kontrollieren.

Die längerfristige Anlage bindet allerdings auch das eingesetzte Kapital über erhebliche Zeiträume. Deshalb sollten sich Anleger die Frage stellen, was mit der Aktieninvestition beabsichtigt ist. Wer noch zwanzig Jahre Zeit hat, mit dem Portfolio etwas für den Ruhestand zu tun, kann durchaus hin und wieder Käufe und Verkäufe tätigen und den Markt hinsichtlich massiv unterbewerteter Aktien zu beobachten.

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Wie kann man unterbewertete Aktien finden?

Depotvergleich.com Icon MarktausblickAuch private Anleger können sich das Wissen aneignen, das man benötigt, um noch unterschätzte Anteilsscheine zu finden und vor der Masse der Investoren zuzugreifen. Ganz ohne Finanzwissen und Kenntnis der Märkte, aber auch der in Frage kommenden Unternehmen geht es allerdings nicht – Aktionäre sollten sich keinesfalls auf „todsichere“ Empfehlungen Dritter verlassen, wenn es um den Kauf unterbewerteter Aktien geht. Bei der Beurteilung einzelner Werte dominieren zwei Verfahren, die sich auch ergänzen können – die Technische Analyse und die Fundamentalanalyse.

Bei der Fundamentalanalyse geht es um die Einschätzung von Unternehmen auf der Grundlage volkswirtschaftlicher Kennzahlen. Eine der wichtigsten dieser KPIs ist der sogenannte KGV, das  Kurs-Gewinn-Verhältnis. Ein niedriger KGV spricht für einen günstigen Kauf, sollte jedoch nicht für sich allein stehen. Zusätzlich können Verschuldung und Cashflow in die Bewertung einbezogen werden, außerdem das Marktumfeld und regulatorische und politische Rahmenbedingungen.

Bei der Technischen Analyse hingegen entnehmen Anleger alle Informationen der grafischen Darstellung der Kurse im Chart. Die Idee hinter der Chartanalyse ist, dass Aktienkurse wiederkehrenden Mustern folgen, die rechtzeitig identifiziert werden und als Basis für die eigene Anlage dienen können.

Unterbewertete Aktien kaufen

Vor allem auf Wissen kommt es an

Grundsätzlich sind Fundamental- und Technische Analyse eine Hilfe und können dazu beitragen, Trends zu identifizieren. Sichere Entscheidungshilfen sind sie jedoch nicht, denn vergangene Performance gibt keine Garantien für die Zukunft. Allerdings ist der Aktienkauf besonders bei einer Talfahrt der Märkte in vielen Fällen keine schlechte Idee – zwar sind Krisen weder vorhersehbar noch vermeidbar, dafür sind sie aber endlich, und eine folgende Erholung der Wirtschaft dann umso überzeugender. Das spekulative Element besteht in der Auswahl wirklich unterbewerteter Aktien.

Erfolgreiche Entscheidungen sind in diesem Fall meist informierte Entscheidungen. Neben einem Verständnis der Abläufe in der Finanzwelt und beim Börsenhandel ist für das Aufspüren unterbewerteter Aktien ein lebhaftes Interesse am Tagesgeschehen erforderlich, zusammen mit analytischem Denken. Je mehr Zusammenhänge ein Anleger begreift, umso eher gelingt die Vorwegnahme künftiger Entwicklungen einer Aktie oder Branche, bevor die Mehrheit der Analysten aufmerksam wird. Das Verständnis einer Industrie und einzelner Unternehmen fördert gut begründete Käufe von bisweilen noch massiv unterschätzten Aktien.

Erfolgsformeln für den Kauf gibt es allerdings nicht. Konkrete Anleitungen auf der Basis von Kennzahlen oder Marktgrößen kann niemand aussprechen, denn letztlich ließe sich dann der Markt nicht mehr schlagen. Neben dem Wissen kommt also auch dessen verdichtete Form, die Intuition, ins Spiel.

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Value Investing in unterbewertete Aktien

Zu den bekanntesten Begriffen, wenn es darum geht, unterbewertete Aktien finden und rechtzeitig erwerben zu können, gehört das sogenannte Value Investing. Bekannt geworden ist das Value Investing durch den Ökonomen Benjamin Graham, vor allem aber durch dessen Star-Schüler, den Investor Warren Buffett. Beim Value Investing geht es darum, den „inner value“, den intrinsischen Wert als wahren Wert einer Aktie zu ermitteln und mit dem aktuellen Kurswert zur vergleichen.

Der innere Wert ist der angenommene tatsächliche Wert, der bei unterbewerteten Aktien eben über dem aktuellen Kurs liegt. Für seine Ermittlung nehmen Investoren qualitative und quantitative Elemente unter die Lupe, darunter das Geschäftsmodell des Unternehmens, die Strategien der Geschäftsführung, Absatzmärkte, aber auch wichtige KPIs. Fällt der auf diese Weise ermittelte Wert möglichst gering aus, verglichen mit dem Aktienkurs, heißt es zugreifen. Allerdings, und das ist der Haken, fließen in den inneren Wert bei Berechnung und Gewichtung eben auch subjektive Einschätzungen ein. Kein Wunder also, dass Value Investing auch als vernunftgesteuertes Raten bezeichnet wird.

Unterbewertete Aktien finden

Wann ist eine Aktie günstig?

Depotvergleich.com Icon FAQsFallende Kurse sollten nicht geradewegs zum Kauf verlocken, denn nicht alles, was billig ist, ist auch günstig. Ein niedriger KGV bürgt nicht für künftige Renditepotenziale. Mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis kann eine Aktie zwar ein möglicher Star werden – viele dieser Werte sind jedoch tatsächlich ihr Geld nicht wert. Selbst wenn das Verhalten anderer Anleger oder die Meinung von Analysten gerade einen Kauf empfehlenswert erscheinen lassen, muss man gerade beim Value Investing selbst vom inneren Wert der Aktie überzeugt sein. Der KGV ist dabei nur bedingt eine Hilfe, denn der Gewinn allein ist weder stetig noch aussagekräftig. Auch hierbei handelt es sich letztlich um eine historische Kennzahl, die überdies durch die Geschäftsführung manipuliert werden kann. Die Intuition, oder eher die langjährige Erfahrung in der Beurteilung der Tops und Flops bei den unterbewerteten Aktien, hilft dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen.

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Tipps für die Bestimmung unterbewerteter Aktien

Wer es vorsichtig angeht und sich einige Hinweise zu Herzen nimmt, kann seine Kenntnisse graduell ausbauen und zunehmend Sicherheit bei der Suche nach unterbewerteten Aktien gewinnen. Im Laufe der Zeit lassen sich hin und wieder sogar massiv unterbewertete Aktien finden, die dem eigenen Portfolio einen deutlichen Renditeschub verpassen. Hier einige Tipps, die bei der Bewetung helfen.

  • Seien Sie sich über Ihre eigene Strategie und den eigenen Anlagehorizont im Klaren und lassen Sie sich nicht verleiten, der Masse zu folgen.
  • Machen Sie sich ein möglichst umfassendes Bild des Unternehmens, in das Sie investieren wollen. Einfache Formeln auf der Basis des KGV genügen nicht!
  • Versäumen Sie nicht den Blick auf die Peer Group und die Wettbewerber. Wenn Sie deren Position und Stärken ausleuchten, können Sie manche Kandidaten möglicherweise verwerfen und gleich einen Ersatz finden.
  • Auch ein Blick auf die Insider-Transaktionen ist hilfreich. Die Börsen veröffentlichen regelmäßig die Käufe und Verkäufe, die die Vorstände börsennotierter Unternehmen tätigen.
  • Vergessen Sie nicht Ihre eigene Intuition und eine Spur gesunden Menschenverstand und folgen Sie keinen vermeintlichen sicheren Empfehlungen oder Geheimtipps.

Unterbewertete Aktien Börse

In unterbewertete Aktien investieren: Direkt oder mit Derivaten

Depotvergleich.com Icon GebührenWer unterbewertete Aktien gefunden hat, kann sich nun fragen, auf welche Weise man am besten von künftigen Kursentwicklungen profitieren kann. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Einerseits können Anleger Aktien kaufen, halten und verkaufen. Das ist über ein Depotkonto bei einer Bank oder einem Aktienbroker möglich und vor allem über längere Anlagezeiträume gewinnbringend.

Außerdem ist jedoch der eher kurzfristige Handel mit sogenannten Derivaten möglich. Die „abgeleiteten“ Finanzprodukte bilden die Kursentwicklung des Basiswertes ab, auf den sie sich beziehen. Neben Optionen, Terminkontrakten oder Zertifikaten sind besonders die einfach konstruierten Differenzkontrakte für den Aktienhandel geeignet. CFDs bilden die Wertentwicklung ab, können in überschaubaren Zeiträumen gehandelt werden und eignen sich für die Spekulation auf steigende, aber auch auf fallende Kurse. Hinzu kommt, dass sie zu den Hebelprodukten gehören. Dank der Hebel, eigentlich Kreditlinien der CFD-Broker, lässt sich das Handelsvolumen steigern – und damit auch die Rendite.

Wer sich nicht zu einer Langzeit-Investition in Aktien durchringen kann, auch wenn sie überzeugend als unterbewertet gelten können, kann mit CFDs die Kursschwankungen von Werten über kürzere Zeiträume ausnutzen. Dabei ist dank der Hebelwirkung nicht einmal ein größeres Budget erforderlich. Wer als Kleinanleger von der Wertentwicklung profitieren will, hat mit Differenzkontrakten eine gute Gelegenheit zum Einstieg in den börslichen Wertpapierhandel.

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Aktien- und CFD-Broker: Die Auswahl des Anbieters trägt zum Erfolg bei

Depotvergleich.com Icon Daumen hochEgal, ob es um den Wertpapierhandel oder um die Spekulation mit CFDs geht, die Entscheidung für einen seriösen Broker ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Erfolg. Denn trotz verbindlicher Auflagen an Finanzdienstleister unterscheiden sich Produkte, Leistungen und Kosten im Einzelfall stark. Hohe Gebühren und versteckte Kosten können die möglichen Renditen schmälern. Ein wenig abwechslungsreiches Portfolio schränkt Anleger bei der Auswahl von Aktien und CFDs ein und verhindert die Umsetzung interessanter Anlagestrategien. Und auch die Zuverlässigkeit und Schnelligkeit der Ausführung von Orders ist ein wichtiger Faktor. Besonders für Einsteiger sind viele der Qualitätskriterien, die ein Forex- und CFD-Broker oder Aktienbroker erfüllen sollte, zunächst nicht abzuschätzen.

Unterbewertete Aktien

Unterstützung durch Wissensangebote

Da bei der Identifizierung unterbewerteter Aktien vor allem umfassendes Wissen von hoher Bedeutung ist, sollte die Wahl auf einen Broker fallen, der mit qualitätvollen Bildungsangeboten unterstützt. Denn so können sich Anleger die Grundkenntnisse zu den Abläufen an der Börse aneignen, die Handhabung der Handelssoftware und das wichtige Risikomanagement erlernen. Ein echtes Plus ist auch ein Musterdepot oder Demokonto, mit dem der Handel risikolos geübt werden kann – dank einer echten Handelsumgebung, und mit virtuellem Kapital. Die besten Angebote punkten mit Webinaren und Online-Kursen, die von Finanzexperten abgehalten werden.

Lernerfolge verspricht auch die Nutzung des immer beliebteren Social Trading, bei dem man die Möglichkeit hat, erfolgreichen Tradern gewissermaßen über die Schulter zu schauen und ihre Strategien oder sogar Portfolios zu übernehmen und so schneller selbst mit Gewinn zu investieren. Das Auffinden eines geeigneten Brokers erleichtert das Ranking auf Vergleichsportalen. Im Brokervergleich oder Depotvergleich stehen die Finanzdienstleister anhand nachvollziehbarer, standardisierter Kriterien auf dem Prüfstand. Die Eingrenzung einer überschaubaren Anzahl von Brokern, die in die engere Wahl kommen, fällt damit leichter, Testberichte liefern Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Kandidaten und erleichtern die Entscheidung.

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Fazit: Unterbewertete Aktien und Aktien-CFDs handeln

Depotvergleich.com Icon FazitUnterbewertete Aktien finden ist ein Zusammenspiel von umfassendem, aktuellem Wissen, verlässlicher Intuition und der Unterstützung durch einen Broker, der mit Technologie und Informationen, aber auch mit einer günstigen Gebührenstruktur überzeugen kann. Zwar ist nicht jeder private Anleger ein Warren Buffett, doch die Strategien hinter dem Value Investing kann man sich aneignen und mit Erfolg in die Tat umsetzen.

Wer sich die Zeit nimmt für den unvermeidlichen Lernprozess – einschließlich zwangsläufiger Fehlschläge – und besonnen agiert, kann es bei der Bestimmung massiv unterbewerteter Aktien im Laufe der Zeit zu einiger Kompetenz bringen und von den Ergebnissen profitieren. Ob dabei direkt in die Aktien investiert wird oder ob Trader dem CFD-Handel den Vorzug geben, hängt von der persönlichen Anlagestrategie, vom Budget und von der Risikoneigung ab.

BIlderquelle:

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