Nächster Börsenrekord: Amazon-Aktie knackt Eine-Billion-Dollar-Marke

Nach Apple hat es kürzlich auch Amazon geschafft, die eine-Billion-Dollar-Marke an der Börse zu überspringen. Dennoch trauen Experten der Amazon-Aktie sogar noch mehr zu. Weitere Rekorde sind also möglich. Die Basis für die jüngsten Erfolge legte Amazon mit Gewinnen abseits des traditionellen Geschäfts als Online-Marktplatz. Das Unternehmen stellt sich immer breiter auf und experimentiert mit Innovationen.

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Inhaltsverzeichnis

  • Nach Apple zweites US-Unternehmen mehr als eine Billion Dollar wert
    • 2018 bisher erfolgreiches Jahr für Amazon-Aktie
    • Hoher Quartalsgewinn als Basis
  • Amazon expandiert weiter
    • Analysten vertrauen Amazon
  • Nummer 1 im Onlinehandel
    • Erfolge mit Cloud und Sprachassistent
    • Gewinne aus AWS-Bereich finanzieren Expansion
  • Einzelhandel noch immer Kern des Unternehmens
    • Amazon Prime nächste Erfolgsgeschichte
    • Jeff Bezos reichster Mann der Welt
  • Amazon seit einigen Jahren profitabel
    • Eines der wichtigsten Unternehmen der Welt
  • Fazit: Amazon kann Erfolgsweg weitergehen

Nach Apple zweites US-Unternehmen mehr als eine Billion Dollar wert

Vor einigen Wochen war die Amazon-Aktie kurzzeitig mehr als eine Billion Dollar wert. Diesen Rekord haben nun innerhalb weniger Wochen gleich zwei amerikanische Unternehmen aufgestellt. Amazon war damit mehr wert als die zwölf größten Unternehmen im DAX zusammen. Um den Rekord zu erreichen, legte die Aktie Anfang September an einem Handelstag nochmals um 2,5 Prozent zu und war damit 2.050,50 Dollar wert. Nach dem Erreichen des Rekords fiel der Aktienkurs jedoch wieder leicht.

2018 bisher erfolgreiches Jahr für Amazon-Aktie

Schon das gesamte Jahr 2018 war für die Amazon-Aktie sehr erfolgreich. Innerhalb von nur zwölf Monaten stieg ihr Wert um 105 Prozent. Allein im August konnte die Aktie nochmals zehn Prozent dazugewinnen. Amazon baute damit in den letzten Monaten kontinuierlich seine Marktkapitalisierung weiter aus. Allein seit Januar ging es für die Aktie um 75 Prozent nach oben. Der Börsenwert stieg im gleichen Zeitraum um mehr als 435 Milliarden Dollar. Die größten Konkurrenten im amerikanischen Einzelhandel sind für Amazon Walmart, Costco und Taret. Diese können zusammen lediglich einen Börsenwert von rund 430 Milliarden Dollar aufweisen.

Hoher Quartalsgewinn als Basis

Die Basis für die jüngsten Erfolge legte ein überraschend hoher Quartalsgewinn, den das Unternehmen Ende Juli vermelden konnte. Der Onlinehandel über den bekannten Marktplatz ist weiterhin ein Erfolg. Dazu kommen aber in der letzten Zeit auch zunehmend positive Nachrichten aus anderen Geschäftsfeldern, vor allem im Bereich der Cloud-Dienste. Nach zahlreichen Erneuerungen konnte sich Amazon hier sehr erfolgreich aufstellen.

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Amazon expandiert weiter

Das Unternehmen stellt sich immer breiter auf. Vor allem das Geschäft mit der Cloud wird für Amazon immer wichtiger. Dazu kamen einige erfolgreiche Übernahmen, mit denen das Unternehmen immer weiter in andere Geschäftsbereiche vordringt. Kürzlich übernahm man beispielsweise die amerikanische Versandapotheke PillPack. Mit der Übernahme von Whole Foods im letzten Jahr machte das Unternehmen einen Schritt in den Lebensmitteleinzelhandel. Auch im Werbegeschäft gab es höhere Umsätze. Diese guten Zahlen erlauben es Amazon, weiter zu investieren. Dies steigert die Chancen auf weitere Gewinne.

Schon in den Jahren zuvor übernahm Amazon immer wieder andere Unternehmen. Unter anderem gehört die E-Commerce-Webseite JOYO seit 2004 zu Amazon. Hierüber konnte man von einigen Jahren Logistikkosten senken. Fünf Jahre später übernahm man den Internet-Schuhhändler Zappos und 2011 den britischen Online-Buchhändler The Book Depository Ltd. Dieser war damals Amazons größter Konkurrent in Großbritannien.

Analysten vertrauen Amazon

Analysten sind der Ansicht, dass es für Amazon erfolgreich weitergehen wird. Aus diesem Grund erhöhte beispielsweise Brian Nowak von Morgan Stanley das Kursziel für die Amazon-Aktie von 1.850 Dollar auf 2.500 Dollar. Würde dieser Kurswert erreicht, wäre Amazon 1,2 Billionen Dollar wert. Analysten überzeugt vor allem, dass Amazon mittlerweile sehr gut aufgestellt ist und von Größenvorteilen profitieren kann. Der Umsatz entwickelt sich besser als bei anderen Unternehmen aus der Internetbranche.

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Die Nachrichtenagentur Bloomberg kam kürzlich bei einer Umfrage unter 50 Experten zu dem Ergebnis, dass 44 davon zum Kauf der Amazon-Aktie raten. Nur zwei Prozenten empfohlen einen Verkauf. Amazon kann daher sehr positiv in die Zukunft blicken. Schon jetzt sagen einige Experten, dass das Unternehmen in zwölf Jahren das größte der Welt sein könnte. Amazon könnte somit langfristig Apple als das größte Unternehmen der Welt überholen.

Nummer 1 im Onlinehandel

Im Onlinehandel ist Amazon schon lange die Nummer 1. Seit 1994 entwickelte sich das Unternehmen von Jeff Bezos zum größten Einzelhändler der Welt. 2017 kam eine Schätzung des amerikanischen Datendienstleisters Slice Intelligence zu dem Ergebnis, dass ein Amerikaner von jedem Dollar, den er im Einzelhandel ausgibt, 45 Cent bei Amazon für Waren bezahlt.

Immer erfolgreicher wird allerdings das Cloud-Geschäft. Dieses trägt den Namen Amazon Web Services, kurz AWS. Vor zwölf Jahren begann man hierüber mit Infrastrukturdienstleistungen an Unternehmen. Seit sechs Jahren bietet Amazon auch Privatpersonen die Technologien im Cloud Computing an.

Erfolge mit Cloud und Sprachassistent

Zu diesem Geschäftsbereich gehört auch der Handel mit dem Sprachassistenten Alexa. Auf lange Sicht will man sich im Gesundheits- und Finanzwesen etablierten und über Alexa neue Vertriebskanäle aufbauen. Die Investmentfirma Synovus Trust sieht bei Sprachassistenten den Marktanteil von Amazon bei 30 Prozent. Konkurrenten wie Microsoft, IBM oder Google liegen weit dahinter.

Der Geschäftsbereich AWS, also die Server-Vermietung Amazon Web Services, konnte im letzten Quartal einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro verzeichnen. Damit legte das Cloud-Geschäft um über 48 Prozent zu. Dies war weit mehr als von Analysten erwartet. Im AWS-Bereich ist Amazon seit über zehn Jahren aktiv. Die Nutzerzahl wurde im letzten Jahr um 50 bis 60 erhöht.

Gewinne aus AWS-Bereich finanzieren Expansion

Dies hatte zur Folge, dass im zweiten Quartal 2018 der Gewinn des Geschäftsbereichs AWS 55 Prozent zum gesamten operativen Umsatz und 20 Prozent zum Gesamtumsatz von Amazon beitragen konnte. Somit wurde das AWS-Geschäft zur einträglichsten Einnahmequelle von Amazon. Darüber hinaus sind die Gewinnmargen mit 23 Prozent deutlich höher als im Onlinehandel, wo sie nur bei etwa vier bis fünf Prozent liegen.

Zahlreiche Auszeichnungen von DEGIRO

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Vor allem AWS finanziert wohl die zahlreichen Investitionen in die unterschiedlichsten Branchen. Auch auf Zukunftsmärkten wie Gesundheits- und Versicherungswesen will man sich erweitern. Zudem kann sich das Unternehmen erlauben, auch mit Innovationen zu experimentieren. Hierzu gehört beispielsweise das Supermarktkonzept von Amazon Go.

Einzelhandel noch immer Kern des Unternehmens

Amazon könnte sich nur auf das Cloud-Geschäft spezialisieren, doch Jeff Bezos sieht im Einzelhandel noch immer das Herz seines Unternehmens. Dennoch stellt sich Amazon immer breiter auf. Neben der Übernahme von Whole Foods für 13,7 Milliarden Euro baute man auch seine Ressourcen im Bereich der Logistik aus und könnte eine ernsthafte Konkurrenz für FedEx oder UPS werden. Auch über den Sprachassistenten Alexa will man weitere Verkaufskanäle erschließen. Dazu kommt mit Amazon Echo der Ausbau des Geschäfts mit smarten Lautsprechern, wo Amazon bereits je nach Auswertung einen Marktanteil von 50 bis 70 Prozent erreichen konnte.

Amazon Prime nächste Erfolgsgeschichte

Amazon Prime, wofür auch bereits eigenen Serien produziert wurden, ist eine weitere erfolgreiche Säule; ebenso wie Elektronikgeräte wie der E-Book-Reader Kindle. Die Abo-Dienste wie Amazon Prime bescherten dem Unternehmen im zweiten Quartal 2018 Einnahmen von 3,4 Milliarden Dollar. Dies war ein Anstieg um 55 Prozent. Amazon Prime hat mittlerweile über 100 Millionen Abonnenten und ist laut Schätzungen in den USA wohl in 40 bis 60 Prozent aller Haushalte präsent. Schon vor fünf Jahren nutzen wohl zehn Millionen Menschen in den USA Amazon Prime. Damals hatte der Streamingdienst bereits einen Anteil von einem Drittel am gesamten operativen Gewinn. Diese Sparte könnte zu einer weiteren wichtigen Einnahmequelle werden.

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Jeff Bezos reichster Mann der Welt

Auch Jeff Bezos selbst profitiert von den Erfolgen seines Unternehmens. Er konnte laut Forbes Bill Gates als reichsten Mann der Welt ablösten. Offiziellen Angaben zufolge gehören ihm 16 Prozent von Amazon. Dies entspricht etwa 166 Milliarden Dollar. Und auch für Kunden und Investoren ist Amazon eine Erfolgsgeschichte. Experten sprechen sich positiv für Amazon aus und sehen weiteres Potenzial in der Amazon-Aktie. Ein bekannter Investor profitiert möglicherweise besonders: Warren Buffet. Er hatte erst vor wenigen Monaten bekannt gegeben, dass er weitere Aktien von Amazon gekauft hatte.

Amazon seit einigen Jahren profitabel

Bei Amazon stand viele Jahre das Wachstum vor der Profitabilität. Heute schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen. Seit dreizehn Quartalen ist Amazon nun profitabel. Im ersten Halbjahr konnte man einen Nettogewinn von vier Milliarden Dollar verbuchen. Der Gewinn je Aktie war doppelt so hoch wie von Analysten zuvor erwartet. Sie gehen zudem davon aus, dass die Nebengeschäfte wie Abo-Dienste und Cloud-Angebote weiter wachsten werden und einen noch stärkeren Einfluss auf das Gesamtergebnis haben. Laut Berechnungen von Morgan Stanley macht das Kerngeschäft, der direkte Verkauf von Waren an Kunden, nur noch zwölf Prozent des möglichen Börsenwerts aus.

Eines der wichtigsten Unternehmen der Welt

Der Forbes Global 2000 listete Amazon in diesem Jahr auf dem 53. Platz der größten Unternehmen der Welt. Der Umsatz lag für diese Berechnung bei rund 193 Milliarden Dollar, der Gewinn bei fast vier Milliarden Dollar. Schon im Geschäftsjahr 2016 konnte man den zwölften Platz der umsatzstärksten Unternehmen der Welt in der Fortune 500-Liste erreichen. Ende April betrug die Marktkapitalisierung etwa 775 Milliarden Dollar. Damit wurde Amazon zum zweitwertvollsten Unternehmen der USA nach Apple. Hier gilt es jedoch zu Bedenken, dass Amazon erst 1994 auf den Markt kam, Apple wurde bereits 1976 gegründet. Amazon feierte seine Erfolge also in wesentlich kürzerer Zeit als Apple.

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Übrigens ist Deutschland der wichtigste Auslandsmarkt für das Unternehmen. Schon vor fünf Jahren lag der Umsatz hier bei mehr als zehn Milliarden Dollar. Darüber hinaus sieht es gerade für die gesamte amerikanische Technologiebranche sehr gut aus. Nach Apple und Amazon könnten bald auch Google und Microsoft mehr als eine Billion Dollar wert sein.

Fazit: Amazon kann Erfolgsweg weitergehen

Vor einige Wochen übersprang Amazon als zweites US-Unternehmen nach Apple die Eine-Billion-Dollar-Marke. Dazu genügte ein Kurssprung von 2,5 Prozent auf 2.050,50 Dollar je Aktie. Danach ging es jedoch für die Aktie wieder etwas nach unten. Experten trauen der Amazon-Aktie weitere Erfolge zu. Diese gründen auch auf den besonders positiven Quartalszahlen, die Ende Juli bekannt gegeben wurden.

Darin wurde deutlich, das neben dem Kerngeschäft, dem bekannten Onlinemarktplatz, zunehmend auch Nebengeschäfte wie der Amazon Web Service und Amazon Prime erfolgreich sind. Amazon Web Service bietet Cloud-Dienste für Unternehmen und Privatkunden. Der Streamingdienst hat mittlerweile über 100 Millionen Nutzer.

Auch die zahlreichen Übernahmen wie die Supermarktkette Whole Foods tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. So gelingt es Amazon, immer mehr in andere Branchen vorzudringen und zu expandieren. Amazon stellt sich somit immer breiter auf und nutzt seine Größenvorteile. Langfristig könnte Amazon so das größte Unternehmen der Welt werden.

In den letzten zwölf Monaten ging es für die Amazon-Aktie um 105 Prozent nach oben; allein zehn Prozent davon in den Wochen vor Erreichen der Billion. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres betrug der Nettogewinn des Unternehmens vier Milliarden Dollar. Die Aktie des Unternehmens war damit doppelt so viel wert wie von Analysten zuvor berechnet. Seit Jahresbeginn steigerte sich die Marktkapitalisierung um 435 Milliarden Dollar.

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