Bruttoinlandsprodukt geht wohl um 250 Milliarden Euro zurück

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 01.06.2021


Das Institut der Deutschen Wirtschaft geht davon aus, dass die Corona-Pandemie wohl Kosten von einer viertel Billion Euro verursacht und damit hohe Verluste bedeuten wird. Das Bruttoinlandsprodukt geht damit wohl um 250 Milliarden Euro zurück. Über aktuelle Entwicklungen von den Märkten sind Trader bei XTB über Marktnachrichten, Webinare und einen Wirtschaftskalender gut informiert.

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Lockdowns verursachen hohe Kosten

Geschäfte waren in den letzten Monaten zeitweise geschlossen, nun gibt es Konzepte wie „Click & Collect“ oder „Click & Meet“. Museen, Gastgewerbe wie zum Beispiel Restaurants und Hotels sind ebenfalls von den Schließungen betroffen und viele Kulturveranstaltungen sind in den letzten Monaten ausgefallen. Reisen fanden kaum statt und viele Menschen waren in Kurzarbeit. Beginn des ersten Lockdowns ist nun fast genau ein Jahr her. Am 11. März 2020 erklärte die WHO Covid-19 zur Pandemie. Dieser erste Lockdown war für viele Unternehmen aus Handel, Industrie und Gewerbe laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft sehr teuer.

Das erste Quartal 2020 verlief noch vergleichsweise gut und das Bruttoinlandsprodukt ging nur leicht zurück. Im zweiten Quartal hätte laut dem IW das Bruttoinlandsprodukt ohne die Corona-Pandemie bei 850 Milliarden Euro gelegen. Es waren letztendlich aber nur etwa 750 Milliarden Euro. Im Sommer erholte sich die Wirtschaft zwar wieder, konnte die Verluste aber nicht ganz aufholen. Der erneute Lockdown zum Jahresende ließ die Lücke wieder größer werden.

Bruttoinlandsprodukt geht wohl um 250 Milliarden Euro zurück

Auch 2021 noch hohe Kosten

Depotvergleich.com Icon AnfängerDie Kosten für die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2021 werden wohl etwa 50 Milliarden Euro betragen. Der Verlust liegt insgesamt bei 250 Milliarden Euro. Das Institut bezieht sich dabei auf eine Modellierung des Konjunkturverlaufs ohne die Corona-Pandemie und verglich diese Werte mit der realen Entwicklung. Dazu sahen sich auch die Wirtschaftsweisen gezwungen Ihre Konjunkturprognosen anzupassen.

Dazu kommt, dass weiter eine Pleitewelle und „Zombieunternehmen“ drohen. Viele Unternehmen haben die Krise wohl trotz der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und der staatlichen Hilfen nicht überstanden. Laut dem IW gab es 2020 rund 16.300 Firmenpleiten. Weitere 5.000 Unternehmen sind wohl derzeit „Zombieunternehmen“, die über staatliche Hilfe künstlich am Leben erhalten werden, aber keine Zukunftsperspektive haben. Die Pflicht, eine Firmenpleite anzumelden, wurde kürzlich nochmals bis Ende April verschoben.

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Ohne staatliche Hilfen noch deutlichere Auswirkungen

IW-Direktor Michael Hüther sagte, dass die Corona-Pandemie ein Schock für die deutsche Wirtschaft sei. Allerdings hätten die Hilfsprogramme der Bundesregierung sowie das Kurzarbeitergeld noch schlimmere Auswirkungen verhindert. Auch Hüther kritisierte jedoch, dass viele Unternehmen zu lange auf die Hilfen warten mussten, was viele Unternehmen nicht überstanden. Nun bleibt die Hoffnung, dass sich das Impftempo erhöht und Unternehmen bald wieder mehr Planungssicherheit haben.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) geht davon aus, dass sich die Wirtschaft in diesem Jahr besser erholt als von der Bundesregierung vorhergesagt. Diese geht nur von einem Wachstum von drei Prozent aus. Laut dem IWH könnte die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 3,7 Prozent wachsen. Im Dezember ging das Institut aber noch von einem Wachstum von 4,4 Prozent aus. 2022 könnte das Wachstum dann bei 3,6 Prozent liegen.

Bruttoinlandsprodukt geht zurück

Weiter Konjunkturrisiken

Depotvergleich.com Icon ChecklisteAllerdings gibt es weitere einige Konjunkturrisiken, insbesondere durch die Corona-Pandemie. Beispielsweise ist der weitere Verlauf der Impfkampagne weiter unklar. Zudem steht die dritte Welle wohl vor der Tür oder ist bereits da. Das erhöhte Infektionsgeschehen ist wohl auch auf die Öffnungen seit Anfang März zurückzuführen. Dies ist auch damit verbunden, dass es weiterhin kein einheitliches Konzept für Schnelltests gibt.

Geht die Impfkampagne allerdings voran, könnte im zweiten Quartal auch ein wirtschaftlicher Aufschwung folgen. Dabei sieht IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller einen Pluspunkt in dem Umstand, dass die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte stabil geblieben sind. Die Nachfrage könnte sich also rasch erholen. Zudem schätzt das Institut die Situation auf dem Arbeitsmarkt als stabil und robust ein. Die Kurzarbeit stabilisiert sich derzeit. Die Verbraucherpreise könnten jedoch steigen. Das IWH sieht die Gründe hierfür in den höheren Ölpreisen, dem Ende der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung und in der Einführung der CO2-Abgabe. Die Preise könnten in diesem Jahr deutlich schneller Ansteigen als in den Vorjahren.

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Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Auch auf den Arbeitsmarkt hat sich die Corona-Pandemie deutlich ausgewirkt. Die Krise bestimmt seit einem Jahr auch den Arbeitsmarkt. Laut Prognose waren im Januar 2,6 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Der jüngste Lockdown hatte zur Folge, dass die Zahlen zu Jahresbeginn wieder stiegen. Allerdings sind die Zahlen deutlich positiver als vor einem Jahr, als über sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit waren.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Detlef Scheele, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, zeigten sich zuletzt jedoch zuversichtlich. Laut Scheele sehe man, dass Unternehmen nun wieder ihre Arbeitszeit hochfahren und die Kurzarbeit nicht in Arbeitslosigkeit übergeht.

Dennoch will das Arbeitsministerium den leichteren Zugang zu Kurzarbeit um drei Monaten bis Ende Juni verlängern. Wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten von einem Arbeitsausfall betroffen sind, ist die Beantragung von Kurzarbeitergeld möglich. Vor der Pandemie musste ein Drittel der Mitarbeiter von einem Arbeitsausfall betroffen sein.

BIP geht wohl um 250 Milliarden Euro zurück

Finanzen der Bundesagentur für Arbeit betroffen

Depotvergleich.com Icon GebührenAllerdings wirkte sich die Pandemie auch auf die Finanzen der Bundesagentur für Arbeit aus. Die Ausgaben für Kurzarbeitergeld reduzierten die Rücklagen. Aktuell steigen die Kosten weiter. Zuletzt kamen weitere 6,5 Milliarden Euro an Kosten hinzu. Scheele geht derzeit davon aus, dass die Kosten in diesem Jahr mehr als 50 Milliarden Euro betragen. Das Defizit könnte am Jahresende höher als die bisher prognostizierten 9,6 Milliarden Euro sein. Diese Zahlen sind aber durch einen Haushaltsbeschluss des Bundestages abgedeckt.

Auf den Arbeitsmarkt wirkt sich früher oder später auch die Lage der Schülerinnen und Schüler auswirken, die während der Pandemie ihren Abschluss gemacht haben. Zudem finden Auszubildende und Unternehmen oft nicht zusammen, da beispielsweise Ausbildungsmessen nicht stattfinden können.

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Ausbildungen fördern

Auch hier wollen das Arbeitsministerium und die Bundesagentur für Arbeit eingreifen und die sogenannte Ausbildungsprämie stärken. Kleine und mittlere Unternehmen, die trotz der Krise die Anzahl an Auszubildende stabil halten oder sogar erhöhen, erhalten einmalig 2.000 oder 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz, wenn sie von der Krise besonders betroffen sind. Laut Heil soll die Ausbildungsprämie verdoppelt werden. Weitere Sorgenfalten bereiten Scheele Langzeitarbeitslose, vor allem jene ohne Ausbildung. Seine Forderung ist daher, die zweijährige Umschulung auf drei Jahre zu verlängern.

Bruttoinlandsprodukt geht um 250 Milliarden Euro zurück

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BIP geht zurück

Fazit: Hohe Kosten für die deutsche Wirtschaft

Depotvergleich.com Icon FazitDie Corona-Pandemie kostete die deutsche Wirtschaft wohl 250 Milliarden Euro. In den ersten Monaten 2021 werden die Unternehmen in Deutschland wohl nochmals Verluste erleiden. Zudem sind noch immer viele Menschen in Kurzarbeit, der Arbeitsmarkt zeigt sich aber insgesamt robust. Auch wenn noch immer pandemiebedingte Konjunkturrisiken bestehen, könnte sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres erholen.

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