Deutsche Telekom setzt auf Cloud Computing

Das kann sich doch sehen lassen: Im Teilbereich „Cloud Computing“ kann auch ein solcher Riese wie die Deutsche Telekom noch kräftig wachsen: Der Bonner Konzern vermeldete, dass der Umsatz in diesem Firmenbereich in den ersten neun Monaten des Jahres um satte rund 30% gewachsen ist. Hier der Blick auf die Details:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Cloud Lösungen sind derzeit ein Wachstumsmarkt
  • Cloud Lösungen: Marktpotenzial 2018 bei 300 Mrd. Dollar Umsatz
  • Deutsche Telekom mit 3,5 Mrd. Euro Cash-Flow (Q1-3 2015)
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Bei „Cloud Lösungen“ geht es darum, dass Datenmengen nicht auf dem heimischen Computer bzw. dem lokalen Netzwerk gespeichert werden, sondern in externen = weiter entfernten Rechenzentren. Weit draußen „in den Wolken“ (cloud = Wolke) sozusagen! Und in der heutigen Zeit mit ihren explodierten bzw. explodierenden Datenmengen ist dies naturgemäß ein interessantes Geschäft. Zahlreiche Unternehmen nutzen die Dienste entsprechender Anbieter. Ein relativ großer „Player“ in dieser Branche ist insbesondere Amazon. In diesem Geschäftsbereich setzen die Amerikaner bereits zig Milliarden um.

Cloud Lösungen sind derzeit ein Wachstumsmarkt

Die Deutsche Telekom hat es sich als Ziel gesetzt, in dem Bereich „Cloud Lösungen“ zu expandieren. Das Handelsblatt zitierte Telekom Chef (Vorstandsvorsitzender) Timotheus Höttges mit diesen Worten: „Das ist ein riesiger Wachstumsmarkt, den wir nicht allein Amazon & Co. überlassen wollen.“ Und in der Tat: Die Deutsche Telekom konnte mit ihren 9-Monats-Zahlen bereits Umsätze von einer knappen Milliarde Euro im Bereich „Cloud Lösungen“ vorweisen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr lag im Bereich 30%. Da die Bonner auf Konfrontation zum Cloud-Computing-Anbieter Amazon gehen, ist derzeit offen, wie sich die weitere Umsatzentwicklung in dem Bereich gestalten wird. Amazon ist in dem Bereich erheblich stärker aktiv, bzw. erzielt rund 8 Mal so hohe Umsätze wie die Deutsche Telekom. Ob das bedeutet, dass es im Umkehrzug Potenzial für die Deutsche Telekom gibt, da Amazon Marktanteile abzujagen? Oder wird im Gegenteil in Zukunft von neuen Unternehmen verstärkt Amazon bevorzugt, gerade weil die eine stärkere Marktstellung haben? Wir werden es wahrscheinlich sehen.

Cloud Lösungen: Marktpotenzial 2018 bei 300 Mrd. Dollar Umsatz

Vielleicht können ja auch mehrere Anbieter profitieren und satte Gewinne in diesem Sektor einfahren. Denn der Cloud-Computing Markt wächst derzeit kräftig – und wenn das anhält, ist wohl Platz für mehrere Anbieter! Dazu eine konkrete Zahl: Laut Handelsblatt sollen bis 2018 300 Mrd. Dollar Umsatz weltweit drin sein. In Deutschland sollen ca. 44% der Unternehmen Cloud-Dienste nutzen. Aus Sicht von Anbietern von Cloud-Lösungen könnte man es auch anders formulieren: 56% der deutschen Unternehmen nutzen noch keine Cloud-Lösungen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Sättigungsgrad des deutschen Marktes diesbezüglich noch nicht besonders hoch ist. Und ein niedriger Sättigungsgrad bedeutet natürlich, dass noch weiteres Potenzial für Wachstum besteht. Genau darauf zu setzen, ist erklärtes Ziel der Spitze der Deutschen Telekom.

Deutsche Telekom mit 3,5 Mrd. Euro Cash-Flow (Q1-3 2015)

Die Mittel für Investitionen in diesem Bereich sollten jedenfalls da sein: Laut den jüngsten 9-Monats-Zahlen der Deutschen Telekom hat diese ihren freien Cashflow (vor Ausschüttungen und Investitionen in Spektrum) von 3,2 Mrd. Euro im Vorjahr auf 3,5 Mrd. Euro steigern können. Allerdings erhöhten sich auch die Netto-Finanzverbindlichkeiten den offiziellen Zahlen zufolge gegenüber dem Jahresende 2014 um 5,4 Mrd. Euro. Viel hängt nun natürlich davon ab, wo das Management der Deutschen Telekom die freien Mittel investieren möchte.

Ich wünsche Ihnen einen „guten Rutsch“ ins Neue Jahr und alles Gute, vor allem Gesundheit, für 2016 und darüber hinaus!

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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