Wirecard-Aktie mit Kurssteigerung

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 03.12.2020


Am Abend wird eine Entscheidung der Deutschen Börse erwartet, wer den Platz von Wirecard im DAX einnimmt. Delivery Hero werden weiter die besten Chancen eingeräumt. Vor dem DAX-Aus erreichte die Aktien aber noch einmal ein Plus. Nach einem andauernden Abwärtstrend gewann die Aktie zur Wochenmitte bis zu 17 Prozent. Dies hängt wohl mit den Meldungen über Interessenten zusammen, die Teile des insolventen Zahlungsdienstleisters kaufen könnten.

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Weiter Interessen an Wirecard-Anteilen

Am Dienstag erschien auf dem Finanzportal „Finance Forward“ ein Artikel, in dem unter Berufung auf Insider berichtet wurde, dass noch zehn Interessenten übrig geblieben sind, die konkretes Interesse an Teilen von Wirecard haben und auch schon Verhandlungen aufgenommen haben sollen. Unter anderem sollen die Deutsche Bank, die Santander-Bank, PayPal und Heidelpay zu den Anwärtern gehören.

Insbesondere die Wirecard Bank und Teile des Kerngeschäfts wie Acquiring und Issuing ist für die potentiellen Käufer wohl von Interesse. Hier könnte die Wirecard-Technologie besonders interessant sein. Die zahlreichen Tochtergesellschaften von Wirecard sind laut Brancheninsidern nur wenig wert und daher für mögliche Käufer nur wenig attraktiv.

Noch vor vier Wochen waren laut einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters Michael Jaffé über 140 Interessenten am Kerngeschäft oder den Beteiligungsgesellschaften interessiert. Seit dem 24. Juli sank die Zahl der Kaufinteressenten damit enorm. Damals hatten angeblich schon 77 potentielle Käufer eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnet.

Kursgewinne bei Wirecard

Viele Anleger gingen wohl noch einem eine Short-Position auf die Aktie von Wirecard ein. Die Folge waren Kursgewinne im zweistelligen Bereich. Die Ankündigung der Deutschen Börse, noch in dieser Wochen den DAX-Nachfolger von Wirecard zu benennen, hatten den Kurs auf bis auf 1,11 Euro sinken lassen. Trotz der jüngsten Gewinne wird sich die Situation der Wirecard-Aktie aber wohl nicht mehr nachhaltig verbessern.

Mit einem Plus von 7,14 Prozent gelang die Wirecard-Aktie kurz vor dem DAX-Aus noch einmal ins obere Drittel des Leitindexes. Am Tag zuvor lag der Schlusskurs der Aktie nur bei 1,29 Euro. Kurz nach Bekanntwerden des Bilanzskandals war die Aktie kurz davor, in den Pennystockbereich abzurutschen. Die Aktie war zeitweise nur 1,08 Euro wert und damit weit von ihrem 52-Wochen-Hoch von 159,80 Euro entfernt.

Insolvenzverfahren als Folge des Bilanzskandals

Schon vor dem Bekanntwerden des Bilanzskandals geriet die Wirecard-Aktie in die Krise, denn auch der Ausbruch der Corona-Pandemie belastete die Aktie deutlich. Seit Ende Januar fiel die Aktie um 98,99 Prozent. Dies hatte jedoch kaum Auswirkungen auf den gesamten Index, denn die Wirecard-Aktie wird nur mit 0,01 Prozent gewichtet und liegt damit auf Position 30 des DAX.

Alle frei handelbaren Wirecard-Aktien sind zusammen nur noch 0,16 Millionen Euro wert. Im Geschäftsjahr 2018, das letzte mit offiziellen Geschäftszahlen, lag der Gewinn noch bei 0,44 Milliarden Euro. Der Umsatz betrug damals etwa zwei Milliarden Euro. Ende 2019 arbeiteten weltweit 5.100 Menschen für Wirecard, von denen wohl viele ihren Job verlieren werden.

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1,9 Milliarden Euro nicht nachweisbar

Im Juni wurde bekannt, dass Wirecard den Verbleib von 1,9 Milliarden Euro, die in der Bilanz ausgewiesen waren, nicht mehr nachvollziehen kann. Eine Bestätigung der Bilanz durch die Wirtschaftsprüfer von E&Y kam damals nicht zustande. Wenige Tage später trat der Wirecard-Chef Markus Braun zurück. Kurz darauf nahm ihn die Polizei wegen der Vortäuschung von Einnahmen und Marktmanipulation fest. Nachdem er zunächst nach einem Tag gegen Kaution freikam, kam er nach einigen Wochen wieder in Untersuchungshaft. Weitere Verdächtige sind flüchtig. So ist weiterhin nicht bekannt, wo sich das ehemalige Vorstandmitglied Jan Marsalek aufhält. Am 25. Juni wurde dann die Insolvenz beantragt.

Aktie weiter im DAX

Auch wenn das Unternehmen damit zahlungsunfähig ist, kann die Aktie weiter im DAX gehandelt werden. An diesem Umstand wurde viel Kritik laut, aber die Deutsche Börse hat keine Regelungen für einen solchen Fall. Dies wird sich in diese Wochen ändern. Künftig kann ein insolventes Unternehmen innerhalb von zwei Tagen vom Handel ausgeschlossen werden. Die Deutsche Börse prüft gerade ihr gesamtes Regelwerk und könnte bis Jahresende weitere neue Vorgaben verkünden. Die aktuellen Regeln hatten zur Folge, dass die Wirecard-Aktie trotz der Insolvenz noch bis September, wenn die reguläre Überprüfung des Indexes ansteht, im DAX bleibt.

Weiterhin gehen viel Beobachter davon aus, dass Delivery Hero den Platz von Wirecard einnimmt. Das Unternehmen macht zwar nun einen Teil seines Umsatzes in Deutschland, wuchs aber in der Corona-Krise enorm. Die Aktie kostet derzeit etwa 102 Euro. Der Wirecard-Platz im TecDAX geht wohl an das Maschinenbauunternehmen LPKF Laser. Die Aktie des Unternehmens verlor jedoch zuletzt leicht an Wert.

Deutsche Bank

Weiter Veränderungen im SDax und MDax

Nicht nur die Zusammensetzung des DAX und des TecDAX, sondern auch des MDax und des SDax wird sich ändern. Aixtron könnte in den MDax nachrücken. Zuletzt stieg der Kurs leicht auf etwa elf Euro. Aixtron ist ein Elektrotechnikunternehmen aus Herzogenrath und produziert Anlagen zur Herstellung Verbindungshalbleitern und Nanomaterialien. Zudem könnte die Aktie der Baumarktkette Hornbach in den SDax aufgenommen werden. Die Aktie legte am Mittwoch um 0,54 Prozent auf etwa 37 Euro zu.

Am Mittwochabend wird die Deutschen Börse wohl nach Börsenschluss in den USA eine Mitteilung veröffentlichen, in der die neue Zusammensetzung verkündet wird. Die Änderungen werden dann auf der Grundlage der Xetra-Schlusskurse am Freitag umgesetzt und ab Montag entsprechend bei der Berechnung der jeweiligen Indizes berechnet.

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Fazit: Wirecard-Aktie erholt sich leicht

Mitte der Woche wird der Nachfolger von Wirecard im DAX bekannt gegeben. Auch wenn die Aktie den DAX verlassen wird, stieg sie in dieser Woche noch einmal an. Hintergrund sind Presseberichte, laut denen es noch immer zehn Interessenten an Teilen des Unternehmens gibt. Die Wirecard-Bank und Teile des Kerngeschäfts mit der Technologie des Unternehmens stehen dabei im Vordergrund.

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