Neue Informationen zu Insolvenzen und Entlassungen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 24.02.2021


Die derzeitige Lage in der Wirtschaft ist für viele Unternehmen schwierig. Der lfo-Index fällt  und nicht nur der Einzelhandel steht vor dem Problem, dass die Einnahmen deutlich niedriger ausfallen. Auch Unternehmen aus anderen Branchen haben große Schwierigkeiten und müssen Kündigungen durchführen. Auch Insolvenzen werden angemeldet. Für die Mitarbeiter der Unternehmen sind es schwarze Stunden kurz vor der Weihnachtszeit. Die Sorge über die Zukunft, die Angst vor der Arbeitslosigkeit legen sich über das Fest. Auch für Anleger sind die Neuigkeiten zu Insolvenzen und Entlassungen ein Thema, das Sorgen bereitet.

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Klier meldet Insolvenz an

Depotvergleich.com Icon UmzugDer Friseur Klier ist die größte Friseurkette in Deutschland. Nun wurde bekannt, dass das Unternehmen eine Insolvenz angemeldet hat. Am heutigen Tag wurde das Verfahren eröffnet. Nun heißt es, erst einmal die Prüfungen der Forderungen durchzugehen. An der Tür des Unternehmens klopfen zahlreiche Gläubiger. Die staatlichen Hilfen, die im Rahmen der ersten Krise gezahlt wurden, haben die Umsatzausfälle des Unternehmens nicht ausgleichen können. Auch wenn die Friseurläden nun in der zweiten Welle nicht schließen müssen, sind die Einnahmen nicht ausreichend, um die Gläubiger zu bedienen. Die Zahlung der Forderungen ist nicht mehr möglich.

Mehr als 9.000 Menschen sind bei der Kette angestellt. Bereits im September wurde bekannt, dass Klier ein Schutzschirmverfahren angestrebt hat. Gerade einmal wenige Monate später geht es nun darum, die Insolvenz durchzuführen.

Wie es jetzt weitergeht, wird ebenfalls geprüft. Bisher ist geplant, die Forderungen aufzulisten und zu prüfen, wie diese bedient werden können. Eine Neuaufstellung des Unternehmens ist ebenfalls in Planung. Unter anderem geht es darum, möglichst viele der Arbeitsplätze erhalten zu können.

Problematisch wird es mit Salons und auch Shops, die nur wenig Profit für das Unternehmen einbringen. Hier wurde bereits deutlich gemacht, dass diese schließen müssen. Von rund 400 Geschäfte ist deutschlandweit die Rede.

Insolvenzen und Entlassungen

Das Schutzschirmverfahren hat nicht ausgereicht

Für Unternehmen ist ein Schutzschirmverfahren ein Weg, der normalerweise an der Insolvenz vorbeiführen soll. Wenn dieses eingeleitet wird, dann können Gläubiger erst einmal keinen Zugriff auf das Guthaben nehmen, welches noch beim Unternehmen vorhanden ist. Das Ziel war es, mit einer Sanierung des Unternehmens dafür sorgen zu können, dass eine Insolvenz nicht notwendig werden wird. Das hat jedoch nicht funktioniert. Die Einbußen in der ersten Krise sind zu groß gewesen.

Zum Unternehmen selbst gehören nicht nur die Filialen in Deutschland. Auch international gibt es einige Standorte. Zusätzlich dazu gehören zu dem Unternehmen auch noch weitere Friseurketten, wie Super Cut.

Es ist daher erst einmal nicht davon auszugehen, dass das Unternehmen komplett schließt. Starke Kürzungen und zahlreiche Kündigungen werden sich jedoch nicht vermeiden lassen. Es handelt sich in dem Fall vor allem um Kollateralschäden.

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Kürzungen auch bei der Deutschen Bank

Alpari UK-KundenDas Privatkundengeschäft der Deutschen Bank ist schon länger ein Thema, bei dem es Schwierigkeiten gibt. Nun wurde bekannt, dass erneut 350 Stellen gestrichen werden. In Frankfurt sowie in Bonn sind derzeit rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Hier soll drastisch gekürzt werden, um Einsparungen umsetzen zu können. Das wird jedoch noch nicht das Ende sein. Derzeit wird die Postbank in den Konzern integriert. Das bringt starke Umstrukturierungen mit sich. Es ist davon auszugehen, dass noch weitere Stellen gekürzt werden müssen.

Für die Deutsche Bank sind die Stellenstreichungen kein Thema, welches in Bezug auf Corona aufgekommen ist. Stattdessen geht es vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit. Geplant sind die Streichungen in erster Linie im kommenden Jahr. Die Mitarbeiter, die betroffen sind, arbeiten derzeit bei der Betriebsorganisation sowie im Produkt- und auch im Kundenmanagement. Derzeit gäbe es einige Doppelfunktionen, die nicht mehr notwendig sind. Generell möchte die Deutsche Bank dafür sorgen, dass sich mehr auf das Kerngeschäft konzentriert werden kann.

Der Stellenabbau soll nach und nach durchgeführt werden. Im Fokus steht der Wunsch, eine hohe Sozialverträglichkeit einzusetzen. Dies bedeutet, dass es vor allem darum gehen wird, Modelle für die Altersteilzeit umzusetzen und auch Regelungen für einen möglichen Vorruhestand zu finden.

Entlassungen in deutschland

Starke Einbrüche zeigen sich auch bei britischem Riesen

Doch nicht nur die deutschen Unternehmen haben teilweise große Schwierigkeiten, Insolvenzen zu vermeiden und keinen zu starken Stellenabbau durchzuführen. Unter anderem betroffen von der derzeitigen Krise ist Debenhams. Das britische Unternehmen blickt auf eine lange Firmengeschichte zurück. Die Gründung wurde bereits im Jahr 1778 durchgeführt. Der Kaufhauskonzern ist eine Institution und prägt das britische Shopping-Bild schon lange. Für viele Briten ist es nicht vorstellbar, dass zukünftig ein Einkauf bei Debenhams nicht mehr möglich sein soll. Diese Information trifft gleich doppelt hart. Grund dafür ist, dass gerade erst Arcadia deutlich gemacht hat, dass es nicht möglich ist, das Unternehmen fortzuführen. Die Modekette wurde von den Briten ebenfalls gerne in Anspruch genommen.

Es handelt sich hierbei um die Arcadia Group, die unter anderem Geschäfte, wie Miss Selfridge oder auch die beliebten Top Shops unter ihrem Dach hat. 13.000 Mitarbeiter sind derzeit bei Arcadia in den Geschäften beschäftigt und stehen nun vor der Frage, ob es möglicherweise zu einer Kündigung kommt.

Eigentlich sollte Debenhams verkauft werden. Der Zeitpunkt dafür ist jedoch denkbar schlecht. Ein Käufer wurde nicht gefunden. Daher ist nun die Zeit gekommen, für eine Liquidation zu sorgen. Eine Zeit lang wurde darauf gesetzt, dass ein Angebot für die Übernahme durch einen der Konkurrenten gemacht wird. Es ist jedoch nicht zu einem Verkauf gekommen. Für die Mitarbeiter von Debenhams stehen daher schwere Zeiten bevor. Rund 12.000 Stellen stehen auf dem Spiel.

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Der britische Einzelhandel schreibt zahlreiche Verluste

Depotvergleich.com Icon Vorlage und MusterDie aktuelle Situation für den britischen Einzelhandel ist durchaus vergleichbar mit der Situation, die derzeit auch bei den deutschen Geschäften auftritt. Ebenso wie die Deutschen, verlagern auch die Briten ihre Einkäufe auf das Internet. Dabei sehen sie sich aber nicht nur national, sondern vor allem auch international um. Dazu kommt, dass auch in Großbritannien die Maßnahmen in Bezug auf die Eingrenzungen zum Virus die Wirtschaft hart getroffen haben. Das bekommen nicht nur die kleinen Geschäfte vor Ort zu spüren. Auch die großen Ketten hatten deutliche Umsatzeinbußen. Das hat sich beispielsweise daran gezeigt, dass selbst Marks & Spencer, eine der bekanntesten Ketten des Landes, mit starken Stellenstreichungen reagieren musste.

Die Nachrichten rund um die Insolvenzen und Kündigungen bei den großen Ketten dürften mit Debenhams noch lange nicht vorbei sein. Es ist zu vermuten, dass es in der nächsten Zeit noch mehr Informationen über Unternehmen geben wird, die Stellenkürzungen planen.

Studien zeigen, dass in Großbritannien derzeit rund 650.000 Stellen gekürzt werden. Für die Briten kommt es damit zu einer großen Not, was den Arbeitsmarkt angeht. Zahlreiche Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz und auch dies hat Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes. Die Kaufkraft der Briten lässt stark nach.

Insolvenzen News

Aussagen der britischen Regierung machen Sorgen

Auch die britische Regierung hat sich bereits dazu geäußert, wie es aktuell mit der Wirtschaft aussieht. Das Jahr 2020 hat kein erhofftes Wachstum bei der Wirtschaft mit sich gebracht. Stattdessen ist das Wachstum eingebrochen und zwar um mehr als 11 %. In dieser Höhe gab es einen solchen Einbruch seit mehr als 300 Jahren nicht mehr.

Großbritannien ist auch stark von einem wirtschaftlichen Notstand betroffen. Dieser Faktor ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Die Infektionen im Land haben sich deutlich auf den Gesundheitssektor ausgewirkt. Aber auch die Einbrüche in der Wirtschaft machen dem Land zu schaffen. Die Prognosen geben ebenfalls kaum Grund zur Hoffnung. Für das kommende Jahr erwarten die Experten einen Zuwachs von rund 5,5 %. Im Vergleich zu den Einbrüchen in diesem Jahr, bedeutet dies, dass die Krise auch 2021 noch kein Ende finden wird.

Um die Löcher in den Kassen zu füllen, wird zu drastischen Maßnahmen gegriffen. So gibt es derzeit die Informationen in Großbritannien, dass Einsparungen vor allem die Entwicklungshilfen betreffen werden. Diese erhalten bisher 0,7 % in Bezug auf das Bruttonationaleinkommen gesehen. Hier wird es zukünftig erst einmal Änderungen geben. So hat der Finanzminister verkündet, dass der Betrag auf eine Höhe von 0,5 % abgesenkt wird.

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Bonus für die Mitarbeiter von Daimler

Depotvergleich.com Icon GebührenWährend viele Menschen derzeit vor dem Problem stehen, dass der Arbeitgeber in Insolvenz geht, die Kurzarbeit kein Ende findet oder es zu Entlassungen kommt, dürfen sich die Daimler-Mitarbeiter über einen Bonus freuen. Der Stuttgarter Autobauer scheint von den ganzen Problemen in der Wirtschaft nichts mitzubekommen. Die Tarifbeschäftigten haben den Vorteil, dass sie für den Dezember mit einer Prämie rechnen können und diese ist auch noch steuerfrei. Das Unternehmen möchte sich auf diese Weise bei den Mitarbeitern dafür bedanken, dass sie auch in der Corona-Pandemie einen vollen Einsatz gezeigt und das Unternehmen unterstützt haben.

Die Höhe der Sonderzahlung soll bei 1.000 Euro liegen. Über 150.000 Menschen dürfen sich über die Auszahlung freuen. Voraussetzung ist, dass die Mitarbeiter einen Tarifvertrag bei dem Unternehmen haben. Auszahlungen gibt es sogar für Auszubildende. Diese erhalten immerhin eine Prämie in Höhe von 300 Euro. Diese Informationen sind für die Mitarbeiter tatsächlich neu, denn bisher hieß es, dass Daimler nicht über die Zahlung einer Prämie nachdenkt.

Die steuerfreie Auszahlung kann vor allem deshalb erfolgen, weil die Bundesregierung dies derzeit möglich macht. Unternehmen, die ihren Sitz in Deutschland haben, dürfen in diesem Jahr den Beschäftigten einen steuerfreien Bonus auszahlen. Die Prämie darf jedoch nicht mehr als 1.500 Euro betragen.

Ziel der Bonuszahlungen ist es, die Mitarbeiter dafür zu entschädigen, dass sie in diesem Jahr einen persönlichen und einen wirtschaftlichen Aufwand hatten, der die vergangenen Jahre nicht angefallen ist.

Insolvenzen und Entlassungen

Unternehmen bedankt sich für die Hilfe in der Krise

Daimler gibt an, dass es die Bonuszahlung auch als eine Möglichkeit sieht, den Mitarbeitern dafür zu danken, dass sie das Unternehmen in der Krise unterstützt und stärkere wirtschaftliche Schäden abgewendet haben. Die wirtschaftlichen Schäden für den Autobauer haben sich in Grenzen gehalten. Allerdings werden bei Daimler dennoch Maßnahmen geplant, die sich unter anderem mit der Frage beschäftigen, wie Personalreduzierungen durchgeführt und eine Anpassung der Konzernstruktur vorgenommen werden können.

Auch wenn es gerade auch für die Anleger auf den ersten Blick so scheint, als ob das Unternehmen kaum Einbußen hätte und mit erhobenem Kopf in die Zukunft schaut, ganz so ist es also nicht. Es sind weiterhin Entlassungen geplant. Wohin der Weg also führen wird und ob der Ifo-Index wieder stärker wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

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Mit CFDs Schwankungen in den Kursen mitnehmen

Depotvergleich.com Icon FazitWer mit seiner Investition diese Schwankungen umgehen möchte, der kann darüber nachdenken, in Aktien-CFDs zu investieren. Hierbei handelt es sich um eine Investitionsmöglichkeit, bei der von Schwankungen nach oben und unten in den Kursen profitiert werden kann. Natürlich ist es wichtig, sich mit den Nachrichten rund um die Unternehmen und Aktien zu beschäftigen. Wer auf die korrekten Kursentwicklungen setzt, der kann hier hohe Gewinne erhalten. Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass bei CFDs ein Hebel eingesetzt werden kann.

Die Höhe des Hebels hängt davon ab, wie die Erfahrungen des Traders sind und auch, um was für Basiswerte es sich handelt. So ist der Hebel bei digitalen Währungen deutlich geringer, als es bei Aktien-CFDs der Fall ist.

Über ein CFD Demokonto besteht die Option, sich mit der Thematik zu beschäftigen und zu schauen, wie die Tools funktionieren und was bei der Investition beachtet werden muss. Über das Demokonto wird mit einem virtuellen Guthaben gearbeitet. Dieses kann nicht verloren gehen. Dadurch ist es möglich, eine Strategie in Ruhe zu erarbeiten und auch Fehler zu machen, die kein eigenes Kapital kosten.

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