Kapitalaufnahme über Anleihen bei Alphabet

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 03.12.2020


Der Google-Mutterkonzern Alphabet gab in dieser Woche bekannt, dass das Unternehmen zehn Milliarden Euro über Anleihen aufnimmt. Die Aktie des Unternehmens reagierte darauf allerdings mit Volatilität. Unternehmen entscheiden sich für die Kapitalaufnahme über Anleihen oftmals, wenn sie auf diesem Weg frisches Kapital einnehmen wollen. Alphabet benötigt aber sicher kein zusätzliches Kapital, sondern möchte wohl eher die weiter niedrigen Zinsen für sich nutzen. Die Aktie von Google bzw. Alphabet gehörtet bei vielen Brokern, darunter auch eToro, zum Standard. Dort ist die Aktie provisionsfrei und auch nur in Bruchteilen handelbar.

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Anleihen mit Laufzeit von zehn bis 40 Jahren

Alphabet verfügt nun über zehn Milliarden Dollar, die über Schuldverschreibungen mit Laufzeiten von zehn bis 40 Jahren aufgenommen wurden. Ruth Porat, die Finanzchefin von Alphabet, sagte, dass das Unternehmen aufgrund der hohen Nachfrage erfreut sei und die Anleihen deutlich überzeichnet worden seien.

Der Finanzdienstleister Bloomberg meldete, dass zum Teil Gebote von mehr als 38 Milliarden Dollar abgegeben wurden. Bei Anleihen mit Laufzeiten von sieben bis 40 Jahren liegen die Zinsen auf einem Rekordtiefstwert von 0,8 bis 2,25 Prozent. Die zehnjährigen Papiere werden mit 1,1 Prozent verzinst. Es ist geplant, dass 5,75 Milliarden Euro der Einnahmen für nachhaltige und soziale Einsatzzwecke sowie gute Corporate Governance ausgegeben werden sollen.

Oftmals gehen Unternehmen den Weg über Anleihen, um frische Mittel zu erhalten. Alphabet hat dies aber sicher nicht nötig, denn das Unternehmen verfügt über Barreserven in Höhe von mehr als 120 Milliarden Dollar und ist damit eines der liquidesten Unternehmen überhaupt. Die Zinsen in Europa und den USA sind weiter niedrig. Daher ist lockte wohl auch Alphabet die Versuchung, günstig frisches Kapital zu bekommen. Derzeit werden einige Unternehmen am Kapitalmarkt aktiv, um günstig an Geld zu kommen.

Kapitalaufnahme über Anleihen bei Alphabet

Verschiedene Wege zur Kapitalaufnahme

Unternehmen können auf unterschiedlichen Wege an Geld kommen. Der einfachste Weg ist sicher der Gang zur Bank. Dort können sie dann einen Kredit beantragen. Dies ist jedoch für viele Unternehmen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer der sinnvollste Weg, daher sind Anleihen unter Umständen eine Alternative. Insbesondere Unternehmen mit negativer Bonität haben oftmals keine Chance auf einen Kredit. In diesem Fall können Privatanleger von Anleihen als sichere Anlageform mit stabilen Renditen profitieren.

Vielen Unternehmen sind auch die Kreditzinsen ihrer Bank zu hoch, daher wählen sie Anleihen als Alternative. In diesem Fall können Privatanleger von Renditen von drei bis zehn Prozent pro Jahr profitieren. Das Unternehmen fungiert dabei als Emittent der Anleihe und gibt diese selbst heraus. Aus diesem Grund kann das Unternehmen auch die Konditionen der Anleihe bestimmen. Die Bedingungen sind dabei in der Regel ähnlich wie bei Krediten und umfassen die Laufzeit und die Verzinsung. Auch die Rückzahlungsmodalitäten werden festgehalten.

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Freiheit bei Konditionen

Rechtlich gesehen haben Unternehmen viele Freiheiten bei den Konditionen für Anleihen. Dies gilt auch für das Volumen. Die Rendite hängt in der Regel von der Bonität des Unternehmens und dem derzeitigen Zinsniveau ab. Sehr solvente Unternehmen müssen meist weniger Zinsen zahlen, um an frische finanzielle Mittel zu gelangen. Ist das Unternehmen aber weniger stabil aufgestellt, sind die Renditen oftmals höher.

Unternehmen nutzen Unternehmensanleihen häufig für mittel- oder langfristige Finanzierungen von vier bis zwölf Jahren. Die Verzinsung kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Zwei Prozent sind ebenso möglich wie zehn Prozent. Der festgelegte Zins wird meist an einem festgelegten Stichtag im Jahr ausgezahlt.

Die Rendite einer Unternehmensanleihe gibt oftmals viel Aufschluss über die Bonität eines Unternehmens. Hohe Zinsraten deuten oftmals auf ein hohes Risiko hin. Bei großen und stabilen Unternehmen, bei denen die Gefahr einer Insolvenz gering ist, kann von geringen Zinssätzen ausgegangen werden.

 Alphabet nimmt Anleihen auf

Beim Volumen große Unterschiede

Auch mit Blick auf das Volumen gibt es bei Unternehmensanleihen erhebliche Unterschiede. Bei großen Unternehmen ist ein Volumen von einer Milliarde Euro durchaus normal. Kleinere Unternehmen geben dagegen auch Unternehmensanleihen im Gesamtwert von unter einer Million Euro aus, was oftmals nicht über die Börse, sondern als Privatanleihen geschieht.

Emissionen über die Börse mit einem Volumen von über zehn Milliarden Euro sind für Mittelstandanleihen nicht untypisch. Die Zinsen können während der gesamten Laufzeit stabil blieben, aber auch schwanken. Anleihen gelten im Vergleich zu Aktien als sicherer und werden von Anlegern oftmals für langfristige Anlagen verwendet. Auch zur Diversifikation des Portfolios sind Anleihen eine Option. Einige Varianten von Unternehmensanleihen sehen auch eine spätere Umwandlung in Aktien vor.

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Staatsanleihen galten lange als sehr sicher

Noch vor einigen Jahren galten Staatsanleihen als sehr sicher. Von einer Insolvenz eines Staates ging man damals nicht aus. Unternehmensanleihen sind nicht so sicher wie Staatsanleihen. Bei einer Anlage in Anleihen sollten Anleger ebenso wie bei Aktien die finanzielle Situation des Unternehmens unter die Lupe nehmen. Auch die gegenwärtige Wirtschaftslage spielt oft eine wichtige Rolle. Ist bei einem Unternehmen zu befürchten, dass es vor Ende der Laufzeit pleitegehen wird, sollten Anleger von einem Investment Abstand nehmen.

In unsichereren Börsenzeiten sowie für Anleger, die Risiken eher scheuen, können Anleihen eine Alternative zu Aktien darstellen. Allerdings sollten sie stabile Unternehmen mit guter Bonität bevorzugen, wie es Alphabet sicher ist. Aus Google LLC, das weiterhin als Tochterunternehmen von Alphabet existiert, ging vor einigen Jahren Alphabet hervor. Das Unternehmen um CEO Sundar Pichai hat seinen Sitz im kalifornischen Mountain View.

Kapitalaufnahme über Anleihen bei Alphabet

Google mit hohen Umsatzzahlen und Gewinnen

Im letzten Jahr konnte Alphabet einen Umsatz von 162 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 34,3 Milliarden Dollar erzielen. Unter den in der Liste Forbes Global 2000 konnte Alphabet mit einem Marktwert von 863 Milliarden Dollar im letzten Jahr den 17. Platz einnehmen. Alphabet entstand 2015 im Rahmen einer Umstrukturierung bei Google. Alphabet ist seitdem die Dachorganisation des Konzerns, obwohl das Kerngeschäft weiter unter dem Namen Google geführt wird. Dennoch firmiert das Unternehmen seit Oktober 2015 unter dem Namen Alphabet Inc.

Die Aktien von Google wurde 2015 automatisch zum gleichen Wert in Alphabet-Aktien getauscht. Die Aktien von Google sind auch bei eToro handelbar. Bei diesem Broker haben Trader den besonderen Vorteil, dass sie bei amerikanischen Aktien keine Provision zahlen müssen. Damit fallen keine zusätzlichen Kosten an, wenn eine Position an einer Börse in den USA geöffnet oder geschlossen wird.

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Provisionen im CFD-Handel

Möchten Trader bei eToro aber über CFDs Hebel einsetzen oder short gehen, so müssen sie mit weiteren Kosten rechnen. Die üblichen Transaktionskosten fallen aber auch beim direkten Kauf einer Aktie an. Der Handel bei eToro ist damit nicht kostenlos. Dazu kommen beispielsweise geringe Gebühren für Auszahlungen.

Da jedoch auch Übernacht-Finanzierungskosten entfallen, ist das längere Halten einer Aktie zu einem günstigen Preis möglich. Aufschläge oder Managementgebühren entfallen ebenfalls, auch im Social Trading, für das der Anbieter seit Jahren bekannt ist. Viele Aktien sind jedoch ohnehin recht teuer. So kostet beispielsweise die Aktie von Google derzeit etwa 1.257 Euro. Daher können Trader bei eToro auch nur in einen Bruchteil einer Aktie investieren, was vor allem für Einsteiger den Preis deutlich senkt.

Während bei vielen Anbietern zudem Verwaltungsgebühren gezahlt werden müssen, entfallen bei eToro zahlreiche Zusatzkosten. In einigen Ländern übernimmt der Broker sogar Finanztransaktionssteuern oder Stempelabgaben. Die Hauptkosten im Aktienhandel bei eToro sind damit die eigentlichen Kaufkosten für eine Aktie.

Alphabets Google mit hohen Umsatzzahlen und Gewinnen

Austausch in der Community

Trotz dieser günstigen Konditionen sollten Trader gut prüfen, welches Wertpapier attraktiv ist. Der Broker bietet hier als Unterstützung für seine Trader unter anderem moderne Charttools sowie Marktanalysen und Marktberichte. Der Austausch mit anderen Tradern hilft vielen Tradern ebenfalls bei Anlageentscheidungen. Die Kontoeröffnung ist kostenlos, allerdings müssen Anleger mindestens 200 Dollar einzahlen, bevor der Handel beginnen kann. Diese Summe ist jedoch für viele Trader zugleich eine gute Startsumme, um mit dem Handel zu beginnen. Für jede Transaktion ist eine Mindestanlage von 50 Dollar vorgesehen. Nach oben gibt es aber keine Grenze.

Trader finden bei eToro über 2.000 Aktien von 17 Börsen, darunter die wichtigsten Börsen der Welt. Nach der Kontoeröffnung können Trader damit gleich mit dem Handel ihrer Wunschaktie beginnen. Da sie eine Aktie direkt erwerben und so zum Eigentümer des Wertpapiers werden, erhalten sie auch Dividenden.

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Aktien seit einigen Jahren bei eToro

Aktien können bei eToro schon seit einigen Jahren gehandelt werden. Der Broker möchte auch Privatanlegern einen einfachen Zugang zu den Märkten bieten. Dies kann der Anbieter unter anderem durch

  • niedrige Kosten
  • geringe Mindestanlagen und
  • eine benutzerfreundliche Handelsplattform

umsetzen.

Alphabet nimmt Anleihen auf

Fazit: Unternehmensanleihen von Google

Alphabet, das Mutterunternehmen von Google, nimmt zehn Milliarden Dollar über Anleihen auf, für die laut Bloomberg zum Teil über 38 Millionen Euro geboten wurden. Diesen Weg gehen Unternehmen normalerweise, um frisches Kapital zu erhalten. Alphabet gilt mit Barreserven von 120 Milliarden Dollar allerdings als eines der weltweit liquidesten Unternehmen. Daher möchte der Konzern auf diesem Weg wohl eher von den derzeit niedrigen Zinsen profitieren.

Das Unternehmen ist wohl weiter unter dem Namen Google bekannt. Die Aktie von Google kann auch bei eToro gehandelt werden, ist mit etwa 1.257 Euro allerdings recht teuer. So ist es für Anleger durchaus ein Vorteil, dass sie bei eToro auch nur in Bruchteile von Aktien investieren können. Ohnehin entfallen bei eToro zahlreiche Zusatzkosten und US-Aktien sind provisionsfrei handelbar.

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