Ölpreis steigt nach Kälteeinbruch in Texas

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 23.02.2021


Die Ölpreise steigen und Benzin ist wieder so teuer wie vor der Pandemie. An den Tankstellen liegen die Preise laut dem ADAC auf einem ähnlichen Niveau wie vor einem Jahr. Der Hauptgrund dafür ist der steigende Ölpreis, der auch aufgrund des extremen Kälteeinbruchs in Texas ansteigt. Rohstoffe können, nach unserem XTB Test, bei XTB über CFDs gehandelt werden.

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Preise so hoch wie vor einem Jahr

Depotvergleich.com Icon GebührenAm letzten Donnerstag kostete ein Liter Diesel im deutschlandweiten Durchschnitt 1,283 Euro. Teurere war ein Liter Diesel zuletzt im Januar 2020. Ein Liter Super E10 kostete am Donnerstag durchschnittlich 1,395 Euro. Zuletzt lag der Kraftstoff vor rund einem Jahr auf diesem Preisniveau. Der Hintergrund ist ein hoher Ölpreis, der seit Anfang November ansteigt. Laut dem ADAC tragen aber auch die CO2-Abgabe und die Mehrwertsteuer-Erhöhung zum Preisanstieg bei. Nach Angeben des Infoportals Heizoel24 liegen auch die Preise für Heizöl auf einem ähnlichen Wert wie vor einem Jahr.

In den letzten Tagen ging der Ölpreis zwar wieder leicht zurück, aber zum jüngsten Preisanstieg trug auch der Kälteeinbruch in Texas bei. Dort fielt das Thermometer auf bis zu minus 39 Grad. Dazu kam ein Wintersturm mit massivem Schneefall. In der Folge fiel in weiten Teilen des US-Bundesstaats der Strom aus. Über vier Millionen Haushalte sollen ohne Strom gewesen sein. Die Netzagentur des Bundesstaates schaltete zeitweise Teile des Netzes ab, um einen vollständigen Zusammenbruch zu verhindern. Auch Teile Mexikos, wo unter anderem Pipelines einfroren, sind betroffen. Mehrere Dutzend Menschen kamen in den letzten Tagen aufgrund des Kälteeinbruchs ums Leben.

Ölpreis steigt nach Kälteeinbruch in Texas

Weitere Teile der USA betroffen

Auch weitere Teile der USA wie der Bundesstaat Kansas sind betroffen. Die arktische Kaltfront zieht sich von Texas im Süden bis nach Maine an der Grenze zu Kanada. Insgesamt sind die Hälfte aller Bundesstaaten betroffen. Die zuständigen Gouverneure in mindestens sieben Staaten riefen den Katastrophenfall aus und US-Präsident Joe Biden rief den Notfall für Texas aus, um weitere Hilfe schicken zu können. Teilweise wurde die Nationalgarde aktiviert, um den Menschen vor Ort Hilfe zu leisten.

Laut Medienberichten steigen die Stromrechnungen vieler Menschen in Texas auf mehrere Tausend Dollar an. Zum Ausfall der Elektrizität kam in den letzten Tagen das Problem hinzu, dass es vielen Menschen an Trinkwasser fehlt, da aufgrund der eisigen Kälte Wasserleitungen zugefroren oder geplatzt sind.

Texas ist ein wichtiges Zentrum der Ölindustrie. Derzeit liegen dort nach Schätzungen der Beratungsfirma Wood Mackenzie Förderkapazitäten im Wert von etwa einer Million Barrel am Tag still. Dies verknappt das Angebot und lässt den Preis steigen. Die USA sind die größte Ölfördernation der Welt. Im letzten Jahr wurden am Tag fast elf Millionen Barrel gefördert.

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40 Prozent weniger Ölförderung?

Depotvergleich.com Icon FAQsDenkbar ist, dass infolge der extremen Wettersituation in den USA 40 Prozent der Ölförderung ausgefallen sind. Allerdings steigt der Ölpreis schon seit November. Dies hängt mit den Kürzungen der Fördermenge der OPEC+ zusammen. Die Organisation erdölexportierender Länder will auf diesem Weg das Angebot reduzieren, um die Preise zu stärken. Am Rohstoffmarkt hofft man zudem auf eine Erholung der Konjunktur in den nächsten Monaten, die eng mit Fortschritten bei Corona-Impfungen verbunden ist.

In der letzten Zeit stiegen auch die Preise für Kupfer, Eisen oder Platin. Auch diese Rohstoffe werden in der Industrie häufig benötigt. Der Kupferpreis verdoppelte sich in den letzten zwölf Monaten fast. Die steigenden Rohstoffpreise sind eng mit dem Thema Inflation verbunden. Steigen die Rohstoffpreise, wächst die Sorge vor einer Inflation. Verbraucher müssen dann nicht nur für Benzin und Heizöl mehr Geld bezahlen, sondern letztendlich auch für andere Produkte, da die Produktionskosten steigen.

Weiter steigende Ölpreise

Prognose für Ölpreis schwierig

Ob allerdings der Ölpreis weiter nach oben geht, bleibt abzuwarten. Hier spielen viele Faktoren zusammen, sodass eine Prognose schwierig ist. Allerdings gehen einige Experten derzeit davon aus, dass die Preise in den nächsten Monaten insgesamt weiter steigen, sodass eine Inflation drohen könnte.

Zu Monatsbeginn zeigte sich an den internationalen Märkten ein Reflation Trade. Unter Reflation versteht man eine finanzpolitische Maßnahme, die aktiv auf die Aufhebung einer Deflation ausgerichtet ist. Ein Preisniveau soll wieder angehoben werden. Dies ging mit Spekulationen auf eine Rückkehr der Inflation einher, die mit steigenden Preisen für Rohstoffe und Finanzwerte einhergeht. Zur Absicherung gegen eine Inflation sind Gold und Silber traditionell gefragt.

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Anzeichen für Anstieg der Inflation

Depotvergleich.com Icon ChecklisteKommt also eine neue Inflation? Einige Aspekte sprechen derzeit dafür. Im Januar stieg die Inflationsrate in Deutschland zur Überraschung vieler Experten deutlich von minus 0,3 Prozent auf ein Prozent an. Ökonomen führten dies auf Sonderfaktoren wie die Wiedererhöhung der Mehrwertsteuer auf die üblichen Prozentsätze sowie die Einführung der CO2-Abgabe zurück. Laut der Commerzbank trugen diese Faktoren 0,4 Prozentpunkte zum Anstieg der Preise bei.

Dazu kommen weitere Entwicklungen, die die Preise nach oben ziehen. Experte rechnen damit, dass nach dem Ende des Lockdowns Nachholeffekte beim Konsum zu beobachten sein werden. Während der Pandemie konnte viele Menschen sparen und mussten geplante Anschaffungen aufgrund geschlossener Geschäfte ohnehin verschieben. Die Sparquote in Deutschland stieg im letzten Jahr auf 16 Prozent und damit auf den höchsten Wert nach der Wiedervereinigung. Geben die Menschen in Deutschland nach der Krise ihr gespartes Geld vermehrt aus, könnte dies nicht nur die Wirtschaft ankurbeln, sondern auch die Preise steigen lassen.

Ölpreis steigt weiter

Recheneffekte bei der Inflationsrate

Dazu kommen Recheneffekte, die die Inflation ansteigen lassen werden. Allein die steigenden Ölpreise werden hier ins Gewicht fallen. Außerdem wird die Inflationsrate immer im Vergleich zum Vorjahr angegeben. Daher könnte hier allein rechnerisch ein Plus erscheinen. Darüber hinaus können im weiteren Jahresverlauf Faktoren wie die höhere Auslastung der Industrie und steigende Logistik- und Transportkosten Auswirkungen haben.

So kommen viele Faktoren zusammen, sodass es womöglich keine Überraschung wäre, wenn in den ersten beiden Quartalen 2021 die Teuerungsrate steigt. Wie sich die Situation jedoch im zweiten Halbjahr entwickeln könnte, darüber sind sich Ökonomen uneinig. Einige gehen von weiter steigenden Inflationszahlen aus, wenn der Lockdown ende; andere sind der Auffassung, dass der Trend nach zwei Quartalen zu Ende sein wird.

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Einige Faktoren sprechen gegen Inflation

Depotvergleich.com Icon AnfängerIn China ging die rasche wirtschaftliche Erholung nicht mit Anzeichen für eine Inflation einher. Dazu kommt, dass die weiter hohe Unterbeschäftigung in Deutschland vor einer Inflation schützen könnte. Zu einer Lohn-Preis-Spirale wird es nach derzeitigem Stand eher nicht kommen, da die Löhne weiter niedrig bleiben werden.

Die Europäische Zentralbank würde sich über eine höhere Inflationsrate womöglich freuen, denn sie hält weiter an ihrem Zwei-Prozent-Ziel fest, dass für sie Preisstabilität bedeutet. Dieses Ziel versucht die EZB seit Jahren – erfolglos – mit geldpolitischen Maßnahmen zu erreichen. Zwar steigt die Geldmenge, nicht aber die Inflation.

Weiter steigende Ölpreise

Viele Faktoren bei Inflation

Viele Faktoren wirken sich hier aus. So verfügen zwar ältere Menschen in Rente über eine höhere Geldmenge und konsumieren viel, nehmen aber nicht mehr aktiv am Arbeitsleben teil. Sie produzieren also in der Regel nichts. Dieser demografische Effekt könnte zu einem Ungleichgewicht aus Angebot und Nachfrage führen, was sich früher oder später auf die Inflation auswirken könnte, da die Menschen immer älter werden und somit länger im Ruhestand sind.

Auf der anderen Seite bremst der technische Fortschritt die Inflation, Unternehmen haben dank Technik und Digitalisierung immer mehr Möglichkeiten, effizienter zu arbeiten. Der Trend zur Digitalisierung hat sich während der Pandemie nochmals verstärkt. Dazu kommen deflationäre wirkende Techniken wie KI, Robotik und Automatisierung. Auch diese Entwicklungen könnten die Inflation ausbremsen.

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Rohstoffe bei XTB

Depotvergleich.com Icon Daumen hochAuch bei XTB können Trader Rohstoffe handeln. Dies ist über CFDs möglich. Im Angebot befinden sich beliebte Rohstoffe und Edelmetalle wie Gold, Silber oder Öl. Hier ist der Markt oft sehr volatil. Der Handel mit Rohstoffen ist bei XTB rund um die Uhr möglich und erfolgt per PC, Tablet oder Smartphone. Übernacht-Finanzierungskosten entfallen bei vielen Rohstoffen. Weitere Basiswerte im CFD-Handel sind Währungen, Kryptowährungen oder Indizes.

Mit der xStation 5, über die der Handel erfolgt, kommen Anfänger und Fortgeschrittene oft gut zurecht. Trader finden hier Funktionen wie Marktkommentare in Echtzeit, Live-Performance-Statistiken oder ein umfangreiches Charting-Paket. Über die Plattform sind Transaktionen mit kurzen Ausführungsgeschwindigkeiten möglich.

Ölpreis steigt weiter

Handel mit über 4.000 Finanzinstrumenten

Allgemein könnte Trader bei XTB auf über 4.000 Finanzinstrumente von Aktien über Währungen bis Indizes zugreifen und erhalten über moderne Technologie Zugang zu den internationalen Märkten. Der Broker wird von mehreren Finanzaufsichtsbehörden reguliert und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung an den Märkten.

Heute sind über 275.000 Trader aus vielen Ländern bei XTB aktiv. Bei Fragen können sich Trader an den Kundenservice wenden. Viele Fragen rund ums Trading werden aber auch in aktuellen Webinaren oder Schulungsmaterialien beantwortet. Dazu kommen über Marktnachrichten und Analysen weitere aktuelle Informationen zum Handel.

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Fazit: Ölpreise steigen seit November

Depotvergleich.com Icon FazitSchon seit Anfang November steigt der Ölpreis. Zuletzt kam aufgrund des Kälteeinbruchs in den USA ein weiterer Faktor hinzu. Von den extremen Wetterbedingungen ist insbesondere Texas betroffen, ein Zentrum der Ölförderung. Die steigenden Ölpreise lassen auch die Sorge vor einem Anziehen der Inflation wachsen.

Rohstoffe wie Öl und Gold sind bei XTB über CFDs handelbar. Trader können so auf einem sehr volatilen Markt aktiv werden. Bei vielen Rohstoff-CFDs entfallen Übernacht-Finanzierungskosten. Der Broker kann auf 15 Jahre Erfahrung an den Märkten zurückblicken und seinen Tradern ein umfangreiches Handelsangebot sowie moderne Technologie anbieten.

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