Gute Zahlen von Jungheinrich

Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2015 sahen bei Jungheinrich gut aus. Der Maschinenbauer (unter anderem Produktion von Gabelstaplern) hatte wieder einmal insbesondere in der Europäischen Union.ein starkes Geschäft. Die selbstgesteckten Ziele beim Ebit (Gewinn vor Steuern und Zinsen) wurden für 2015 nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Hier der Blick auf die Details der jüngsten Zahlen des Unternehmens:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • Eckdaten Jungheinrich Geschäftszahlen 2015
  • Jungheinrich mit klaren Zielen
  • Gute Auftragslage bei Jungheinrich
  • Besonderes Werteverständnis bei Jungheinrich
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Hier zunächst der Blick auf die Geschäftszahlen 2015 von Jungheinrich, die zuletzt veröffentlicht worden sind. Ich nehme dazu die Zahlen für das Gesamtjahr 2015 und vergleiche diese mit Werten des entsprechenden Vorjahreszeitraums:

Eckdaten Jungheinrich Geschäftszahlen 2015

  • Der Umsatz lag bei 2,754 Mrd. Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 2,498 Mrd. Euro, mithin errechnet sich ein Anstieg um 10,2%
  • Vom Umsatz wurde ungefähr ein Viertel (701 Mio. Euro) in Deutschland erzielt, und rund drei Viertel (2.053 Mio. Euro) im Ausland
  • Das Ebit erreichte 198,4 Mio. Euro, nach zuvor 175,0 Mio. Euro. Damit errechnet sich ein überproportionaler Anstieg (verglichen mit dem Umsatzzuwachs) von 13,1%. Ebit steht für „earnings before interest and taxes“ = Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
  • Die Ebit Umsatzrendite blieb unverändert bei 7,7%
  • Der Gewinn pro Aktie erreichte 4,08 Euro, nach 3,73 Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Quelle: Geschäftsbericht Jungheinrich 2015 mit dem interessanten Titel „Growing with Passion“ – mit Leidenschaft wachsen. Was das wohl bedeuten soll! Unter diesem Link können Sie den Jahresbericht im Original einsehen.

Jungheinrich mit klaren Zielen

Solides Wachstum im Bereich 10%; tiefschwarze Zahlen – das kann sich doch sehen lassen. Und eine klare Vision. Dazu zitiere ich das Jungheinrich-Management mit dieser Aussage: „Unser Ziel ist es, zur Nummer-1-Marke der Intralogistik in allen europäischen Märkten zu werden und langfristig zu den Top-3-Anbietern weltweit zu gehören.“ Bis zum Jahr 2020 soll der Konzernumsatz von Jungheinrich die Marke von 4 Milliarden Euro erreichen. Schon jetzt ist man einer der führenden Anbieter im Bereich Intralogistik.

Definition: Intralogistik
Der Begriff Intralogistik war mir zunächst nicht geläufig. Was tut man in einem solchen Fall? Richtig, bei Wikipedia nachschauen. Ich zitiere die dort gefundene Erklärung für den Begriff: „Als Intralogistik bezeichnet man die logistischen Material- und Warenflüsse, die sich innerhalb eines Betriebsgeländes abspielen. Der Begriff wurde definiert, um eine Abgrenzung zum Warentransport außerhalb eines Werkes zu schaffen, z. B. durch eine Spedition.“ Quelle: Wikipedia

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Gute Auftragslage bei Jungheinrich

Die Aussichten für 2016 sind gut. Das zeigt schon daran, dass der Auftragseingang im letzten Jahr sehr gut ausgefallen ist. Und die Aufträge von gestern sind die Umsätze von heute oder morgen. Konkret: 2015 kamen Aufträge im Volumen von 2,817 Mrd. Euro rein. Das war nicht nur ein Anstieg von 11,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 2,535 Mrd. Euro, sondern es lag auch über der Höhe der 2015 erzielten Umsätze.

Besonderes Werteverständnis bei Jungheinrich

Das laut eigenen Angaben „Werteverständnis als familiengeführtes Unternehmen“ gefällt mir persönlich gut. Denn es impliziert, dass Jungheinrich nicht nur kurzfristig den „Shareholder-Value optimieren“ möchte, sondern sich langfristig sowohl den Aktionären als auch der Belegschaft verpflichtet fühlt. Den Gesamtmarkt hat die Aktie in den letzten 12 Monaten geschlagen. Die Fundamentaldaten unterstützten diesen Kursanstieg natürlich auch – natürlich ist jetzt aber die Frage, wie viel weiteres Potenzial der Aktienkurs noch hat: Die guten Zahlen für 2015 sollten nun im Kurs „drin“ sein.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Bildquelle: pixabay.com

 

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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