SMA SOLAR hebt erneut die Prognose an!

Das war eine starke Vorstellung: Das Management von SMA Solar hat letzte Woche erneut seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Und die 9-Monats-Zahlen des Unternehmens überzeugen. Und der Aktienkurs schoss letzten Donnerstag zwischenzeitlich deutlich nach oben. Das sind doch Gründe, sich die Aktie und diese Nachrichten einmal genauer anzuschauen. Zu den Details:

Michael Vaupel

Inhaltsverzeichnis

    • Michael Vaupel
  • SMA Solar: Hohe Cash-Bestände
  • SMA Solar: Auslandsanteil gestiegen
    • Klarstellung

Michael Vaupel

Redakteur bei Vaupels Börsenwelt
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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Zunächst zur Anhebung der Prognose. Das Management vermeldet, dass man „vor dem Hintergrund des sehr positiven Geschäftsverlaufs von Januar bis Oktober 2015“ die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2015 nochmals (!) anheben kann. Dafür spreche auch, dass der Auftragsbestand ebenfalls „hoch“ sei.

Die bisherige Prognose hatte einen Umsatz von 850 bis 900 Mio. Euro für das laufende Geschäftsjahr vorgesehen. Diese Prognose wird nun auf 925 bis 975 Mio. Euro angehoben, also durchaus signifikant.

Ebenfalls verbessert wird die Prognose für das, was operativ verdient werden soll. Konkret: Das Ebit (= Gewinn vor Zinsen und Steuern), das zuvor bei „0 bis 10 Mio. Euro“ für das laufende Geschäftsjahr gesehen wurde, soll nun 10 bis 30 Mio. Euro erreichen.

Quelle: Vorstand der SMA hebt Umsatz- und Ergebnisprognose für 2015 erneut an

Nun zu den ebenfalls veröffentlichten 9-Monats-Zahlen von SMA Solar. Die zeigen eindrucksvoll, warum sich der Vorstand des Unternehmens dazu veranlasst sieht, die Prognose für das Gesamtjahr anzuheben. Denn die Umsätze in den ersten 9 Monaten 2015 sind um 27% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, von 549,3 Mio. Euro auf 699,2 Mio. Euro.

Das Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) schaffte einen beeindruckenden Turnaround. Nach -8,2 Mio. Euro in den ersten 9 Monaten 2014 waren es nun in den ersten 9 Monaten 2015 +58,9 Mio. Euro.

Dann fiel mir noch der deutliche Anstieg des Auslandsanteils beim Geschäft von SMA Solar auf: Von 75,9% auf 86,7%.

Quelle: Quartalsfinanzenbericht Januar bis September 2015 von SMA Solar

SMA Solar: Hohe Cash-Bestände

Was mir auch gut gefällt: SMA Solar hat fast schon traditionell recht hohe Cash-Bestände (per 30.9.2015 waren es laut den Zahlen 250,6 Mio. Euro), und diese sind sogar gestiegen. Vor einem Jahr waren es 225,4 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote liegt bei soliden 46,7%. Mit anderen Worten: Hier ist die Verschuldung im Rahmen, und die Zinsen können äußerst bequem aus dem komfortablen Cash-Polster gezahlt werden. Und nun, wenn auch operativ wieder Gewinne eingefahren werden, kann dieses Cash-Polster entsprechend entlastet werden.

SMA Solar: Auslandsanteil gestiegen

Phantasie kommt insbesondere beim Wachstum der Photovoltaik in Märkten wie China, Thailand und den USA, wo SMA Solar überall vertreten ist. Zudem will das Unternehmen dank einer Partnerschaft mit Siemens auch bei neuen Großausschreibungen punkten. Man ist eben einer der Marktführer weltweit im Bereich Wechselrichter. Insofern ist es kein Wunder, dass sich der Aktienkurs in den letzten Wochen so fest gezeigt hat.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Ich weise darauf hin, dass ich in SMA Solar-Aktien investiert bin. Betrachten Sie meine obigen Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Author: Michael Vaupel

Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.

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