Was kostet sBroker? – Depot- & Tradingkosten auf den Zahn fühlen

anbieter_sbrokerMit der Frage: „Was kostet sBroker“ setzen sich nicht nur Anleger auseinander. Unsere Redaktion will wissen, welches Potenzial der Sparkassenbroker hat. Die gute Nachricht zuerst: Das sBroker-Depot lässt sich durchaus ohne Depotgebühr führen. Allerdings muss man als Anleger an dieser Stelle bereit sein, einige Hürden zu nehmen. Wie die Kosten für das Wertpapierdepot im Detail aussehen und wo man bei den Ordergebühren genau hinschauen sollte – unsere Redaktion von aktiendepot.com macht den Praxischeck. Die Ergebnisse lesen Trader jetzt im Testbericht!

Was kostet sBroker – Unser kurzer Faktencheck:

  • Broker der Sparkassen-Finanzgruppe
  • am Markt als sBroker seit 2001 etabliert
  • bietet Handel auf Aktien, Anleihen, CFDs, Direkthandel usw.
  • Führung eines Übungsdepots möglich
  • Depotführungsgebühr entfällt unter Voraussetzungen
  • Orderkosten auf Basis des Provisionsmodells

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Inhaltsverzeichnis

  • 1. sBroker: Der Sparkassenbroker im Überblick
  • 2. Depotverwaltung: Womit muss der Trader rechnen?
  • 3. Orderprovision & Co.: Die Handelsentgelte beim sBroker
  • 4. Wie teuer wird das Musterdepot bei sBroker?
  • 6. Was kostet sBroker: Fragen & Antworten
    • Wie hoch sind die Gebühren beim Depotwechsel zu sBroker?
    • Kann ein Anleger das Depot beim Sparkassenbroker sofort nutzen?
    • Kann jeder das sBroker Übungsdepot nutzen?
    • Verursacht die mobile sBroker App zusätzliche Kosten?
    • Kostet beim Sparkassenbroker eine Orderausführung am Telefon Geld?
  • 8. Fazit: Bei sBroker das Preisverzeichnis unbedingt zur Hand nehmen

1. sBroker: Der Sparkassenbroker im Überblick

Hinter sBroker verbirgt sich die Sparkassen-Finanzgruppe. Das Unternehmen steht bereits seit Jahrzehnten für Stabilität und Zuverlässigkeit rund ums Banking. Sitz des Unternehmens ist heute Wiesbaden. Entstanden ist sBroker als zentraler Broker der Sparkassen-Finanzgruppe durch die Übernahme von pulsiv.

Heute will der Broker auf zwei Wegen bei seinen Kunden punkten – einmal durch die besondere Kompetenz im Zusammenhang mit Wertpapieren. Auf der anderen Seite ist es sBroker ein Anliegen, den Handel:

  • einfach
  • transparent
  • zuverlässig

zu gestalten. Als Informationspartner setzt man beim Sparkassenbroker unter anderem auf die Interactive Data Managed Solutions AG und Financial Webworks GmbH. Bezüglich der verwendeten Software setzt sBroker auf MarktInvestor pro. Erweiterbar mit verschiedenen Kurspaketen – von Basis bis Premium – hält man als Anleger hiermit ein starkes Werkzeug in den Händen.

Den Sparkassenbroker hat unsere Redaktion als Testkandidat unter die Lupe genommen. Das Ergebnis darf man als durchaus positiv bezeichnen. Sowohl im Zusammenhang mit dem CFD-Handel aus auch beim Thema ETF schneidet der Anbieter gut ab. Einen Vorteil, den sBroker für sich verbuchen kann, sind die Rabatte ab 100 Transaktionen.

Was kostet sBroker

sBroker Überblick – Der erste Eindruck vom Broker der Sparkassen-Finanzgruppe

Vom Broker der Sparkassen-Finanzgruppe darf man natürlich ein in sich stimmiges Leistungsportfolio erwarten. Bisher hat der Anbieter unsere Redaktion auch überzeugt. Natürlich wird man bei einem Allrounder – zu denen der sBroker sicherlich gehört – hier und da Abstriche machen müssen. Das Gesamtpaket darf sich aber sehen lassen – und zwar nicht nur vom Standpunkt eines Beginners aus.

2. Depotverwaltung: Womit muss der Trader rechnen?

Anleger müssen für ihr Wertpapierdepot an zwei Stellen im Gebühren Vergleich mit Entgelten rechnen – der Verwaltung des Depotkontos und für die einzelnen Aktien Order. sBroker macht an diesem Punkt keine Ausnahme. In welche Kategorie fällt sBroker? Im Depotvergleich zeigt sich, dass der Sparkassenbroker nur unter ganz bestimmten Gesichtspunkten als Anbieter auf die Depotführungsgebühr verzichtet.

Hintergrund: Laut Preis- und Leistungsverzeichnis vom 01. Januar 2016 wird eine monatliche Depotführungspauschale erhoben. Letztere liegt bei 2,95 Euro. Belastet wird das Guthaben aus dem Depot zum Quartalsende – mit 8,85 Euro.

Screenshot sBroker Gebühr Depotverwaltung

Depotverwaltung – Die Entgelte in der Depotführung bei sBroker

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Wer als Trader das Entgelt umgehen will, hat zwei Möglichkeiten. Der Sparkassenbroker verzichtet:

  • bei einer Wertpapiertransaktion (je Quartal, auch Sparpläne)
  • bei einem Depotbestand von 10.000 Euro (inklusive Konten)

auf das Depotführungsentgelt. Wer eine der Bedingungen erfüllt, kann das Depot kostenlos führen.

Aber: Die Depotführungspauschale ist nicht das einzige Entgelt, für welche das Verrechnungskonto belastet wird. Im Zuge unserer Recherchen ist die Redaktion bei sBroker auf unterschiedliche Gebühren und Entgelte gestoßen, welche für diverse Serviceleistungen erhoben werden. Dazu gehören:

  • effektive Auslieferung von Wertpapieren – 58 Euro je Gattung
  • Lagerstellenwechsel nach Kundenauftrag – 10 Euro
  • Kapitalmaßnahmen/Ausübung weiterer Rechte – 10 Euro (je Maßnahme)
  • Ergänzung Jahresendreport (Postversand) – 19,95 Euro
  • Anfertigung von Kopien – 5,80 Euro je Kopie.

Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen. Allerdings sind die Beispiele ausreichend, um zu erkennen, wo sBroker Gebühren in der Depotverwaltung erhebt.

Die Depotführung gehört beim Sparkassenbroker zu einem der Bereiche, in denen man als Anleger einfach auf Gebühren gefasst sein muss. Zwar liegt die Messlatte für den Wegfall der Depotführungsgebühr niedrig. Welche Serviceleistungen mit einem Entgelt belastet werden, dürfte den Beginner dann aber doch überraschen. An dieser Stelle möchten wir eines aber klarstellen: sBroker ist bezüglich der angesprochenen Preispolitik keine Ausnahme.

3. Orderprovision & Co.: Die Handelsentgelte beim sBroker

Die Handelsentgelte sind der zweite wesentliche Posten, den Trader im Auge behalten müssen. Gerade im Hinblick auf das persönliche Anlageverhalten spielt dieser Aspekt eine besondere Rolle. Hintergrund: Je nachdem, ob ein Portfolio eher statisch verwaltet wird oder von einer gewissen Dynamik gekennzeichnet ist, verschiebt sich das Verhältnis aus Orderentgelt und Depotgebühr.

Screenshot sBroker Gebühr Wertpapierorder

Ordergebühren sBroker – Wie teuer ist das Trading mit dem Sparkassenbroker

Welchen Eindruck hinterlässt der Sparkassenbroker an dieser Stelle? Prinzipiell lassen sich bei den Handelsgebühren drei Hauptbereiche ausmachen:

  • Orderentgelte
  • Handelsplatzentgelte
  • sonstige Kosten.

Als Anleger muss man allen drei Gruppen die entsprechende Aufmerksamkeit schenken.

  • Orderentgelte: Hier setzt sBroker ein bekanntes und von vielen Brokern praktiziertes Modell. Die Orderprovision setzt sich aus einem Grundpreis – 4,99 Euro – und einer variablen Courtage zusammen. Beim Sparkassenbroker liegt dieser bei 0,25 Prozent. Bei einem Ordervolumen von 2.000 Euro entspricht dies 5 Euro variabler plus 4,99 Euro fixer Provision. In Summe muss der Anleger 9,99 Euro zahlen.Wichtig: sBroker arbeitet ergänzend zu den genannten Provisionen mit einem Mindest- bzw. Maximalentgelt. Diese liegen bei 8,99 Euro bzw. 54,99 Euro.
  • Handelsplatzentgelte: Hier der Broker im Wesentlichen darauf ab, dass für Inlands-, Auslands- und Direkthandelsorder fest Entgelte erhoben werden. Erwartungsgemäß ist die Gebühr für Trades im Ausland besonders hoch – sie liegt bei 14,99 Euro. Inlands- und Direkthandelsorder bleiben unter einem Euro.

Bereits an diesem Punkt ist ein Zwischenfazit möglich. Selbst im günstigen Fall muss der Trader mit knapp zehn Euro für die Orderausführung rechnen. Mit knapp 25 Euro sind die Order über Handelsplätze im Ausland besonders teuer. Dass es im Handel günstiger geht, zeigen zum Beispiel unsere Erfahrungen von DEGIRO im Test.

Übrigens: Bei den sonstigen Kosten wartet im Fall von sBroker eine weitere Überraschung auf den Anleger. Hier taucht neben einer Pauschale für am Telefon erteilte Orderaufträge auch ein Abwicklungsentgelt von 0,49 Euro auf.

Bei sBroker ist der Handel mit Wertpapieren nicht kostenlos. Der Broker greift zum traditionellen Provisionsmodell – was speziell Trades über Auslandsbörsen teuer macht. Anleger sind daher gut beraten, sich das Preisverzeichnis im Vorfeld zur Hand zu nehmen. Spätestens an dieser Stelle sollte auch klar werden, dass Spar- und Auszahlungspläne bei sBroker ebenfalls mit einer Gebühr belegt sind.

4. Wie teuer wird das Musterdepot bei sBroker?

gebuehrenHeute arbeiten viele Broker mit einem sogenannten Übungsdepot oder Testkonto. Das Angebot richtet sich an Beginner ganz ohne Handelserfahrung und Trader, die bereits eine Vorstellung vom Wertpapierhandel haben. Kann das sBroker Musterdepot in der Praxis überzeugen?

Details zum Übungsdepot widmet sich der nächste Abschnitt. Hier soll es in erster Linie um die Frage nach den Gebühren gehen bzw. ob Kosten für den Testmodus anfallen – und ob das sBroker Depot überhaupt als Musterdepot durchgehen kann?

Letzteres ist ein Depotkonto, welches ein definiertes Portfolio und dessen Wertentwicklung repräsentiert. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist der Begriff Musterdepot auf das Angebot beim Sparkassenbroker sicher nicht zutreffend. Musterdepots im engeren Sinn werden heute meist durch Anlageexperten betreut und dienen der Anlageempfehlung.

Bei sBroker geht es an diesem Punkt eher um eine „Sandbox“, welche dem Trader Test der Anlagestrategie erlaubt. Der große Pluspunkt: Das Übungsdepot können Anleger beim Broker ohne kostenpflichtige Registrierung oder Ähnliches nutzen.

Generell sind Übungskonten aus Sicht der Depotinhaber zu empfehlen. Gerade die Tatsache, dass sich damit Handelsstrategien ohne großes Risiko testen lassen, macht sie interessant. Der Sparkassenbroker bietet zwar kein Musterdepot im engeren Sinn. Das Übungsdepot erfüllt seinen Zweck – nach der Registrierung – aber vollkommen.

Das Übungsdepot von sBroker bietet Anlegern einige Vorteile. Gerade als Beginner wird man bereits nach kurzer Überlegung den ersten Pluspunkt entdecken. Das Musterkonto erlaubt die ersten Einblicke in den Handel. Ein zweiter Punkt betrifft auch fortgeschrittene Trader: Jeder neue Broker setzt eine gewisse Einarbeitung in die Handelsplattform voraus.

Dank Testdepot lernt man nach dem Aktiendepot umschreiben die Eigenschaften von Software und Depotverwaltung kennen. Diese Vorteile machen sich im weiteren Verlauf bezahlt. Als Anleger bekommt man schließlich ein Gespür dafür, wie sich die einzelnen Orderzusätze auswirken und wie Börsenwerte auf Wirtschaftsindikatoren reagieren. sBroker erlaubt an dieser Stelle im Übrigen das Anlegen beliebig vieler Übungskonten.

Welche Vorteile hat die Übungsdepot-Funktion beim Sparkassenbroker zu bieten?

  • Mini-Charts für jeden angebotenen Wert
  • Trader können mit einer Notizfunktion für die Assets arbeiten
  • Echtzeitkurse für die wichtigen ausgelieferten Werte
  • E-Mail-Benachrichtigung, wenn eines der definierten Limits erreicht wird
  • sBroker bietet für das Übungsdepot verschiedene Ansichten
Mit Wertpapieren ohne großes Risiko handeln und dennoch einen Lerneffekt erzielen – das sBroker Übungsdepot erreicht genau diese Zielstellung. Anleger dürfen eine beliebige Zahl an Testkonten anlegen – und erleichtern sich den Einstieg an dieser Stelle erheblich. Wir müssen an diesem Punkt aber auf eine Tatsache hinweisen: Wer sich als Trader auf zu riskante „Deals“ mit dem Übungsdepot einlässt, erlebt im Echtgeldhandel schnell unangenehme Überraschungen.

6. Was kostet sBroker: Fragen & Antworten

FAQsWie hoch sind die Gebühren beim Depotwechsel zu sBroker?

Anlegern können wir an dieser Stelle Entwarnung geben. Wer bereits ein Wertpapierdepot besitzt und mit dem Bestand zu sBroker wechselt, muss für den Übertrag in aller Regel keinen Gebühren übernehmen. Aufgrund der höchstrichterlichen Rechtsprechung sind Klauseln für den entgeltlichen Übertrag von Wertpapieren unzulässig. Die Ausnahme: Von einer Verwahrstelle im Ausland werden die Wertpapiere transferiert.

Kann ein Anleger das Depot beim Sparkassenbroker sofort nutzen?

Ein Wertpapierdepot registrieren und sofort für den ersten Trade einloggen – ganz so einfach ist es in der Praxis nicht. In Deutschland hat der Gesetzgeber eine Prüfung der Kundenidentität zur Bedingung gemacht. Der Sparkassenbroker setzt an dieser Stelle mit dem VideoIdent-Verfahren auf ein Werkzeug, welches die Registrierung und Eröffnung wesentlich erleichtert. Registrieren und lostraden – ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Wie es nach der Eröffnung weitergeht, klärt unter anderem der Ratgeber: Wie richte ich ein Aktiendepot ein.

Kann jeder das sBroker Übungsdepot nutzen?

Nein, wer auf das Musterdepot als Einstieg in den Handel mit Wertpapieren zurückgreifen will, muss einige Hürden überwinden. Der Sparkassenbroker setzt in jedem Fall eine Anmeldung voraus – ohne die kein Zugriff auf das Übungsdepot möglich ist. Parallel muss die Option „Übungsdepot/Watchlist“ aktiviert werden.

Verursacht die mobile sBroker App zusätzliche Kosten?

Der Sparkassenbroker bietet seinen Kunden die Möglichkeit, sowohl mit auf dem Betriebssystem iOS als auch auf Android-basierenden Geräten zu handeln. An dieser Stelle sind durch die Trader keine zusätzlichen Entgelte – nur aufgrund des Griffs zur App – zu befürchten. Für den Handel gelten die Gebühren des Preisverzeichnisses. Wichtig: iOS wird ab Version 8.0 unterstützt. Bezüglich der Verwendung von Android weist der Broker auf seiner Website darauf hin, dass die App für alle Versionen kompatibel ist.

Kostet beim Sparkassenbroker eine Orderausführung am Telefon Geld?

Diese Frage müssen wir klar mit einem Ja beantworten. Der Broker erhebt im Handel mit Wertpapieren und anderen Finanzprodukten eine Telefonpauschale. Diese wird bei jeder telefonischen Ordererteilung in (derzeit) einer Höhe von 9,99 Euro erhoben. In der Folge macht eine telefonische Orderanweisung den Trade also noch einmal teurer.

7. Bei depotvergleich.com erfahren Anleger einfach mehr

sBroker ist nur eine Option, wie Anleger in den Wertpapierhandel einsteigen können. Gerade als Beginner ist man auf das Wissen anderer angewiesen. depotvergleich.com setzt genau hier an. Wir haben mit unserem objektiven und von Brokern unabhängigen Vergleich das Ziel, Tradern bei ihren ersten Schritten unter die Arme zu greifen. Parallel geht es uns darum, Fragen zum Depotumzug oder zur Abgeltungssteuer zu beantworten. Und wir gehen für alle Anleger in die Tiefe – auch für Fortgeschrittene – etwa beim Thema CFD Broker.

8. Fazit: Bei sBroker das Preisverzeichnis unbedingt zur Hand nehmen

daumen_hoch15 Jahre stehen hinter dem zentralen Broker der Sparkassen-Finanzgruppe. In Bezug auf die Leistungen hat uns der sBroker in der Vergangenheit überzeugt. Zum Abschneiden tragen unter anderem das Angebot im Direkthandel oder die Möglichkeiten bei den CFDs und ETFs bei. Aber: Im Vergleich etwa mit den DEGIRO Erfahrungen oder den Ergebnissen vom flatex Depot im Test ist die Preisstruktur beim Sparkassenbroker nicht immer optimal. Eine dramatische Abwertung des Anbieters wäre an diesem Punkt zwar sicher nicht gerechtfertigt. Allerdings ist es beim sBroker anzuraten, sich mit den Konditionen und Preisen für das Trading und Depot intensiv auseinanderzusetzen.

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