Wie geht es für die Netflix-Aktie weiter?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 10.11.2020


Die Aktie von Netflix gehört fraglos zu den größten Gewinnern an der Börse in diesem Jahr, dass für viele nicht einfach war. Aber auch die Netflix-Aktie unterlag teils hohen Schwankungen. Fraglich ist aber, ob der Boom weitergeht und wie sich Netflix und die Aktie des Unternehmens weiterentwickeln werden. Die Netflix-Aktie ist im Übrigen auch bei eToro handelbar.

Als sich im Frühjahr das Coronavirus auch in Europa und den USA verbreitete, wurde rasch klar, dass einige Unternehmen von der Situation profitieren werden, andere aber in Schwierigkeiten kommen könnten. Einige Aktien brachen überproportional ein, andere konnte sich rasch vom Einbruch an den Märkten erholen und in den letzten Wochen einen Aufwärtstrend verzeichnen.

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Netflix-Aktie entwickelte sich zuletzt gut

Auch die Netflix-Aktie entwickelte sich zuletzt gut. Viele Menschen nutzen ihre Zeit zu Hause, um Filme und Serien zu streamen. Die Zahl der neuen Kunden bei Netflix stieg deutlich. Die ersten Quartalszahlen nach Beginn der Pandemie wurden von den Anlegern sehr gut aufgenommen. Das erste Quartal 2020 war bisher das Beste in der Geschichte von Netflix. In den ersten Monaten des Jahres gewann das Unternehmen 15,8 Millionen neue Kunden. Die Einnahmen stiegen um 28 Prozent und der Gewinn wurde mehr als verdoppelt.

Allerdings haben derart gute Zahlen häufig auch hohe Erwartungen zur Folge. Dies war auch bei Netflix nicht anders. Netflix legte auch für das zweite Quartal gute Zahlen vor. Diese überzeugten die Anleger aber nicht vollständig. Zwar gab es einen Rekord bei der Zahl der neuen Kunden, aber nach der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal ging es für die Netflix-Aktie nach unten. Die Anleger gingen davon aus, dass die Zahl der neuen Kunden noch höher ausfallen würde. Das langsamere Wachstum bei den Kundenzahlen enttäuschte viele Anleger.

Wie geht es für die Netflix-Aktie weiter?

Bedenken beim Geschäftsmodell

Andere Anleger äußern Zweifel an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von Netflix. Zuletzt war es ein Vorteil für Netflix, dass viele Menschen zwangsläufig mehr Zeit zuhause verbrachten. Es ist jedoch unklar, ob dieser Trend weitergeht. Erste Experten haben Bedenken, ob Netflix seine schnell hinzugekommenen neuen Nutzer auch halten kann, wenn es wieder mehr Möglichkeiten gibt, die Freizeit außer Haus zu verbringen.

Das aktuelle Geschäftsmodell von Netflix erhöht die Zweifel. Aktuelle können Nutzer die Flatrate bequem nach einem Monat kündigen. Dies ist sicher interessant, um neue Kunden anzuwerben. Das Unternehmen hat immer wieder neue Modelle mit anderen Laufzeiten getestet, aber bisher nicht offiziell eingeführt. Andere Streaming-Anbieter oder Bezahldienste wie Sky arbeiten mit einer längeren Laufzeit und binden Kunden auf diesem Weg länger an sich. Eine Kündigung nach 30 Tagen ist nicht möglich.

Netflix bietet allerdings seit kurzem keinen kostenlosen Probemonat mehr an. Auf diesem Weg konnten neue Kunden das Angebot zuerst einen Monat kostenlos testen und erst dann ein Monats-Abo abschließen. Da dies nun entfällt, könnte die langfristige Kundenbindung erschwert werden.

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Kunden langfristig binden

Netflix muss daran arbeiten, dass Kunden das Angebot langfristig nutzen. Dies wird wohl nur über exklusiven Content und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis möglich sein. Daher investiert das Unternehmen viel in eigene, exklusive Inhalte. Im letzten Jahr zahlte Netflix 15 Milliarden Euro für Eigenproduktionen. In diesem Jahr könnten es laut den Analysten von BMO Capital Marktes nochmals mindestens zwei Millionen Euro mehr sein.

Dieses Geld muss Netflix aber erst einmal einnehmen. Allerdings hat Netflix zugleich auch hohe Schulden, die bis 2025 abbezahlt werden sollten. Allerdings erscheint dies aufgrund der hohen Investitionen in Eigenproduktionen nicht unbedingt realistisch. Allerdings arbeitet Netflix daran, den hohen Schuldenstand zumindest zu reduzieren.

Netflix-Aktie

Märkte zum Teil gesättigt

Der Heimatmarkt ist allerdings schon gesättigt. Auch aus diesem Grund wurden die Preise schon mehrfach erhöht und weitere Preiserhöhungen können bald anstehen. Erst kürzlich stiegen die Preise in Österreich für das Premium-Abo. Dies könnte bald auch in Deutschland der Fall sein. Ein Sprecher von Netflix sagte, dass die Preise immer wieder verändert würden, um den Kunden auch weiterhin gute Unterhaltung anbieten zu können. Der Preis für den Basisplan soll sich aber in Österreich nicht erhöhen.

Ob Netflix aber mit Preiserhöhungen die Kunden an sich binden kann, bleibt abzuwarten. Diese Strategie könnten funktionieren, wenn die Kunden für den höheren Preis auch einen Mehrwert bekommen. Derzeit gibt es je nach Region große Unterschiede bei den Preisen. Allerdings müssen dafür die Eigenproduktionen von Netflix überzeugen und so die Konkurrenz von Anbietern wie Disney+ in Schach gehalten werden.

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Bald Werbung bei Netflix?

Werbung im Angebot von Netflix könnte ein weiterer Weg sein, den auch Experten empfehlen. Werbefinanzierte Inhalte können eine Möglichkeit sein, um einige Inhalte günstiger anzubieten und um neue Kunden zu werben. Allerdings lehnt Netflix diese Option bislang ab. Reed Hastings, der CEO des Unternehmens, sagte vor einiger Zeit, dass Netflix werbefrei bleiben werden. Denkbar ist, dass Netflix aber zukünftig seine Meinung zu diesem Thema ändern könnte, auch, da die Konkurrenz immer stärker wird und der Markt in vielen Ländern gesättigt ist.

Allerdings konnte die Netflix-Aktie in diesem Jahr um 46 Prozent zulegen, obwohl es Zweifel an der Nachhaltigkeit der Strategie von Netflix gibt. Das Management bemüht sich allerdings, den hohen und teils überzogenen Markterwartungen entgegenzutreten. Der Anstieg der Netflix-Aktie liegt auch darin begründet, dass Netflix an der Börse zu den Technologie-Aktien gehört, die in der letzten Zeit deutlich stiegen. Davon profitiert auch Netflix.

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Strenggenommen keine Technik-Aktie

Streng genommen ist Netflix aber keine Technologie-Aktie. Allerdings trifft dies auf einige Aktien aus der sogenannten FAANG-Gruppe rund um Unternehmen wie Facebook oder Google zu. Dieser führte die Tech-Rally an den Märkten zuletzt mit Aktien wie Tesla und Microsoft an. Allerdings ging es auch für diese erfolgreichen Aktien in diesem Jahr nicht nur nach oben. Immer wieder gab es Rückschläge für die Technologie-Aktien. Die Netflix-Aktie, wie ebenfalls die Nintendo Aktie, wird allerdings weiter von vielen Beobachtern sehr gut eingeschätzt. Viele Einschätzungen sind weiter bullish und die Bewertungen der Experten sind im Durchschnitt weiter bei „overweight“. Daher ist auch ein weiterer Kursanstieg durchaus denkbar.

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Bei eToro oft gehandelt

Die Netflix-Aktie gehört auch bei eToro zu den oft gehandelten Aktien. Bei dem Broker sind über zehn Millionen Menschen aus aller Welt aktiv. Trader können viele Aktien und ETFs auch ohne Provisionen handeln. Ein Aufschlag entfällt, unabhängig vom Handelsvolumen. Auch Kryptowährungen sind Teil des Angebots von eToro. Auch hier ist der Handel direkt über die Multi-Asset-Plattform möglich. Dort können Trader Bitcoins und andere Kryptowährungen kaufen, verkaufen und speichern. Weitere Basiswerte wie Devisen, Rohstoffe oder Indizes sind im CFD-Handel verfügbar. Alle Handelsinstrumente werden über nur eine Plattform gehandelt, die auch über ein Demokonto umfangreich getestet werden kann.

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Einfaches Kostenmodell

Provisionen und Übernachtfinanzierungskosten entfallen bei eToro. Ab einer Summe von mindestens 50 Dollar können Trader selbst entscheiden, wie viel Geld sie investieren wollen. Ein Vorteil bei teuren Aktien, zu denen fraglos viele Technologie-Aktien gehören, ist, dass Trader auch Bruchteile einer Aktie kaufen können. Dazu kommen zahlreiche Analysemöglichkeiten und Informationen von den Märkten. Trader können sich zudem in der internationalen Community und im Social Trading engagieren. Für die Regulierung sind die FCA und CySec verantwortlich. Die Kundenkonten sind über Sicherheitsprotokolle geschützt und Kundendaten werden nur mit Zustimmung der Kunden an Dritte weitergeben.

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Fazit: Nachhaltiger Erfolg bei Netflix?

Netflix ist einer der Gewinner der Corona-Pandemie. Die Aktie konnte in diesem Jahr um fast die Hälfte zulegen. Allerdings gab es auch bei Netflix Rückschläge. Unter anderem haben Beobachter Zweifel, ob das Abo-Modell von Netflix langfristig erfolgreich ist und sich das Unternehmen gegenüber der starken Konkurrenz durchsetzen kann.

Die Netflix-Aktie zählt zu den Technologie-Aktien und kann auch bei eToro gehandelt werden. Trader können hier ab 50 Dollar in eine Aktie investieren. Viele Kosten wie Übernachtfinanzierungskosten entfallen. Insbesondere die oft teuren Technologie-Aktien können auch in Bruchteilen gekauft werden.

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